„Entscheidend war das Festgefahrene“

Die „Jungle World“ interviewt den Fehlfarben-Schlagzeuger Uwe Bauer:

Vor zehn Jahren erschien das Buch »Verschwende Deine Jugend«. Es war an der Zeit, die deutsche Geschichte von Punk und New Wave zu erzählen. Der Fehlfarben-Schlagzeuger Uwe Bauer erinnert sich an die Platte »Monarchie und Alltag« in den achtziger Jahren, an überlebenswichtige Dissidenz und an seine Begeisterung für Atomkraftwerke.

Als ich 1984 zum ersten Mal »Monarchie und Alltag« gehört habe, ist mir der Mund offen stehen geblieben. Das war Musik von einem anderen Stern: verstörend, gleichermaßen aggressiv und depressiv. Können Sie die berühmteste Fehlfarben-Platte selbst noch hören?

Ja, das kann ich, weil die Platte in sich stimmig ist. Ich finde nach wie vor, dass »Monarchie und Alltag« zum richtigen Zeitpunkt rausgekommen ist und den Geist der Zeit eingefangen hat. Im Gegensatz zu vielen anderen Veröffentlichungen damals. Schade ist, dass die beiden Fehlfarben-Alben danach, »33 Tage in Ketten« und »Glut und Asche«, kaum mehr Erwähnung finden.

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