Der „mdr“ berichtet:
Die Thüringer Polizei hatte schon ein halbes Jahr vor dem Untertauchen des Jenaer Terror-Trios Hinweise auf geplante Bombenanschläge von Rechtsextremen. Nach Informationen des MDR THÜRINGEN fand die Polizei im Juni 1997 bei einer Hausdurchsuchung in Stadtroda in der Wohnung eines Rechtsextremen eine funktionsfähige Nagelbombe. Außerdem wurde bei der Hausdurchsuchung eine Karte sichergestellt, auf der mögliche Anschlagsziele, darunter KZ-Gedenkstätten markiert waren.
Die Hausdurchsuchung war angeordnet worden, nachdem der damals 29-jährige Henning H. in einem Freibad gemeinsam mit anderen Rechtsextremen durch lautstarke Neonazi-Musik aufgefallen und von der Polizei vorübergehend festgenommen worden war. H. wurde später wegen Volksverhetzung verurteilt. Ein Verfahren um den Nagelbombenfund in seiner Wohnung wegen des Verdachts auf ein Sprengstoffverbrechen wurde jedoch eingestellt.
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Siehe auch: Die Bombe im Haus des Freibad-Schlägers









