Archiv für November 2011

Berlin: Durchsuchungen bei Mitgliedern der rechtsextremen Musikszene

Berlin (dts) – Rund 120 Berliner Polizeibeamte haben am Dienstagabend bei Mitgliedern der rechtsextremen Musikszene Durchsuchungen durchgeführt. Wie die zuständige Polizei mitteilte, wird zwei Männern im Alter von 23 und 43 Jahren sowie einer 38-jährigen Frau unter anderem Volksverhetzung und die Verbreitung von Propagandamitteln vorgeworfen. Die Polizeibeamten durchsuchten drei Wohnungen, Gewerberäume und Kellerräume in Berlin sowie zwei Wohnungen, ein Grundstück und eine Garage im brandenburgischen Velten.

Weiter

The Harmonizers – Go Back Home

NPD plant Sonnenwendfeier im Barnim

Das Brandenburger Infoportal „Gegenrede“ berichtet:

Biesenthal (ipr) Die Recherchegruppe Biesenthal meldet für den 17. Dezember eine Sonnenwendfeier von NPD und „Freien Kräften“ auf dem ehemaligen Stasigelände und späteren Flüchtlingswohnheim in Biesenthal. Gleichzeitig wird für eine Gegenveranstaltung mobilisiert.

Gegenrede.info hat sich beim Kreisvorsitzenden der NPD, Hartmut Kneider, um eine Bestätigung des Termins bemüht. Kneider hat es bis heute vorgezogen, nicht zu reagieren.

Bereits seit einigen Jahren nutzt die NPD das Gelände. Immer wieder fanden dort Konzerte, Camps, Schulungen, Parteiveranstaltungen und Partys statt. Es liegt etwas abgelegen zwischen einem kleinen Gewerbegebiet und dem Wald und ist schlecht einsehbar.

Einige Veranstaltungen wurden in der Vergangenheit von der Polizei verhindert und der geplante Aufbau eines NPD-Schulungszentrum gestoppt. Eines von drei Gebäuden wurde baupolizeilich durch den Kreis Barnim gesperrt. Das Gelände ist im Flächennutzungsplan inzwischen als Grünland ausgewiesen. So sind Neubauten nicht möglich. Trotzdem bleibt das Gelände ein interessanter Anlaufpunkt für die NPD und die Naziszene in der Region.

Weiter

Der FSV und die Brandstifter

Die „Junge Welt“ schreibt:

In der Kurve des Fünftligisten FSV Zwickau feiern schon länger auch Neonazis

Die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ruft in diesen Tagen nicht nur Abscheu und Entsetzen hervor. Es gibt auch offene Sympathiebekundungen. Zum Beispiel in Zwickau. Während des Oberligaspiels zwischen dem FSV Zwickau und den Amateuren von Erzgebirge Aue wurden am Freitag abend im Block A des Zwickauer Sojus-Stadions mehrfach Sprechchöre wie »Terrorzelle Zwickau – olé, olé, olé« und »NSU« angestimmt. Das berichten übereinstimmend mehrere Fans.

Auf der Vereinsseite war nach dem Spiel vorübergehend eine Szene aus der FSV-Kabine auf Video dokumentiert. Die versammelte Mannschaft rief immer wieder »Sieg, Sieg, Sieg«, bis ein Spieler den Chor mit »Heil« beendete. Statt Widerspruch erntete er Gelächter. Im Zentrum des beschaulichen Städtchens im Westen Sachsens demonstrierten zu diesem Zeitpunkt über tausend Menschen ihre Solidarität mit den Opfern der NSU-Mordserie.

Weiter

The Soul Agents – Get Ready It’s Rock Steady

Zwickauer Terror-Netzwerk: Verbindungen zu militanter Neonazi-Organisation

„Frontal21″ berichtet – interessant sind auch hier mal wieder die Verbindungen nach Hildesheim:

Ex-General: Ausbildung in rechter Szene so gefährlich wie RAF

Nach Recherchen von Frontal21 gibt es Verbindungen zwischen dem Zwickauer Terrornetzwerk und der militanten Neonazi-Organisation „Blood & Honour“. Der wegen Unterstützung der Zwickauer Terrorzelle kürzlich verhaftete André E. hatte nachweislich noch im Sommer 2011 Kontakte zu Hannes K., einem früheren Mitglied von „Blood & Honour“. K. gilt in der rechtsextremen Szene als Schlüsselfigur des seit 2001 verbotenen Netzwerkes.

Wegen Unterstützung dieser Gruppierung wurde Hannes K. vom Landgericht Halle 2008 rechtskräftig verurteilt.

Schon damals berichtete Frontal21 über hochprofessionelle Wehrsportübungen, die K. betrieb und an denen auch Neonazis teilnahmen. Dabei bot K. Scharfschützenlehrgänge und Überlebenskurse an, bemühte sich zudem intensiv um Kontakte zu ehemaligen Angehörigen von Spezialeinheiten.

Weiter

Rechtsextremer Verein „Blood & Honour“ ignoriert Verbot

Die „Badische Zeitung“ schreibt:

Das Verbot des rechtsradikalen Vereins „Blood & Honour“ hält dessen Mitglieder offenbar nicht davon ab, weiter in Baden-Württemberg aktiv zu sein. Das bestätigte der Verfassungsschutz auf BZ-Anfrage.

Unter Decknamen hätten Mitglieder trotz Verbots weiter operiert, so eine Sprecherin des Landesamtes für Verfassungsschutz. „Im Rahmen der Wiederbetätigung nannte man sich unter anderem Division 28.“

Im September 2000 waren die Vereinigung, ihre Jugendorganisation „White Youth“ sowie alle Nachfolgeorganisationen vom Bundesinnenministerium verboten worden. Die international agierende Gruppierung geht auf Ian Stuart – Sänger der neonazistischen Band „Skrewdriver“ – zurück. Ziel der Organisation: die nationalsozialistische Ideologie durch Auftritte neofaschistischer Bands zu verbreiten. Der 1993 verstorbene Brite gilt als Gründer von „Blood & Honour“ und Ikone der White-Power-Bewegung.

Weiter

Banlieue Rouge – Sous un ciel écarlate

Geschäftstüchtige Hooligan-Crew

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Die Bremer Kultband „Kategorie C“ geriert sich wegen mehrerer Konzertverhinderungen durch die Behörden als vermeintlich unpolitisches Opfer des Rechtsstaats – ihr Label vermarktet sie erfolgreich auch im Internet-Shop.

Im Hintergrund ist die Melodie aus den Pink Panther-Filmen zu hören. Die jungen Leute im selbstgedrehten Video auf YouTube stammen aus dem Nordwesten Niedersachsens und sind auf dem Weg zum „Kategorie C“-Konzert im Raum Bremen, als sie sich filmen. Eine bewusste Provokation. Sie nennen ihr Video „Die lustigen Staatsfeinde Nr. 1 auf Tour zu Kategorie C Hungrige Wölfe“. Sie trinken Bier, albern im Auto herum und telefonieren andere herbei, Freunde und Kameraden.

Weiter
Siehe auch Bremer Schattenbericht.

Lieder, die den Hass schüren

Die Nürnberger „Abendzeitung“ berichtet:

Soundtrack für Neonazis: So arbeitet Frankens braune Musik-Szene

NÜRNBERG Nachdem bekannt wurde, dass dem Terror-Trio der NSU Lieder gewidmet wurden, Nazi-Bands die Anschläge schon vor Jahren in Texten glorifiziert hatten, wachte die Öffentlichkeit auf: „Der Hass ist nur einen Mausklick entfernt“, titelte vor einer Woche entsetzt die FAZ. Dabei ist rechtsextreme Musik schon seit frühen 80er Jahren Kitt der Szene und Köder für Kids. Und: Franken spielt schon immer eine wichtige Rolle – als Heimat brauner Barden und Hass-Rocker, als Schauplatz für neonazistische Konzertverstaltungen und als Standort für den weltweiten Vertrieb für Rechtsrock und Artverwandtes, etwa beim Label „Dim Records“ des ehemaligen Coburger NPD-Manns Ullrich „Uhl“ Großmann.

Weiter

Renegades – You‘ve Lost the Love

2.&3.12.2011: Artificial Eyes & Loikaemie, Hamburg + Berlin

Konzerttipp für das kommende Wochenende:

Artifical Eyes schreiben: Zwei Shows vor der Re­cord-Re­lease Party, zwei Shows 2011!

Die erste Ar­ti­fi­ci­al Eyes Show ever wird am Frei­tag 02. De­zember in Ham­burg im Logo statt­fin­den.
Dann wer­den wir sehen ob die Songs der kom­men­den Plat­te live ge­nau­so knal­len wie im Stu­dio.
Am Sams­tag gehts dann wei­ter nach Ber­lin. SO36: Die Show wird ge­filmt und ein klei­ner Pro­mo-Clip fürs Album ge­bas­telt.
Glaubt mir, die Span­nung auf un­se­rer Seite ist kaum zu über­bie­ten.
Loi­ka­e­mie spie­len 2011 üb­ri­gens auch nur 4 Shows. Durch­dre­hen, ab­fei­ern, Punk­rock!

In kur­zen Wor­ten heisst das:

Ar­ti­fi­ci­al Eyes + Loi­ka­e­mie / 02.12.2011 / Ham­burg / Logo
Ar­ti­fi­ci­al Eyes + Loi­ka­e­mie / 03.12.2011 / Ber­lin / SO36

See you in the pit!
AE

Quelle

Der braune Strippenzieher

„Publikative.org“ berichtet:

Im Zusammenhang mit der Zwickauer Zelle ist ein weiterer Verdächtiger verhaftet worden: Ralf Wohlleben aus Jena. Sollte sich der Verdacht gegen ihn erhärten, müssen sich die Behörden auf neue Vorwürfe gefasst machen. Denn der Ex-NPD-Vize gehört seit Jahren zu den bekanntesten Neonazis in Thüringen.

NPD-Funktionär, Kandidat bei mehreren Wahlen, Anmelder von Demonstrationen, Organisator von Rechtsrock-Festivals, Betreiber von Neonazi-”Weltnetzseiten”, Mitglied im “Thüringer Heimatschutz” und vorbestraft: Ralf Wohlleben gehört zu den bekanntesten Neonazis in Thüringen und ist Beobachtern bundesweit seit Jahren ein Begriff.

Weiter
Interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem:

Sprengstoffanschläge und Verbindungen zu “B&H”

Besonders aktiv war Ralf Wohlleben als Organisator von Rechtsrock-Konzerten. So fand beispielsweise im Jahr 2005 in Jena das von Wohlleben angemeldete “Fest der Völker” statt. Mehrere Hundert Neonazis feierten hier – als Redner trat erneut NPD-Funktionär Schwerdt auf. Aber auch der NPDler Patrick Wieschke sprach dort; Wieschke war im Sommer 2000, also ein Jahr vor Beginn der rechtsextremen Mordserie, an einem Anschlag auf einen türkischen Imbiss in Eisenach beteiligt. Deswegen wurde er 2002 wegen Beihilfe zur Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Einer seiner ebenfalls verurteilten Mittäter ist heute bei der NPD im Wartburgkreis aktiv.

Erwähnenswert im Zusammenhang mit dem “Fest der Völker”: Dort traten auch Bands aus dem internationalen Neonazi-Netzwerk “Blood & Honour” (Blut und Ehre) auf. Wie das ARD-Magazin Monitor berichtete, führen viele Spuren der Rechtsterroristen in dieses Netzwerk, zu dem Wohlleben offenbar ebenfalls Kontakte unterhielt. Auch andere NPDler, die im Bereich Rechtsrock aktiv sind, sollen beste Verbindungen zu “B&H” unterhalten. In Deutschland ist das Netzwerk seit 2007 verboten, aber auch danach wurden noch Aktivitäten beobachtet.

Im Jahr 2006 sollte beim “Fest der Völker” übrigens auch die Neonazi-Band “Gigi und die braunen Stadtmusikanten” auftreten, über die tagesschau.de und Publikative.org wegen ihres Lieds “Döner-Killer” zuletzt berichteten. Das Festival wurde aber schließlich untersagt, da es wegen der WM 2006 zu wenig Polizei gab.

Joe The Boss – Skinhead Revolt

3.12.2011: Neonazi-Veranstaltung in Murnau

Wie in den vergangenen Jahren kündigt der neonazistische „Versand der Bewegung“ auch 2011 eine Veranstaltung unter dem Motto „Weisse Weihnacht“ in den Ladenräumen (Burggraben 62) an. In diesem Jahr sollen ab 18.00 Uhr der NPD-Bezirksvorsitzende Roland Wuttke als Redner sowie „Projekt W“ (Thüringen) und „Toralf“ (=Toralf Wegner) als „Liedermacher“ auftreten.

Quelle

Infariot – The Conclusion

Die Auseinandersetzung zwischen den „Angelic Upstarts“ und „Infariot“ haben Ihren Höhepunkt erreicht – die Positionierungen sind mittlerweile eindeutig, so dass sich weitere Diskussionen wohl erübrigen. An dieser Stelle verweisen wir auf die letzte Stellungnahme von Mensi, dem Sänger der Angelic Upstarts:

For the past couple of weeks talks have taken between Marc (MAD Tour), Mensi and myself with no input from Infa Riot regards Barry Damery and his close ties to the Far Right. In fact I’d copied Lee Wilson in many of the emails but there has been no response from him or any other member of Infa Riot. Due to this lack of input from the Infa Riot camp Mensi issued this final statement.

“Barry is scared? Barry does not own the rights on being scared. He was not scared when he attacked me and the left publicly. I do not believe Infa Riot or Barry are Nazis. But Barry is guilty of colluding with a known Nazi and then defending him and his position. He has created this position himself. To be perfectly honest Marc I have no sympathy for him or Infa Riot . It was a quite simple task for him to distance himself and the band from Nazis but he chose to defend them and attack me quite publicly. This puts me in a position of being the instigator of all the problems and me being once again the focus of the Nazis. I have been on the road for 34yrs I think I have done enough to earn a little respect but none was forthcoming from Infa Riot , indeed quite the opposite. You say we don’t need it now marc? I don’t need it anytime. This situation has been created and fuelled by Infa Riot not me, I withdrew to make them see sense and up to date they have done nothing to placate the situation in fact quite the opposite. I went to great lengths to explain this to Lee Wilson and I pleaded with him to send me Barry’s statement before releasing it but they chose to go their own way with total disregard for my advice. The whole thing angers me no end as it could have all been avoided quite simply and easily but they did not want that. They wanted to keep their right wing friends and promote their ideology. To be perfectly honest their excuses are piss weak. Only last week Lee Wilson was saying, ‘if what you say is correct’. If? He has had two months to check the information. If? He has eyes he can read his own web site can’t he? If people are now calling Infa Riot Nazis they have only themselves to blame. No one else only themselves! Barry claims to have no interest in politics? Not from where I’m sitting. He cant be that stupid so if he is not stupid he is with them because the rhetoric he uses is nothing less than Nazi. Absolutely nothing less than Nazi!”
Weiter

The Offenders – Nancy And Trev

Bremen: Schlägerei zwischen Linken und Rechten

Der „Weser Kurier“ schreibt:

Bremen. In der Nacht zu Sonntag ist es zu einer Schlägerei zwischen Anhängern der linken und rechten Szene gekommen. Die Polizei schließt einen Zusammenhang mit dem zuvor verbotenen Rechtsrock-Konzert in Bremerhaven nicht aus.

Gegen 22.35 Uhr griffen laut Angaben der Polizei etwa 20 Anhänger der linken Szene mehrere Personen an, die dem rechten Spektrum zugeordnet werden. Bei der Schlägerei an der Friedrich-Rauers-Straße in der Nähe des Bremer Güterbahnhofs seien vier der Neonazis leicht verletzt worden. Einer wurde zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht, die anderen seien alle geflüchtet.

Weiter
Siehe auch: Bremer Richter halten an Konzertverbot fest

Wuppertal: Proteste gegen homophobes Konzert

Auf „Indymedia Linksunten“ wird berichtet:

++ Entschlossener Protest bei homophoben Reggae-Konzert +++ ca 50 Personen demonstrieren gegen Homophobie +++ Neonazis provozieren am Rand +++

Bislang hatte sich in Wuppertal der U-Club einen Namen durch Konzerte mit offen homophoben Reggae-Artist gemacht. Nach Protesten gegen ein Konzert mit Sizzla im Herbst 2009 und der recht erfolgreichen „Fight Homophobia – U-Club dichtmachen“-Kampagne, hält sich der U-Club zumindest mit Konzerten bekannter Sänger von sog. Battyman-Tunes zurück.

Dafür lud letzten Donnerstag nun ein anderer Wuppertaler Club zu einem Konzert mit Elephant Man – der Bloom-Club in der Elberfelder Innenstadt.

Erfreulicher Weise gab es auch diesmal Proteste am Abend des Konzertes – die von den Besucher_innen und Verantwortlichen des Clubs auch nicht ignoriert werden konnten.

Weiter

26.11.2011 K9/Berlin: Soliparty für Warschau : T_RASH against repression

Ein Ausgehtipp der Oire Szene Redaktion:

Am Abend des 26.11.2011 wird es in der Berliner K9 eine Soliparty u.a. zu Gunsten der in Warschau verhafteten geben. Da subkulturelle und antifaschistische Arbeit immer wieder Repression mit sich bringt und auch wir davon nicht immer verschont bleiben, hoffen wir auf eure Solidarität und Unterstüzung sowie auf eure Tanz – und Trinklaune :) Es gibt natürlich auch Solicocktails, Longdrinks, Pfeffi und wohl einen der besten Mexikaner der Stadt!

Es legen auf:

North Korean Rude Boys and Girls
(Ska, Reggae, Soul)

Team Ram Rod
(80er Jahre TRASH)

Anachronism
(Alltimes Geballer)

Wo? K9 (Kinzigstr.9 Berlin Friedrichshain)

Einlass ab: 22Uhr

Anfahrt: http://bit.ly/vTNn6s

In diesem Sinne:

RASH, TRASH, BASH!

RASH & TRASH AGAINST REPRESSION