„Neonazi-Band schrieb Hymne auf Killer-Trio“

Die „BZ“ schreibt folgendes:

Die Neonazi-Band „Eichenlaub“ veröffentlichte 1999 ein Albm mit einem Lied für das Nazi-Trio (Das Album gibt es hier als Download).

Nach dem Abtauchen in den Untergrund bekam das Killer-Trio sogar seine eigene Hymne. Die Neonazi-Band „Eichenlaub“ veröffentlichte 1999 im Selbstverlag ihr krudes Album „Jötunheim“ (nach germanischer Sage das Gelobte Land von Odin). Titel 14 heißt „5. Februar“. Der 5. Februar 1998 ist offenbar der Tag, an dem Böhnhardt, Mundlos und Beate Z. in den Untergrund abtauchten, nachdem am 28. Januar Haftbefehl erlassen wurde.

Über der Melodie des Dylan-Klassikers „Knockin’ on Heaven’s Door“ („Anklopfen an der Himmelspforte“) singt die Band vom „Unfassbaren“, das geschehen sei, als die Polizei das Trio festnehmen wollte: Abschied. Ihr Leben sei „gescheitertes Glück“. „Wir denken oft an euch drei.“ Dann die Kampfansage an die Demokratie: „Die Kameradschaft bleibt bestehn, sollten wir uns auch nicht wieder sehn. Der Kampf geht weiter nur voran.“

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Interessant erscheint der Oire Szene Redaktion an dieser Stelle noch, dass die Band u.a. 1999 mit „Stigger“ (ex-“Skrewdriver“) in Hildesheim auftrat, wo ja nun auch der vierte Mann bezüglich der Unterstützung der „NSU“ verhaftet wurde. Zudem gab „Eichenlaub“ noch im Jahr 2000 (also kurz vor dem Verbot in Deutschland) der deutschen „Blood & Honour“-Sektion ein Interview, in welchem sie u.a. bezüglich der drei abgetauchten Naziterroristen aus Jena folgendes zu Protokoll gab:

B&H: Das Lied „Warum“ ist einigen flüchtigen Kameraden von Euch gewidmet. Klärt uns bitte auf, was geschehen ist.

EL: Ja das stimmt, es wurde von Erlwig geschrieben. Unmittelbar nachdem bekannt wurde, daß drei Kameraden vun uns beim „Bombenbasteln“ aufgeflogen sind und noch vor einer Festnahme durch die Polizei fliehen konnten und immer noch auf der Flucht sind. Er drückt in diesem Lied seine ersten Gedanken, die er damals hatte, aus. Gleichzeitig will er alle Leser aufrufen, so etwas nicht nachzuahmen. Denn es bringt der ganzen Sache nicht viel mehr als Presserummel. Trotzdem stehen wir zu dem was unsere drei Kameraden da getan haben. Wir, die sie wohl am besten kannten, können uns mittlerweile ganz gut vorstellen, warum sie diesen zweifelhaften Weg gegangen sind. Aber wir verurteilen sie deswegen nicht, eben weil wir sie auch irgendwie verstehen können. Aber allen, die nicht die genauen Hintergründe kennen, die dazu geführt haben, daß sie diesen Weg eingeschlagen haben, sollte es auf jedenfall unterlassen über die drei zu urteilen.

Quelle
Und auf folgendem Sampler ist „Eichenlaub“ ebenfalls vertreten: „Liedg(l)ut“ – zwischen Neonazismus und bündischer Tradition

Hier noch 2 vollständige Interviews von „Eichenlaub“:

Quelle: Feuer & Sturm (Ausgabe 9)
Erscheinungsjahr: 2000

Feuer & Sturm: Durch einen Kameraden sind wir in den Genuß gekommen, uns über Eure doch recht anspruchsvolle Balladenmusik Gehör zu verschaffen. So wollen wir natürlich auch ein wenig mehr über Euch und Eichenlaub erfahren, darum bitten wir um eine kurze Vorstellung Eurerseits!

Eichenlaub: Eichenlaub, das sind Jecha (22, Gesang) und Erlwig (20, Gitarre und Gesang). Unsere Musik läßt sich am Besten in das Genre Liedermacher einordnen. Auf unserer zweiten Lichtscheibe haben wir den ausgetretenen Pfad der Liedermacher ein stückweit verlassen und uns musikalisch an anderen Richtungen ausprobiert, die aber allesamt keine grundlegende Veränderungen unserer Musik mit sich bringen.

Feuer & Sturm: Sehr wohltuend klingt die weibliche Stimme, ist ja auch nicht gerade Gang und Gebe in der Bewegung. Wie kam es zu dieser Formation?

Eichenlaub: Die Gründung Eichenlaubs ist auf eine Reihe von Zufällen zurückzuführen, so kam es, daß wir letztendlich an Erlwig’s Computer saßen und das erste Lied zu der Promo-Scheibe „Jötunheim/Ostland“ aufnahmen. Dieser Moment kann als die Gründungsstunde von Eichenlaub bezeichnet werden.

Feuer & Sturm: Für diejenigen, die sich von Euren Liedern noch kein eigene Meinung verschaffen konnten, umschreibt doch bitte einmal worüber Eure Texte handeln und was demzufolge damit zum Ausdruck gebracht werden soll!

Eichenlaub: Unsere Texte, die wir zum größten Teil selber schreiben, handeln von dem Raub der deutschen Gebiete, die heute noch, über fünfzig Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges immer noch unter fremder Verwaltung stehen. Es muß hier allerdings noch erwähnt werden, daß wir wenn überhaupt, nur noch mit friedlichen Mitteln die Einigkeit Gesamtdeutschlands erreichen werden – erreichen können!

Wir singen von den Qualen der Menschen, die 1944/45 aus ihrer Heimat vertrieben wurden, auch die Tagespolitik findet in so manchem Lied seine Bedeutung. Besonders wichtig ist uns allerdings das Thema deutsche Soldaten und die minderwertige Hetze gegen selbige.

Feuer & Sturm: Im musikalischen Bereich schreitet der „Trend“ zu immer härteren Tönen. Wie steht Ihr eigentlich zu diesen Musikrichtungen?

Eichenlaub: Wer diese Musik gerne hört, soll das tun. Wir jedenfalls können mit dieser Art von Musik nicht viel anfangen. Es ist wichtig, sich zu der volkseigenen Musik zu bekennen und dazu beizutragen, daß diese nicht an Bedeutung verliert.

Feuer & Sturm: Hinsichtlich Eurer CD „Jötunheim/Ostland“ – kann man über die bisherigen Reaktionen schon etwas sagen und wie sieht es mit weiteren Tonträgern aus?

Eichenlaub: Die bisherigen Reaktionen sind bis auf zwei Ausnahmen absolut positiv ausgefallen. Kurz nach dem Erscheinen der Lichtscheibe veröffentlichte 28 Deutschland in der Nummer 8 ein Zwiegespräch mit uns, und sparte zu unserer Freude, nicht mit Lob (Danke nochmals an 28). Nach über zehn Auftritten und unzähligen Anfragen, diversen Intis in Musikzeitungen und einer ganzen Menge Post von unseren Hörern, können wir unter dem Strich betrachtet behaupten, daß unsere Musik einen unberührten Nerv in der nationalen Musikbewegung getroffen zu haben scheint.

Feuer & Sturm: Thüringen ist ja nicht nur durch seine Bratwürste bekannt – nein, auch bei Euch ist der Widerstand aktiv. Was hat sich diesbezüglich im Laufe der Zeit alles getan und beurteilt doch auch gleichzeitig einmal die derzeitige Situation in Thüringen, wie auch auf Reichsebene!

Eichenlaub: Die Bewegung in Thüringen hat in den zehn Jahren nach der Teilvereinigung einen festen Platz im Verfassungsschutzbericht bekommen und mehr braucht, glauben wir, nicht dazu gesagt werden, wer mehr erfahren möchte, sollte einfach eine Abstecher nach Thüringen machen.

Feuer & Sturm: Ihr konntet ja bereits Euer Können schon direkt vor Kameraden zum Besten geben, erzählt uns doch einmal etwas über die Eindrücke und Erfahrungen, die Ihr dabei gemacht habt!

Eichenlaub: Jetzt ist es fast genau ein Jahr her (18. Mai), daß wir mit unserer ersten Lichtscheibe „Jötunheim“ an den Start gegangen sind und in diesem einen Jahr können wir bereits auf über zehn Auftritte zurückblicken. Sicherlich ist es immer schwierig ein anspruchsvolles Publikum in Stimmung zu bringen, und wir hatten Auftritte, bei welchen wirklich eine wunderbare Stimmung herrschte. Besonders in Erinnerung geblieben ist uns dabei, der Auftritt mit Stigger in Hildesheim, der Auftritt im Rahmen eines NHB Seminars in Wölfersheim und der erst kürzlich stattgefundene Auftritt in Coburg mit Frank Rennicke.

Feuer & Sturm: Beschränken sich Eure Aktivitäten allein auf den musikalischen Bereich oder seid Ihr noch anderweitig aktiv?

Eichenlaub: Natürlich sind wir auch anderweitig aktiv, doch genauere Angaben hierzu wollen wir aus verschiedenen Gründen auslassen.

Feuer & Sturm: Eure Gedanken zu der mehr oder weniger bestehenden nationalen Parteienlandschaft in der BRD und deren Erfolgschancen?!

Eichenlaub: Kurz und knapp: Ziellos, zerstritten und in der jetzigen Konstellation überflüssig!

Feuer & Sturm: Falsche Freunde, damit wurde wohl jeder von uns schon einmal konfrontiert. Was zeichnet Eurer Meinung nach wahre Freundschaft aus?

Eichenlaub: Wahre Freundschaft, hat für uns nichts mit einem Parteibuch oder einer gewissen Kleiderordnung zu tun. Ein Freund zeichnet sich durch Einsatzbereitschaft und nicht durch lauthalsige Worte aus. Ein Freund ist jemand, der in der Not da ist und nicht dann, wenn man zum Beispiel Geburtstag hat, um Freibier abzustauben. Die Liste könnte hier ins unermeßliche fortgeführt werden, doch jeder wird selber wissen, wer ein Freund ist und wer nicht.

Feuer & Sturm: Kurze Standpunkte zu folgendem:
a) 17. Juni 1953
b) Brot für die Welt
c) Skinheads
d) Freimaurer

Eichenlaub:
a) Nur durch Mut wurden Erfolge errungen, auch wenn sie im Angesicht der Verluste nicht im Verhältnis zu dem Erreichtem stehen.
b) … und Asylanten für Deutschland
c) Die Vernünftigen, die mehr in ihrem Dasein sehen, als saufen und rumpöbeln, sind manchmal einsatzbereiter, als mancher Pseudo-Aktivist.
d) Geschichte könnte sich wiederholen ….!

Feuer & Sturm: Habt Ihr bereits negative Erfahrungen mit den ZOG-BRDlern oder auch mit den sogenannten Antifaschisten machen können?

Eichenlaub: Was Eichenlaub betrifft, haben wir bis auf einzelne Verleumdungen in der linken Presse, noch keine weiteren Regreßmaßnahmen gegen uns bemerkt. Privat allerdings, sieht es anders aus, Erlwig hatte bereits massive Probleme mit den selbsternannten Antifas.

Feuer & Sturm: Abschließend letzte Worte, Grüße und so weiter!!

Eichenlaub: Frei ist, wer frei denkt und nicht dem Handeln der Sache zuwider ist! Wir grüßen alle unsere Freunde und die, die uns bis jetzt unterstützt haben. Bedanken wollen wir uns noch bei dem Feuer & Sturm-Zine für dieses Inti!
Jecha & Erlwig, Eichenlaub

Feuer & Sturm: Wir bedanken uns an dieser Stelle für den kurzen Einblick und wünschen Euch auf Eurem weiteren Wege – Alles Gute!!!

Quelle: Blood & Honour Division Deutschland Nr.8
Erscheinungsjahr: 2000

B&H: Ihr seid eine recht neue Formation auf dem deutschen Musikmarkt. Bitte stellt Euch erstmal entsprechend den Lesern vor!

EL: Ja hallo liebe Leser dieser recht professionellen „rechten“ Szenezeitung. Wie schon gesagt, wir sind Eichenlaub und bestehen seit etwa Anfang Mai 1999. Unsere Besetzung sieht wie folgt aus: Jecha ist die Sängerin und Erlwig der Gitarrist und zweite Sänger. Unser Ziel ist es, anspruchsvolle Balladenmusik für den recht durchwachsenen „nationalen“ Musikmarkt zu bieten. Wir wollen mit unserer Musik den Zuhörern einen etwas anderen Stil bieten als er ihn sonst gewohnt ist, und auch gleichzeitig ein Zeichen setzen für Leute wie es manche gibt, die jeden „Schund“ auf Lichtscheibe pressen und veröffentlichen

B&H: Vor kurzem kam Eure Promo-CD „Jötunheim/Ostland“ ins Haus. Soll diese nur ein Vorgeschmack sein, oder ist diese in Heimarbeit am Computer entstanden als offizielle Debut-CD anzusehen?

EL: Zum einen ja zum anderen auch nicht. Als wir uns dazu entschlossen haben, wollten wir eigentlich erst einmal vor testen ob und wenn ja, wie groß das Interesse an unserer Musik, die ja einen etwas eigenen Weg geht, ist. Wir haben diese LS als eine Art Demonstrations-Lichtscheibe veröffentlicht. Auf der anderen Seite wollten wir zwar eine ansprechende Qualität liefern aber auch nicht gleich ins Tonstudio. Des weiteren wurden wir gefragt, ob wir beim „Thüringen-Album“ mitmachen wollen. Auf diesem Tonträger werden sich dann Thüringer Liedermacher aus Gera, Jena, Erfurt, dem Saaleholzlandkreis und Rudolstadt die Ehre geben. Doch weiteres wird an dieser Stelle noch nicht verraten. Außerdem laufen derzeit Verhandlungen mit einem Musikverlag, welcher gerne mit uns eine Lichtscheibe produzieren möchte. Doch auch dazu können wir jetzt leider noch keine genaueren Angaben machen.

B&H: Ihr seid meines Erachtens die ersten Musiker, die eine ernstzunehmende Sängerin im deutschen Musikbereich hervorgebracht hat. Das Mädel hat eine schöne Stimme und scheint sehr talentiert. Wie kam es, daß Ihr Euch überhaupt zusammengetan habt?

EL: Erst einmal danke für das Kompliment. Also, es war alles mehr ein Zufall. Wir kamen bei einer Veranstaltung bei einer sehr deutschen Burschenschaft zufällig ins Gespräch und stellten fest, daß wir beide Musik machen. Ein paar Wochen später verabredeten wir beide uns, um einfach mal so zusammen zu musizieren und uns gegenseitig mal die eigenen Lieder vorzuspielen. Dabei stellten wir fest, daß Jecha eine sehr gute Stimme hatte, aber leider noch nicht so ausgereift Gitarre spielen konnte und Erlwig nicht so gut singen konnte aber doch schon recht gute Gitarrenkenntisse besitzt. Ja, und so nahmen wir einfach mal, so aus Spaß, in Erlwigs Heimstudio ein Lied auf, und stellen dabei fest, daß die Zusammenarbeit auch recht unkompliziert vonstatten ging. So entschlossen wir uns, zusammen mal eine LS aufzunehmen. Ja, und das war eigentlich die Gründungsstunde von Eichenlaub.

B&H: Habt Ihr auch in Zukunft vor bei Balladen zu bleiben oder könntet Ihr auch etwas „Rockiges“ von Euch geben?

EL: In erster Linie wollen wir bei Balladen bleiben, aber wir haben vor auf jeder LS einen musikalischen „Exot“ zu präsentieren.

B&H: Erklärt uns, warum Ihr Euch die Pseudonyme „Jecha“ und „Erlwig“ gegeben habt! Außerdem erkärt den Nichtwissenden doch mal dne CD-Titel „Jötunheim“!

EL: Das ist ganz einfach. Da wir in einer Zeit leben, wo für traditionsbewußte Menschen kein Platz ist, wollen wir unsere wahre Identität nicht preisgeben. Sicherlich wird es auf Dauer nicht zu vermeiden sein, daß gewisse Staatsorgane oder volksfremde „Antifatzkes“ hinter unser kleines „Geheimnis“ kommen. Aber man sollte es denen nicht zu einfach machen! Um zum Thema zurückzukommen: Jecha, so heißt eine Fruchtbarkeitsgöttin aus dem Kyffhäuserkreis, das liegt in Nord-Thüringen, wo Jecha ursprünglich herkommt. Und Erlwig bedeutet Freiheitskämpfer, wozu wahrscheinlich nicht viel gesagt werden muß. Der Name Eichenlaub war eine Idee von Erlwig, da die Eiche seit Jahrtausenden immer wieder von unseren Ahnen verehrt, besungen und vielfach beschrieben wurde. Zum Titel Jötunheim: Jötunheim ist eine von neun Welten, die sich unsere heidnischen Ahnen vorstellten, wobei Jötunheim, welches östlich von Midgard liegt, das Land der Riesen ist. Jene Wesen, die unentwegt von Thor gejagt und durch seinen Hammer Mjölnir den Tode finden. Doch ausschlaggebend für den Namen waren nicht Thor oder die Riesen, sondern die Lage. Da es im Osten liegt, wollten wir damit die Verbindung zu den geraubten deutschen Ostgebieten deutlich machen. Da wir beide Vorfahren aus diesen Gebieten haben. Jecha aus dem Sudetengau und Erlwig aus Ostpreußen, genauer gesagt dem Memelland.

B&H: Als wir mal bei Euch in Jena zu Besuch waren, begeisterte uns alle diese echte Kameradschaft, die dort an den Tag gelegt wurde. Skinheads, Burschenschaftler und auch sogenannte „Normalos“ saßen zusammen, ohne daß es Probleme gab. Gerade die Jüngeren glänzten durch ihr tadelloses Benehmen. Ist das bei Euch immer so? Wie groß ist die Bewegung in Jena allgemein?

EL: Sagen wir es einmal so, der Zusammenhalt ist da. Auch die Zusammenarbeit. Aber keinen oder gar keinen Kontakt hegen wir zu Personen, die vorgeben politisch zu sein aber den ganzen Tag nichts weiter zu tun haben als rumzupöbeln und rumzusaufen. Leider stellen diese „Prolls“ den größten Teil in Jena und verhelfen uns nicht gerade zu einem besonderen Ruf in der Öffentlichkeit.

B&H: Das Lied „Warum“ ist einigen flüchtigen Kameraden von Euch gewidmet. Klärt uns bitte auf, was geschehen ist.

EL: Ja das stimmt, es wurde von Erlwig geschrieben. Unmittelbar nachdem bekannt wurde, daß drei Kameraden vun uns beim „Bombenbasteln“ aufgeflogen sind und noch vor einer Festnahme durch die Polizei fliehen konnten und immer noch auf der Flucht sind. Er drückt in diesem Lied seine ersten Gedanken, die er damals hatte, aus. Gleichzeitig will er alle Leser aufrufen, so etwas nicht nachzuahmen. Denn es bringt der ganzen Sache nicht viel mehr als Presserummel. Trotzdem stehen wir zu dem was unsere drei Kameraden da getan haben. Wir, die sie wohl am besten kannten, können uns mittlerweile ganz gut vorstellen, warum sie diesen zweifelhaften Weg gegangen sind. Aber wir verurteilen sie deswegen nicht, eben weil wir sie auch irgendwie verstehen können. Aber allen, die nicht die genauen Hintergründe kennen, die dazu geführt haben, daß sie diesen Weg eingeschlagen haben, sollte es auf jedenfall unterlassen über die drei zu urteilen.

B&H: Was sagt Ihr zum Ausgang der Europawahl? Seid Ihr politisch engagiert? Wenn ja, wie verlief der Wahlkampf in Jena?

EL: Der Ausgang der Europawahl ist für uns überhaupt nicht überraschend, denn solange soviele rechte Parteien mit dem gleiche Grundprogramm zu einer Wahl antreten und sich gegenseitig Konkurrenz machen, solange werden auch keine erfreuliche Wahlergebnisse zu vernehmen sein. Wir glauben, erst wenn es zu spät ist, werden sich die Zankhälse in den Parteispitzen zusammenraffen. Aber dann wird es kein Volk mehr geben, welches sich deutsch nennen kann. Wir jedenfalls gehören keiner Partei an. Politisch sind wir aktiv, z.B. gehören wir beide einem Verein an, der sich besonders mit dem Unrecht der Vertreibung beschäftigt.

B&H: Es soll ja noch eine Band bei Euch geben, die sich sowohl musikalisch als auch textlich der härteren Gangart verschrieben hat. Habt Ihr Kontakt zu ihnen? Musiziert Ihr gar ab und an mal zusammen?

EL: Ja, solche eine Musikgruppe gibt es. Ihr Name ist Vergeltung. Aber außer, daß wir uns vielleicht mal über den Weg laufen, läuft da nichts weiter. Wir wollen uns mehr um die Liedermacher kümmern, so ist z.B. ein Gitarrenkurs geplant. Des weiteren hat Erlwig vor mit anderen Liedermachern aus dem lokalen Bereich eine LS aufzunehmen, wo jeder ein paar Lieder von sich selbst präsentieren kann. Aber auch ein Liedermacher-Wettbewerb ist in Vorbereitung. Wenn bei Euch jemand Interesse an diesen Projekten hat oder auch eine professionelle Demo-LS von sich aufnehmen will, der kann sich ruhig bei uns melden. Schickt einfach mal ein Band mit ein paar Liedern zu uns!

B&H: Ein Kamerad von Euch sucht zum Aufbau eines Musikzuges diverse Instrumente. Bahnt sich da was größeres an? Seid Ihr an dieser Aktion maßgeblich beteiligt?

EL: Ja, dieser Kamerad versucht schon seit einiger Zeit über diverse Pressemedien an Landsknechtstrommeln zu kommen. Doch bisher leider nur mit mäßigem Erfolg. Er verfolgt das Ziel, einen nationalen Spielmannszug zu gründen, der bei Demonstrationen auftreten soll. (Nationale Jugendgruppe sucht zum Aufbau eines Musikzuges Landsknechtstrommeln und ähnliche Instrumente. Ralf Wohlleben, Postfach 15 01 34 in 07713 Jena)

B&H: Bonus-Kriegs-Frage: Was haltet Ihr allgemein vom Geschehen im ehemaligen Jugoslawien? Welche Seite hat Eure Unterstützung: die serbische oder die NATO und warum?

EL: Da der Krieg, oh entschuldigt uns, Krieg ist politisch nicht korrekt, da diese „Friedensmission“ jetzt vorbei ist, kann man natürlich keinen direkten Bezug mehr dazu herstellen. Aber wir können sagen, daß wir für keine Seite waren, denn deutsche Soldaten haben dort nichts verloren. Die Bundeswehr ist als Verteidigungsarmee konzipiert und hat auch als solche zu dienen. Die Bundesrepublik wurde nicht angegriffen, also kann sie nicht einfach in einen zweifelhaften Krieg eintreten, der unserem Volke nichts weiter als Kosten und weitere Abhängigkeit von der NATO einbringt. Es geht nicht, daß Milliarden im Sozialbereich eingespart werden aber auf der anderen Seite das Geld zum Kanonenrohr herausgeschleudert wird. Eine Regierung, die rechte Oppositionsparteien als Kriegstreiber bezeichnet, diese aber noch nie einen Krieg angefangen haben, selber aber kaum an der Macht ist und als eine der ersten entscheidenden Regierungshandlungen Soldaten, die sie gestern noch als Mörder beschimpften, heure ihren Arsch herhalten, in den Krieg ziehen läßt ist unserer Meinung nach unfähig.

B&H: So, zum Schluß könnt Ihr noch ein paar Grüße u.ä. loswerden. Eure letzten Worte?

EL: Jecha: Ich grüße alle meine Freunde. Auch die, die keinen Stolz mehr empfinden, wenn sie an ihren deutschen Ursprung denken. Außerdem grüße ich meine Familie und die, die es vielleicht mal werden wird, vor allem meinen ehrlichsten Kritiker (die Revolution kommt….!) Gemeinsame Grüße: Olaf, Ivo, Thorrolf, Alexander K., Die WJ-Gibor, die B. Normania & Jenensia, allen Heimatvertriebenen aus den besetzten deutschen Gebieten im Süden, Westen und Osten. Besonderen „Gruß“ den Zankhälsen der nationalen Parteiszenen und Gruppen, die mit ihren keiltreibenden Streitereien niemals zu einer Einigung des rechten Lagers gelangen werden! Erlwig: Dirk M., Ralf Ö., Matthias P., Ralf W., Jan M., Martin R. + Katja, Jörg K., Tino, Max, Matthias & Christian aus Mannheim, die Hannoveraner, die fähigen Kameraden aus Jena, den alten Albert, meine Großeltern und Eltern, Frank S., die Schlesier aus Landshut, alle treuen Kameraden, die mit Niveau und Besonnenheit unserer Sache dienen und nicht aus Dummheit oder im Suff alles versauen. Und besonders alle die, die ich vergessen habe! P.S.: Jecha sei an dieser Stelle auch gedankt, denn sie fährt jede Woche einmal mit dem Zug 160!!! km, um mit mir zu proben.

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