Archiv für Juli 2012

Milde Strafen für „geständige Einlassung“

Der „blick nach rechts“ schreibt:

Gordon Bodo D., der als Liedermacher „Midgards Stimme“ auftritt, und sein Vater Uwe D., ehemaliger Chef von „Frontbann 24“, wurden heute in Berlin verurteilt. (bnr.de berichtete)

Das Strafmaß überrascht wenig: Jeweils Bewährungsstrafen über ein Jahr und sechs Monate für Uwe D., ehemaliger Vorsitzender des verbotenen Gruppierung „Frontbann 24“, sowie ein Jahr und zwei Monate für seinen Sohn Gordon Bodo D., in der rechten Szene als Liedermacher „Midgards Stimme“ bekannt. Das Urteil ist das Resulat eines Deals zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung vom ersten Verhandlungstag, der gelten solle, wenn sich die beiden Angeklagten „geständig einlassen“. So ließen Vater und Sohn D. über ihre Anwälte Statements verlesen, die die Vorwürfe zwar einräumten, von Reue oder Einsicht jedoch keine Spur. Ganz im Gegenteil, Uwe D. erschien sogar in einem T-Shirt mit großen Aufdruck „Midgards Stimme“.

Lediglich den zweiten Punkt in der Anklage, wonach Gordon D. in Musikvideos auf YouTube unerlaubt Bilder von Parteien und der Projektleiterin der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus verbreitet haben soll, bestritt er. Er habe die Videos nicht hochgeladen.

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Siehe auch: Rechtsextremistischer Liedermacher „Midgards Stimme“ vor Gericht

Nürnberg: Freies Netz Süd eröffnet „Nationales Zentrum“

„Endstation Rechts“ berichtet:

Bereits seit einiger Zeit gab es Hinweise, dass sich im Nürnberger Stadtteil Langwasser etwas tut: es waren deutlich zunehmende Aktivitäten der Nazis festzustellen, insbesondere rund um die Einkaufspassage in der Wettersteinstraße. Und die ersten Hinweise auf die geplante Eröffnung eines „Nationalen Zentrums“ tauchten vor zwei Wochen auf.

Heute nun gab das rechtsextreme „Freie Netz Süd“ bekannt, dass sie am 21. Juli ein „Nationales Zentrum“ in Nürnberg-Langwasser eröffnet haben.

Nach unseren Recherchen befindet sich dieses „Zentrum“, in dem auch Sebastian Schmaus (Nürnberger Stadtrat der „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ und Anti-Antifa-Aktivist) ein „Bürgerbüro“ betreiben will, in der Wettersteinstraße 25. In den vom „Freien Netz Süd“ genutzten Räumlichkeiten befand sich früher einmal eine Kegelbahn, anschließend ein so genannter „Event Club“(„Freiheit Langwasser“), in dem nach verschiedenen Aussagen auch „Sex-Events“ stattgefunden haben sollen. Das Firmenschild ist inzwischen entfernt. Und das Gelände, auf dem sich zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte und Firmen befinden, ist von Nazis offensichtlich gut „bewacht“. Als wir uns heute vor Ort einen Eindruck verschaffen wollten, tauchte sofort Rainer Biller (Ex-NPD-Funktionär, Aktivist im „Freien Netz Süd“) auf, fotografierte uns und telefonierte anschließend, vermutlich um seine „Kameraden“ zu informieren.

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Siehe auch: Nazihochburg Nürnberg verhindern – NPD und Rechtsterrorismus Huldigung blockieren!
Neonazis eröffnen in Nürnberg ein “Nationales Zentrum”
Anschlag auf Nazi-Gegnerin

ZSK – Business as usual

Andreas Molau – Wanderer in einer unbekannten Welt

Der „Störungsmelder“ berichtet:

Andreas Molau will aus der rechtsextremen Szene aussteigen. Nach über zwanzig Jahren in der Szene gibt es kaum eine Organisation, kaum einen Verlag und kaum einen führenden Kopf, mit dem Molau keinen Kontakt hatte. Der politische Werdegang des Niedersachsen liest sich wie ein „Handbuch des Rechtsextremismus“.

Seit der Jugend aktiv

Der 1968 geborene Molau stammt laut eigenen Angaben aus einer unpolitischen Familie. Bereits im Alter von 17 Jahren fand er durch Kontakte zur Jugendorganisation der NPD den Weg in die extreme Rechte. Schnell konnte er vor allem im Bereich der „Neuen Rechten“ Fuß fassen und veröffentlichte ab Ende der 80er Jahre in den einschlägigen Publikationen. Nach seinem Wehrdienst begann er 1988 ein Lehramtsstudium im „roten Göttingen“, was ihn weiter prägen sollte. Hier wurde er Mitglied der Deutschen Hochschulgilde Trutzburg-Jena zu Göttingen und versuchte eine Gruppe des Nationaldemokratischen Hochschulbundes, der ehemaligen Studentenorganisation der NPD, in Göttingen aufzubauen. Schon während seines Studiums begann er für die Junge Freiheit, das Leitmedium der „Neuen Rechten“ in Deutschland, zu arbeiten und übernahm später als leitender Redakteur den Kulturteil des Blattes. Aufgrund eines Streites um zu große Nähe zur Holocaustleugnung musste Molau 1994 die Junge Freiheit verlassen. Er arbeitete in den Folgejahren vor allem für rechtsextreme Verlage und wirkte hier als Herausgeber und Autor.

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Siehe auch: Molau aus rechter Bewegung ausgestiegen
Umgang mit Aussteigern: “Dead man walking”
Kommentar: Gib Ex-Nazis eine Chance!

Neonazi-Location „Deutsche Eiche“ gefallen?!

„Indymedia“ berichtet:

Wenn man den zahlreichen Gerüchten und Aussagen diverser ostsächsischer Lokalpolitiker_innen Glauben schenken darf, dann ist die Neonazi – Location „Deutsche Eiche“ in Geheege (Rothenburg bei Görlitz) geschlossen.

Der Betreiber der Diskothek war bis zuletzt der Neonazi – Aktivist und ehemalige NPD – Stadtrat Steffen Hentschel ( http://de.indymedia.org/2010/06/283673.shtml). Er soll die Deutsche Eiche und auch seinen Bau – Betrieb durch wirtschaftliches Unvermögen selbst gefällt haben. Angeblich würde ein Insolvenzverfahren laufen. Über die Gründe kann man spekulieren. Seine Konzerte liefen bzgl. Zuschauerzahlen und der hohen Eintrittsgelder und Getränkepreise nicht so schlecht, dass man eine Insolvenz hätte erwarten können.

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Englische Oi!-Bands und Blood & Honour UK Hand in Hand

Laut einem Artikel eines englischen Antifaschisten kam es bei einem Oi!-Konzert Anfang Juni 2012 zur Verbrüderung zwischen bekannten Bands wie „The 4 Skins“, „The Crack“ u.a., da dieses Konzert von bekannten „Blood & Honour“-Aktivisten geschützt wurde. Mic Bright – der Manager der Headliner „The Crack“ – bedankte sich sogar persönlich bei „Blood & Honour“. Lest selbst:
„The help you could do without“

Nach dem Brandanschlag auf Schweinestall des NPD-Pressefestes

„Kombinat Fortschritt“ berichtet:

Nachdem das Pressefest des neonazistischen „Deutsche Stimme“-Verlages jahrelang vor allem in Sachsen abgehalten wurde und dort immer wieder mit antifaschistischen Protesten konfrontiert war, will die NPD mit der Veranstaltung ihres Presseorgans in diesem Jahr nach Mecklenburg-Vorpommern umziehen. Im äußersten Nordosten der Bundesrepublik gedachte man ohne Gegenproteste mitten im Naziwunderland in Vorpommern zu feiern. Doch weit gefehlt. Die Zivilgesellschaft macht gegen das Treffen mobil und damit den Nazis einen Strich durch die Rechnung. Am Freitag kam ein weiterer so bisher nicht kalkulierter Posten hinzu. Ein Schweinestall, der bereits in der Vergangenheit als Veranstaltungsort diente, brannte aus. Die rechte Szene ist in heller Aufregung und hat 8000€ für die Ergreifung der Täter ausgelobt.

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Siehe auch: Zwei Wochen vor DS-Pressefest: Brand auf NPD-Veranstaltungsgelände

20.-27.7.2012: Grau- und Braunzonenkonzerte International

Ein kurzer Überblick der erfreulicherweise wenigen Grau- und Braunzonenkonzerte vom vergangenen bzw. bevorstehenden Wochenende. An dieser Stelle mal wieder ein kurzer Aufruf an unserer treuen Leser_innen: da durch die erfolgreichen antifaschistischen Aktionen der Operation Blitzkrieg ein paar auch für uns wichtige Recherchquellen weggefallen sind, sind wir verstärkt auf eure Rechercheunterstützung angewiesen. D.h., wenn Ihr bei eurer Recherchearbeit auf Konzertankündigungen, Flyer oder interessante Internetseiten zum Thema Rechtsrock & Grauzone (Insbesondere Foren und Terminkalender) stosst, schickt uns doch bitte per Mail eine Kopie davon bzw. den entsprechenden Link. Nur so können wir auch weiterhin eine möglichst große Übersicht über die entsprechenden Konzertaktivitäten leisten, um antifaschistische Gegenaktivitäten und Interventionen voranzubringen. Mit solidarischen und kämpferischen Grüßen – Die Oire Szene Redaktion

Grauzone:

- 20.-22.7.2012: Breitungen/Werra: „Breitinga Festival“: Festival mit Grauzonenbands aus dem Deutschrockbereich wie „Kärbholz“, „Piratenpabst“, „Betontod“ u.a.

- 20./21.7.2012: Waldlaubersheim: „Back On The Streets Part VIII“ – Eine der jährlich stattfindenden Grauzonenmeetings überhaupt. Dieses Jahr spielten u.a. „Cock Sparrer“, „Deadline“, „Krawallbrüder“, „Springtoifel“, „Sham 69″, „Berliner Weisse“, „The Last Resort“ (spielen im Herbst übrigens in England ein Konzert mit den Nazibands „Skinfull“ und „Headcase“!), „7er Jungs“, „Saints & Sinners“, „Riot Company“, „Red Alert“, „Lammkotze“, „Stomper 98″, „Goldblade“, „Close Combat“, „Martens Army“, „Hard Times“, „Jenny Woo“, „On The Job“, „Skarface“, „Durstige Nachbarn“, „Argy Bargy“, „Booze & Glory“, „Hardsell“, „Unantastbar“ und „Prolligans“.

- 23.07.2012: „Lucerna“/Prag (Tschechien): Konzert der Grauzonencombo „Stomper 98″ zusammen mit den „Towerblocks“ und „Rancid“.

- 24.07.2012: „E-Werk“/Köln: Konzert der Grauzonenband „Stomper98″ zusammen mit „Rancid“, „Rat City Riot“ & „Emscherkurve 77″.

Braunzone:

- 27.7.2012: Schweden: „Kuggnästfestival“ mit internationalen Rechtsrockbands – u.a.: „Ultima Thule“, „Pitbull Farm“, „Tattooed Motherfuckers“, „Kategorie C“, „Heroes“, „Völund Smed“, „Heidrun“, „Conny T“, „Karolinerna“, „Njord“, „Buffel Binx“, „Steam Rollers“ und „Straight Jacket“.

Schlagzeiln – Nur Angst, kein Respekt

Chemnitz: Soli-Konzert für FAU-Initiative

Ein weiterer Veranstaltungstipp:

It’s time to organize!

Die FAU-Initiative für Chemnitz veranstaltet diesen Sommer ein Soli-Konzert!

Auf die Ohren gibt’s eine breite Palette – von schnellen Hardcorepunk bis hin zu kritischen Liedermachern!
Wir dürfen folgende Musiker/Bands begrüßen:

- One Step Ahead
(Antifascist Hardcorepunk aus Limbach-Oberfrohna)
- Vorbeugehaft
(Kellerpunk aus dem Erzgebirge)
- Ventil
(Punk-Rock aus Baden-Württemberg)
- Frändscheisz
(Lucky Ranft & Dickär – zwei Liedermacher aus Chemnitz)

Wo?
AJZ Chemnitz

Wann?
27. Juli 2012,
Einlass: 20:00 Uhr
Beginn: 21:00 Uhr

Und was kost‘ der Spaß? 4 Euro
Bier gibt’s für einen Euro!

Wir freuen uns auf ein gut gelauntes Publikum!

Eintritt: 4,00

Weitere Informationen: https://www.facebook.com/events/405056202839876/

Organisiert von: FAU-Initiative für Chemnitz

Was? Noch so ein anonymer Hetzblog?

Die Oire Szene Redaktion freut sich über den Zuwachs eines weiteren Blogs zum Thema Grauzone (Und die berchtigte Kritik an uns ist angekommen!). Von mehreren Seiten zu kämpfen ist schließlich immer effektiver! Wir wünschen der Redaktion von „Oi it´s apolitical!?“ eine erfolgreiche und kontinuierliche Arbeit! Smash the greyzone!


Ist es normal, nur weil es jede/r so macht…?

In den letzten Jahren verwischen die Grenzen nach rechts zunehmend.
So gibt es nicht nur in unserer Gesellschaft überall rassistische, homophobe, antisemitische und sexistische Tendenzen, sondern auch innerhalb der eigenen Subkultur.
Immer wieder heiß diskutiert wird hierbei die sogenannte „Punk“– und „Oi“-Musik, auf die wir auch hier auf unserem Blog hauptsächlich einen Blick werfen möchten. Gleich mal Klartext: Wir möchten euch hiermit nicht vorschreiben, an welcher Stelle ihr eure Grenzen zieht – das muss jede/r für sich selbst entscheiden.
Allerdings möchten wir gern auf existierende Fakten aufmerksam machen, da wir uns zum Ziel gesetzt haben, keine falsche Toleranz gegenüber Nazis zu zeigen – vor allem nicht in unserer Subkultur!

Zudem handelt es sich bei diesem Blog nicht um die umstrittene Oire Szene – Redaktion. Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass in der Vergangenheit häufig Fehler im Bezug auf Recherchearbeiten passiert sind und versuchen diese selbstverständlich zu umgehen, um euch ein breit gefächertes, sachlich fundiertes Spektrum an Infomaterial zu bieten. Falls euch dennoch Kritikpunkte auffallen oder ihr uns Meinungen, Fakten und/oder Anregungen zukommen lassen möchtet, könnt ihr dies jederzeit an grauzonendiskussion@web.de schicken. Wir bitten euch außerdem um euer Verständnis, dass die Kommentarfunktion abgeschaltet bleibt. Dies soll Beleidigungen und unsachliche Diskussionen vermeiden, nicht etwa Kritik verhindern.

Dieser Blog existiert aus dem Grund, dasss aus unserer Sicht wieder ein starker Rückschritt im Bezug auf die Grauzonendiskussion aufgetreten ist. Wir möchten euch hier eine Plattform bieten, damit ihr Fakten aufzuschnappen und euch anschließend eine eigene Meinung bilden könnt, nicht etwa, um mit erhöhtem Zeigefinger auf andere Personen zu zeigen.

Keine Chance für rechte Strukturen – erst recht nicht in unserer Subkultur!

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Alarmsignal – Nazis nehmen uns die Arbeitsplätze weg

Rechtsrock auf der Schulbühne: Brauner Sound als Abschlusshymne

Auch der „Spiegel“ berichtet nun:

Im rheinland-pfälzischen Kirchberg haben Schüler bei ihrer Abschlussfeier ein Lied der Nazi-Band Sleipnir gesungen. Die verantwortlichen Schüler feixten über ihren braunen Coup – die Lehrer waren offenbar ahnungslos.

Alle waren sie gekommen zur Abschlussfeier für drei zehnte und eine neunte Klasse der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Kirchberg im Hunsrück. Ende Juni, Donnerstagabend, Sommeranfang, die Stadthalle gut gefüllt.

Auf der Bühne versucht sich ein improvisierter Schülerchor an einer Rockballade. Der Text ist schwermütig, aber er passt ganz gut zum Ende des Lebensabschnitts Schule: Es geht darin um Freundschaft und um die gute alte Zeit, die jetzt vorbei ist. Schön ist das Lied nicht, etwas düster für den Anlass, aber die Musiker an Gitarre und Bass, sie tragen raspelkurz rasiertes Haupthaar, haben sichtbar Spaß an ihrer Darbietung.

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Siehe auch: Ist schon schlimm!
Und die ganze Klasse singt mit

Nazi-Veranstaltungen in MV: Polizei kann Konzerte nur selten verhindern

Der „Nordkurier“ schreibt:

26 rechtsextreme Konzerte hat die Polizei 2011 registriert – verboten wurde eins. Auch auf Usedom ist ein einwöchiges Camp der Szene geplant.

Neubrandenburg (urei)

Der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern sind bei Verboten von rechtsextremen Konzerten oft die Hände gebunden – so erklärt das Landeskriminalamt (LKA) jetzt, dass in den vergangenen zwei Jahren gerade mal zwei dieser Konzerte aus rechtlichen Gründen unterbunden worden sind.

Insgesamt registrierten die Beamten im vergangenen Jahr 26 dieser Konzerte. Allerdings gehen Beobachter von einer hohen Dunkelziffer aus. So kritisierte jetzt die „Antifa Offensive Neubrandenburg“ gegenüber unserer Redaktion, dass Rechtsextreme so gut wie jedes Wochenende im Nordosten fast unbehelligt von der Polizei bei Konzerten ihre menschenverachtenden Parolen mitgrölen können.

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Siehe auch: Braunes Konzert-Paradies Mecklenburg-Vorpommern?

The Sovereigns – Alerta Antifascista

Hat Haiger ein Neonazi-Problem?

„mittelhessen.de“ berichtet:

Flugblätter in der Stadt verteilt / „Rechte Lieder“ in Kneipe: Polizei ermittelt

Haiger/Dillenburg/Herborn. In Haiger sind Flugblätter verteilt worden, die Verfasser prangern das „Neonazi-Problem in Haiger“ an, sie liefern Namen und Fotos von angeblichen Nazis, sie listen Infos aus der Szene auf: Treffen in einer Haigerer Kneipe, Kontakte zur NPD, Teilnahme an Nazi-Aufmärschen und -Konzerten. Und sie kritisieren die Stadt, die das „Neonazi-Problem“ verschweige. Mit den Vorwürfen befassen sich nun die Staatsschutzabteilung der Polizei und die Stadt Haiger.

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Nazi-Prozess: Amtsgericht Meppen gibt Fall ab

Der „NDR“ berichtet:

Das Amtsgericht Meppen hat die Klage gegen den Verfasser einer CD mit rechtsextremem Hintergrund an das Landgericht Osnabrück weitergeleitet, wie Landgerichtssprecher Holger Janssen gegenüber NDR 1 Niedersachsen bestätigt hat. Die 15. Große Strafkammer muss nun prüfen, ob eine Anklage gegen Daniel G. aus Meppen zugelassen werden kann. G. ist Sänger und Produzent der rechtsextremen Band „Gigi & Die braunen Stadtmusikanten“. Die Klage, die von der Staatsanwaltschaft Osnabrück beim Meppener Amtsgericht eingereicht wurde, lautet auf Volksverhetzung und Billigung von Straftaten.

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Jaya The Cat – Here Come The Drums

Feuer zerstört Veranstaltungshalle von Rechten bei Viereck

Die „Ostsee Zeitung“ schreibt:

Pasewalk (dpa/mv) – Ein Feuer hat am Freitag Teile einer von Rechtsextremen genutzten Veranstaltungshalle zwischen Viereck und Pasewalk (Kreis Vorpommern-Greifswald) vernichtet. Die etwa 50 Meter lange Halle gehört zu einem abgelegenen Privatgrundstück, auf dem mehrfach rechtsextreme Treffen stattfanden und die NPD-Parteizeitung „Deutsche Stimme“ Anfang August ihr Pressefest feiern wollte, sagte Pasewalks Bürgermeister Rainer Dambach (parteilos) der Nachrichtenagentur dpa am Freitag. Laut Polizei wurde das Feuer gegen 4.00 Uhr gemeldet, Menschen kamen nicht zu Schaden. Ob es sich um Brandstiftung oder um eine technische Ursache handele, sei noch unklar.

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Musizierende Wiederholungstäter

Die „taz“ berichtet:

PROPAGANDA Zwei Neonazis stehen vor Gericht: Sie sollen drei Jahre lang rechtsextreme Lieder verfasst und vertrieben haben. Beide sind seit Jahren in der rechten Szene aktiv – die Anklage aber bestreiten sie

Für die Staatsanwaltschaft sind die beiden Männer auf der Anklagebank des Landgerichts Überzeugungstäter. In ihrem Wohnzimmer in Schöneweide sollen der 26-jährige Gordon D. und sein Vater Uwe D. Songs und CDs mit derben rechtsextremen Inhalten produziert haben. Die landeten 2009 auch im Internet: beim von Neonazis betriebenen, inzwischen verbotenen Onlineradio „European Brotherhood“.

Die beiden Angeklagten sind keine Unbekannten. Der 49-jährige Uwe D. galt als Anführer der 2009 ebenfalls verbotenen Berliner Kameradschaft „Frontbann 24″. Ihren Namen lehnte diese an die 1924 gegründete Vorläuferorganisation der SA an, den „Frontbann“. Sohn Gordon D. soll nach Informationen der Antifa auch der Kameradschaft angehört haben. Ihre Fans, einer davon szenetypisch tätowiert, tummeln sich zur Prozesseröffnung reichlich auf den Besucherplätzen.

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Siehe auch: Prozess gegen Vater und Sohn wegen Nazimusik
„Midgards Stimme“ vor Gericht