Archiv für Februar 2012

Blut muss fließen: Doku auf der Spur von Neonazis in Europa

Die „TLZ“ berichtet:

Peter Ohlendorfs Dokumentarfilm „Blut muss fließen“ hat – wie berichtet – bei der Berlinale Aufsehen erregt. Der Film zeigt Aufnahmen, die Thomas Kuban heimlich bei Rechtsrockkonzerten in vielen Regionen Deutschlands, darunter auch in Gera, aufgenommen hat. Gezeigt wird aber auch die Neonazi-Szene in einigen Nachbarländern.

Gera/Freiburg. Im Gespräch mit unserer Zeitung erläutert Filmemacher Peter Ohlendorf (59), welche Einblicke geliefert werden, wie der Film entstand – und warum es so schwierig ist, mit diesem Thema eine breitere Öffentlichkeit zu finden. Ohlendorf ist zugleich daran interessiert, den Film in Thüringen zu zeigen und hofft auf Interesse von Initiativen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen.

Herr Ohlendorf, welche Rolle haben Sie bei dem Dokumentarfilm „Blut muss fließen“ – und wer ist Thomas Kuban?

Ich bin Filmemacher – und Thomas Kuban hat seit 2003 undercover gedreht. Er hat sich in die Szene hineingewagt und diese Bilder nach außen geliefert. Er muss sehr vorsichtig vorgehen. Wir sind durch Freunde zusammengekommen – und als ich sein Material zu sehen bekam, begann für uns die Idee zu diesem Film. Für mich transportieren die heimlichen Aufnahmen aus dieser Szene – wenn auch mit unterschiedlichen Worten – immer diese eine schreckliche Botschaft: den Aufruf zum Mord. Wir haben dann eine Reise gemacht zurück an die früheren Drehorte und erzählen dort vor allem über den Umgang mit diesen Konzerten. Wie die Polizei darauf reagiert, wie die Zivilgesellschaft sich verhält. Und letztendlich geht es bei der Reise hinein in die bürgerliche Gesellschaft um die Frage: Wie kann es sein, dass das mitten unter uns stattfindet?

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Kein Konzert von Elephant Man in Aachen!

Konzert von Elephant Man verhindern!

Am 15.März soll im Jakobshof der jamaicanische Reggae- und Dancehall-Musiker Elephant Man auftreten. Elephant Man ist weltweit einer der bekanntesten Reggae-Dancehall-KünstlerInnen. Markant sind vor allem seine Texte, in denen er unter anderem zum Mord an Homosexuellen Männern aufruft und dabei für eine einzigartig hasserfüllte Stimmung unter den anwesenden Konzertgästen sorgt, die sich oftmals in homophoben Parolen entlädt.

Auf dieser Seite wird es bald mehr Infos zu den Aktivitäten gegen das Konzert geben.
Bis dahin: Verbreitet diese Seite auf allen Kanälen!

Stay Queer! Fight Homophobia!

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Scrapy – Saturday Night Drink Activists

3 Jahre Nazikneipe „Zum Henker“, sind 3 Jahre zuviel!

Demotipp für das kommende Wochenende in Berlin:

2.3.: Antifa-Demo in Schöneweide (18.00 Uhr S-Bahnhof)

„Was zuviel ist, ist zuviel“ Antifa-Demo gegen 3 Jahre „Zum Henker“. Wir wollen, dass mit dem Wegschauen und Einfach-Geschehen-Lassen Schluss ist. Die Berliner Neonaziszene von freien Kameradschaften, rechten Rockern und NPD haben sich ein Netzwerk in Schöneweide eingerichtet. Es gilt dieses offen zu legen und sich diesem durch antifaschistische und antirassistische Positionierung und Präsenz auf allen Ebenen entgegenzustellen. Hinter jedem Laden stehen Verantwortliche, Vermieter_innen, Besitzer_innen, Versicherungen, Zulieferer_innen und Mitarbeiter_innen. Diese müssen aus der Anonymität gezogen werden. Es muss klar sein, dass national-befreite Zonen in Schöneweide nicht geduldet werden. Braune Netzwerke in Schöneweide und überall aufdecken! Solidarität mit allen von Rassismus und Neonaziterror Betroffenen!

Aus diesem Grund findet am 2. März 2012 – 18.00 Uhr in Schöneweide (Start am S-Bahnhof) eine Antifa-Demo statt.
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„Krawallbrüder“ jetzt antifaschistisch…

… wie unsere „beliebte“ CDU-Familienministerin Schröder (Demokratie von oben) – „unpolitisch“ gegen politische „Extremismen“ von links und rechts? Zu soviel Blödsinn fällt uns langsam aber sicher nichts mehr ein. Besonders traurig bei der Sache ist allerdings, dass sich ein scheinbar antifaschistisches Portal wie „Laut gegen Nazis“ (Siehe) als Plattform für äusserst fragwürdige Statements des „Krawallbrüder“ benutzen lässt. Nachdem es diese Band in den vergangenen Jahren wiederholt ganz Skinheadmäßig geschafft hat Artikel von unserem Blog über rechtsanwaltliche Interventionen verschwinden zu lassen, wird nun ein vollkommen „unpolitisches“ Statement veröffentlicht, damit zukünftig so richtig kommerziell durchgestartet werden kann und lästige Fragen von antifaschistischer Seite nicht mehr beantwortet werden müssen. Alle die sich in den vergangenen Jahren jedoch ernsthaft mit dem Thema Grauzone bzw. Rechtsrock beschäftigt haben, wissen, dass die „Krawallbrüder“ in den vergangenen Jahren zuhauf Konzerte mit Bands aus dem rechtsoffenen Bereich („Frei.Wild“, „Unantastbar“, „Gerbenok“, „Prolligans“, „Lammkotze“, „Scharmützel“, „Stomper 98″, „7erJungs“, „Martens Army“ u.v.m.) bzw. sogar dem Rechtsrockbereich (u.a. „Glory Boys“, „Haggis“, „Iron Fist“, „Bakers Dozen“, „Razorblade“, „Code 1″, „Spy Kids“, „Superyob“…) gespielt haben. Während sich die Rechtsoffenheit der „Krawallbrüder“ wie ein roter Faden durch deren Konzertpolitik der vergangenen Jahre zieht, stand der Feind immer auf der linken Seite und steht er auch jetzt noch (böses „Indymedia Linksunten“, böse „Oire Szene“, böse „Antifa“… – siehe Statement auf „Laut gegen Nazis“). So sehen wir in dem jetztigen Statement der „Krawallbrüder“ nur einen weiteren Versuch sich ähnlich wie „Frei.Wild“ im Mainstream (bzw. der nach rechts gewanderten Mitte – da ist es auch gar nicht mehr nötig offen auf Rechtsrock zu machen) festzusetzen und soviel Kohle wie möglich zu machen. Mit ernsthaften bzw. von Herzen kommenden Antifaschismus hat das allerdings absolut rein gar nichts zu tun. Es geht wohl eher darum die anstehende Tour im April in Sack und Tüten zu bringen.

Wir verweisen an dieser Stelle auf zwei unserer Meinung nach sehr gute inhaltliche Beiträge zur aktuellen Debatte zum Thema Grauzone und Deutschrock und listen weiter unten nochmal eine Auswahl von Konzerten der „Krawallbrüder“ der vergangenen Jahre mit Grauzonen- bis RAC-Bands auf. Hier kann sich jeder mal ganz unkommentiert einen eigenen Überblick über die „unpolitische“ Einstellung der „Krawallbrüder“ machen:
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Halbstark – „Hipsteralarm“

Nazi-tolerant bands from Russia on tour in your country

An dieser Stelle eine Information von russischen Genoss_innen, welche vor möglichen Konzertauftitten der rechten russischen Hardcorebands „Transilvanian“ und „The Pack“ warnen:

Hello! We write to you to let you know about Nazi-tolerant bands that is going to play in your country. Its TRANSILVANIAN and THE PACK from Russia who go on European tour now. They pose as hardcore bands, but in fact they
have serious links to Russian Neo-Nazis. They and their fans always try to deny it, but their photos with well-known Russian Nazis talk louder then words. Read info and watch photos at the link and think to yourself: do you want this Nazi-tolerant liars to play in your city. http://stopnaziscum.blogspot.com/ Just recently they was posten on Russian Nazi-Watch – website that post info about Neo-Nazis and their supporters. http://nazi-watch.noblogs.org/ Please, help to spread the info if you can. Stop Nazi-tolerant scum!

We Are Fucking Angry! Naziaufmarsch am 5. März in Chemnitz blocken!

Am 5. März letzten Jahres versuchten hunderte Menschen den Naziaufmarsch zum Jahrestag der Bombardierung von Chemnitz 1945 aufzuhalten. Gegendemonstrant_innen oder Personen, die nur den Verdacht der Opposition erweckten, sahen sich daraufhin mit körperlichen Übergriffen und Repressalien konfrontiert; Gerichtsprozesse folgten. Betroffene von Polizeigewalt, die juristisch gegen Beamt_innen vorgingen, wurden sofort mit Gegenanzeigen überzogen. Die Auseinandersetzung in der Stadt kulminierte in der Forderung nach Besonnenheit und Ordnung, um im nächsten Jahr einen störungsfreien Ablauf des Naziaufmarsches gewährleisten zu können. Die Kritik am Polizeieinsatz verhallte konsequenzlos und wurde ausgesessen.

In diesem Jahr wird ein Sternmarsch, begleitet durch zahlreiche Kerzenträger_innen, zum Rathaus stattfinden – Aufrufe, den Nazis aktiv entgegenzutreten, fehlen hingegen. Stattdessen soll der Tag stur im traditionellen Habitus würdigen Gedenkens begangen werden. Zahlreiche Verlautbarungen in gewohnt blumigen Formulierungen rufen zum “anständigen” Widerstand auf. Es geht wie immer ganz allgemein um Opfer und Krieg – die Spezifika des deutschen Vernichtungsantisemitismus bleiben unerwähnt. Diese Relativierung deutscher Schuld zeigt sich ebenfalls, wenn die weit verbreiteten menschenverachtenden Einstellungen lediglich bei Neonazis moniert werden und die Frage nach ihrer gesamtgesellschaftlichen Wirklichkeit ausbleibt. Eine Thematisierung lokaler Neonaziaktivitäten, oder etwa des neuen Nazizentrums in Chemnitz-Markersdorf, ist ebenso zu vermissen, wie Selbstkritik an den lokalen Zuständen.

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Dadajugend Polyform – You Just Got Recorded

NSU: Nazi-Boutique als Quelle für Mordwaffe

Die „Freie Presse“ berichtet:

Razzien offenbaren illegale Handelswege

Jena/Ehrenfriedersdorf. Eine der wichtigsten Waffenquellen der Zwickauer Zelle war offenbar die 2009 geschlossene Jenaer Neonazi-Boutique „Madley“. Von deren Co-Betreiber Andreas S. soll der frühere NPD-Funktionär Carsten S., geständiger Unterstützer des Terrortrios, jene schallgedämmte Ceska 83 gekauft haben, mit der die Terroristen ihre Mordserie an neun Migranten begingen. Das berichtete Focus-online am Sonntag ohne Nennung von Quellen. Auf die Frage , ob der Jenaer Szeneladen als illegale Waffenquelle der Terroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe infrage komme, hatte die Bundesanwaltschaft am Freitag noch jede Stellungnahme abgelehnt. „Freie Presse“ berichtete am Samstag.

Fakt ist: Andreas S. und sein Kompagnon Frank L. bekamen am 25. Januar Besuch. Ihre Wohnungen in Laasdorf und Wolfersdorf bei Jena wurden im Zuge von Razzien durchsucht, bei denen die Ermittler vier Verdächtige in Sachsen, sowie drei Wohnungen in Thüringen und Baden-Württemberg ins Visier nahmen. Die Thüringer Durchsuchungen fanden bei den ehemaligen Jenaer Ladenbesitzern statt. Die in Baden-Württemberg erfolgte nach „Freie Presse“-Informationen bei dem aus dem Chemnitzer „Blood-and-Honour“-Umfeld stammenden Andreas G. in Ludwigsburg. Noch am Tag der Razzien betonte der Sprecher der Bundesanwaltschaft, Marcus Köhler, die Durchsuchungen außerhalb Sachsens hätten sich nicht gegen Verdächtige gerichtet. Sie seien bei Zeugen erfolgt, um Beweise zu sichern. Die Ceska-Mordwaffe stamme zwar von „Madley“-Betreiber Andreas S., doch habe der nicht gewusst, welchem Zweck sie nach dem illegalen Verkauf diene, soll ein in U-Haft befindlicher NSU-Unterstützer jetzt angegeben haben.

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Siehe auch: Waffe für Terrortrio von Szeneladeninhaber in Jena beschafft?

3. März Münster – Nazis angreifen

NAZIS BEKÄMPFEN – MIT ALLEN MITTELN, AUF ALLEN EBENEN!
DEN NAZIAUFMARSCH AM 3. MÄRZ ZUM DESASTER MACHEN!

Nazis aus Münster planen am 3. März eine Demonstration um für ihre menschenverachtenden Ideologie in der Öffentlichkeit zu werben. Organisiert wird die Nazidemonstration von den „Nationalen Sozialisten Münster“ „(NaSoMs)“, einer kleinen, sich im Chic der sogenannten autonomen Nationalisten gebenden Gruppe. In Münster, bis auf kleinere Propagandaaktionen, kaum wahrnehmbar, tauchen die „NaSoMs“ bei jedem regionalen Naziaufmarsch und einigen bundesweiten Veranstaltungen auf.

Thematisch versuchen sich die Nazis als soziale Alternative darzustellen und geben sich bewusst kapitalismuskritisch. Doch bei genauerer Betrachtung wird schnell ersichtlich, das sich ihr Weltbild auf nationalsozialistisches Gedankengut beruht und ihre „Kapitalismuskritik“ nur eine Verpackung für plumpe antisemitische Verschwörungstheorien und rassistische Hetze ist. Dabei hoffen Sie an latent bestehenden nationalistischen/rassistischen Anknüpfungspunkten der Mehrheitsgesellschaft anzudocken. Kontakte pflegen die Nazis zu der strukturell besser aufgestellten „Kameradschaft Hamm“ und dem Dortmunder „Nationalen Widerstand“, Verbindungen bestehen auch nach Ahlen und Unna. Ohne diese Unterstützung von Nazis aus der Region könnten die NaSoMs ihren Aufmarsch nicht planen, durch den Sie sich eine Bedeutung in der Naziszene erhoffen, falls Sie erstmals „erfolgreich“ durch Münster marschieren sollten. Die vergangenen Versuche von anderen Neonazigruppierungen scheiterten am starken antifaschistischen Widerstand. Daran wollen wir in diesem Jahr anknüpfen.

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Free Punk


Die „Jungle World“ berichtet:

Ein Dokumentarfilm widmet sich der Geschichte der Punk- und Rockmusikszene im südlichen Afrika.

Dass Afrika und insbesondere Südafrika popmusikalisch viel zu bieten haben, ist bekannt. An Rockmusik denkt dabei jedoch kaum jemand, und an Punk erst recht nicht. Dennoch gibt es auf dem afrikanischen Kontinent etliche Bands, die Punk in einer seiner vielen Ausprägungen spielen. Die marokkanische Band ZMB macht Skatepunk, die algerische Gruppe Demokhratia, die dieses Jahr durch Europa tourt, spielt Crust, in Kenia sorgen This Year’s Tragedy für Metalcore. Auch auf Madagaskar und Réunion gibt es ein paar Bands, vor allem aber im südlichen Afrika.

Mit der Geschichte und Gegenwart von Punk in Südafrika, Zimbabwe und Mosambik beschäftigt sich jetzt eine Filmdokumentation, die vor einigen Wochen beim Internationalen Filmfestival in Rotterdam ihre Europapremiere hatte. Der Film »Punk in Africa« von Keith Jones und Deon Maas geht chronologisch vor. Er beginnt im Südafrika der Apartheid und endet in der Gegenwart. Damals, Anfang der Achtziger, als die Punkwelle Südafrika erreichte, wurde das rassistische Regime der weißen Minderheit bereits international kritisiert. Südafrika war in den blutigen Bürgerkrieg in Angola verwickelt, und im Land kam es immer wieder zu gewaltsamen Protesten schwarzer Südafrikaner gegen das Regime. Auch viele weiße Jugendliche waren nicht einverstanden mit der Regierung. Sie solidarisierten sich mit dem schwarzen Widerstand und protestierten gegen die Wehrpflicht, die sie zwang, an einem Krieg teilzunehmen, den sie nicht wollten. Dennoch war ihre Position in der Apartheidsgesellschaft eine privilegierte. Zwar traf die Repression auch weiße Jugendliche, doch niemals erfuhren sie die brutale Gewalt, mit der Polizei und Armee in den Townships wüteten.

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Nachricht aus Stammheim von Smily!

„RASH Stuttgart“ berichten:

Diese Nach­richt kam so­eben von un­se­rem Bro­ther Smily aus Stamm­heim:

Ge­nos­si­nen und Ge­nos­sen, Mit­strei­ter und Freun­de!

,,Vie­len Dank für eure un­end­li­che So­li­da­ri­tät, den Pro­test im Ge­richts­saal und vor dem Ge­fäng­nis­ge­bäu­de!
Die Be­am­ten bei mir auf dem Stock­werk sind schon völ­lig ge­nervt dass sie jeden Tag min­des­tens 10 Brie­fe von mir lesen müs­sen, bevor sie mir diese über­ge­ben. Wei­ter so Freun­de! Das macht mir die Zeit hier er­träg­li­cher und gibt mir Kraft. Der Kampf geht wei­ter, drin­nen und drau­ßen! Knast­kampf ist Klas­sen­kampf! Frei­heit für alle po­li­ti­schen Ge­fan­ge­nen! Mit mir be­fin­den sich auch noch an­de­re an­ti­fa­schis­ti­sche Ge­nos­sen in Haft. Man hat uns weit auf ver­schie­de­ne Stock­wer­ke ver­teilt […] Ge­le­gent­li­che Kon­takt lässt sich aber nicht un­ter­bin­den und wir las­sen uns nicht aus­ein­an­der trei­ben!
Der Kampf gegen Rechts geht auch im Knast wei­ter, also lasst uns vor­an­schrei­ten und auch deren Fuß­volk zei­gen dass wir von deren To­le­ranz nach rechts nichts hal­ten. Wer nichts tut macht mit, und wir las­sen uns in un­se­rer po­li­ti­schen Ar­beit nicht blo­ckie­ren! Weder von Rechts, der Grau­zo­ne oder der Kon­ser­va­ti­ven, noch durch staat­li­che Re­pres­si­on, Ob­ser­va­ti­on und Ma­ni­pu­la­ti­on. Im Her­zen und im Geis­te bin ich bei euch und ihr bei mir.
So­li­da­ri­tät ist eine Waffe, die hier drin jeder spürt…
in die­sem Sinne,

ALER­TA, ALER­TA, AN­TI­FA­SCHIS­TA! ///

Lasst euch nicht un­ter­krie­gen, ich tu´s auch nicht!‘‘

Quelle

United Struggle – Joseph was a Stalinist

Bericht vom Konzert der „Lunikoff-Verschwörung“ in Bayern

„AIDA München“ berichtet über das „Blood & Honour“-Konzert am 12.2. im Saal des „Gasthaus Gruber“ im bayerischen Halsbach:

Dabei treten die Neonazibands „Die Lunikoff-Verschwörung“ (Nachfolgeprojekt von „Landser“-Sänger Michael Regener, Berlin), die „Angry Bootboys“ und „Die Feldherren“ (München) auf. Im Saal hängen die Transparente „Frontstadt München“ der „Kameradschaft München“ und „Für das Freie Wort“ der „KS München“ bzw. des „Freien Netz Süd“ (FNS).

Es erscheinen knapp 100 Neonazis, darunter Martin Wiese (Geisenhausen) und Aktivist_innen der Kameradschaft „Wehrtroopers Deutschland“ (Mühldorf) um Daniel Sturm, der „Kameradschaft München“ um Thomas Huber und der „Jagdstaffel Deutsch Stolz Treu“ aus dem Raum München/Wolfratshausen. Anwesend sind auch Anti-Antifa-Aktivist Lorenz M. (Miesbach) und NPD-Schiedsgerichtsfunktionär Frank Miksch (Fürth). 300 Polizeibeamt_innen sind vor Ort, schreiten jedoch nicht gegen das Rechtsrockkonzert ein.
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ManLiftingBanner – Wall Street Wars

Sachsen: “Interne Differenzen” zwischen NPD und “Freies Netz” eskalieren

„Gamma“ berichtet:

Interne Dokumente belegen: Das militante Neonazi-Netzwerk “Freies Netz” ist enger mit der NPD verwoben als gedacht. Doch für die Partei werden die radikalen Aktivisten, die an der “Unsterblichen”-Kampagne mitwirken, zur Last. Durch Austrittsdrohungen spielt das “Freie Netz” nun seine letzten Trümpfe aus, führende Aktivisten treten schon den Rückzug an.

Mit “seriöser Radikalität” und einem “positiven Erscheinungsbild” will die NPD wieder punkten. Das hat sie auch nötig, denn neben dem aktuellen Trend zur Erfolgslosigkeit gehen auch die Mitgliederzahlen nach unten. Etwa 5900 Mitglieder hat die Partei derzeit, inklusive “Karteileichen”. Innerhalb von vier Jahren ist ihr ein Fünftel der Mitglieder abhanden gekommen – trotz Fusion mit der DVU, die zuletzt 3000 Mitglieder zählte. Im rechten Kernland Sachsen zeichnet sich die Entwicklung noch deutlicher ab. Beim jüngsten NPD-Landesparteitag am 21. Januar waren fast ein Drittel der angeblich 800 sächsischen Mitglieder nicht durch Delegierte repräsentiert, mehrere Kreisverbände liegen offenbar brach.

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Verfahrenseinstellung gegen Betreiber des „Versands der Bewegung“

„AIDA München“ berichtet:

20. Februar 2012

München/Murnau. Eine Kammer des Landgerichts in München stellt wegen eines Formfehlers ein Verfahren gegen Matthias Polt (32) ein, den Betreiber des Neonaziladens und Onlineversands „Versand der Bewegung“ in Murnau. Polt ist wegen Volksverhetzung (§130 StGB) in 38 Fällen angeklagt, denn er soll in 37 Fällen CDs der Neonazibands „Kraftschlag“, „08/15″, „In Tyrannos“ und „Gigi und die braunen Stadtmusikanten“ verkauft haben, obwohl sie volksverhetzende und gewaltverherrlichende Texte beinhalten. Außerdem habe er eine – ebenso strafbare – CD der Neonaziband „Freibeuter“ zum Verkauf vorrätiggehalten.

Auf der von Polt angebotenen CD „Adolf Hitler lebt“ von Daniel Giehse alias „Gigi und die braunen Stadtmusikanten“ ist u. a. der Song „Döner-Killer“ enthalten, in dem die Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) abgefeiert werden: „Neun mal hat er es jetzt schon getan. Die SoKo Bosporus, sie schlägt Alarm. (…) Bei allen Kebabs herrschen Angst und Schrecken. Der Döner bleibt im Halse stecken, denn er kommt gerne spontan zu Besuch, am Dönerstand, denn neun sind nicht genug.“ Der nächste Track ist dann „Bis nach Istanbul“, in dem es heißt: „Der Abschiebemann macht Kontrollen. Auch die gute alte Reichsbahn soll mit Volldampf rollen. Heute fährt die Reichsbahn bis nach Istanbul. Ab Köln und Düsseldorf, vorbei am Kaiserstuhl. (…) Viele haben’s noch nicht begriffen, viele sind entsetzt. Doch das ist das neue Rückführungsgesetz.“
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24./25.2.2012 Grauzonen-, RAC- und Nazikonzerte International

Folgende Konzerte der rechtsoffenen Grauzone bzw. aus dem RAC- und Nazibereich sind uns für die nächsten 2 Tage bisher bekannt:

Grauzonenkonzerte:

- 24.2.2012: „Bastard-Club“/Osnabrück: Grauzonenkonzert mit „Grober Knüppel“ und „InForm“.

- 25.2.2012: „Juze“/Bad Hersfeld: Konzert mit der rechtslastigen Band „Foiernacht“ (u.a. Konzerte mit „Unantastbar“) u.a.

- 25.2.2012: „Underground“/Köln: Konzert mit „Grober Knüppel“.

- 25.2.2012: „Rockfabrik“/Bad Friedrichshall: „Rockfabrik Onkelznight“ mit „Killerton“ und „Stainless Steel“.

RAC- und Nazikonzerte:

- 25.2.2012: Leipzig: Rechtsrockkonzert mit „Kategorie C – Hungrige Wölfe“.

- 25.2.2012: „The Dome“/London: Grauzonen-/RAC-Konzert unter dem Motto „A Night Of United Oi!“ mit „Evil Conduct“, „The Guv´nors“, „Runnin Riot“ (die Band kann dann wohl auch in die Tonne gekloppt werden…), der französischen „Blood & Honour“-/RAC-Combo „Haircut“ (zuletzt am 22.1.2011 im Naziladen „Moloko Bar“ in Belgien gemeinsamer Auftritt mit der RAC-Combo „The Firm“), den RAC-Froinden von „Citizen Keyne“ u.a.

- 25.2.2012: Estland/“PW 94″: NS-Konzert mit „Legittima Offesa“ (Italien), „PWA“ (Estland), „Revalers“ (Estland) und „Milkamp“ (Estland).

- 25.2.2012: „Skinhouse Hellas“/Griechenland: NS-Konzert mit den „Midland Rippers“ und dem deutschen Liedermacher „Jan Peter“.

- 25.2.2012: Pavia/Italien: Von „Blood & Honour“ beworbenes NS-Konzert unter dem Motto „Hot Shower Fest“. Es sollen „Der Stürmer“, „Dark Fury“ und weitere Bands auftreten.

Nachtrag:

- 18.2.2012: RAC-Konzert in Deutschland (Sachsen-Anhalt?) mit „Last Riot“ und „Strongside“.

- 18.2.2012: Raum Allgäu. Ein Konzertberichten zufolge ungestörtes Neonazikonzert findet im Allgäu statt. Dabei tritt die Band „Slapguns“ aus Villingen-Schwenningen auf. Die schwäbische Kapelle steht dem internationalen neonazistischen „Hammerskin“-Netzwerk nahe, ein Song der Band ist unter anderem auf dem Hammerskin-Sampler „Support the Nation – Signs of Revolution“ enthalten, der im Jahr 2010 vom „Versand 100 %“ des „Freien Netz Süd“-Führungskaders Tony Gentsch (damals Toepen) herausgebracht wurde.

Russische Sponti-Truppe „Pussy Riot“: Überfallkommando mit Häkelmützen

Der „Spiegel“ berichtet:

Ihre Bühne sind Moskaus Plätze und Dächer, ihr Markenzeichen grelle Neonstrümpfe und Sturmhauben – die feministische Protest-Guerilla „Pussy Riot“ fordert Russlands Establishment heraus. Das Ziel der Truppe: ein Aufstand gegen Wladimir Putin.

Die junge Frau, die durch die verschneiten Moskauer Gassen stiefelt, hat ihren Schal weit über Mund und Nase geschoben. Die Mütze ist tief in die Stirn gezogen. Ihr Name, sagt sie, soll nicht bekannt, ihr Gesicht nicht gezeigt werden. „Kater“ will sie genannt werden, auf russisch „Kot“. Sie biegt nach links um eine Ecke. Der kaum einen Kilometer entfernte Kreml liegt jetzt in ihrem Rücken, Symbol einer autoritären, von Männern beherrschten Staatsmacht, die sie hasst.

Wladimir Putin will nach den Präsidentschaftswahlen am 4. März in den Kreml zurückkehren. Nach einer Verfassungsänderung könnte er Russland dann sechs statt bislang vier Jahre lang regieren.

In einem Hof steigt „Kot“, der Kater im Rock, in ein Kellergewölbe herab. Jemand hat hundertfach „Chui“ an die Treppenwand geschmiert, das russische Wort für Schwanz. Hinter der Tür schmiegen sich lange Bücherregale an die Wand eines Gewölbes. Die kleine Buchhandlung dient als Hauptquartier von „Pussy Riot“. Die Frauentruppe provoziert seit Wochen den Kreml mit medienwirksamen Protestaktionen. Neulich kletterten „Kot“, der Kater, und sieben Mitstreiterinnen auf ein Mäuerchen auf Moskaus Rotem Platz.

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