Die grünen Hügel sind anderswo: Iain McKells ‚Beautiful Britain‘

Ein Buchtipp der Oire Szene Redaktion:

Spätestens seit Kubricks ‚Clockwerk Orange‘ wissen wir, dass England nicht nur die Insel der Gentleman-Schneider und Pferderennen ist. Es ist zugleich eine Nation aus unzähligen Subkulturen, aus Stilbrüchen und orange-grün gemusterten Tapeten. Kampfhunde, Tattoos und Piercings, Saufgelage bis zum Abwinken – auch das ist englischer Individualismus, die Freiheit zu leben, wie man will, auch wenn man dabei draufgeht. Diese Lust am geradezu zerstörerisch Autarken vereint Unterschicht und Aristokratie gegen das Spießertum der Middle Class. England hatte über Jahrhunderte strikte Konventionen, bis heute wirken die Spuren der Klassengesellschaft nach – doch zugleich schufen sich Engländer eine eigene Zigeunerkultur, die bis heute in den New-Age-Travellers fortlebt, die in bunten, heruntergekommenen Wohnwagen durchs Land ziehen und eine radikale Art der Freiheit leben. Eine solche Gesellschaft musste Punks geradezu hervorbringen, die der Queen ins Gesicht schrien, oder Skins oder Mods. Sie feiern die Sommersonnenwende in Stonehenge und zelebrieren jede nur vorstellbare Art der Kostümierung.

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