Archiv für Oktober 2011

Zurück in die 90er – die Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld

Der „Störungsmelder“ schreibt:

In den letzten Wochen und Monaten machte in Dortmund die Neonazigruppe Skinhead – Front Dortmund – Dorstfeld mit brutalen Angriffen auf sich aufmerksam. Es war nicht das erste Mal, dass die Gruppierung durch Gewalttaten auffiel. Ungewöhnlich ist, dass die Skinhead-Front auftritt wie es bislang nur aus den 80er und 90er jahren von Naziskins bekannt war. Bomberjacken, Springstiefel und kahlrasierte Köpfe sind heute auf Naziaufmärschen sonst kaum noch zu sehen.

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Klasse Kriminale – Anarchia Libertá

Sacha Korn – Nazirocker aus Berlin

Auf „Indymedia“ wird berichtet:

Der Berliner Musiker Sacha Korn gibt sich in der Öffentlichkeit als „Patriot“ aus der Mitte der Gesellschaft. Auf seiner Internetseite erklärt er: „Um ehrlich zu sein: Politik interessiert mich nicht wirklich. Das habe ich mit vielen anderen Künstlerkollegen gemein.“ Allein ein Blick auf sein Facebook-Profil lässt allerdings gänzlich andere Schlüsse zu. Sowohl auf Sacha Korns Facebook-Profil als auch auf seiner „Künstler“-Seite schreibt der Sänger und Gitarrist nämlich äußerst viel über Politisches. Seine Lieblingsthemen sind die der rechtspopulistischen Szene: Wirtschaftskrise, EU, „Multikulti“ und „die deutschen Vertriebenen“. Letzteren widmete er auch einen Song auf seinem aktuellen Album „Deviationist“ (= Abweichler). Der englischsprachige Albumtitel lässt es schon vermuten: Korn wählt andere als die üblichen Wege der Ansprache, um rassistisches, völkisches oder nationalisches Gedankengut an Mann und Frau zu bringen. Dazu passt seine Selbstdarstellung auf Facebook. (…) Sacha Korn bietet unzähligen Rechtsextremisten und Neonazis eine Plattform, ihre menschenverachtenden Kommentare unwidersprochen zu verbreiten.

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FPÖler aus Bad Ischl solidarisiert sich mit Nazibarden

Mal wieder Neuigkeiten aus Österreich:

Christian Kain ist Anhänger der FPÖ. Im Jahr 2009 kandidierte er für den Gemeinderat im oberösterreichischen Bad Ischl. Kain spricht aus, was wohl viele FP-AnhängerInnen denken…

Als Reaktion auf einen Facebook-Beitrag des deutschen Neonazi-Barden Frank Rennicke, in dem dieser darüber jammert, dass schon so viele seiner Veröffentlichungen auf dem deutschen Index landeten, schreibt Kain von „Kanaken“, die in Brunnen „pissen“ und „sch…“ und erklärt sich solidarisch mit dem Fäkalmusiker Rennicke:

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What We Feel – Our Friends

28.10.2011 Linkes Zentrum/Düsseldorf: Wasted Youth und Streets of Rage

Und ein weiterer Veranstaltungstipp: Cable Street Beat Düsseldorf veranstaltet am 28.10.2011 im Linken Zentrum in Düsseldorf ein Konzert mit „Streets of Rage“ und „Wasted Youth“. Hingehen!

29.10.2011 Vetternwirtschaft/Rosenheim: Good night – white pride Konzert

Ein Ausgehtipp der Oire Szene Redaktion für das kommende Wochenende:

Rosenheim. Am Samstag, den 29. Oktober 2011 findet unter dem Motto „good night – white pride” in der Rosenheimer Vetternwirtschaft ein antifaschistisches Konzert statt. Das jährlich stattfindende Event unterstützt die antifaschistische Arbeit der Infogruppe Rosenheim. In diesem Jahr treten REJECTED YOUTH (Nürnberg), WITH OPEN ARMS (Rosenheim) und KACHEL (München) auf.

Mit den aus Nürnberg kommenden REJECTED YOUTH ist es den Veranstalter_innen gelungen, die wohl bekannteste süddeutsche Streetpunkband nach Rosenheim zu holen. Die Band, welche auf Festivals mehrere tausend Menschen begeistert, wird sicher den Konzertraum der Vetternwirtschaft zum kochen bringen.

1998 gegründet, haben die Jungs ihren Stil mit seinen pfeilschnellen, gleichermaßen aggressiven wie melodischen Streetpunk-Attacken einerseits und seinen mit der Welt des anbrechenden 21. Jahrhunderts hart ins Gericht gehenden Texten andererseits von Jahr zu Jahr immer weiter verfeinern können. Am 18. November 2011 wird endlich das lang ersehnte vierte Album von REJECTED YOUTH auf Concrete Jungle Records erscheinen und ein erster Eindruck des neuen Werkes kann sicher auf dem Konzert in der Vettern gewonnen werden.

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Quelle

Produzenten Der Froide – Therapie

Here we go! Antifascist Rock Action Bustour 2011 – 2nd Strike!

Am 5.November findet in Wolfsburg (Niedersachsen) ein „Love Music Hate R.A.C. Festival“ mit den Bands „Produzenten der Froide“, „Nordwand“, „VolkerPutt“, „Auf Bewährung“ und „A.D.S.“ statt. Die Antifascist Rock Action Crew und RASH Stuttgart organisieren eine Busfahrt zum Festival! Tickets über: RASHSTGT@gmx.de

„Insidious Skins“

Seit einiger Zeit wird von den verschiedenen Grauzonen- (u.a. im „Krawallbrüder-Records“ und „Bandworm Records“-Shop) und RAC-Versänden (u.a. „Adler-Versand“, „DIM Records“) eine neue Band Namens „Insidious Skins“ in den Himmel gelobt. Optisch und musikalisch gibt sich die Band im 80er-Jahre Oi!-Style. Verglichen wird die Band mit Rechrsrock-Bands wie „Close Shave“, „Condemned 84″ u.a.. Hört man genauer hin wird z.B. im Song „Oi!“ ganz im Extremismussinne sowohl gegen Kommunismus als auch gegen Nationalsozialismus angesungen: „strengt thru oi, based on a nazislogan strengt thru joy“ oder „this wankers don´t live like us, therefore this fucking Reds we Fight…“ sind die Texte dieser Band. Die Bandmitglieder sind allesamt bereits von anderen Rechtsrockprojekten bzw. dem entsprechenden Milieu her bekannt. Sänger „Pippi“ ist der Lebensgefährte der bekannten Naziaktivistin „Heidi S.“. Beide pflegen Kontakte zur bekannten Naziband „Endstufe“. Gitarrist „Schlick“, früherer Gitarrist der Rechtsrockband „Brachial“, spielt neben „Insidious Skins“ auch noch bei der Rechtsrockkapelle „Rampage“. Und der Schlagzeuger „Federico“ ist der ehemalige Schlagzeuger der italienischen Naziskinband „Dente di lupo“. Auf der Homepage der „Insidious Skins“ werden u.a. folgende Rechtsrockbands- und Fanzines-/Labels verlinkt: „The Prideful“, „Haircut“, „Freigänger“, „Tattooed Mother Fuckers“, „Skinhead Service“, „Mother Fucking Sounds“, „MF Zine“ und „Backstreet Battalion“. Fazit: Eindeutig mehr Rechtsrockkapelle als Grauzone!

Železná Kolóna – No pasaran

„Im Wolfspelz“

Wir verweisen an dieser Stelle auf einen hörenswerten Beitrag des Deutschlandradios zum Thema „Kategorie C“:

Wie eine Rockband rechtsextremistische Einstellungen bei Fußball-Fans fördert
Von Ronny Blaschke
Die Rockband „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ entstammt dem Bremer Hooligan-Milieu. Sie besingt Fußball, Freundschaften, Gewaltexzesse. Ihre Mitglieder distanzieren sich von früheren Engagements in rechtsextremen Gruppen, denn sie wollen mit ihrer Musik kommerziell erfolgreich sein.
Politik ist bei „Kategorie C“ jedoch allgegenwärtig – auch ohne verfassungsfeindliche Liedpassagen. Die Band erhebt die Wolfsgesellschaft zur Leitkultur: der Stärkere setzt sich durch, der Schwächere bleibt zurück. Bei vielen Fußballfans kommt „Kategorie C“ gut an, ihr Platten- und Fanartikelverkauf ist lukrativ. Auf Konzertebene ist die Taktik der Verharmlosung gescheitert.

Die Band ist bei der Organisation von Veranstaltungen auf Neonazistrukturen und eine lange Geheimhaltung angewiesen. Ihre Fangemeinde verdeutlicht, wie die Grenzen zwischen Fußballfans, Hooligans, Rockern und Neonazis verschwimmen können. Viele jugendliche Fans und deren Eltern wissen nicht, mit wem sie es zu tun haben. So können sie durch vermeintlich harmlose Fußballmusik an rechtsextreme Strukturen herangeführt werden.

Zum Beitrag
Ebenfalls sehenswert ist der Beitrag des ZDF über die Verbindungen zwischen Nazi. und Rockerszene – u.a. geht es auch hier um „Kategporie C“:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/1470036

20.-23.10.2011: RAC- und Nazikonzerte International

- 22.10.2011 Budvarka Yyskov (Tschechien): „U.T.G.“ und „Lion´s Roar“ präsentieren ein Konzert mit der englischen RAC-Band „Condemned 84″, der Grauzonenband „Mummy´s Darlings“ aus München/Altötting und den beiden tschechischen Grauzonenbands „Pilsner Oiquell“ und „Operace Artaban“.

- 22.10.2011: „The Snooty Fox“/Wakefield (England): Rechtes Konzert mit den Bands „Streetpunk Drunks“, „Insane Youth“, „A Day For Heroes“ und „Hatework Conspiracy“.

- 22.10.2011: „The Boston Music Room“/London (England): Grauzonen- bis RAC-Konzert mit „The Crack“, „Vicious Rumours“ und „Rejected“. Was zur Hölle haben dort „Runnin´ Riot“ verloren (spielten allerdings in der Vergangenheit auch schon mit RAC-Combos wie „On File“)?

- 22.10.2011: Arizona/USA: „Oi Fest 2011″ – Hierbei handelt es sich um ein Neonazifestival mit folgenden NS-Bands: „Slaghammer“, „Borg“, „Enforcer“, „Armed & Ready“, „White Knuckle Driver“, „Blu Eyed Devils“, „Max Resist“, „Youngland“ u.a.

- 22.10.2011: „Skinhouse Hellas“/Griechenland: Nazikonzert mit den Bands „Timebombs“ (Italien), „The 4 Aces“ (Italien) und „Straightline“ (Griechenland).

- 22.10.2011: Bogota/Kolumbien: Nazikonzert mit dem Motto „VI Rudolf Fest“. Es sollen die Rechtsrockband „Vinland Warriors“ (Kanada) und „Bootprint“ aufspielen.

Außerdem sind für die kommenden Tage weitere Konzerte der extrem rechten Neofolk-Band „Death In June“ angekündigt:

- 20.10.2011: „Sala C“/Rom (Italien)
- 21.10.2011: „The Steeple“/Waregem (Belgien): Zusammen mit „Otwatm“.
- 22.10.1011: Eisleben bei Leipzig (Deutschland): Zusammen mit „Otwatm“ und „Sonne Hagal“.
- 23.10.2011: „Pumpehuset“/Kopenhagen (Dänemark): Zusammen mit „Otwatm“.
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Virgin Oi! – Girls With The Power

alles verändert sich…

wenn du es veränderst!

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21.10.2011 Linkes Zentrum/Stuttgart: Love football – hate fascism party!

Ein Partytipp der Oire Szene Redaktion für heute Abend:

Eisleben: Absage der Demonstration gegen das Konzert

Die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet:

EISLEBEN/MZ. Überraschende Wende im Fall der umstrittenen Band „Death in June“: Die Donnerstag angekündigte Gegendemonstration für den Sonnabend ab 14 Uhr auf dem Markt in Eisleben fällt aus. Der Veranstalter, eine Privatperson aus Halle, zog die Anmeldung am Donnerstag um Mitternacht per Fax zurück – ohne Begründung. Der Pressesprecher der Kreisverwaltung Mansfeld-Südharz Uwe Gajowski sagt: „Das Ordnungsamt des Landkreises wird vor Ort sein und angereiste Demonstranten auf die Absage hinweisen.“

Statt der Protestveranstaltung wird die Oberbürgermeisterin Jutta Fischer (parteilos) zusammen mit dem Eisleber Bündnis für Demokratie ein Informations- und Diskussionsgespräch im Rathaus veranstalten. Pressesprecher Maik Knothe sagt: „Die Stadtverwaltung selbst darf keine Demonstration anmelden. Deswegen bieten wir jetzt dieses Gesprächsforum an.“

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Antifamobivideo
Siehe auch: Konzert mit Nazi-Symbolik erhitzt die Gemüter
Proteste gegen Auftritt von «Death in June»

Grauzonen-Konzert am Freitag, 21.10.2011 Hans-Albers-Platz in Hamburg

Das „Antifa-Café Hamburg“ berichtet:

Das ist alles andere als ein Konzerttipp!

„Oi! the-Hans-Albers-Platz“ am Freitag, 21.10. 21 Uhr im Platzhirsch, Friedrichstraße 21, u.a. mit der Grauzonenband Riot Company

Riot Company geben sich nach außen hin gerne als unpolitische Combo von nebenan. Dass sie zum unmittelbaren Umfeld der rechten Bootboys Hildesheim – Riot Crew zählen, erwähnen sie dagegen nicht. Sowohl Riot Company als auch ihre Zweitband Combat 77 (Dole und Hannes von Riot Company sind dort ebenfalls aktiv) haben keinerlei Berührungsängste mit der rechten Oi!/RAC-Szene. So gaben sie in der Vergangenheit immer wieder Konzerte für rechte Veranstalter wie den Bootboys Hildesheim, die z.T. personelle Verflechtungen zu dem Neonazi-Netzwerk „Honour & Pride“ (Nachfolgestruktur von Blood & Honour) unterhalten, sowie im Neonazi-Pub Skinhouse Menfis in Thüringen, das eine herausragende Stellung in Sachen Rechtsrock in Deutschland einnimmt.

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Firecrackers – Anti Fasis Anti Rasis

Sirenen des Hasses – NS-Hardcore aus Sachsen-Anhalt

Eine Leseempfehlung der Oire Szene Redaktion:

Hrsg.: Miteinander e.V. / Arbeitsstelle Rechtsextremismus, Magdeburg und Halle/Saale 2010, 45 Seiten.

NS-Hardcore ist ein aktuell besonders erfolgreiches Produkt innerhalb des jugendkulturellen Rechtsextremismus. Seit Anfang des neuen Jahrtausends entwickelt sich in Deutschland eine entsprechende Szene, die besonders im Bundesland Sachsen-Anhalt floriert. Hier sind einige der umtriebigen neuen Bands, Labels und Akteur_innen ansässig. Diese Szene wird von der Broschüre „Sirenen des Hasses. NS-Hardcore aus Sachsen-Anhalt“ des Vereins Miteinander e. V. genauer unter die Lupe genommen. Die Broschüre enthält Informationen über Protagonist_innen, Labels und Aussagen von insgesamt zehn sachsen-anhaltischen NS-Hardcore-Bands.

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Download der Broschüre