Archiv für Mai 2012

Pat Kelly & The Moon Invaders – „Those Guys“

Restlos ausverkauft – Rechtsrock-Konzert in Sachsen-Anhalt etabliert sich

„Endstation Rechts“ schreibt:

In Nienhagen (Sachsen-Anhalt) findet an diesem Wochenende fast unbemerkt von der Öffentlichkeit eines der größten Skinhead-Konzerte Deutschlands statt. Rund 1.200 Rechtsrock-Anhänger erwarten die Veranstalter, die vollumfänglich die Auflagen der Behörden erfüllen, um einem eventuellen Verbot zuvorzukommen.

„Ausverkauft!“ prangt in dicken Lettern auf der Webseite des für dieses Wochenende in Nienhagen (Sachsen-Anhalt) angekündigten Rechtsrock-Konzerts. Nach Angaben der Veranstalter sind alle 1.200 Karten vergriffen, auch an der Abendkasse wird es keine Tickets mehr geben. Deshalb sollten Besucher ohne gültige Eintrittskarten erst gar nicht anreisen, raten die Organisatoren.

In den letzten Jahren hat sich das nur 380 Einwohner zählende Dorf Nienhagen in der Nähe vom Halberstadt zur heimlichen braunen Konzerthochburg entwickelt. Bereits im letzten Jahr kam rund 1.000 musikbegeisterte Anhänger in die „Hopfendarre“ im Woltersweg. Nach Informationen des Blick nach Rechts setzte sich das Publikum überwiegend aus rechts orientierten Skinheads und offensichtlich dem Rockmilieu zugehörigen Personen zusammen. Auch die einschlägig bekannte Hooligan-Band „Kategorie C“ ist an einem anderen Termin schon in dem Dörfchen aufgetreten.

Weiter

37-Jähriger wegen Verkaufs von rechtsextremer Musik angeklagt

Die „Welt“ berichtet:

Stuttgart (dapd-bwb). Wegen Volksverhetzung ist gegen einen Anhänger der rechten Szene aus dem Rems-Murr-Kreis Anklage erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wirft ihm unter anderem vor, über Jahre hinweg in großem Umfang mit rechtsextremer Musik gehandelt zu haben, wie die Anklagebehörde am Donnerstag mitteilte. Der 37-Jährige betrieb den Angaben nach ein Internetauktionshaus, über das er 82 CDs mit rechtsextremer Musik verkauft haben soll.

Weiter

The Magic Touch – „Dance Pon Di Corner“

Widerstand gegen Nazi-Konzert

Die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet:

NIENHAGEN/MZ. Im kleinen Harzort Nienhagen mit seinen 380 Einwohnern, aber auch in der Umgebung regt sich Widerstand gegen ein Skinhead-Konzert, das am Sonnabend stattfinden soll. Unter dem Titel „Bürger sagen Nein zu Nazi-Konzerten“ haben sich Politiker, Kirchenvertreter, Lehrer und ein Bürgerbündnis in einem offenen Brief gegen die Veranstaltung ausgesprochen. Es sei „Strategie der Neonazis“, heißt es, „mit aggressiver, rassistischer und nationalistischer Musik Einfluss auf die Jugendszene zu gewinnen“. Die Konzerte mit „menschenfeindlichen Politikangeboten“ seien eine „Provokation der Bürgergesellschaft“.

Und damit haben die Menschen in Nienhagen bereits Erfahrungen. Seit 2008 treten dort immer wieder „extrem rechte Bands auf“. Mittlerweile gibt es sogar zwei Veranstalter entsprechender Konzerte. „Die Organisatoren gehen bewusst in kleine Orte, weil sie dort wenig Widerstand aus dem bürgerlichen Lager erwarten“, sagte Dieter Krone vom Bürgerbündnis Halberstadt.

An diesem Wochenende erwarten die Unterzeichner des offenen Briefes 1 200 Besucher aus dem extrem rechten Hooligan-Milieu und der militanten europäischen Neonaziszene.

Weiter

Wie Neonazis Hardcore-Musik nutzen

Der „Störungsmelder“ berichtet:

Vergangenen Mittwoch saßen 150 Zuhörer im Berliner Klub SO 36 auf Bierbänken, wo sonst hunderte von HC-Anhängern die großen Hardcore Shows besuchen. Diesmal gab es keine Musik sondern einen „Informations- und Diskussionsveranstaltung zu Neonazis auf HC-Konzerten, Grauzonenproblematik und NSHC-Bands“. Eingeladen hatten die Helle Panke e.V., das Antifaschistische Infoblatt und die Kampagne Kein Bock auf Nazis.

Der Referent Tom Krämer von der Initiative „NSHC ausschalten“ konnte leicht nachvollziehbar den Werdegang des White Power HC beziehungsweise NSHC, so die selbstgewählte Bezeichnung von Neonazis für ihre Musik, nachzeichnen. Von rumpeligem Sound und klischeehaftem Auftreten, welches stark an die Musik der Naziskins erinnert, bis hin zu Bands, die von Ästhetik und Sound nicht vom Hardcore Mainstream zu unterscheiden sind.

Weiter

100 rechtsextreme Tonträger und Druckwerke auf dem Index

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften hat im vergangenen Jahr 95 rechtsextreme CDs und andere Tonträger sowie fünf Schriften und Bücher auf den Index gesetzt. Betroffen ist auch ein NPD-Verlag.

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften hat nach Informationen des Berliner „Tagesspiegels“ (Donnerstagsausgabe) im vergangenen Jahr insgesamt 95 rechtsextreme CDs und andere Tonträger sowie fünf Schriften und Bücher auf den Index gesetzt. Das geht aus einer Antwort des Bundesfamilienministeriums auf eine Anfrage von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) hervor. Das Papier liegt dem „Tagesspiegel“ vor. Die Zahl der indizierten rechtsextremen Erzeugnisse liegt über der des Jahres 2010. Damals setzte die Bundesprüfstelle 80 Tonträger und vier Schriften sowie Bücher mit rechtsextremen Inhalten auf den Index.

Weiter

25.5.2012 Hamburg: RASH Prison Blues

Ein weiteres Solikonzert für Smily findet am kommenden Freitag in Hamburg statt:

Quelle

Sensa Yuma – Vive Le Punk 2011

26.5.2012 Berlin: Carnival of Subculture

Ein Ausgehtipp der Oire Szene Redaktion für den kommenden Samstag:

Quelle
Siehe auch: Wir müssen die Kieze zurückerobern

Berlin: Free Smily Konzert am 25.05.

„Indymedia“ berichtet:

Freiheit Für Smily! Solikonzert am 25.5.12 im Tommyhaus Berlin

Am Morgen des 8. Februar 2012 wurde in Stuttgart unser Freund und Genosse Smily festgenommen.

Es war gegen 6Uhr morgens, als seine Wohnungstür aufgebrochen wurde, das SEK mit Hunden und in Begleitung der Bullen in sein Zimmer stürmten , ihn brutal zu Boden warfen und ihm Handschellen anlegten. Die Bullen erklärten, dass ein Haftbefehl wegen angeblicher Verdunkelungsgefahr vorliegen würde. Sie machten Fotos und beschlagnahmten seinen PC. So landete Smily erst einmal bis zum 17.2 in Untersuchungshaft.

Dies sollte jedoch erst der Anfang sein: Am 18.2 wurde Smily vor dem Amtsgericht Stuttgart der Prozess gemacht. Ihm wurde vorgeworfen, rechtsoffene Personen angegriffen und mehrere Bullenautos mit R.A.S.H. und A.C.A.B. Graffitis verschönert zu haben. Schon eine Stunde vor Beginn des Prozesses gab es eine Protestkundgebung vor dem Gerichtsgebäude. Zu Beginn der Verhandlung hatten sich rund 100 Menschen versammelt um sich mit ihm solidarisch zu zeigen. Auch während des Prozesses waren knapp 100 Personen anwesend um die Verhandlung zu beobachten.

Die Bullen versuchten mit einem Großaufgebot jegliche Form von Protest im Keim zu ersticken.

Weiter

The Baboon Show „You got a problem without knowing it“

25./26.5.2012: Antira-Fußball-Turnier 2012 in Hamburg


Mehr Infos

The First Rasta

Ein weiterer sehenswerter Film zum Thema Reggae läuft bereits seit Ende April in ausgewählten Kinos in Deutschland:

Mit “The First Rasta” kam am 26.4.2012 ein Film über den Begründer des Rastafarianismus, Leonard Percival Howell, in die deutschen Kinos. Dank toller Landschaftsaufnahmen, interessanter Geschichte und nicht zuletzt dank Künstlern wie Max Romeo, den Abyssianians oder dem Count Ossie Trommelteam ein Film, den man sicher auch genießen kann, wenn man die Geschichte vom untoten Messias Makonnen für ebenso spaghettimonsteresk hält wie die Geschichte vom wasserwandelnden Weinfabrikanten Brian. Der alternative Trailer sieht sogar noch besser aus, und das Filmplakat mit Lenin kann auch einiges.

Via

Die grünen Hügel sind anderswo: Iain McKells ‚Beautiful Britain‘

Ein Buchtipp der Oire Szene Redaktion:

Spätestens seit Kubricks ‚Clockwerk Orange‘ wissen wir, dass England nicht nur die Insel der Gentleman-Schneider und Pferderennen ist. Es ist zugleich eine Nation aus unzähligen Subkulturen, aus Stilbrüchen und orange-grün gemusterten Tapeten. Kampfhunde, Tattoos und Piercings, Saufgelage bis zum Abwinken – auch das ist englischer Individualismus, die Freiheit zu leben, wie man will, auch wenn man dabei draufgeht. Diese Lust am geradezu zerstörerisch Autarken vereint Unterschicht und Aristokratie gegen das Spießertum der Middle Class. England hatte über Jahrhunderte strikte Konventionen, bis heute wirken die Spuren der Klassengesellschaft nach – doch zugleich schufen sich Engländer eine eigene Zigeunerkultur, die bis heute in den New-Age-Travellers fortlebt, die in bunten, heruntergekommenen Wohnwagen durchs Land ziehen und eine radikale Art der Freiheit leben. Eine solche Gesellschaft musste Punks geradezu hervorbringen, die der Queen ins Gesicht schrien, oder Skins oder Mods. Sie feiern die Sommersonnenwende in Stonehenge und zelebrieren jede nur vorstellbare Art der Kostümierung.

Weiter

„Marley“ im Kino: Eure Zeit wird kommen

Ein Kinotipp:

Entspannter Rastafari oder unermüdlicher Irrwisch der Bühnen? Kevin Macdonalds faszinierendes Filmporträt des Reggae-Propheten Bob Marley begibt sich auf die Suche nach der Person jenseits von Image und Mythen.

Die Botschaft ist okay, „Peace – Love – Unity“, und der Lebensstil Bob Marleys beinhaltet schon die entscheidenden Dinge, Musik, Frauen, Marihuana, Fußball. Vor allem diese Musik mit dem unglaublich lässigen, zurückgelehnten, marihuanakompatiblen Sound: Reggae! So sahen wir Superstar Marley, als er Mitte der siebziger Jahre mit den Wailers seine triumphale Europatournee absolvierte.

Weiter

Common Enemy – „Starved and Subdued“

26.5.2012 Nürnberg: Fight Back Festival

Zum fünf­ten mal heißt es am letz­ten Mai-​Sams­tag FIGHT BACK! Für das klei­ne Ju­bi­lä­um un­se­res An­ti­fa-​So­li-​Fes­ti­vals haben wir uns ei­ni­ges ein­fal­len las­sen. 10 Bands/Künst­le­rIn­nen aus Deutsch­land, Schott­land, Ita­li­en, USA und Schwe­den aus den Be­rei­chen Hip-​Hop, Hard­core, Punk, Ska und Ex­pe­ri­men­tel­les wer­den auf der Open Air Bühne und im Saal auf­tre­ten. Als Spe­cial-​Guest wird DJ Vaga (Süd­ita­li­en/Ber­lin) den gan­zen Tag über die Zeit nut­zen, zwi­schen den Band-​Auf­trit­ten, die Fes­ti­val-​Gäs­te mit feins­tem Sound zu ver­wöh­nen. Selbst­ver­ständ­lich war­ten auf dem De­si-​Ge­län­de wie­der Es­sen­stän­de (vegan/ve­ge­ta­risch/Fleisch), Di­stros, Info-​Stän­de und wei­te­res auf euch. Wir freu­en uns auf ein wei­te­res groß­ar­ti­ges Fes­ti­val, bei dem die ver­schie­dens­ten Sub­kul­tu­ren/Ju­gend­kul­tu­ren/Men­schen zu­sam­men fei­ern und einen schö­nen Tag in der Desi ge­nie­ßen. FIGHT BACK – das heißt: An­ti­fa­schis­ti­sche Ak­ti­on! Die Mes­sa­ge ist ein­deu­tig: Wir be­kämp­fen Fa­schis­mus, Ras­sis­mus, Se­xis­mus, Ho­mo­pho­bie, An­ti­se­mi­tis­mus und auch die Grau­zo­ne hat beim Fight Back nichts ver­lo­ren. Da die letz­ten Jahre immer aus­ver­kauft war, emp­feh­len wir aus­drück­lich den Vor­ver­kauf zu nut­zen. Jeg­li­che Ge­win­ne aus dem Fes­ti­val flie­ßen wie immer di­rekt in an­ti­fa­schis­ti­sche Pro­jek­te und Struk­tu­ren.

Lo­ca­ti­on
Stadt­teil­zen­trum Desi
Brü­cken­stras­se 23
90419 Nürn­berg

Ein­lass: 15:00 Uhr
Be­ginn: 16:00 Uhr

Ein­tritt: VVK 13 Euro / AK 17 Euro

Desi Open Air Arena:
16:00 One Step Ahead
16:50 Guts Pie Ear­shot
17:50 Alarm­stu­fe Gerd
18:30 Kur­zer Pro­zess
19:15 The Ba­boon Show
20:15 Reds­ka
21:15 La Re­sis­tan­ce

Desi Saal:
22:15 SS Ka­liert
23:30 Oi Pol­loi
00:30 So­ok­ee
01:30 Com­mon Enemy

Mehr Infos

Ein Sommer ohne Rechtsrock? Landratsamt verbietet „Thüringentag der nationalen Jugend“

„Endstation Rechts“ berichtet:

Der braune Konzertsommer droht ins Wasser zufallen. Nachdem das Stadtparlament in Gera dem „Rock für Deutschland“ einen Riegel vorgeschoben hatte, verbot das Landratsamt Schmalkalden-Meiningen nun den „Thüringentag der nationalen Jugend“. Es heisst, es bestünde eine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung.

Die Festival-Saison ist eröffnet: Musikliebhaber können an jedem Sommerwochenende irgendwo in Deutschland gleich mehrere Open Air-Konzerte besuchen, deren musikalische Ausrichtung ganz auf den eigenen Geschmack zugeschnitten ist. Mit Eintrittsgeldern, Merchandising oder Verpflegungen werden dort Millionen umgesetzt. An diesen Trögen wollte sich in diesem Jahr auch die rechtsextremistische Szene laben, und hat gleich eine ganze Reihe von Konzerten auf die Beine gestellt.

Weiter

Opció K95 – La Forja de la Història