Archiv für April 2012

Cervelli Stanki – Frana la curva

4.5.2012 Esperanza/Schwäbisch Gmünd: Unity means Power Festival vol 6 – Oi Polloi, Backslide und mehr

Ein Veranstaltungstipp für das nächste Wochenende:

Oi Polloi
Backslide
Cervelli Stanki
Artificial Eyes
Bauernbrot

Die letzte Instanz in Sachen Nazi-Rap

Das „Vice“-Magazin berichtet:

Kürzlich lieferten sich Stefan Zehentmeier und Boris Peltonen eine hitzige Debatte über die Frage nach braunen Tendenzen im deutschen HipHop. Für alle, die immer noch nicht wissen, was nun der Steinadler auf Flers Arm bedeutet, ob die Azzlackz antisemitisch sind, oder doch alles nur ein Spaß ist, haben wir mit den Experten von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien gesprochen. Was die Leute, die darüber entscheiden, was auf den Index kommt, dazu zu sagen haben und wie es mit dem „Rap von Rechts“ aussieht, lest ihr hier.

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Siehe auch: Die hoffnungslose Suche nach deutschem Nazi-Rap

Kein „Eichsfeldtag“ – Behörde untersagt Rechtsrock-Konzert

„Endstation Rechts“ berichtet:

2011 fand der Eichsfeldtag zum ersten Mal statt. Seitdem versucht der Neonazi-Kader Thorsten Heise den Event als Rechtsrock-Konzert zu etablieren. So sollte neben der „Lunikoff Verschwörung“ auch Ex-NPD-Chef Udo Voigt auftreten. Doch nun wurde die Veranstaltung verboten.

Am 5. Mai wollten erneut Hunderte Neonazis auf einem Sportplatz im thüringischen Leinefelde-Worbis zusammenkommen, um zahlreiche Rechtsrock-Bands spielen zu sehen. Doch die Anfahrt können sie sich vermutlich sparen. Das Landratsamt Eichsfeld hat die Veranstaltung einem Bericht der „Thüringer Allgemeinen“ zufolge untersagt.

Zu den Gründen hätte die Behörde allerdings keine Angaben gemacht. Werner Henning, Landrat des Eichsfeldes, hätte sich in einer Rede vor dem Kreistag ungewöhnlich deutlich und emotional gegen die Veranstaltung ausgesprochen. Der CDU-Politiker hätte von Thorsten Heise ein Verhalten gefordert, das den Normen der Region entspräche.

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24.4.-3.5.2012: Grau- & Braunzonenkonzerte

Unsere Wochenübersicht über uns bekannte Konzerte aus dem musikalischen Grau- und Braunzonenbereich:

Grauzone:

- 26.4.2012: „Factory“/Magdeburg: Grauzonenkonzert mit den „Krawallbrüdern“, „Slapshot“ und den „Soifass“.

- 27./28.4.2012: „JuHa Hallschlag“/Stuttgart: Auf dem „Skin´s & Punk´s United II“ treten auch Grauzonencombos wie „Rotz & Wasser“ und die „Gumbles“ auf.

- 27.4.2012: „Chez Heinz“/Hannover: Grauzonenveranstaltung mit den „Gumbles“ u.a.

- 27.4.2012: „Komma“/Gosheim: „Krawallbrüder“, „Slapshot“ und „Soifass“.

- 28.4.2012: „Turbinenhalle“/Oberhausen: „Krawallbrüder“, „Slapshot“ und „Soifass“.

- 28.4.2012: „KÖ97″/Dresden: Erneutes Grauzonenkonzert. Dieses Mal mit den Bands „Bullenschubser“, „Grober Knüppel“ und „Mostrich“.

- 30.4.2012: „WaJuT“/Halle an der Saale: Grauzonengig mit „51 Grad“, „Smart Attitude“ und „Mostrich“.

- 30.4.2012: „AKKU“/Immenhausen: Tourstart von „Stomper 98″ und „The Old Firm Casuals“. Mit dabei sind die „Chromjuwelen“ und „Suspekt“.

- 1.5.2012: „Backstage“/München: „Stomper 98″ und „The Old Firm Casuals“. Weitere Bands sind die „Lazy Bastards“ und „The Pisstones“.

- 2.5.2012: „Arena“/Wien: „Stomper 98″ und „The Old Firm Casuals“. Ausserdem spielen die „Porkknuckles“.

- 3.5.2012: „Dynamo“/Zürich: „Stomper 98″ und „The Old Firm Casuals“.

Braunzone:



- 24.4.2012: Québec (Kanada): Die „Québec Stomper“ organisierten ein Nazikonzert mit der belgischen „Blood & Honour“-Band „Les Vilains“, „Legitime Violence“ und den „Trouble Makers“.

- 27.4.2012: Schmalkalden: „Nationaler Liederabend“ der NPD mit dem neonazistischen Liedermacher „Hermunden“ aus Eisenach.

- 28.4.2012: „Gasoline Pub“/Trento (Italien): Rechtsrockkonzert mit „Gesta Bellica“ und einer „New RAC Band“.

- 28.4.2012: „Skinhouse Hellas“ (Griechenland): NS-Konzert mit den „Midland Rippers“ und „Friends“.

- 28.4.2012: Deutschland: NSHC-Record Release Konzert von „Moshpit“. Außerdem sind „Hope for the Weak“, „2nd Class Citizen“, „Fight Tonight“ und „Thrima“ als weitere Acts angekündigt.

- 28.4.2012: „Casa Pound L´Aquila“ (Italien): Rechtsrockkonzert mit den „Timebombs“.

- 1.5.2012: Vahrendorf: Konzert der rechten Blaskapelle „De Putenbieter“. Infos: 1 Mai: Nazikonzert in Vahrendorf sabotieren

Red Howlers @ O‘Bundies


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Xavier Naidoo als Soundtrack der “Reichsbewegung”

„Publikative.org“ berichtet:

Die Reichsbewegung hat zwei mit Musik unterlegte Propagandavideos online gestellt, eines davon mit Musik von den Söhnen Mannheims. Der esoterische Schnulzensänger Xavier Naidoo macht nicht zum ersten Mal deutlich, dass er offenbar an bestimmte Theorien glaubt, die in der Verschwörungsszene durchaus beliebt sind.

Propaganda im Morgenmagazin (von Reflexion): Am 24. Oktober 2011 war Naidoo im ARD-Morgenmagazin zu Gast. Dort wurde er gefragt, ob er sich in Deutschland frei fühle. Naidoo nutzte diese Gelegenheit. Er sagte: „Aber nein, wir sind nicht frei, wir sind immer noch ein besetztes Land! Deutschland hat noch keinen Friedensvertrag und ist dementsprechend auch kein echtes Land und nicht frei“. Daraufhin wurde vom fröhlichen Moderationsteam das Thema gewechselt.

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27.4.-4.5.2012: „When the reds go marching in“-Tour mit United Struggle & Hors Controle

Lasst euch das großartige Doppelpaket mit United Struggle & Hors Controle nicht entgehen!:

27.04. Esslingen-Komma („All power to the people“-Festival)
28.04. München-Cafe Marat
30.04. Leipzig-Connewitz
01.05. Hamburg-Hafenklang
02.05. Göttingen-Juzi
03.05. Darmstadt-Oettinger Villa
04.05.Düsseldorf: Commi Bastard Festival Vol.2
05.05. Düsseldorf: Commi Bastard Festival Vol.2

Barcelona Boss Sounds Weekend…reggae, steady, go!

Konspirativer Musikabend

Der „blick nach rechts“ schreibt:

Schmalkalden – Am kommenden Freitag soll unter geheimnisvollen Umständen ein „nationaler Liederabend“ in Schmalkalden stattfinden.

Veranstalter des Musik-Happenings sind der NPD-Kreisverband Schmalkalden-Meiningen und die Organisatoren des „Thüringentags der nationalen Jugend“. Treffpunkt am 27. April ist der Bahnhof in Schmalkalden. Vom Bahnhof soll dann die Weiterfahrt zum geheim gehaltenen Konzertort erfolgen.

Aufgespielt wird beim „nationalen Liederabend“ am Freitag vom einschlägigen „Hermunduren-Solo“ aus Eisenach. „Hermunduren“ spielte unter anderem am 4. Dezember 2010 im thüringischen Unterwellenborn im Objekt des Motorradclubs „Red Devils“ auf.

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Auf Bewährung – Hass wie noch nie


Brandneuer AUF BEWÄHRUNG-Song zur aktuellen Grauzonen-Debatte.

Braune Partys im Vorharz

Die „Junge Welt“ berichtet:

Nienhagen in Sachsen-Anhalt ist regelmäßig Veranstaltungsort für größere Neonazikonzerte. In gut vier Wochen steht das nächste an. Schlechte Chancen für ein Verbot

Im vergangenen Sommer herrschte ein Ausnahmezustand im 400-Seelenort Nienhagen im Vorharz bei Halberstadt. Neonazibands wie »Sturmtrupp« oder »Legion of St. George« – benannt nach einem zahlenmäßig bedeutungslosen »Freikorps« aus britischen Kriegsgefangenen, das ab 1943 auf deutscher Seite kämpfen sollte – grölten rechte Gesänge; 500 Polizisten schirmten sie und rund 1000 Zuhörer ab. Es war nicht das erste Konzert dieser Art im Dorf, aber eines der größten in den letzten Jahren. Und es wird wohl nicht das letzte gewesen sein: Am 26. Mai wollen die Rechten erneut in Nienhagen auftreten. Erwartet werden Skinheadbands aus Deutschland, Belgien, Italien und den USA sowie 1200 Neonazis aus ganz Europa. Proteste im Dorf gab es bisher nicht.

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1.Mai 2012 Berlin: Barrio Antifascista Festival

Ein weiterer Tipp für ein explizit antifaschistisches Musikfestival:

Barrio Antifascista calling…

es ist soweit – wir können euch hier das vorläufige Lineup für den ersten Mai präsentieren… So viel vorweg – wir sind sehr, sehr froh, trotz einiger Probleme erneut an den Start gehen zu können und anstelle einer Absage hier eine herzliche Einladung posten zu können… unser ganz besonderer Dank geht jetzt, 4 Wochen vor dem 1.Mai schon mal an alle KünstlerInnen raus, die den Tag mit ihrem Auftritt und ihrer Zusage mitgestalten wollen. Klasse, das wir ein tolles Programm zusammenstellen konnten, Klasse das wir so viel positives Feedback erhalten haben, was uns letzendlich den Mut gab, das Barrio Antifascista noch mal aufzubauen. Wir benötigen an dem Tag noch jede Menge Hilfe, und ihr könnt uns gerne kontakten, wenn ihr mit dabei sein wollt. aber dazu schreiben wir in den nächsten Tagen nochmal was genaueres – hier erstmal das Lineup:

14 uhr DJ VAGA latinbeats
15 uhr YOK pocketpunk an okulele und quetsche
16 uhr FIL UND SHARKEY berlins finest politcomedy
17 uhr DROWNING DOG AND DJ MALATESTA rap militante aus milano
18 uhr REVOLUTIONÄRE 1.MAI DEMO lausitzer platz
20 uhr SEVEN & ALORA O. global beats dub punk
21 uhr DJ SCHAPUR electro punk
22 uhr MONO UND NIKITAMAN raeggae live
23 uhr DJ DON EULE worldwide music cargo

Ab 14 Uhr: VOKÜ food for action +++ Kinderspace +++ Kistenklettern +++ Benefit Bar +++ Infostände +++ kaffee und Kuchen +++ Infos +++

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27./28.4.2012 Stuttgart: All Power To The People Festival – Free Smily!

Am kommenden Wochenende alle nach Stuttgart!

Fri­day:
Start: 17 Uhr
@Kom­ma, Mail­le 5-9, Ess­lin­gen a.N.

Sa­tur­day:
Start: 17.30 Uhr
@ Lilo Herr­mann
Böb­lin­ger­Str. 105, Stutt­gart

Friday @ Komma, Esslingen a.N.:

STAGE BOTTLES (GE)
STREETS OF RAGE (FR)
UNITED STRUGGLE (GE)
HORS CONTROLE (FR)
DERBST ONE (GE)
RED HOWLERS (FR)
ASSALTO (IT)
ROIDIGE HUNDE (GE)
BAUERNBROT (GE)

Saturday @ Lilo Herrmann, Stuttgart

BULL BRIGADE (IT)
OI SE ARMA (ES)
JOKER FACE (IT)
ULTIMA RIPRESA (IT)
WASTED YOUTH (GE)
BUSTER VAN SOCKE (GE)
ENRAGED MINORITY (GE)
URBAN BREATH (GE)


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Mayday Festival No.5 in Prag/Tschechien

Ein Veranstaltungstipp der Oire Szene Redaktion:

Upcoming anarchist May day 2012 brings with it a new concept. Prague, the capital of Czech republic will host action days under patronage of various groups and organizations from the all spheres of anarchist movement. Action days start on Friday 27th of April and end on 2nd of May. During these dates there will be a diverse programme organised by different groups in different places all over Prague – from lectures, gigs, sporting afternoons, workshops to movie screenings and exhibitions. Action days named „Action! Protest! Creativity!“ will culminate on May day in a united demonstration under the slogan „Aim at the right targets“.
We have decided on this concept because it shows our ideas in practice: large decentralization, gives enough space for different groups to join in collective actions whilst allowing for a diversity of actions to be presented.

We offer the label „Action days 2012“ as open space for any group, organization or individual from broader anti-authoritarian movement willing to join activities around May day. We want to adress our ideas to those who stand in opposition to the current neoliberal capitalistic system and who refuse any solutions coming trough authoritative structures or xenophobia. There are no limits to our imagination, creativity or initiative in action. If you are interested in joining and contributing to „Action days 2012“ contact us on our e-mail adress info[@]1maj.cz.

Platform of the May day (1maj.cz)

Call for action days: MayDay 5 in the streets!
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Switch off! Weg mit dem Nazisounddreck!

Seit mittlerweile 3 Jahren finden im ostsächsichen Geheege (Stadt Rothenburg) regelmäßig neonazistische Konzerte statt.
Die ehemalige Dorfdisko „Zur Deutschen Eiche“ dient dabei als Veranstaltungsort und Treffpunkt regionaler und überregionaler Nazis. Betrieben wird sie von Steffen Hentschel, der bis Dezember 2011 NPD-Mitglied war, die Partei aufgrund interner Differenzen aber verlassen hat. Er hat es geschafft in Ostsachsen einen der wichtigsten Bundesweiten Anlaufpunkte für Nazis aller Couleur zu etablieren. So fanden ab Frühling 2009 mindestens 40 Konzerte statt , die Besucher_Innenzahl schwankt dabei zwischen 80 bei kleineren Liedermacherabenden und 1400 Nazis bei rechten Großveranstaltungen, wie am 12.11.2011, als die Neonazigröße Lunikoff mit seiner Band ein Solidaritätskonzert für den verurteilten SS-Kriegsverbrecher Erich Priebke gab.
Solche Veranstaltungen dienen nicht nur der Vernetzung neonazistischer Gruppen, von denen es in Ostsachsen mehr als genug gibt, sie haben auch eine enorme finanzielle Bedeutung für die Strukturen vor Ort. Besorgnis-erregend ist aber auch die infrastrukturelle Unterstützung regionaler Betriebe wie Taxiunternehmen, die als Shuttleservice dienen oder Getränkelieferanten, die seit Jahren nichts verwerfliches an der Unterstützung menschenverachtender Ideologien sehen.
Pünktlich zum 3-Jährigen bestehen hat sich die Kampagne „Switch Off – Weg mit dem Nazisounddreck„ gegründet, um über die nicht hinnehmbaren Zustände in Ostsachsen zu berichten und der Nazilocation „Zur Deutschen Eiche„ ein längst überfälliges Ende zu bereiten!

Wir fordern ein Ende des kollektiven Bagatellisierens neonazistischer Umtriebe in Ostsachsen und sagen, die „Deutsche Eiche“ ist fällig!

>Switch Off! Weg mit dem Nazisounddreck!<

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Neonazi-Radio-Macher müssen erneut vor Gericht

„NRW rechtsaußen“ berichtet:

KOBLENZ – Der Prozess gegen 18 mutmaßliche Macher es rechtsextremen Internet-Radiosenders „Widerstand-Radio“ muss neu aufgerollt werden. Dies berichten der Südwestrundfunk und Spiegel online. Die im vorigen April vom Koblenzer Landgericht verhängten Haft- und Bewährungsstrafen seien vom Bundesgerichtshof (BGH) aufgehoben worden. Angeklagt waren seinerzeit auch sechs Neonazis aus Nordrhein-Westfalen. Dem SWR-Bericht zufolge übte der BGH scharfe Kritik an der Beweisaufnahme und der Beweiswürdigung des Landgerichts. Das Landgericht hätte alle Tatvorwürfe einzeln aufklären müssen. Stattdessen habe man sich weitgehend auf Geständnisse der Angeklagten verlassen. Wer der Angeklagten genau welche Taten begangen habe, sei nicht festgestellt worden. Zu den Berichten:

http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=9625796/8nibnr/

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,829292,00.html

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Ian Dury – Hit me with your Rhythm stick

»Er schmiss mit lauter Gemeinheiten um sich«

Die „Jungle World“ schreibt:

Ian Dury wurde mit der Rockhymne »Sex & Drugs & Rock & Roll« unsterblich. In dem gleichnamigen Biopic, das jetzt auf DVD erscheint, spielt Andy Serkis den Musiker, der 2000 im Alter von 57 Jahren starb. Im Interview erzählt der britische Schauspieler, wie er sich auf die Rolle vorbereitet hat, und erinnert sich an eine zufällige Begegnung mit Dury vor vielen Jahren.

Ian Dury mischte schwarze Musik, also Funk, Reggae und Soul, mit dem Geist von Punk: Sie waren noch ein Teenager, als er seine größten Hits hatte und lebten zu dieser Zeit in London.

Zum ersten Mal hörte ich Ian Dury, als ich mit meiner Klasse auf einem Ausflug war, »Hit me with your rhythm stick«, jemand hatte ein kleines Transistorradio dabei und plötzlich hörten wir (singt) »In the deserts of Sudan«, das war wirklich außergewöhnliche Musik. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur die Musik meiner drei älteren Schwestern gehört: Fleetwood Mac, Steely Dan, Abba oder Cat Stevens. Und plötzlich war da diese ungewöhnliche Stimme. Aber ich war ein bisschen zu jung, um die Musik zu verstehen. Ich habe Ian nie live gesehen. Später gehörte ich selbst zur Ska-Bewegung, hörte die Specials, Madness und anderes 2Tone-Zeugs: Diese Bands wurden ja direkt von Ians Musik beeinflusst.

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Meiningen: Thüringentag verhindern!

Den Volkstod vorantreiben. Nie wieder Deutschland!
Gegen Nazifeste und deutsche Zustände!

Unter dem Motto „Volkstod stoppen“ planen Thüringer Neonazis am 9. Juni 2012 in Meiningen ihren „11. Thüringentag der nationalen Jugend“. Diesen Aufmarsch von Neonazis wollen wir nicht ohne Weiteres hinnehmen. Aber: Sich gegen Nazis zur Wehr zu setzen, ohne auf die gesellschaftlichen Ursachen von Naziideologie hinzuweisen, halten wir für höchst problematisch. Deswegen lehnen wir jegliche „Meiningen gegen Nazis“ und „Bunt statt braun“-Rhetorik ab. Wir wollen nicht Meiningens guten Ruf gegen die Nazis verteidigen, sondern vielmehr darauf verweisen, dass Naziideologie in Deutschland etwas ist, was notwendig seine Ursachen in der bürgerlichen Gesellschaft hat und dass in diesem Land das Nachleben des Nationalsozialismus in der Demokratie potentiell bedrohlicher ist, als das Nachleben des Nationalsozialismus gegen die Demokratie. Die größte Gefahr eines faschistischen Wiedererstarkens geht nicht von den marginalisierten Nazis aus, sondern von der bürgerlichen Ideologie des „geläuterten“ Deutschlands selber, in welcher die Ursachen für die faschistische Barbarei fortwesen und in der Kategorien wie Volk und Nation Ausdruck anti-emanzipatorischen Denkens sind. Deswegen wollen wir am 9. Juni nicht nur gegen die Naziplage auf die Straße gehen, sondern gegen die Ursache für diese Plage überhaupt: Deutschland.

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