Der FSV und die Brandstifter

Die „Junge Welt“ schreibt:

In der Kurve des Fünftligisten FSV Zwickau feiern schon länger auch Neonazis

Die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ruft in diesen Tagen nicht nur Abscheu und Entsetzen hervor. Es gibt auch offene Sympathiebekundungen. Zum Beispiel in Zwickau. Während des Oberligaspiels zwischen dem FSV Zwickau und den Amateuren von Erzgebirge Aue wurden am Freitag abend im Block A des Zwickauer Sojus-Stadions mehrfach Sprechchöre wie »Terrorzelle Zwickau – olé, olé, olé« und »NSU« angestimmt. Das berichten übereinstimmend mehrere Fans.

Auf der Vereinsseite war nach dem Spiel vorübergehend eine Szene aus der FSV-Kabine auf Video dokumentiert. Die versammelte Mannschaft rief immer wieder »Sieg, Sieg, Sieg«, bis ein Spieler den Chor mit »Heil« beendete. Statt Widerspruch erntete er Gelächter. Im Zentrum des beschaulichen Städtchens im Westen Sachsens demonstrierten zu diesem Zeitpunkt über tausend Menschen ihre Solidarität mit den Opfern der NSU-Mordserie.

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