Archiv für März 2012

La Gachette – Poète Anarchiste

30.3.2012 Neuwied: Infoveranstaltung zu RechtsRock, anschließend Party

Freitag, 30. März, Neuwied: Infoveranstaltung zu RechtsRock, anschließend Party

mehr Infos: http://standup.blogsport.de/category/music/

Wie Neonazis ihre Gegner bedrohen

Die „Zeit“ berichtet:

Schweineherzen im Briefkasten – Neonazis schüchtern ihre Gegner mal brachial, mal subtil ein. Dabei gehen sie präzise und professionell vor.

Wenn Johannes Hartl morgens auf dem Weg zur Schule ist, trifft er sie fast jedes Mal. Neulich fuhren sie im Auto fast eine Minute im Schritttempo neben ihm her und beobachteten ihn. „Die machen nichts. Die wollen einfach nur, dass ich sie sehe“, sagt Hartl.

„Die“, das sind Neonazis aus dem Ort, die dem Schüler das Leben schwer machen wollen. Sie wissen genau, dass die Polizei gegen diese subtile Art der Bedrohung kaum etwas unternehmen kann.

Es ist nichts Neues, dass Neonazis gezielt Angst verbreiten. „Anti-Antifa“-Arbeit nennt die Szene das. Journalisten, Politiker und alternative Jugendliche: Wer sich öffentlich gegen die Neonazis stellt, soll eingeschüchtert werden. Doch während die Rechtsextremen früher verhältnismäßig wahllos vorgingen – sie sammelten öffentlich zugängliche Informationen und Adressen für schwarze Listen – investieren sie inzwischen viel Mühe und Augenmaß, um Neonazigegner möglichst zielgenau auszuspähen.

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Brandenburg wird brauner

Die „taz“ berichtet:

In Brandenburg macht die junge Neonaziszene mobil mit nächtlichen Spontanaufmärschen und Kampfsport-Events. Unter ihnen sind junge Akademiker, die sich als Elite verstehen.

Ein Cottbusser Kickboxer, der zu den Klängen der Rechtsrockband Blitzkrieg in den Ring einläuft und unter dem Gejohle von Neonazis auf einen türkischstämmigen Boxer einschlägt; nächtliche Spontanaufmärsche von Jungrechten mit weißen Masken und Fackeln in der Lausitz und in Potsdam; „nationale Kampfsporttage“ des Südbrandenburger Neonazi-Netzwerks „Spreelichter“: Die junge, rechte Szene in Brandenburg ist vital wie selten zuvor.

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Jugendliche werden auch mit rechter Musik geködert. Mit 24 märkischen Szenebands gibt es nur in Sachsen mehr Rechtsrock. Fanden 2010 nur vier Konzerte im Land statt, waren es im vergangenen Jahr 15. Die Zahl der Konzertbesucher verdoppelte sich zum Vorjahr auf 1.800.

Siehe auch: Neonazis unterwandern Kampfsport-Szene

GRRRLSPUNXBASH, die Vierte!

Eine Empfehlung der Oire Szene Redaktion:

Wir möchten euch gerne auch nochmal gesondert darauf aufmerksam machen und euch dazu einladen am Freitag, den 30.März 2012, von 15 bis 18 Uhr, am einem Workshop zu ‚Rassismus und weißen Privilegien im HC/Punk‘ unter dem Titel »it´s antiracist, it´s so clear….« teilzunehmen. Dieser wird im Rahmen des Grrrlpunxbash #4 von Dirk Eilers angeboten.
Es stehen noch 7 von 10 Plätzen (Stand: 22.03.12) zur Verfügung. Anmeldung unter: fameover[at]riseup[dot]net !

Mehr Infos zum Workshop

Aufbruch – Abend in der Stadt

29.3.-1.4.2012: Grauzonen- bis Braunzonenkonzerte

In den kommenden Tagen sollen leider einmal mehr jede Menge Konzerte aus der Grau- bis Braunzone stattfinden:

Grauzonenkonzerte:

- 29.3.2012: „Kufa“/Saarbrücken: Start der „Krawallbrüder“-Tour zusammen mit „Slapshot“ (MAD Booking) und den „Soifass“.

- 30.3.-1.4.2012: USA: Stark rechtslastiges Grauzonenkonzert unter dem Motto „Working Class Weekend“ mit Bands wie „Patriot“, „The Authority“, „Bricktop“ u.a.

- 30.-31.3.2012: „Backstage Werk“/München: Grauzonenkonzert „Pogorauschfestival III“ mit Bands wie „The Exploited“, „Perkele“, „On The Job“, „Control“, „Last Seen Laughing“ u.a.

- 30.3.2012: „M.A.U.-Club“/Rostock: „Krawallbrüder“, „Soifass“ und „Slapshot“.

- 30.3.2012: „Rockfabrik“/Bad Friedrichshall: „Back im Ländle 2012″: „Bandworm Records“ präsentieren die Grauzonencombos „Scharmützel“, „Lammkotze“, „Balls´n´Boobs“ u.a.

- 30.3.2012: „Sparkassenarena“/Landshut: Grauzonenkonzert mit „Frei.Wild“.

- 31.3.2012: „Mad Music Club“/Hameln: „Vortex“ und „Oi!dium“

- 31.3.2012: „Hellraiser“/Leipzig: „Krawallbrüder“-Tour zusammen mit „Slapshot“ (MAD Booking) und den „Soifass“.

- 31.3.2012: „Grugahalle“/Essen: Konzert mit „Frei.Wild“

- 1.4.2012: „Huxleys“/Berlin: „Krawallbrüder“-Tour zusammen mit „Slapshot“ (MAD Booking) und den „Soifass“.

Braunzonenkonzerte:

- 30.3.2012: Aachen: Rechtsrockkonzert mit „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ und Support.

- 30.3.2012: Ostia (Italien): Rechtsrockkonzert mit den „Timebombs“.

- 31.3.2012: „Bulldog Pub“/Brescia (Italien): „Casa Pound Italia“ organisieren ein Nazikonzert mit den Bands „Brigata Zidiosa“, „Green Arrows“, „No Prisoner“, „DTD“ und „Ultima Frontiera“.

- 31.3.2012: Ostdeutschland: NSHC-Konzert unter dem Motto „Ein Sturm zieht auf…“ mit der ungarischen „Blood & Honour“-Band „Fehér Törvény“, „Legion of Thor (Berlin), „2nd Class Citizen“ (Berlin), „2 Minutes Warning“ und „Death On Horizon“.

- 31.3.2012: Frankreich: NS-Konzert der „Artam Brotherhood“ & der „Division Fenrir“ mit der Band „Ostara“.

- 31.3.2012: „Thunderdome“/Bologna (Italien): Rechtsrockkonzert mit „The Kriminals“.

- 31.3.2012: Murnau am Staffelsee (Bayern): „Redner & Liedermacherabend“ des KV Oberland der NPD mit dem Naziliedermacher „Torstein“.

Nachtrag:

- Bereits am 24.3.2012 soll im Allgäu ein Nazikonzert mit „Codex Frei“ und „Vargr I Veum“ stattgefunden haben.
- Und auch in Spanien fand ein weiteres Rechtsrockkonzert unter dem Motto „RAC + RALL Fest“ mit „Muerte Y Calaveras“ u.a. statt.

Redska: La Rivolta Spring Tour 2012

Polizei durchsucht „Nationales Zentrum“ in Dortmund

„NRW rechtsaußen“ berichtet:

DORTMUND – Die Polizei hat am Mittwochabend das „Nationale Zentrum“ Dortmunder Neonazis an der Rheinischen Straße sowie drei Wohnungen „Autonomer Nationalisten“ im Stadtteil Dorstfeld durchsucht. Als die Polizei in der Rheinischen Straße anrückte, fand dort gerade ein „Kameradschaftsabend“ der Szene statt. Mit von der Partie unter den rund 50 Teilnehmern des Treffens: der Kreisvorsitzende der NPD Unna/Hamm, Hans-Jochen Voß, und der Alt-Neonazi Siegfried Borchardt. Am kommenden Samstag planen die Neonazis eine Demonstration in der Ruhrgebietsstadt. Das WAZ-Internetportal „derwesten.de“ und die Ruhr-Nachrichten berichten über die heutige Polizeiaktion.

Quelle
Siehe auch: Waffen bei Neonazi gefunden

Bayerischer Aussteiger will anderen Helfen, aus der Szene zu kommen

Die „Bild“-Zeitung bzw. das „Netz gegen Nazis“ berichten:

Die bayerische Neonazi-Szene brodelt. Einer ausgestiegen, einer, den alle kennen. Und: Er hat einen Verein gegründet, der anderen helfen soll, aus dem braunen Sumpf herauszukommen.
Felix Benneckenstein (25) war zehn Jahre lang ein Vorzeige-Nazi. „Mit 15 Jahren hatte ich Probleme mit Autorität und auch mit unserer Gesellschaft.“ Erst war er Punker, dann brachte ihn die Musik zur rechtsextremen Szene, bis er selbst als rechtsextremer Liedermacher „Flex“ durch die Lande zog. Im Gefägnis kam er zum Nachdenken. Er verließ die rechtsextreme Szene und gründete die „Aussteigerhilfe Bayern“.

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Terroristische Einzeltäter-Vereinigungen: Der Neonazi-Terror der achtziger Jahre in der alten Bundesrepublik

Das „Apabiz“ berichtet:

Während die tödlichen Aktionen von Neonazis seit der Wiedervereinigung ein stetiges Thema sind, bleibt die Zeit bis 1989 völlig unbeachtet. Zwar hat mit dem vereinigten Deutschland tatsächlich auch ein neues Kapitel des gewalttätigen Neonazismus begonnen. Doch die 1980er-Jahre wirken bis heute fort. Im folgenden ein chronologischer Rückblick auf die Taten und die Akteure jener Dekade.1

Bereits der Januar 1980 brachte dem neuen Jahrzehnt den ersten politisch motivierten Mord von Rechts: Der türkische Kommunist Celalettin Kesim wurde am 5. Januar 1980 in Berlin erstochen. Kesim hatte am Kottbusser Tor mit einer Gruppe von Linken Flugblätter verteilt, die von türkischen Faschisten und religiösen Fanatikern aus der benachbarten Mevlana-Moschee angegriffen wurde. Der 36-jährige Sekretär des Türkenzentrums starb an den Folgen eines Messerstichs in den Oberschenkel. Eine Woche später gedenken ihm 15.000 Menschen.

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Neonazis feierten schon 2002 den NSU

„Publikative.org“ bzw. das „Apabiz“ berichten:

Die Theorie, wonach die Taten des NSU vor allem in die Szene wirken sollten, erhält neue Nahrung. Nachdem wir exklusiv über den Song “Döner-Killer” berichtet hatten, hat das apabiz nun einen bemerkenswerten Fund gemacht. Bereits 2002 dankten Neonazis dem NSU in einem Fanzine. Die NPD spielt in der Geschichte auch eine Rolle.

„Vielen Dank an den NSU, es hat Früchte getragen ;-) Der Kampf geht weiter…“. Dieser Satz steht – fett und deutlich hervorgehoben – mitten im Vorwort der Ausgabe 1/2002 (Nr. 18) des neonazistischen Fanzines „Der Weisse Wolf“, wie das Antifaschistische Pressearchiv berichtet. Ein Gruß der damals nicht aufgefallen sei – aber heute Fragen aufwerfe.

Durch einen Hinweis stieß das apabiz nach eigenen Angaben in einem neonazistischen Fanzine auf den bemerkenswerten Gruß „an den NSU“. Der kurze Satz erschien bereits in der ersten Jahreshälfte 2002, als die Öffentlichkeit noch nichts von der Terrorzelle des „Nationalsozialistischen Untergrund“ ahnte, diese aber bereits mitten in ihrer Serie von Terror und Morden steckte. Die Buchstaben „NSU“ seien jedenfalls kein bekanntes Kürzel in der Szene, der Hinweis im „Weissen Wolf“ sei die erste uns bekannte Verwendung in Veröffentlichungen der Neonazi-Szene oder in derem Kontext, betonen die Autoren des apabiz auf ihrem lesenswerten Blog NSU-Watch.

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Skauci – Kooperacja

Betrugsermittlungen im rechten Milieu: Razzia bei ehemaligen V-Leuten

„Spiegel Online“ berichtet:

Wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs ermittelt die Staatsanwaltschaft Gera gegen 13 Beschuldigte, mehrere von ihnen mit Bezug zu „rechter Klientel“. Unter ihnen sind der frühere V-Mann Tino Brandt und ein weiterer Ex-Spitzel des Thüringer Verfassungsschutzes. Nun gab es umfangreiche Durchsuchungen.

Gera – Die Razzia war offenbar generalstabsmäßig geplant: In einer konzertierten Aktion durchsuchte am Mittwochmorgen ein Großaufgebot der Polizei mehrere Wohn- und Geschäftsräume in Thüringen und Sachsen. Ermittelt wird gegen 13 Beschuldigte wegen des Verdachts auf „gewerbsmäßigen Bandenbetrug“.

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem SPIEGEL bestätigte, seien mehrere Verdächtige der „rechten Klientel“ zuzuordnen. Zum Kreis der Beschuldigten zählen den Angaben zufolge auch zwei frühere V-Leute des thüringischen Landesamts für Verfassungsschutz (LfV). Ebenfalls werde nach möglicherweise illegal gelagerten Waffen gesucht.

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Die Rechtsterror-Truppe NSU und Franken

Der „blick nach rechts“ schreibt:

Fünf der zehn Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ wurden in Bayern begangen. Bereits 2006 erkundigten sich die damals ermittelnden Beamten der Soko Bosporus nach den führenden Neonazis im „Großraum Nürnberg“. Doch die Spuren verliefen im Sande.

Matthias Fischer ist ein umtriebiger Neonazi. Der Anführer der 2005 verbotenen „Fränkischen Aktionsfront“ (FAF), zeitweiliger NPD-Aktivist, genießt auch in der thüringischen Szene seit Jahren einen besonderen Ruf. Inzwischen führt Fischer das radikale „Freie Netz Süd“ mit an. Dem verstorbenen NSU-Terroristen Uwe Mundlos soll der Fürther bereits seit den 90er Jahren bekannt gewesen sein. Das belegen Unterlagen, die den Behörden bereits vor dem Abtauchen der drei Bombenbastler 1998 vorlagen.

Über Jahre hinweg baute Fischer gemeinsam mit Norman Kempken Kameradschaftsstrukturen in Franken auf. Militanz und „Anti-Antifa“-Arbeit standen im Vordergrund. Kempken zählte zur Macherriege des „Einblicks“, einer 40-seitigen Broschüre mit 250 Namen von politischen Gegnern, die in den 90er Jahren für Empörung sorgte. Immerhin war die Veröffentlichung der Namensliste verbunden mit dem Aufruf, den Genannten „unruhige Nächte“ zu bereiten und sie gar „endgültig auszuschalten“.
Zum Kameradschaftsabend nach Nürnberg

Ein weiterer Kamerad, der Franke Kai Dalek aus der Nähe von Kronach, galt zudem als Betreiber des 1993 initiierten neonazistischen Thule-Netzes, welches mit in der Szene kursierenden Bombenbauanleitungen in Verbindung gebracht wurde. Auch zu ihm könnte Mundlos Kontakt gehabt haben, wie ein internes Papier immerhin vermuten lässt.

Mitte der 90er Jahre reiste die frühe Kerntruppe der „Kameradschaft Jena“, zu der auch Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe zählten, zu einem Kameradschaftsabend nach Nürnberg. Mit dabei waren nach Zeugenaussagen auch der wegen Unterstützung der NSU inhaftierte Ralf Wohlleben sowie Andre Kapke. Unter „Polizeischutz“ sei die thüringische Neonazi-Truppe noch am selben Abend zurückgefahren. Der Franke Fischer hielt den Neonazis aus Jena die Treue. Bei fast allen von Ralf Wohlleben organisierten „Festen der Völker“ oder anderen Events war der mehrfach verurteilte Franke in den kommenden Jahren anwesend, auch als Redner.

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Lloyd Parks – Strike


Via

Propaganda, Hass, Mord

Ein sehenswerter Film der ARD:

Die Geschichte des rechten Terrors

Zehn Morde der Zwickauer Neonazi-Zelle – der Aufschrei ist schnell verklungen, die Gesellschaft längst wieder im Alltag angekommen. Doch wie konnte es soweit kommen?

Die Dokumentation rekonstruiert, wie die Blutspur des neonazistischen Terrors vor mehr als 30 Jahren gelegt wurde. 26. September 1980: Auf dem Oktoberfest explodiert eine Bombe. Die Bilanz: 13 Tote, 200 Schwerverletzte. Der Täter stammt aus der „Wehrsportgruppe Hoffmann“, einer Schmiede von Rechtsterroristen. Ein Einzeltäter? Bis heute gibt es Zweifel. 19. Dezember 1980: Das jüdische Verlegerpaar Lewi wird kaltblütig erschossen, der erste antisemitische Mord seit Kriegsende. Wenige Tage zuvor sind in Hamburg zwei Vietnamesen bei einem Brandanschlag umgekommen. Spuren – keine Beweise – führen zu Manfred Roeder, einem Terrorist und Ausschwitzleugner. Das Jahr 1980 ist ein Dammbruch – es gibt weitere rechtsextremistisch motivierte Morde, z. T. aus dem Untergrund. Terror von rechts!

Dann die politische Wende in der DDR. Was im Westen weithin unbekannt ist: Auch hinter der Mauer gibt es gewaltbereite Rechtsradikale. So kommt es mit der deutschen Einheit auch zur Vereinigung von Neonazis aus Ost und West. Braune Führer aus dem Westen wie Michael Kühnen, Christian Worch oder Friedhelm Busse werden zu „Brandbeschleunigern“ im Osten. In Hoyerswerda oder Rostock-Lichtenhagen kommt es zu Pogromen, die Terror-Welle erreicht auch den Westen. In Solingen und Mölln sterben Menschen qualvoll.

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Film in der ARD Mediathek

Neustadt – Neue Broschüre „Keine Räume für Nazis“

„MRN News“ schreibt:

Neustadt / Metropolregion Rheinneckar – Extrem rechte Organisationen mieten sich regelmäßig in Tagungsräume von Sport-, Schützen und Kleingartenvereinen, Gaststätten oder Hotels ein. Betroffene Vermieter stehen dann zum einen vor der Herausforderung, die Anfragen als Mietversuche extremer rechter Gruppen zu erkennen und zum anderen vor der Entscheidung: Überlassung ja oder nein und wenn ja, an wen und an wen nicht.

Hilfestellung beim Umgang mit solchen Anmietungen soll die neue Broschüre „Keine Räume für Nazis“ der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus der Stadt Köln (ibs) geben. Neben der ibs arbeiteten der Deutsche Hotel- und Gaststätten-Verband (Dehoga) Nordrhein, die Gewerkschaften Verdi Nahrung-Genussmittel-Gaststätten (NGG) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Region Köln-Bonn an dem 40 Seiten umfassenden Schriftstück mit.

Viele extrem rechte Organisationen versuchen, sich Räumlichkeiten unter einem Vorwand zu erschleichen. So melden sich Strohmänner unter erfundenen Vereinsnahmen oder nennen einen falschen Veranstaltungszweck. Ein Rechtsrock-Konzert firmiert als „Geburtstagsfeier“, ein rassistisches Treffen als „Jahresversammlung“.

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Download der Broschüre

Wasted Youth – Fight the scum (2012 version)

Internationales braunes Musik-Spektakel

Der „blick nach rechts“ schreibt:

Großes Skinhead-Konzert für Ende Mai angekündigt – der Veranstaltungsort wird kurzfristig bekannt gegeben.

Im Städtedreieck von Hannover, Berlin und Leipzig soll am 26. Mai ein großes Skinheadkonzert „Live in Deutschland“ stattfinden. Der genaue Ort für die „European Skinhead Party“ wird bei der Werbung dafür im Internet in deutscher und englischer Sprache noch geheim gehalten und soll erst kurz vor dem Ereignis bekannt gemacht werden.

Die Vermutung, dass dieser in Sachsen-Anhalt liegen dürfte, ist nicht nur geografisch nahe liegend, sondern auch weil die entsprechende Homepage auf die Domainadresse von Oliver Malina aus Nienhagen bei Halberstadt zugelassen ist. Malina betätigt sich bereits seit Jahren als umtriebiger Strippenzieher von Rechtsrock-Veranstaltungen, meist getarnt als private Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern mit mehreren hundert Besuchern. Diese liefen in der Vergangenheit wegen des im September 2000 erfolgten Deutschland-Verbots der internationalen neonazistischen Musiknetzwerk-Organisation „Blood&Honour“ unter dem Namen „Honour&Pride“.

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