Archiv für Mai 2012

Hooligans verprügeln feiernde Jugendliche

Der „blick nach rechts“ schreibt:

Wunstorf – Rechtsextreme Fußballfans von Werder Bremen haben am Samstag in Wunstorf (Region Hannover) Besucher einer Feier in einem Jugendzentrum attackiert und verletzt.

Rund 20 Angreifer, die dem Bremer Hooligan-Milieu angehören sollen, stürmten in den Veranstaltungsraum und prügelten auf zahlreiche Besucher einer Elektro-Party ein. Laut Polizei wurden fünf Menschen verletzt, einer musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Augenzeugen berichten hingegen von mehr Verletzten.

Bevor die Polizei eintraf, flüchteten die Täter zum Bahnhof. Polizeibeamte nahmen die Personalien von 18 Männern im Alter zwischen 17 und 35 Jahren auf, die anschließend nach Bremen weiterreisten. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruchs.

Nach Angaben der Polizei handelte es sich um Mitglieder der „Ultra“-Szene. Ein Zeuge berichtete, Anhänger von „Standarte 88 Bremen“, die auch mit entsprechenden Kleidungsstücken ihre rechtsextreme Gesinnung zum Ausdruck brachten, erkannt zu haben.

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Siehe auch: Sponti nach rassistischem Übergriff in HB
Naziangriff auf die Wohnwelt [Wunstorf] – anscheinend auch Bremer Nazis beteiligt

25.5.2012 Tommyhaus/Berlin: Siempre Antifascista – Free Smily Konzert!

Red & Anarchist Skinheads Berlin-Brandenburg und das Siempre Antifascista Bündnis präsentieren euch die Bands Opció K-95 (Redskin-Oi!/Streetpunk aus Barcelona), One Step Ahead (Antifascist HardcorePunk), Tesla Cessna (Antifascist Punk – http://tc.blogsport.de/) und Puris Ani (Left radical acro Punk). Im Anschluss Party!

Einlass 20.00 Uhr Beginn 21.00 Uhr

Quelle

17.-20.5.2012: Grau- und Braunzonenkonzerte International

Unsere gewohnte Wochenübersicht über Konzerte aus dem musikalischen Grau- und Braunzonenbereich:
Grauzone:

- 17.5.2012: „Backstage-Club“/München: Grauzonenkonzert mit „Grober Knüppel“.

- 17./18.5.2012: Lübeck: Die „Hanseatic Crew“ präsentiert ein „Oi! The Vaddertach“-Konzert mit den Grauzonenbands „7er Jungs“ und „Harrington Saints“.

- 17.5.2012: „Colos Saal“/Aschaffenburg: Deutschrock-Grauzonenkonzert mit „Betontod“, „Toxpack“ u.a.

- 17.-19.5.2012: Groitzsch: „Open Air Audigast“ u.a. mit den Grauzonencombos „Oi!Sturm Assozial“ und „Saitenfeuer“.

- 18.-20.5.2012: „Messeplatz“/Chemnitz: „Rock n Ink Tattoo Festival“ u.a. mit den Grauzonenbands „Perkele“, „The Business“ und „Toxpack“.

- 18.5.2012: „Nachtleben“/Frankfurt a.M.: Grauzonenkonzert mit „Grober Knüppel“.

- 18.5.2012: „Kaktusfarm“/Dortmund: Grauzonenkonzert mit „Perkele“ und „Harte Worte“.

- 18.5.2012: „Chez Heinz“/Hannover: Grauzonenkonzert mit den „Harrington Saints“ und „High Society“.

- 18.5.2012: Moormerland: „Lockruf (von) der Wildnis IV Festival“ u.a. mit Bands aus der Grauzone wie „Pöbels & Gesocks“, „Cotzraiz“ und „Lost Boyz Army“.

- 18./19.5.2012: Drachhausen: „Spreewaldrockfestival“ u.a. mit den Grauzonenbands „Thekenprominenz“, „Krawallbrüder“, „Berserker“, „Kärbholz“Q, „Berliner Weisse“, „Soifass“, „Biertras“, „Enorm“, „Prolligans“, „Drop Out Chaos“ und der RAC-Band „Martens Army“.

- 19.5.2012: „C-Halle“/Berlin: Grauzonenkonzert mit „Betontod“, „Toxpack“, „Saitenfeuer“ und „Volxsturm“.

- 19.5.2012: „Los Tioz Rockbar“/Bad Berka: Grauzonenkonzert mit „Grober Knüppel“.

- 20.5.2012: „Sputnikhalle“/Münster: Grauzonenkonzert mit „Betontod“, „Toxpack“, „Saitenfeuer“ und „Volxsturm“.
Braunzone:

- 19.5.2012: Russland: Die „Popeye Mosh Crew“ organisiert ein White Power „Hardcorefest 2″ u.a. mit den Nazibands „Right Choice“, „XHeadXShotX“ und „SurroundXEnemies“.

Nachtrag: Bereits am 5.5.2012 fand in Sachsen-Anhalt ein Konzert mit den beiden Nazibands „Thematik 25″ und „Volksnah“ statt.

19.5.2012: Rock gegen Rechts Reutlingen

Raus auf die Straße gegen Nazis und Rassisten!

Am 19.05.2012 gehen wir in Reutlingen wieder auf die Straße um unseren Protest gegen Nazis und Rassismus zum Ausdruck zu bringen. Denn auch dieses Jahr gibt es wieder mehr als genug Anlässe.

Nicht erst seit dem bekannt werden der NSU und ihrer Mordserie zeigt sich in Deutschland wie tödlich Neonazismus ist. Seid der Wende 1990 sind in der Bundesrepublik ca. 180 Menschen durch Neonazis ermordet worden. Diese Zahl ist traurige Realität und zeigt einmal mehr das ignorieren oder klein reden kein sinnvoller Umgang mit den brauen Umtrieben sind.

Jedoch kommen Neonazis nicht aus dem nichts sondern sind tödliche Auswüchse dieser Gesellschaft. Rassismus, wie von vielen Politikern behauptet, ist keine reine Erscheinung des „rechten Rands“ sonder tief verwurzelt in der sogenannten „Mitte“ der Gesellschaft. Antisemitismus, Rassismus und Sozialdarwinismus sind laut neuesten Studien bei einem Großteil der deutschen Bevölkerung fester Bestandteil.

Deshalb raus auf die Straße den Nazis die Stirn bieten.

Den rassistischen Grundkonsens angreifen.

Kein Vergeben, kein Vergessen!

www.rockgegenrechtsrt.de.vu

Riot Brigade – Verachtung

Der braunen Hetze entgegentreten

Die „Südwest Presse“ schreibt:

Reutlingen. Gut 120 Interessierte kamen zu „Gemeinsam gegen rechts“ ins franz.K. Zur Diskussion stand der Dokufilm „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“, der das Innenleben von Neonazi-Konzerten beleuchtet.

„Wo man singt, da lasse dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“, besagt ein altes Sprichwort. Die Geschichte hat jedoch gezeigt, dass Musik im Nationalsozialismus sehr wohl eingesetzt wurde, um Menschen zu manipulieren und sie emotional an die NS-Ideologie zu binden. Nicht anders handhaben es die heutigen Neonazis, die ebenfalls ihre eigenen Lieder haben. Nazi-Konzerte wurden lange ausschließlich mit der extrem rechten Skinhead-Szene in Verbindung gebracht. Doch inzwischen haben sich auch in anderen Kreisen rechte Tendenzen etabliert. Aktuelle Rechts-Rock-Bands setzen sich nicht mehr nur aus rechten Skinheads zusammen, sondern es spielen junge Männer aus der Mitte der Gesellschaft mit.

So hat sich in der langjährigen Geschichte dieser Musik nicht nur der Inhalt, sondern auch der Stil verändert. Während in den 80er Jahren rechtsextreme Lieder von Texten über kollektive Besäufnisse, Fußball, Gewalt und Frauen flankiert wurden, rückte mit der Wiedervereinigung Deutschland selbst in den Mittelpunkt der Musik. Rechtes Gedankengut wurde zur Regel und der Ton zunehmend antisemitisch und neonazistischer.

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Conne Island goes Deutschrock

„RASH Leipzig“ schreiben zu einem Grauzonenkonzert, welches bereits am Freitag im „Conne Island“ in Leipzig stattfand:

Heute ist es also wieder mal soweit. Die Dichte an sich krampfhaft unpolitisch gebenden Hohlbirnen im Leipziger Süden wird sprunghaft nach oben schnellen. Grund hierfür ist das für heute Abend angesetzte Konzert im Conne Island mit den Bands „Betontod“, „Volxsturm“ und „Saitenfeuer“. Interessant wird es hierbei, wenn mensch sich die Ende letzten Jahres ins Rollen gekommene Gentrifizierungsdebatte in Leipzig-Connewitz nochmals vor Augen führt, die damit einhergegangenen Kritikpunkte an der Veranstaltungspolitik des Islands mit dem nun anstehenden, sowie seit dem bereits über die Bühne gegangenen Konzerten in Beziehung zueinander setzt. In Zuge dessen wurden vom Island Farbbeutelwürfe gegen selbiges schon mal als defizitäre Artikulationsmöglichkeit abgekanzelt und den Kritikiker_innen der dort zu beobachtenden Entpolitisierungsprozessen eine „Pseudo-Aktivität“ gemäß Adorno unterstellt.

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Absage an NPD-Thüringentag

„Deutschland today“ berichtet:

Meiningen (tk) – Das Landratsamt Schmalkalden-Meiningen hat dem geplanten Thüringentag der nationalen Jugend eine Absage erteilt. Die Großveranstaltung der rechtsextremen NPD mit über 3.000 Teilnehmern hatte am 09. Juni 2012 in Meiningen stattfinden sollen. Doch nun haben die Veranstalter eine Verbotsverfügung des Landratsamtes erhalten.

Der zuständige Fachbereich für Ordnung und Sicherheit unter der Leitung des Meininger Stadtrates und Bauausschussvorsitzenden Harald Bernhard sah in der geplanten Großveranstaltung im Wesentlichen zwei Probleme. Diese sind zum Einen die gemeldete Teilnehmerzahl von 3.500 Personen und zum Anderen die Lautstärke der geplanten Konzerte. Der Thüringentag der nationalen Jugend war ursprünglich für zwei Veranstaltungsorte in Meiningen angemeldet worden – den Volkshausplatz und den Parkplatz an der Großmutterwiese.

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18.5.2012 Tommyhaus/Berlin: Obstrusive, Feine Sahne Fischfilet, Halbstark und Frei Schnauze!

Ein Konzerttipp fürs Wochenende:

Zeit mal wieder die politische Keule zu schwingen! Mit wem ginge das besser als mit diesen drei offensiven, knallharten und ordentlich prügelnden HC/Punk-Bands:

OBTRUSIVE (HC-Punk, Ravensburg/München)
FEINE SAHNE FISCHFILET (AFA Punk, Rostock)
FREI SCHNAUZE! (Politcore, Berlin)
HALBSTARK (Politpunk, Berlin)

Mit lecker Katerbekämpfung, Cocktails und mehr!!!

Location: Tommyhaus

Eintritt: NUR 5,- EUR!!!

Präsentiert von keinem und niemand.

Kein „Rock für Deutschland“? Gera ändert Nutzungssatzung des Veranstaltungsgeländes

„Endstation Rechts“ schreibt:

Das Open Air Festival „Rock für Deutschland“ hat sich zu einer festen Institution im Kalender eines jeden musikliebenden Neonazis entwickelt. Der zehnten Auflage, die diesen Jahr wieder in Gera stattfinden soll, möchte der Stadtrat nun einen Riegel vorschieben.

Längst gehört das „Rock für Deutschland“ zu den am besten besuchten Rechtsrock-Konzerten in Deutschland. Hunderte Neonazis finden sich in der thüringischen Stadt Gera ein, um den hasserfüllten Texten bekannter Neonazi-Bands und den Hetzreden führender Kader zuzuhören. Ohnehin gehört der Freistaat zu den beiebtesten Orten rechtsextremistischer Konzertveranstalter. Mit dem Eichsfeldtag versucht nun auch Thorsten Heise, ehemaliges Mitglied im NPD-Bundesvorstand, seinen eigenen Event hochzuziehen. Bislang aber mit vergleichsweise geringem Erfolg.

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Revolutionary Metal: Anarchist / Libertarian Communist metal bands

No homezone for the greyzone!


Quelle: RASH Stuttgart

Solidarische Grüße an Smily von RASH Hannover & Support!


Quelle

Faschistische Ästhetik? Zum Umgang mit der Ästhetisierung des Faschismus in Subkultur und Mainstream

Ein Veranstaltungstipp:

Eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Reihe: „Grauzone(n) – Diesseits des Neonazismus“

Sonnenrad, Kruckenkreuz, SS-Totenköpfe und -Uniformen, Bezüge auf faschistische Denker wie Julius Evola oder Miguel Serrano – anlässlich des Wave-Gotik-Treffens sowie einzelner Neofolk-Konzerte gab es zuletzt wieder häufiger Diskussionen über die rechte Schlagseite der „Schwarzen Szene“ und anderer Subkulturen. Entsprechende Kritik von außen wird von Veranstalter_innen und Szene-Protagonist_innen zumeist mit dem Verweis auf das eigene unpolitische Selbstverständnis abgetan. In den Kanon der Abwehrstrategien gehören ebenfalls die Enthistorisierung und Entkontextualisierung von Zeichen, Symbolen, Personen oder Ereignissen des Nationalsozialismus – mit Verweis auf die Freiheit der Kunst.

Handelt es sich bei all dem also nur um ein provokantes Spiel mit zu Recht tabuisierten Codes und Ideologien? Wie unpolitisch ist die auf eine vergemeinschaftende Entidividualisierung abzielende Inszenierung faschistischer Ästhetik? Welche Bezüge bestehen zwischen subkulturellen und Mainstream-Diskursen? Und wie lassen sich solche kulturellen Formen und Praktiken angemessen kritisieren, wenn auf pauschalisierende „Nazi“-Vorwürfe wie auch auf unpolitische Grenzziehungen gemäß der staatlichen Extremismustheorie verzichtet werden soll?

Es diskutieren:
• Michael Wehren (Theaterwissenschafler, Uni Leipzig)
• David Begrich (Arbeitsstelle Rechtsextremismus Magdeburg, Miteinander e.V.)
• Juliane Nagel (Aktionsbündnis „Leipzig nimmt Platz“)
Moderation:
• Stefan Kausch (FKR)

21.05.2012
Diskussions-
Veranstaltung

19:00 Uhr

Leipzig
Centraltheater, Rangfoyer
Bosestraße 1, 04109 Leipzig

Mehr Infos: FKR-Diskussionreihe: Grauzonen – diesseits des Neonazismus

„Ragnarok, Vinland Warriors und Blood & Honour“

Einen sehr gut recherchierten Übersichtsartikel über die kanadische „Blood & Honour“-Szene möchten wir euch an dieser Stelle nicht vorenthalten – leider jedoch nur auf französisch:

Mise-à-jour mai 2012 : Nous avons complètement refait l‘article sur le Ragnarok Crew. De nombreuses informations ont été ajoutés sur les membres de ce groupuscule clairement néo-nazi. Nous avons donc décidés de re-poster l‘article.

Ragnarok (ou Ragnarok Vinland) est un gang de rue de „skinheads“ clairement néo-nazis. L‘équipe de Québec Facho-Watch a pu répertorier près d‘une trentaine de membres connus.
Avant la création de Ragnarok, ils ont fait parlé d‘eux à Amos cause de leur violence contre tout ce qui est gauchiste, punk, ou anti-nazi. Selon les informations trouvés sur la page Facebook de plusieurs membres, le Ragnarok s‘auto-proclame la branche québécoise de Combat 18 (un organisation néo-nazi internationale qui est en fait la branche armée du Blood & Honour).

Les membres de Ragnarok s‘identifie souvent sous l‘acronyme RFFR – Ragnarok Forever, Forever Ragnarok, inspiré du slogan des Hammerskins, un groupuscule international de boneheads proche du Ku Klux Klan.

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Captain Gips & Johnny Mauser – NaziFreieZone

‘Black metal’ musician elected to Greek Parliament with anti-immigrant political party

Die griechische Presse berichtet über die Black Metal Band „Naer Mataron“:

Giorgos Germenis was one of 21 members of the Golden Dawn party, often associated with neo-Nazis and fascism, elected to the Greek Parliament. He’s a member of a black metal band — a type of music associated with dark, violent themes and satanism. He’s not your typical politician.

The election to parliament of a bass player from the Greek Black Metal band Naer Mataron has the Greek media scrambling to find connections between facism and heavy metal.

Chaos, as Greeks like to say, is a Greek word. And Greeks might agree that the election of a Black Metal musician to a country’s legislature does not bode well for political stability. This is the band that everyone in Greece is talking about these days.

Giorgos Germenis will represent the Golden Dawn political part and the Greater Athens district in parliament. He’s known by the stage name “Kaiadas.” That’s the chasm in ancient Sparta where children were thrown to their deaths after being judged unfit to meet the rigors of Spartan life.

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„Rock für Deutschland“ für den 07. Juli in Gera geplant

Das „Netz gegen Nazis“ berichtet:

Zum zehnten Mal in Folge plant die NPD eine als politische Veranstaltung getarnte Rechtsrockveranstaltung in Gera. Als Termin wird Samstag, der 07. Juli beworben.

In enger Anbindung an die sog. „freien Kräfte“ soll Rock für Deutschland wieder einmal die Bühne für rechtsradikale Propaganda bieten. Bei den angekündigten Bands handelt es sich Gruppen, die zum Teil in Verfassungsschutzberichten benannt werden oder deren Alben indiziert wurden (dtoday). Beworben werden aktuell als Redner der Ex-NPD-Bundesvorstzende Udo Voigt, Matthias Fischer, Patrick Wieschke, Dieter Riefling und Karl Richter. Als Bands sind angekündigt: Max Resist, Oidoxie, Tätervolk, Words of Anger, Exzess (lautgegennazis).

„Borussenfront“-Jubiläum in Dortmunder Diskothek?

„NRW rechtsaußen“ berichtet:

DORTMUND – Wie dem Dortmunder Antifa-Bündnis* aus Neonazi-Szenekreisen bekannt wurde, will die rechte Dortmunder Hooligangruppierung „Borussenfront“ am Mittwoch, 16. Mai, ihr 30-jähriges Bestehen feiern: nicht an irgendeinem abgelegenen Ort, sondern in einer Diskothek mitten in der Dortmunder Innenstadt.

Die „Borussenfront“ war in den 1980er Jahren eine der bekanntesten Hooligangruppierungen bundesweit. Ihre Mitglieder prügelten sich nicht nur an Spieltagen mit gegnerischen Fans, sondern gingen auch außerhalb des Stadions auf Migranten los. Auch optisch bezog die Gruppe deutlich Stellung: Die Dortmunder Hooligans benutzten immer wieder NS-Symbole wie die Runenschrift oder den SS-Totenkopf, etwa auf ihren Zaunfahnen oder T-Shirts.

SS-Siggi

Dass dabei nicht nur ein Wille zur Provokation, sondern auch eine durchaus ernst gemeinte politische Einstellung zum Ausdruck kam, lässt sich am besten an der Person Siegfried Borchardt zeigen, der lange Zeit einer der führenden Köpfe der „Borussenfront“ war: „SS-Siggi“ war Mitbegründer der neonazistischen „Kameradschaft Dortmund“ und fungierte früher in der Dortmunder Neonaziszene als Anmelder von zahlreichen Demonstrationen.

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Das Terrortrio NSU und Blood-and-Honour: Blut-und-Ehre-Mörder aus Jena

Die „taz“ schreibt:

Der NSU hatte nicht nur Kontakt zur Blood-&-Honour-Bewegung, sondern war womöglich Teil des militanten Netzes. 1998 rechneten Fahnder sie zum „harten Kern“.

BERLIN taz | Es ist nur ein kurzer Satz in dem internen Schreiben des Thüringer Landeskriminalamts, doch er wirft ein neues Licht auf die erfolglose Suche nach den Neonazis des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU). Im September 1998, ein Dreivierteljahr nach dem Abtauchen des Trios, schrieb das für die Zielfahndung zuständige Dezernat 12 des LKA: die drei gehörten „zum harten Kern der Blood-&-Honour-Bewegung“ in Jena.

Das hätte auch die Bundesbehörden aufhorchen lassen müssen, die in die Suche eingebunden waren. Denn in dem militanten, internationalen Neonazinetzwerk wurde genau zu dieser Zeit der Untergrundkampf propagiert. „Die Patrioten von heute müssen sich auf den größten aller Kriege, den Rassenkrieg, vorbereiten“, hieß es schon 1996 in einem Heft der „Blood & Honour Division Deutschland“. Fast zeitgleich zum ersten NSU-Mord im September 2000 wurde der deutsche Ableger von „Blood & Honour“ verboten.

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