Archiv für Februar 2012

Anarcoskins – Sudamérica Oi!

24.02.2012 Kulturbahnhof Lübbenau: Feine Sahne Fischfilet

Ein Veranstaltungstipp für das kommende Wochenende:

Quelle

“Döner-Killer”: Anklage gegen Gigi erhoben

„Publikative.org“ schreibt:

Im November hatten tagesschau.de und Publikative.org exklusiv über das Hetzlied “Döner-Killer” von Gigi und die braunen Stadtmusikanten berichtet. Nun wurde gegen den Kopf der Band Anklage erhoben.

“Neun mal hat er es jetzt schon getan. Die SoKo Bosporus, sie schlägt Alarm. Die Ermittler stehen unter Strom. Eine blutige Spur und keiner stoppt das Phantom. Sie drehen durch, weil man ihn nicht findet. Er kommt, er tötet und er verschwindet. Spannender als jeder Thriller, sie jagen den Döner-Killer. […]
Am Dönerstand herrschen Angst und Schrecken. Kommt er vorbei, müssen sie verrecken. Kein Fingerabdruck, keine DNA. Er kommt aus dem Nichts – doch plötzlich ist er da.[…]
Bei allen Kebabs herrschen Angst und Schrecken. Der Döner bleibt im Halse stecken, denn er kommt gerne spontan zu Besuch, am Dönerstand, denn neun sind nicht genug.”
(Gigi und die braunen Stadtmusikanten: “Dönerkiller”, 2010)

Mit diesen Zeilen huldigte die Neonazi-Kultband dem “Döner-Killer”. Das Lied wurde 2010 auf der CD “Adolf Hitler lebt” veröffentlicht – und bald darauf indiziert. Offenbar machte es aber niemanden stutzig, dass die rechtsextreme Szene die Mordserie der Zwickauer Zelle feiert, dabei werden in dem Lied sogar weitere Anschläge angedroht: “… denn neun sind nicht genug.“ Damit nicht genug: In dem Text wird auch der Begriff “Phantom” benutzt – so war im Zusammenhang mit dem Mord an der Polizistin Michelle Kiesewetter in Heilbronn der unbekannte Täter genannt worden.

Weiter
Siehe auch: Sänger soll NSU-Morde verherrlicht haben

Youngang – Birra e guai

Informationen zu Malte Redeker, den Hammerskins Westmark und LUNARA (Ludwigshafen)

Das „Antifaschistische Infobüro Rhein-Main“ berichtet:

In der aktuellen Presseberichterstattung werden der Neonazi-Zusammenhang LUNARA („Ludwigshafener Nazis und Rassisten“) und der Ludwigshafener „Hammerskin“ Malte Redeker mit neonazistischen „Untergrund“-Aktivitäten in Zusammenhang gebracht. LUNARA gilt den Behörden als „terroristische Vereinigung“, Malte Redeker soll unter anderem Schießtrainings im Ausland organisiert haben.

Verbindungen der Hammerskins, insbesondere von Personen der „Hammerskins Westsachen“, zum mutmaßlichen Unterstützerkreis des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) wurden in der vorletzten Woche von antifaschistischen Medien offen gelegt.

Seit Jahren weisen antifaschistische Gruppen und Medien (nicht nur im Raum Rhein-Neckar) auf LUNARA, Malte Redeker und die „Hammerskins Westmark“ hin:

- Ludwigshafen ist das organisatorische Zentrum der extremen Rechten in Südwestdeutschland.
- Die „Hammerskins Westmark“ gelten als führende Struktur der deutschen Hammerskins.
- Malte Redeker, der das Label Gjallarhorn Klangschmiede betreibt, ist eine der exponiertesten Personen der deutschen Hammerskins.
- Die Hammerskins, insbesondere die Hammerskins Westmark (Rheinland-Pfalz, Saarland, Süd-Hessen), expandieren stark. So werden nach der Zerschlagung von Nachfolgestrukturen der verbotenen Blood & Honour Division Deutschland einzelne Unternehmen dieses Kreise vom Hammerskin-Netzwerk weitergeführt.
- Malte Redeker gilt als einer der Drahtzieher des Aktionsbüros Rhein-Neckar. Das AB Rhein-Necker ist eine der aktivsten neonazistischen Strukturen in Südwestdeutschland. Auch tritt Malte Redeker seit Jahren auf neonazistischen Aufmärschen in Erscheinung, übernahm dort u.a. Ordnerdienste.
- LUNARA („Ludwigshafener Nazis und Rassisten“), die sich auch „NS-Hooligans“ nennen, sind eine neonazistische Schlägertruppe, die in der Vergangenheit mehrere Überfälle durchführte. Personen von LUNARA sind eng mit den Hammerskins assoziiert.

Weiter

LOTTA Ausgabe 46 ist da!

Die Winterausgabe der LOTTA – Antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen ist da!

Schwerpunkt der Ausgabe ist die neonazistische Terrorzelle NSU. Desweiteren wird der Umgang von Verfassungsschutz und weiteren Behörden mit neonazistischen Gruppen beleuchtet. Insbesondere geht es dabei um das verbotene Blood&Honour-Netzwerk in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Jeweils ein weiterer Artikel widmet sich dem hessischen Nazi-Terroristen Manfred Roeder und dem fast schon vergessenen Stahlhelm aus Rheinland-Pfalz.

Vier Artikel der aktuellen Ausgabe sind online verfügbar, der Rest exklusiv in der Printausgabe.

http://www.lotta-magazin.de/

http://www.lotta-magazin.de/inhalt/nr46.htm

Wotansbrüder und Weimarer Front

Die „Zeit“ schreibt über die Naziszene in der DDR:

Die Neonazis in der DDR waren kein versprengter Haufen, sondern eine gut organisierte Szene, die mehr als 15.000 Anhänger zählte und die Obrigkeit schier kapitulieren ließ.

Es ist eine gewaltige Menge, fast zu gewaltig für die Zionskirche in Ost-Berlin. Über 2.000 Fans strömen am 17. Oktober 1987 zum Konzert der Westberliner Punkband Element of Crime und ihren DDR-Kollegen Die Firma. Es wird ein denkwürdiges Ereignis: Kurz nach 22 Uhr stürmen 30 Skinheads das Konzert, brüllen »Sieg Heil!«, »Juden raus aus deutschen Kirchen!« und »Kommunistenschweine!« und verletzen viele der geschockten Fans. Anschließend setzen sie ihr Treiben draußen fort – unter den Augen einer Streife der Volkspolizei.

Erst Tage später berichten DDR-Medien über den Überfall. Doch ist dort weder von Skins die Rede noch von Neonazis. Vielmehr von »Rowdytum« – so lautet die verbindliche Sprachregelung für Jugendrandale im SED-Staat. Diesmal aber geht das Verschleierungskalkül nicht auf. Zwar ist der Angriff auf die Zionskirche kein Einzelfall, dennoch läutet er eine Wende im Umgang der DDR-Behörden mit den Neonazis im Lande ein. Wenn auch nur für kurze Zeit.

Weiter

Stuhlgewitter – Antifa-Hooligans

Antifa-Hooligans

Knie nieder, du Bauer, die Antifa ist sauer!
(12x)

Siehst du, wie es qualmt und brennt?
Der rote Mob durch Straßen rennt?
Alles schlägt er kurz und klein,
in jede Scheibe fliegt ein Stein.
Wir rücken nur in Horden an
und dann wird’s immer krass;
jetzt ist auch dein Auto dran,
Krawalltourismus, das macht Spaß!

Refrain:
Knie nieder, du Bauer, die Antifa ist sauer!
(4x)

„Ihr seid rote Zeckenschweine“,
hören wir dich fluchen.
Doch das ist das echt Gemeine:
wir kommen dich besuchen!
Wenn wir vor deiner Türe stehen,
dann heult deine Mutter,
denn sie bekommt jetzt was zu sehen
und du kriegst Backenfutter!

Refrain.

Du findest das unerhört?
Knie nieder, kleiner Bauer!
Uns hat das noch nie gestört –
denn die Antifa ist sauer!
Wir sind zwar alle Hedonisten,
doch im Prügeln gar nicht faul,
jetzt gibt’s was von Kommunisten
auf das freche Bauernmaul!

Refrain.

Knie nieder, du Bauer, die Antifa ist sauer!
(16x)

Mehr davon findet Ihr hier!:)

Olli ist raus

Die „taz“ berichtet:

Er ist da nicht einfach hineingerutscht, sondern wollte richtig mitspielen: Oliver Podjaski, ein Star der Rechtsrockszene. Heute ist für ihn „dieser ganze Kram nur Müll“.

LÜBECK taz | Er stand vorn im Rampenlicht, gab den Takt vor und sang: „Wieder volles Rohr. White Power. Wieder mächtig rechtsextrem. Arschtritte für das System!“ – „Kommt und gebt ihr den Rest, zerschlagt die rote Pest!“ Oder: „Deutschland steht auf! Volk ans Gewehr zur Gegenwehr! Schmeißt die Kanaken endlich raus!“ – Die harte Musik war für Oliver „Olli“ Podjaski, den Sänger von „Hauptkampflinie“ (HKL), die politische Waffe. „Mit der Musik wollte ich die Leute erreichen, den Hass schüren, die Feinde benennen“, sagt er jetzt und betont: „Das ist Vergangenheit.“

Ist diese Geschichte wirklich wahr? Wie würde der 46-Jährige auf Fragen reagieren? Wie antworten? Immerhin war „Olli“ 16 Jahre in der Szene, hat 33 Tonträger veröffentlicht und weitere eigene Musikprojekte verfolgt. Er war ein Star der Szene zwischen NPD und Kameradschaften. Das Tattoo-Studio „Wolfsblut“ in Lübeck ist an diesem Abend noch hell erleuchtet. Sehr hell. „Um ordentlich stechen zu können“, sagt Podjaski. An den weißen Wänden des Studios hängen Tattoo-Motive – Tribals, Schriftzüge, Totenköpfe. Jedoch keine Schwarze Sonne, das Szenezeichen für die SS, stattdessen Yin und Yang. Ein politisch eindeutiges Motiv findet sich auf einem Plakat: „Good Night – White Pride“.

Weiter

11. Februar 2012: „Day of Honour“ in Budapest (Ungarn)

Wir dokumentieren einen Bericht von „AIDA“:

H-Budapest/Fürth/Erlangen/München. Einige Neonazis aus dem „Freien Netz Süd“ (FNS) um Matthias Fischer („Deutsch-Ungarischer Freundeskreis“, Fürth) fahren nach Budapest. Dort nehmen sie am Nachmittag am von der ungarischen „Blood & Honour“-Sektion und anderen neofaschistischen Gruppen veranstalteten „Day of Honour 2012″ teil.

Beim paramilitärischen Antreten an einem verschneiten Hügel außerhalb der Stadt, so belegen es ungarische Medienberichte, Fotos und Videofilme, sind unter anderem die bekannten Aktivisten Kai-Andreas Zimmermann (Fürth), Vince Herczeg (München) sowie Mitglieder der „Freien Nationalisten Erlangen-Höchstadt“ anwesend. Die Veranstaltung des in Deutschland verbotenen „Blood & Honour“-Netzwerkes wird gar durch das lange FNS-Transparent „Nationalen Sozialismus durchsetzen und verteidigen“ eingegrenzt, welches zuletzt beim FNS-Neonaziaufmarsch am 21. Januar 2012 in München gezeigt wurde.
(mehr…)

Oppressed / Prowlers – Live In Toronto

Regensburg: Gastwirte ließen 180 Neonazis abblitzen

Scheinbar wurde ein durch den bekannten Neonazi- und „Hammerskinaktivisten“ Norman Bordin geplantes Rechtsrockkonzert in Regensburg bereits im Vorfeld verhindert:

Eine rechtsextreme Veranstaltung von Norman Bordin scheiterte an der Zusammenarbeit von Polizei und Gaststättenverband.

Regensburg. 180 Mitglieder der rechtsextremistischen Szene wollten im Raum Regensburg eine Versammlung halten. Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA und die Regensburger Polizei konnten das verhindern. „So etwas hat es bisher noch nie gegeben, dass ich im Vorfeld telefonisch und per Mail vor so einer Veranstaltung gewarnt worden bin“, freute sich ein Regensburger Gastronom.

Verdacht gegen den Aufmarsch der Neonazis schöpfte ein Gastwirt aus dem Landkreis, bei dem Norman Bordin per Mail einen Saal mieten wollte für den Verein „Frei Räume – Verein zur Förderung der Kunst- und Meinungsfreiheit“.

Weiter

NSU im Netz

Sehr guter Übersichtsartikel des „blick nach rechts“ zum „Nationalsozialistischen Untergrund“, dessen Unterstützernetzwerk und die Verbindungen zu den militanten Nazimusiknetzwerkung von „Blood & Honour“ und „Hammerskins“:

Das mutmaßliche Zwickauer Quartett war nicht isoliert. Auch nach dem Abtauchen und seit der Mordserie gab es immer Kontakte ins braune Milieu.

Zahlreiche Hinweise bestätigen inzwischen, dass die Neonazi-Zelle aus Zwickau, auf deren Konto mindestens zehn Tote und zwei rassistische Anschläge gehen sollen, auch nach dem Abtauchen 1998 in den Untergrund, scheinbar innerhalb militanter rechten Strukturen sozialisiert wurde. Zum harten Kern der drei Jenaer Bombenbastler kann wohl mittlerweile auch der Zwickauer Neonazi André E. als vierter Kopf hinzu gezählt werden. Ihm und Beate Zschäpe droht, Pressemeldungen zufolge, ein von den übrigen elf Verdächtigen abgetrenntes Ermittlungsverfahren vonseiten der Generalbundesanwaltschaft. Auch wenn die tatsächlichen Pläne des terroristischen „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) nur wenigen Komplizen bekannt gewesen sein sollten, isoliert von kameradschaftlichen Strukturen waren Zschäpe und ihre verstorbenen Mitstreiter Uwe Böhnhard und Uwe Mundlos nie.

Weiter
(mehr…)

Produzenten der Froide – Ich scheiß auf euren Oi

Antifaschist zu Knast verurteilt!

„RASH Stuttgart und Solikreis“ berichten:

Heute wurde der Stuttgarter Antifaschist Smily vom Amtsgericht zu 10 Monaten Knast verurteilt. Knapp 100 Menschen zeigten sich mit ihm solidarisch und beobachteten den Prozess. Außerdem nahmen einige schon eine Stunde vor Prozessbeginn an einer Solikundgebung vor dem Gericht teil. Mit einem Großaufgebot versuchte die Stuttgarter Polizei im Gerichtsgebäude jede Art von Protest zu verhindern.

Vorgeworfen wurden dem Genossen, eine Gruppe in der sich auch rechtsoffene Personen befanden angegriffen zu haben. Außerdem wurde eine Sachbeschädigung bei einem antirassistischen Konzert auf dem leider auch eine Grauzonenband anwesend war, sowie ACAB und RASH Graffitis auf Bullenwägen angeklagt.

Die Verhandlung begann mit einer Einlassung von Smily in der er auf die Problematik der sog. Grauzone, also dem vorgeblich unpolitischen Teil der Skinheadszene, der aber tatsächlich nach rechts offen ist, einging. Weiter schilderte er den Vorfall in der Stuttgarter Innenstadt, wo er aus einer größeren Gruppe aufgrund seines politischen Engagements in der Skinheadszene angepöbelt wurde. Nachdem er daraufhin eine der Personen zur Rede stellen wollte, wurde von weiteren aus der Gruppe angegriffen. Diese allerdings behaupteten vor Gericht sie seien grundlos attackiert und vier von ihnen von dem Angeklagten verletzt worden. Angeblich mussten sie sogar ambulant behandelt werden, konnten dafür allerdings keinerlei Atteste vorweisen. Das störte die Richterin aber genauso wenig wie zahlreiche Widersprüche in den Aussagen zum Ablauf oder den Ursachen der Auseinandersetzung. Zwei der angeblichen Opfer erklärten zu betrunken gewesen zu sein um sich an den Vorfall zu erinnern. Ein weiterer Zeuge bestätigte außerdem die Version von Smily.

Weiter

Freiheit für Smily! Solidarität mit RASH Stuttgart!

Das „Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen Stuttgart“ berichtet:

Heute am 17.02.2012, fand vor dem Amtsgericht Stuttgart der Prozess gegen unseren Genossen der RASH Stuttgart statt. Aufbauend auf Aussagen von Personen die der rechtsoffenen Punk und Oi Szene zuzuordnen sind, wurde ihm durch die Staatsanwaltschaft Körperverletzung in 5 Fällen vorgeworfen. Hinzu kamen Anzeigen wegen Sachbeschädigung und Beleidigung im Zusammenhang eines Konzertes im Sommer 2011, bei dem Bands spielten die heute dem rechten bzw. rechtsoffenen Spektrum zuzuordnen sind und die sich früher zumindest teilweise in der einschlägigen Naziszene bewegten. Eine weitere Anzeige wegen Sprühereien an Bullensprintern wurde eingestellt.

Auf der Basis fehlender Beweise (z.B.: keine Atteste der Zeugen über ihre Verletzungen) und widersprüchlichster Aussagen der Zeugen, wurde der Genosse zu 10 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Der Haftbefehl gegen ihn wurde durch die haltlose Begründung der Fluchtgefahr aufrecht erhalten.

Dass es sich hierbei um einen politischen Prozess handelte machte nicht zuletzt die Anzeigenerhebungen durch die Staatsanwaltschaft nach Bearbeitung der Akten durch den Staatsschutz deutlich, sondern auch der Haftbefehl basierend auf angeblichen und nicht belegbaren Drohungen gegen die Zeugen, sowie die Schuldspruchbegründung der Richterin selbst, dass der Genosse sich nicht von der Gewalttätigkeit verabschiedet hätte, da er sich immer noch im linken Spektrum bewege, und schließlich die weitere Aufrechterhaltung des Haftbefehls nach der Urteilsverkündung.

Weiter

Wo die Messer flutschen

Das „Neue Deutschland“ berichtet:

Filmfestspiele Berlin: »Blut muss fließen!« – Thomas Kubans heimliche Nazi-Konzert-Mitschnitte

Und wenn die Leute fragen/ Ja lebt der Hecker noch?/ Dann sollt ihr ihnen sagen /Ja, er lebe hoch!/Er hängt an keinem Baume/Er hängt an keinem Strick/Er hängt nur an dem Traume/Der deutschen Republik./ Fürstenblut muss fließen/Knüppelhageldick (…)«

Tausende süddeutsche Flüchtlinge sollen in New York am Kai gestanden und diese Verse gesungen haben, als Friedrich Hecker, der antimonarchistische badische Guerillero von 1848/49, nach seinem gescheiterten Marsch auf Karlsruhe, das Exil betrat. Und obwohl im Lied die Guillotine mit »Tyrannenfett« geschmiert wird und es auch sonst recht wüst zugeht – diese radikaldemokratische Hymne der Badner (sie wollten sich zum Sturm auf die Hauptstadt mit Freiwilligen aus Frankreich verbünden) hat es nicht verdient, später von Freikorps- und SA-Leuten zu einer Tirade umgedichtet zu werden. In der die »langen Messer« am Bordstein geschliffen werden, bis sie »flutschen« – in den »Judenleib« hinein.

Ein Stück grausige Kulturgeschichte? Wie gegenwärtig diese Blutverse in offenkundig zeitgemäßer Verpackung in Deutschland noch immer sind, zeigt der Dokumentarfilm »Blut muss fließen« von und mit dem als »Thomas Kuban« auftretenden südwestdeutschen Journalisten, der auf der Berlinale Premiere hatte: Landauf, landab werden sie gebrüllt, mutmaßlich jedes Wochenende.

Weiter
Siehe auch: Hass auf die Republik
Hass aus hundert Kehlen

XTZ – Halt Aus!


Gegen Bullenterror und Willkür!
Gegen den rechtsäugig blinden deutschen Justitzapparat!
Gegen die gefährliche Gleichmache von links und rechts!
Ganz klar gegen Nazis Stellung beziehen, keine Chance für unpolitische Hirntote!
Weg mit Grauzonenspacken, entweder gegen rechts oder doof!
Solidarität mit den Gefangenen, No Parmesan,
Liebefriedenlautemucke!

http://www.rote-hilfe.de
http://www.rote-hilfe-stuttgart.de.vu
http://www.solikreis-stuttgart.tk/

Halt Aus!

Früh am Morgen schon um sechs,
da holten Dich die Bullen weg.
Mit Kötern und dem S.E.K. -
Verdunklungsgefahr – Ha-ha-ha!

Die Anklage der reinste Witz,
ein Nazidepp hat Dich verpetzt.
Jetzt sitzt Du ein, Du armes Schwein,
doch dieser Staat kriegt uns nicht klein!

Halt noch aus, bald bist Du wieder raus!
Du bist im Knast zwar isoliert, doch Du bist nie allein!
Halt noch aus, bald bist Du wieder raus,
denn unsre Solidarität wird immer bei Dir sein!

Du bist bei uns und wir bei Dir,
egal was kommt, wir stehn zu Dir.
Und wird die Zeit auch scheisse sein,
wir werden immer bei Dir sein

Zusammen stehen wir fest verschweisst,
gegen Drecksjustiz und Bullenscheiss.
Und Grauzone und Faschodreck,
treten wir gemeinsam weg!

Halt noch aus, bald bist Du wieder raus!
Du bist im Knast zwar isoliert, doch Du bist nie allein!
Halt noch aus, bald bist Du wieder raus,
denn unsre Solidarität wird immer bei Dir sein!

Schloss-Verkauf an Rechte?

Der „blick nach rechts“ berichtet:

Nach den jüngsten Immobilien-Deals in Thüringen droht nun in Niedersachsen ein Schloss an Rechtsextremisten zu fallen.

Das „Schloss Arensburg“ in Rinteln (Kreis Schaumburg) soll verkauft werden. Rund 140 000 Quadratmeter umfasst das Gelände mit Schloss, Nebengebäude, Park Teichen, Landwirtschaft und Wald im Ortsteil Steinbergen. Im Ort befürchtet man nun, dass ein rechtsextremes Zentrum entstehen könnte.

Heinz Gruber (Jg. 1957) aus Königsdahlum bei Bockenem (Kreis Hildesheim) will das Schloss laut einem Schild an der Zufahrt nun verkaufen. Der Sohn des „Erfinders“, Nino Gruber (Jg. 1986), hatte laut einem Zeitungsbericht das Schloss 2010 gekauft und an seinen Vater verpachtet. Beide Grubers sind an einem Unternehmen in Seesen (Kreis Goslar) beteiligt, das unter anderem dem Metallbauer-Handwerk nachgeht. Dieses sei, so Gruber, von einer anderen Firma betrogen worden.

Weiter

17./18.2.2012: Grauzonen, RAC- und Nazikonzerte International

Auch diese Woche gibt es wieder eine Übersicht über Grauzonen-, RAC- und NS-Konzerte International. Folgende Veranstaltungen sind zur antifaschistischen Intervention freigegeben:

Grauzonenkonzerte:


- 17.-18.2.2012: „Turbinenhalle“/Oberhausen (NRW/D): „Son of a bastard“-Grauzonenfestival mit den Bands „Stomper 98″, „Gumbles“, „Toxpack“, „Oi-Melz“, „Berliner Weisse“, „180 Grad“, „Halbstarke Jungs“, „The Ruckers“ u.v.m. Perlen vor die (Oi!-)Säue sind da auf jeden Fall „The Selecter“.

- 17.2.2012: „Schweinebärmannbar“/Braunschweig (Niedersachsen/D): Rechtsoffenes Grauzonenkonzert mit „OHL“ (laufen übrigens ebenfalls über unsere Grauzonenfreunde von MAD Booking) und der „Streetcore“-Combo „InForm“. „InForm“ traten beim „Löwenlärmfestival“ bereits mit der rechten Band „Schusterjungs“ und „Brutal de Luxe“ in der „Schweinebärmannbar“ auf (Wir berichteten). Bei dem Konzert kam es zu Hitler-Grüßen von einem Konzert-Besucher auf der Bühne. Die Band „Brutal de Luxe“ hatte diese Ausschweifung längere Zeit in der Bildergalerie auf ihrer Seite (der Grüßer war mit Augenbalken geschwärzt). Zudem sollen „InForm“ am 24.2. zusammen ,it der Grauzonencombo „Grober Knüppel“ in Osnabrück im „Bastard Club“und am 9.3. ebenfalls zusammen mit „Grober Knüppel“ und „Drop Out Chaos“ in Berlin in der rechtsoffenen Location „K17″spielen. Und auch Hamburg bleibt nicht verschont: am 16.06.12 wollen „InForm“ dort zusammen mit den RAC-Froinden von den „Schusterjungs“ und den Grauzonenbands „Platzverweis“, „Roughnecks“ und „DVA“ in Oebisfelde in „Waschis Garten“ spielen.

RAC- und Nazikonzerte:


- 18.2.2012: Romford, Essex (England): „T-B-C Productions“ präsentieren ein RAC-Konzert mit den Bands „The LondonDiehards“, „Bakers Dozen“, „Citizen Keyne“, und „Criminal Brainstorm“.

- 18.2.2012: Bozen (Italien): NSHC-Konzert mit „No Prisoner“ und „Green Arrows“.

- 18.2.2012: Treviso (Italien): Rechtsrockkonzert mit „Ultima Frontiera“.

- 18.2.2012: South St.Paul (USA): NS-Konzert mit „Westwall“, „Diabolical Sycrylege“, „Insurrect“ u.a.

Nachtrag:

Laut Naziangaben fand bereits am 11.2. ein NS-Konzert im „Südwesten“ von Deutschland mit den Bands „The Slapguns“ (Nazipsychobilly), „Confident of Victory“, „Blutzeugen“, „Tätervolk“ und „Jungsturm“ statt. 200 Kameraden sollen vor Ort gewesen sein.