Archiv für November 2011

Die Oi!Genz – Antifascist

Vom Schläger zum Kader

Der „Spiegel“ berichtet über die ehemalige neonazistische Kameradschaft „Skinheads Sächsische Schweiz“:

Die Skinheads Sächsische Schweiz waren eine der brutalsten Neonazi-Kameradschaften Deutschlands – bis zum Verbot. Nun machen ihre früheren Köpfe Thomas Sattelberg, Martin Schaffrath und Thomas Rackow Karriere in der NPD.

Die Skinheads Sächsische Schweiz waren eine der brutalsten Neonazi-Kameradschaften Deutschlands – bis zum Verbot. Nun machen ihre früheren Köpfe Thomas Sattelberg, Martin Schaffrath und Thomas Rackow Karriere in der NPD.

Der Türke kennt ihn nicht, die Vietnamesin spricht kein Deutsch, und Frau Steiner muss sich um die Kuchenauslage in der Konditorei kümmern. Sie alle haben ihn als Nachbarn auf der Breiten Straße in Pirna. Er öffnet sein Geschäft um 11, schließt um 18 Uhr, und dazwischen verkauft er im The Store Kapuzenpullis, Jacken und T-Shirts der in der rechten Szene beliebten Marke Thor Steinar. Im Schaufenster sieht ein Schäferhund den vorbeifahrenden Autos nach.

Bis vor einiger Zeit hieß der Laden von Martin Schaffrath noch Crime Store. Das „Crime“ hat er gestrichen, es passte nicht mehr zum neuen Martin Schaffrath, dem seriösen Geschäftsmann und Politiker. Es passt nicht mehr zu seiner Partei, der NPD.

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Rechtsrock-Gruppe blitzt vor Gericht ab

Der „Weser-Kurier“ berichtet:

Bremen. Die Rechtsrock-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ hat am Freitag versucht, durch Einschaltung des Bremer Verwaltungsgerichts gegen ein Konzert-Verbot vorzugehen – und ist mit ihrem Antrag gescheitert. Dies bestätigte Vizepräsident Ingo Kramer.

Kramer nennt dafür zwei Gründe: Erstens sei die Gruppe durch gewaltverherrlichende Texte sowie durch Songs mit neonazistischem Bezug bekannt und könnte so zu einer aggressiv-aufgeheizten Stimmung – auch durch Gegendemonstranten – beitragen. Dies müsse die Polizei unterbinden. Zweitens könnte die Polizei die Veranstaltung auch nicht mit Auflagen genehmigen, weil der Konzertort unbekannt sei und die Beamten so im Vorfeld auch keine Gefahrenabwehr betreiben könnten. Gegen die Entscheidung ist eine Beschwerde beim Bremer Oberverwaltungsgericht möglich. Dort hat die Band inzwischen Beschwerde eingelegt, die Entscheidung soll am Sonnabendvormittag bekannt gegeben werden.

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26.11.2011: RAC- und Nazikonzerte International

Folgende RAC- und Nazikonzerte sollen am bevorstehenden Wochenende stattfinden:

- 26.11.2011: „Vadvirag Tanchaz“/Budapest (Ungarn): NS-Konzert mit „Dark Fury“ (Polen) und „Heldentod“ (Ungarn).

- 26.11.2011: „Skinhouse“/Italien: „Hammerfest 2011″ der italienischen „Hammerskin“-Sektion mit den NS-Bands „Max Resist“ (USA), „Gesta Bellica“ (Italien), „Bullet 38″ (Portugal), „Malnatt“ (Italien), „The Slapguns“ (Nachfolgeband von „White Voice“, Deutschland) u.a.

- 26.11.2011: Ungarn: NS-Konzert mit „Nemzeti Front“, „Tar Had“ und „special guests from europe“.

- 26.11.2011: „Casaggi“/Florenz (Italien): Rechtsrockkonzert mit „Skoll“.

- 26.11.2011: Bremen: Konzert der Rechtsrockband „Kategorie C/Hungrige Wölfe“. (Momentan verboten – Laut KC findet es trotzdem statt: „Glaubst Du der Presse? Dann gute Nacht, die linke Presse vom Weser Kurier lügt und lügt und lügt, erst sagen sie das 650 Leute auf der AntiKC Demo waren, in Wirklichkeit waren nur 65 Lutscher da. Also noch einmal für alle, das Konzert findet statt“)

- 26.11.2011: „Four Wheels“/Nähe Lördagen (Schweden): Record-Release Konzert der schwedischen Rechtsrocker von „Völund Smed“ zusammen mit „Heidrun“ und „Njord“.
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Fahnenflucht – 1. Mai

Der tiefe braune Sumpf

Der „blick nach rechts“ schreibt:

Gewalttätige Neonazis in den Freien Netzen – in der NPD und bei den Jungen Nationaldemokraten haben sie mittlerweile wichtige Positionen.

Es war das Festival, das bei den deutschen Neonazis seit 2003 das alljährliche Highlight war: „Rock für Deutschland“. Veranstalter war die NPD. Veranstaltungsort Gera.

Mehr als 5000 Rechtsextremisten kamen 2009 in die thüringische Stadt und hörten auf der Spielwiese im Park die Band „Sleipnir“ singen: „Jetzt sind wir da und schlagen ein wie eine Bombe. Die Jugend stolz. Die Fahnen hoch. Man hört uns schon marschieren. Der Sieg wird unser sein. Es wird schon bald passieren.“ Diese Veranstaltung fand keineswegs heimlich auf einem Hinterhof statt. Die Polizei war zugegen. Sah und hörte zu. Schritt nicht ein. Und es war keineswegs der ehemalige NPD-Chef Udo Voigt, der die 5000 zu Jubelstürmen hinriss, es war unter anderem die braune Gruppe „Sleipnir“, die das schaffte. Ein Beispiel aus dem braunen Sumpf Thüringens, aus dem Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos stammen, die, wie ihre vielen Gesinnungsgenossen, in Deutschland keine Demokratie, keine Ausländer und keine Juden wollen.

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Bremen: Senator verbietet rechtes Hooligan-Konzert

Der „Weserkurier“ berichtet:

Bremen. Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hat das für Sonnabend in Bremen geplante Konzert der rechten Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ verboten. Begründung: Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Während des Konzertes werde es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu massiven Rechtsguts- und Gesetzesverletzungen kommen, heißt es in der Allgemeinverfügung des Stadtamts, die den Bandmitgliedern nach Auskunft von Mäurers Sprecher Rainer Gausepohl zugestellt wurde und auch im Stadtamt einsehbar ist.

Auf ihrer Internetseite lädt die rechtsextreme Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ zur „Party am 26.11.2011 in Bremen“ ein: „Ihr seit alle herzlichst eingeladen“. Dazu wird es wohl nicht kommen: In einer Allgemeinverfügung des Stadtamts wird das Konzert untersagt, ebenso wie jede Ersatzveranstaltung am Sonnabend oder Sonntag. Die Behörde beruft sich auf das Bremische Polizeigesetz und das Verwaltungsverfahrensgesetz, nach denen ein solches Verbot zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit ausgesprochen werden kann.

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Siehe auch: Rechtsrock-Gruppe blitzt vor Gericht ab

BRD-Comedy – ZDF HeuteShow: Nazis, Nazis, Nazis…

26.11.2011 Karlsruhe: Kein Schutz für rechte Gewalt!

Um die Schockstarre der Linken in Bezug auf den „rechten Terror“ zu überwinden, findet am kommenden Samstag, 26.11. in Karlsruhe eine Demonstration unter dem Motto „Kein Schutz für rechte Gewalt – Solidarität mit den Opfern“ statt, die auch zur Bundesanwaltschaft führen soll.

Kein Schutz für rechte Gewalt – Solidarität mit den Opfern

In den vergangenen elf Jahren konnte eine Gruppe von Neonazis, organisiert im Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), nahezu ungestört bundesweit zehn Morde verüben. Trotz des immer gleichen Musters galt ein rassistisches Motiv lange Zeit als ausgeschlossen. Es ist nicht vorstellbar, dass die über Jahre im geheimen agierende Gruppe keine Unterstützerinnen und Unterstützer im gesamten Bundesgebiet hatte. Daher müssen wir davon ausgehen, dass weitere Opfer auf das Konto dieser oder anderer Neonazi-Gruppen gehen.
Dabei müssen sich Behörden und Staat die Frage gefallen lassen, ob rechte Gewalt nicht jahrelang systematisch verharmlost und bewusst nur scheinbar bekämpft wurde. Nicht nur in Sachsen wurde die rechte Kriminalität lange Zeit gezielt aus Imagegründen Statistiken nach unten „korrigiert“. Auch die offizielle Statistik der Bundesregierung ignoriert bei ihrer Zählung von 47 Todesopfern durch Neonazis zwischen 1990 und 2009 in vielen Fällen rechte Motive . So zählt die in Berlin ansässige Amadeu-Antonio-Stiftung für die Zeit von 1990 bis 2011 hingegen 182 Todesopfer. Unter den Toten finden sich Polizeibeamte und Obdachlose, Linke ebenso wie RechtsanwältInnen. Zudem führen spätestens die bisherigen Erkenntnisse zur jüngsten rechten Terrorserie die Rufe nach mehr Kompetenzen für den Verfassungsschutz ad absardum. So war es doch gerade das thüringische Landesamt für Verfassungsschutz, das die aktuellen Verdächtigen über Jahre kannte und mindestens ihr Umfeld finanziell unterstützte.

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26.11.2011 „Café´Emil“/Zittau: Fahnenflucht und Produzenten der Froide

Ein Veranstaltungstipp der Oire Szene Redaktion fürs Wochenende: Mehr Infos

Angelic Upstarts – Paint It Red

26./27.11.2011: Grauzonenkonzerte

Unsere gewohnte Wochenübersicht über Konzerte aus der rechtsoffenen Grauzone:

- 26.11.2011: „Bärenstübchen“/Königstädten: Es spilt u.a. die Grauzonencombo „Suicide Kings“.

- 26.11.2011: „Conne Island“/Leipzig: Grauzonenkonzert mit „Springtoifel“, „Rotz & Wasser“ und den „Roughnecks“.

- 26.11.2011: „WOTUFA“/Neustadt an der Orla: Rechtsoffenes Deutschrockkonzert mit der „Onkelz“-Coverband „Engel in Zivil“.

- 26.11.2011: „Bottich“/Pforzheim: „The Business“ u.a.

- 26./27.11.2011: „Habana“/Bamberg: Grauzonenkonzert mit u.a. „Balls´n´Boobs“, „Lazy Bastards“ und „Hartes Pflaster“.

Musik als Agitationsmedium

An dieser Stelle ein hörenswerter Beitrag des „Deutschlandradios“:

Die Musik ist seit etwa 20 Jahren zentrales Agitationsmedium der extremen Rechten. Das sagt der Soziologe Martin Langebach im DRadio Wissen-Interview.

Verbreitet wird die rechte Musik auf den üblichen Wegen, aber auch über so genannte „Schulhof-CDs“, die durch die NPD direkt an Schüler verteilt werden. Ziel ist, Jugendliche und junge Erwachsene als Erstwähler zu gewinnen und diese an die Partei zu binden.

Martin Langebach ist Soziologe und beschäftigt sich seit Anfang der 1990er Jahre mit der extremen Rechten, besonders mit deren jugendkulturellen Ausdrucksformen – im In- und Ausland. Er veröffentlichte u. a. „RechtsRock. Bestandsaufnahme und Gegenstrategien“ unter dem Pseudonym Christian Dornbusch.

Radiobeitrag zum anhören
Quelle

Deutschland: Die rechtsextremen Frauen

Wir verweisen auf einen Beitrag der „Deutschen Welle“ zum Thema neonazistische Frauen:

Rechtsterroristen sind verantwortlich für eine Mordserie an Ausländern und einer deutschen Polizistin. Eine Frau stand im Mittelpunkt des Terrortrios. Immer noch wird Rechtsextremismus meist mit gewalttätigen Männern in Verbindung gebracht. Dabei wächst auch der Anteil der weiblichen Mitglieder. Er wird inzwischen auf 10 bis 20 Prozent geschätzt. Die Frauen beanspruchen zunehmend eine aktive Rolle, wobei sie bisher aber eher mit Propaganda als mit Gewalt hervorgetreten sind. Bei der jetzt aufgeklärten Mordserie scheint aber eine Frau eine zentrale Rolle gespielt zu haben.

Sachsens Neonazis verstärken Propaganda

Die „Junge Welt“ berichtet:

»Nationales Bildungszentrum« in Chemnitz eröffnet. »Bürgerbüro« von NPD-Chef Apfel geplant

Sachsen Neonazis bauen ihre Infrastruktur aus. Einer der führenden Köpfe der Chemnitzer Neonaziszene, Yves Rahmel, hat vor ziemlich genau einem Jahr bei einer Zwangsversteigerung eine Immobilie im Chemnitzer Ortsteil Markersdorf erworben. Nach Umbauarbeiten fand in dem Gebäude am vergangenen Freitag eine Eröffnungsveranstaltung statt; dabei hielt der parlamentarische Berater der NPD im sächsischen Landtag, Olaf Rose, einen Vortrag über die »Kontinuität amerikanischer Besatzungspolitik in der Welt«. Demnächst soll hier ein Bürgerbüro des sächsischen Landtagsabgeordneten und neuen NPD-Bundesvorsitzenden Holger Apfel seinen Platz finden. Außerdem ist offenbar eine Nutzung als Bildungszentrum geplant.

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„Blood and Honour“ lieferte Plan

Der Nachrichtensender „n-tv“ berichtet:

Ein weiterer mutmaßlicher Neonazi-Terrorist ist gefasst. Inzwischen sind die Hinweise auf ein größeres Netzwerk nicht mehr zu übersehen. Inspiriert wurde das Zwickauer Terror-Trio offenbar von Anschlagsideen internationaler Gesinnungsgenossen. Der militärische Arm von „Blood and Honour“ schlug genau das vor, was Zschäpe, Mundlos und Bönhardt umsetzten.

Hinter den Mitgliedern der Zwickauer Neonazi-Zelle Terror-Trio könnte nach Informationen der ARD ein größeres Netzwerk stehen, das sich auf die Strukturen der im Jahr 2000 in Deutschland verbotenen rechtsextremen Organisation „Blood and Honour“ stützt. Nach Erkenntnissen von Ermittlern hätten die Zellenmitglieder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt Mitte der 90er Jahre gemeinsam mit anderen Personen aus dem rechtsextremen „Thüringer Heimatschutz“ konspirativ „Blood and Honour“-Konzerte organisiert, berichtete der Sender. Daraus sei eine „eingeschworene Clique“ entstanden.

„Blood and Honour“ ist ein internationales Netzwerk von Rechtsextremen, das vor allem konspirative Konzerte organisiert und rechtsextreme Tonträger verbreitet. Unter dem Namen „Combat 18″ baute die Organisation vor vielen Jahren zudem einen bewaffneten Arm auf.

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Petrograd – Song For Jessie

Sido, Hitler und die Österreicher

Der „Störungsmelder“ schreibt:

Deutschland ist Exportweltmeister. Doch der neuste deutsche Export sorgt in Österreich für Empörung. Das „Superintelligente Drogenopfer“, kurz Sido, einer der bekanntesten deutschen Rapper, verursachte im Nachbarland einen handfesten Eklat. Auf einer Gala des ORF sagte der Künstler: „Ihr Österreicher habt uns mal einen rüber geschickt, der uns Ordnung beigebracht hat.“ Die Österreichische Presse reagierte empört und sah darin eine Beleidung des Landes. Doch der eigentliche Skandal, die Verharmlosung der Verbrechen der NS-Diktatur, war den meisten Medien kaum eine Zeile wert.

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Siehe auch: Rapper Sido blamiert sich im österreichischen Fernsehen

„Der Kampf geht weiter“

Der „blick nach rechts“ berichtet:

Die Neonazi-Szene in Nordrhein-Westfalen ist äußerst militant und radikal – als „Hochburgen“ rechter Gewalt gelten die Region um Aachen und die Ruhrgebietsmetropole Dortmund.

Wer bis vor wenigen Tagen die Internetseite der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) aufrief, wurde von „Paulchen Panther“ begrüßt, jener Trickfilmfigur, die auch durch das Video des Zwickauer Terror-Trios führt. Dem rosaroten Panther war auf der Zeichnung der stets tollpatschige und trottelige Inspektor Clouseau auf der Spur. Wem von beiden die Sympathien der Aachener Neonazis gelten, machte der Text deutlich: „Zwickau Rulez!!“ Wer vom Zynismus der KAL noch nicht genug hatte, der konnte das Bild anklicken und den Text des Songs „Döner-Killer“ lesen. „Neun mal hat er es jetzt schon getan. Die SoKo Bosporus, sie schlägt Alarm. Die Ermittler stehen unter Strom. Eine blutige Spur und keiner stoppt das Phantom“, heißt es in dem Song der Neonazi-Band „Gigi & Die braunen Stadtmusikanten“, erschienen 2010 auf der CD „Adolf Hitler lebt“. „Am Dönerstand herrschen Angst und Schrecken. Kommt er vorbei, müssen sie verrecken“, textete der unbekannte Verfasser und endete mit dem Satz: „Neun sind nicht genug“.

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Beton Combo – Nazis Raus!