Blut muss fließen: Doku auf der Spur von Neonazis in Europa

Die „TLZ“ berichtet:

Peter Ohlendorfs Dokumentarfilm „Blut muss fließen“ hat – wie berichtet – bei der Berlinale Aufsehen erregt. Der Film zeigt Aufnahmen, die Thomas Kuban heimlich bei Rechtsrockkonzerten in vielen Regionen Deutschlands, darunter auch in Gera, aufgenommen hat. Gezeigt wird aber auch die Neonazi-Szene in einigen Nachbarländern.

Gera/Freiburg. Im Gespräch mit unserer Zeitung erläutert Filmemacher Peter Ohlendorf (59), welche Einblicke geliefert werden, wie der Film entstand – und warum es so schwierig ist, mit diesem Thema eine breitere Öffentlichkeit zu finden. Ohlendorf ist zugleich daran interessiert, den Film in Thüringen zu zeigen und hofft auf Interesse von Initiativen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen.

Herr Ohlendorf, welche Rolle haben Sie bei dem Dokumentarfilm „Blut muss fließen“ – und wer ist Thomas Kuban?

Ich bin Filmemacher – und Thomas Kuban hat seit 2003 undercover gedreht. Er hat sich in die Szene hineingewagt und diese Bilder nach außen geliefert. Er muss sehr vorsichtig vorgehen. Wir sind durch Freunde zusammengekommen – und als ich sein Material zu sehen bekam, begann für uns die Idee zu diesem Film. Für mich transportieren die heimlichen Aufnahmen aus dieser Szene – wenn auch mit unterschiedlichen Worten – immer diese eine schreckliche Botschaft: den Aufruf zum Mord. Wir haben dann eine Reise gemacht zurück an die früheren Drehorte und erzählen dort vor allem über den Umgang mit diesen Konzerten. Wie die Polizei darauf reagiert, wie die Zivilgesellschaft sich verhält. Und letztendlich geht es bei der Reise hinein in die bürgerliche Gesellschaft um die Frage: Wie kann es sein, dass das mitten unter uns stattfindet?

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