Archiv für August 2012

The Rancors – Aufbacksemmeln

30.8.-3.9.2012: Grau- und Braunzonenkonzerte International

An dieser Stelle gibt es unsere gewohnte Übersicht über Konzerte aus der rechtsoffenen Grauzone bzw. dem Rechtsrock- und Nazispektrum:

Grauzone:

- 30.8.2012: „Webster Theatre“/Hartford (USA): „2000 Tons of TNT“-Festival mit diversen Bands aus dem Grauzonen- bis RAC-Bereich. Es werden u.a. folgende Bands angekündigt: „The Bruisers“, „Stars & Stripes“, „Forced Reality and The Uprises“, „The Warriors“, „Infariot“, „Evil Conduct“, „Close Shave“ (eindeutige RAC-Band), „The Templars“, „Menace“, „Patriot“, „Bitter End“, „Negative Aproach“ und „Anti-Nowhere League“.

- 30.8.-2.9.2012: Ehemaliger Militärflughafen Niedergörsdorf: Auch dieses Jahr spilen auf dem „Spirit from the streets“-Festival jede Menge Bands aus der Grauzone. U.a.: „Perkele“, „Cock Sparrer“, „Betontod“, „Gumbles“, „Berliner Weisse“, „The Business“, „Toxpack“, „Grober Knüppel“, „Prolligans“, „Rotz & Wasser“, „7er Jungs“ und „Prolligans“. Daneben treten leider auch wieder linke Bands wie „Slime“, „Toxoplasma“ und andere auf.

- 1.9.2012: „Stone“ im „Ratinger Hof“/Düsseldorf: Konzert mit „The Business“.

- 1.9.2012: „Nachtgalerie-Club“/München: Grauzonenkonzert unter dem Motto „2. Münchner Onkelz Nacht“ zusammen mit „Stainless Steel“, „Heilige Legenden“ und „Killrton“.

- 1.9.2012: Wertheim: „United Festival“ mit den Grauzonenbands „Betontod“, „Unantastbar“, „Schusterjungs“ und „The Headlines“.

Braunzone:

- 1.9.2012: Ungarn: Nazikonzert mit den Bands „Indulat“, „Vanguard“ und „Kitöres“.

- 1.9.2012: Wiltshire/England: „Monsters of Oi!“ mit folgenden Rechtsrock bzw. Nazibands: „Antonella’s Klasse Kriminale“, „Retaliator“, „Pressure 28″, „Bakers Dozen“, „IC1″, „Short Cropped“, „Loyalty“, „Headcase“, „The Wrongdoers“, „Citizen Keyne“, „Code 1″, „Last Orders“, „Hooligan UK“ und „Criminal Brainstorm“.

- 1.-3.9.2012: St.Louis/USA: „Blood & Honour Camp“ mit Bands, Seminaren und anderen Nazimüll.

Dortmund: Trotz Verbot von Naziaufmarsch auf die Straße!

Der für den 1.9.2012 geplante Nazi-Aufmarsch in Dortmund wurde verboten, jedoch haben die Neonazis angekündigt gegen das Verbot bis in die letzte Instanz zu klagen [Info]. Gehörte doch dieser Umzug zu den wichtigsten verbleibende Aufmärschen der Naziszene in der BRD. Bis zu 1.200 Nazis ziehen seit sieben Jahren jeweils am ersten Septemberwochenende durch die Ruhrmetropole. Das NRW-Innenministerium hatte zudem drei Nazi-Gruppierungen verboten, darunter auch eine Kameradschaft in Dortmund.

Ein geplantes Antifa-Camp , welches das ständige Neonaziproblem der Stadt thematisieren sollte, wurde ebenfalls von der Polizei verboten. Trotzdem finden viele Veranstaltungen statt – Mittlerweile wurde das AZ Mühlheim als Ausweichort gefunden. Sollte es am 1. September keinen Nazi-Aufmarsch in Dortmund geben, werden trotzdem viele antifaschistische Aktivitäten auf den Straßen stattfinden.

Mehr Infos
Siehe auch: Naziaufmarsch am 1.09 in Dortmund?!

NXD – ja mann

lyrics:

hör mir auf mit deutschland, scheiß auf die streberkacke
ich hol mir bier weil ich heut mittag nichts zum frühstück hatte
ihr wollt die integration doch die kriegt ihr nicht
mein leben änder ich für nichts

wie wir im cafe sitzen
wie in der lindenstraße

doch ich bin immer noch ich selbst und will’s auch bleiben
meine welt änder ich für nixxxx

ja mann
ich will endlich gehen
ich hab kein bock mehr auf tanzen
komm schon alter, es ist doch schon zu spät
ich hab kein bock mehr auf TANZEN

ND VS. DANCING

Gewaltbereite rechte Szene

Der „blick nach rechts“ berichtet:

NPD stagniert in Sachsen-Anhalt – die Anzahl der Neonazis ist gestiegen.

Der NPD-Landesverband Sachsen-Anhalt zählte 2011 etwa 250 Mitglieder in seinen Reihen. Dies entspricht auch der Mitgliederzahl für 2010. Damit hat sich die NPD, so der aktuelle Verfassungsschutzbericht des Landes Sachsen-Anhalt, „in den letzten Jahren quantitativ nicht weiter entwickelt.“ Bei der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) ist der Mitgliederbestand von 50 auf nunmehr etwa 40 Personen gesunken.

1340 Rechtsextremisten, davon 760 (2010: 800) Gewaltbereite haben die Verfassungsschützer im Berichtsjahr erfasst. Auf 290 (2010: 240) Anhänger ist die Anzahl der Neonazis, zu denen auch die aktionsbereite Bewegung „Die Unsterblichen“ gezählt wird, gestiegen. Die durchschnittliche Teilnehmerzahl bei den offiziell registrierten 12 braunen Szene-Konzerten (2010: sieben) lag bei etwa 70 Personen.

Weiter

31.8.2012 Esperanza/Schwäbisch Gmünd: RASH Südwest präsentieren The Valkyrians & Jokerface

Missstand – Für eine handvoll Sicherheit

Gezielte Messerattacke auf Nazigegner

Der „blick nach rechts“ berichtet:

Lüneburg – Einem engagierten Aktivisten des regionalen Bündnisses für Demokratie/Netzwerk gegen Rechtsextremismus wurde am Mittwochabend gegen 19.00 Uhr nach Verlassen des DGB-Hauses in der Innenstadt von zwei noch unbekannten Männern aufgelauert, die ihn mit einem Messer angriffen und verletzten.

Das Opfer wurde von den mit Sonnenbrillen und Basecaps bekleideten Tätern mit Namen angesprochen, so dass es sich um keine Zufalls- oder Verwechslungstat handeln kann. Der Angesprochene reagierte insofern, dass er seinen Arm blitzschnell schützend hochriss, als er eine Messerklinge auf sich zukommen sah, die dann eine sechs Zentimeter lange Schnittwunde am Unterarm hinterließ.

Weiter
Siehe auch: Attentat auf Antifaschisten
Messerattacke auf Neonazigegner in Lüneburg

Neonazi-Tattooshop in Celle

„Indymedia“ berichtet:

Am 3.9.2011 eröffneten Janice Kaufmann und Christian Heidrich einen Tattoo-Shop in der Hannoverschen Straße 9, direkt gegenüber dem KAV-Gymnasium. Die CZ berichtete hierüber am 30.11. mit einem halbseitigen Artikel auf ihrer Jugendseite CickZack. Warum die beiden Tätowierer _innen ihren Laden „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“ genannt haben, wurden sie von den CZ-Reporter_innen aber vermutlich nicht gefragt. Vielleicht wären die beiden aktiven Neonazis Kaufmann und Heidrich daraufhin auch kurz ins Stocken geraten, steht der Name „Jekyll & Hyde“ doch symbolisch für eine doppelgesichtige Geschichte, in welcher sich hinter bürgerlich-gutherziger Fassade eine menschenverachtende Persönlichkeit versteckt.

Der sprichwörtliche Wolf im Schafspelz lässt sich nämlich auch hinter der Fassade ihres Celler Tattoo-Shops finden. Neben der längst im gesellschaftlichen Trend liegenden Tätowierung, gibt es hier die Naziideologie für den eingeweihten Kunde_innenstamm gratis dazu.

Weiter
Text als Faltblatt mit Bildern

Abfukk – Nachkriegskids

1.9.2012 Buntes Haus/Celle: RASH Hannover Konzert mit One Step Ahead u.a.

Ein Veranstaltungstipp:

Quelle

Neonazis rüsten auf

„Report München“ berichtet:

Die rechtsextreme Szene wird offenbar immer gefährlicher. Nach Recherchen des ARD-Politmagazins report MÜNCHEN ist bei den Neonazis eine „zunehmende Terrorfähigkeit“ festzustellen.

Die Recherchen ergaben, dass die rechte Szene bundesweit mit Waffen aufrüste. Allein in den vergangenen acht Monaten wurden bei mindestens 23 Durchsuchungsaktionen im Bundesgebiet zum Teil schwere Waffen sichergestellt. Das Arsenal der Neonazis reicht von Granatwerfern, Maschinengewehren, illegalen Kriegswaffen über TNT-Sprengstoff und Chemikalien, die zum Bombenbau geeignet sind, bis hin zu in der Szene weit verbreiteten Schuss-, Hieb- und Stichwaffen.

In einem internen Papier des Bundeskriminalamtes (BKA), das report MÜNCHEN vorliegt, heißt es, die „Sicherstellung von Waffen, Munition und Sprengstoffen (…) stellen Indizien für eine zunehmende Militanz innerhalb der Szene dar.“ Das BKA-Papier ist vom Dezember 2011, die aktuellen Recherchen von report MÜNCHEN unterstreichen die Einschätzung des BKA.

Weiter

R.T.S. – ANTIFA (RIOT TERRONS SQUAD NAPOLI OI)

Braunes Fußballturnier geplatzt – Brandenburger Sportverein kündigt Nutzungsvertrag in letzter Minute

„Endstation Rechts“ schreibt:

Rechtsextremisten sind heute in vielen gesellschaftlichen Bereichen aktiv, sie verfügen über ein breites Aktionsrepertoire. Neben Demonstrationen festigen Aktivitäten wie Konzerte oder Sportveranstaltungen den Zusammenhalt. In Brandenburg verhinderte nun ein Sportverein durch die Kündigung des Nutzungsvertrages ein „nationales Fußballturnier“ in letzter Minute.

Die Planungen liefen auf Hochtouren. Für kommenden Samstag hatten Neonazis in ihren braunen Terminkalender ein Fußballturnier in Velten (Landkreis Oberhavel) eingetragen. Für die regionale Szene sollte es das Jahreshighlight werden, mit allem, was dazu gehört: Martialische Mannschaftsnamen, dem Kampf Mann gegen Mann auf dem Spielfeld und mit Bratwurstverkauf. Ein Aktivist hatte dafür einen Nutzungsvertrag mit einem örtlichen Sportverein für dessen Spielstätte geschlossen.

Weiter

Verwurzelte braune Strukturen

Der „blick nach rechts“ berichtet:

Mit dem „Nationalen Widerstand Dortmund“ und der „Skinhead-Front“ Dorstfeld sind zwar die beiden Strömungen der militanten Neonazi-Szene in Dortmund verboten – zumindest deren harter Kern wird aber nicht in der Versenkung verschwinden.

Die Neonazi-Szene in Dortmund wuchs und gedieh über Jahrzehnte wie die in keiner anderen Stadt im Westen der Republik. Jetzt, nachdem vor zehn Jahren die breite demokratische Öffentlichkeit in der Ruhrgebietsmetropole auf das Problem aufmerksam wurde, nachdem vor fünf Jahren auch die Offiziellen der Stadt dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu schenken begannen und nachdem vor einem Dreivierteljahr auch die Polizei die Zügel anzog, muss sich erweisen, ob sich Fehler von mehr als 20 Jahren korrigieren lassen.

Vieles, wenn nicht alles, begann mit Siegfried Borchardt. Er führte von Dortmund aus die nordrhein-westfälische Filiale der „Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei“ (FAP). Er baute die „Borussenfront“ auf, bereits in den 80er Jahren bundesweit Vorbild für neonazistische Organisationsversuche rund um Fußballstadien. Auf sein Konto geht die Entwicklung erster Kameradschaftsstrukturen in der Stadt. Heute ist er bestenfalls noch Maskottchen einer braunen Bewegung, die über die Borchardts längst hinweggegangen ist. Bei Julfeiern der Kameraden darf der knapp 59-Jährige noch von früher schwärmen.

Weiter
Siehe auch: Polizei stoppt Neonazi-Angriff

10 Jahre Cable Street Beat Berlin – Das Jubiläum (28.-29.9.2012 I Tommyhaus I X-Berg)

Info- und Diskussionsveranstaltung von zum Thema Homo-/Transphobie und Sexismus im Reggae

Die im November 2011 von Irie Révoltés und Freund_innen gegründete Kampagne « Make Some Noise – Sexism & Homophobia out of my music » lädt am 29.8.zu ihrem großen Abschluss-Event der Sommeroffensive ein.
Was ist Make Some Noise?
Make Some Noise – sexism & homophobia out of my music ist eine Kampagne, die von Mal Élevé (von der Band: Irie Révoltés) und Freund_innen ins Leben gerufen wurde. Ziel der Kampagne ist es, das Schweigen über Homophobie und Sexismus innerhalb der Reggae- und HipHop-Szene zu brechen und längerfristig einen Gegenpol dazu zu bilden.

Was tut Make Some Noise?
Die Kampagne setzt ihre Schwerpunkte auf Veranstaltungen zur Auseinandersetzung mit dem Thema und zum “Verbreiten” der Message (→ also Infoveranstaltungen und Konzertveranstaltungen). Außerdem ist ein tragendes Element das Drucken von T-Shirts, mit dem
Ziel, dass sich alle in der Szene agierenden (also Hörer_innen, Künstler_innen und Veranstalter_innen) klar positionieren und somit ein Gegenpol zum Totschweigen des Themas entstehen kann. In diesem Zusammenhang wird u.a. versucht, von vielen Artists kurze „Video Botschaften“ zu sammeln und auf der Homepage und Facebookseite zu posten. Des Weiteren wird mit Bannern und Infoständen auf Veranstaltungen (von kleinen Partys bis zu großen Festivals) das Thema in die jeweilige Szene getragen und zur Auseinandersetzung mit diesen Problemen angeregt.

Am 29.8. wird es im Yaam am Ostbahnhof eine Info-und Diskussionsveranstaltung zum Thema Homo-/Transphobie und Sexismus im Reggae mit anschließender Party geben. Die Veranstaltung beginnt um 19Uhr mit Vorträgen und Erfahrungsberichten von Patrick Helber und Msoke. Patrick Helber ist Doktorand der Uni Heidelberg und Soundsystem-Member bei Scampylama Sound. In seinem Vortrag zeigt er auf, woher die homophoben Inhalte in der jamaikanischen Populärmusik kommen und was Kolonialismus und Sklaverei damit zu tun haben. Außerdem soll ein Blick auf die deutsche Reggae- Dancehall -und Soundsystem-Szene und der Umgang mit der Homophobie-Debatte hierzulande geworfen werden. Msoke (vorher bekannt als Namusoke von den Sisters) ist der erste sich bekennende Transgender in der schweizer Reggae/Dancehall Szene. Er wird über seine Situation als Transgender in der Szene berichten. Im Anschluss findet eine Diskussionsrunde mit verschiedenen Reggae/Dancehall Artists, u.a. den Sängern von Irie Révoltés statt.

Mehr Infos unter: http://makesomenoise.blogsport.eu/

Quelle

„Rache für Dortmund“ in Berlin

Der „blick nach rechts“ schreibt:

Berlin – Erneut ist es in Berlin zu offensichtlich rechtsextremen Anschlägen auf SPD-Büros in mehreren Stadtbezirken gekommen.

In der Nacht zum Montag wurde das Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert im Bezirk Berlin-Tempelhof mit Farbgläsern beworfen. Zudem beschmierten die Täter mit schwarzer Farbe das SPD-Büro mit der Parole „Rache für Dortmund“ und einem rechtsextremen Symbol. Eine Attacke mit Farbgläsern gab es in derselben Nacht auch auf ein Parteibüro in Berlin-Lichtenberg, dort wurde die Fassade mit Parolen besprüht.

Bereits in der vergangenen Woche hatte es zwei Anschläge auf das SPD-Parteibüro „AnsprechBar“ in Treptow-Köpenick gegeben, kurz zuvor war es zu einem Angriff auf das Wohnhaus des SPD-Kommunalpolitikers Nico Schmolke und zu einem Übergriff auf eine Verteilaktion der Jusos ebenfalls in Treptow-Köpenick gekommen.

Weiter
Siehe auch: „NW-Do“ verboten – „NW-B“: „Wir bitte auch!“

Omegas – Nazi Rules

31.8.2012 Dortmund: Nazirock? Nazis wegrocken!

„Indymedia“ berichtet:

Am Vorabend des diesjährigen Antikriegstags wollten Neonazis im Dortmunder Stadtteil Lütgendortmund ein Open-Air-Konzert zu veranstalten. Das Konzert sollte auf dem zentral im Ort gelegenen Heinrich-Sondermann-Platz stattfinden. Heute hat die Polizei Dortmund das Vorabendkonzert und den Aufmarsch der Neonazis verboten. Es bleibt abzuwarten, ob das Verbot Bestand haben wird.

Uns reicht es nicht, die Nazis lediglich aus der Innenstadt zu verdrängen: Wir haben keinen Bock auf Nazis – egal ob in der Dortmunder-Innenstadt, in Vororten oder sonstwo –, deswegen werden wir am 31. August vom S-Bahnhof Langendreer in das Zentrum von Lütgendortmund ziehen und das Konzert des „Nationalen Widerstands“ zu einem Desaster machen.

So werden wir auch und trotz des aktuellen Konzert-Verbotes durch die Dortmunder Polizei an unseren Plänen der Demonstration gegen das Rechtsrock Konzert festhalten, Grund dafür gibt es allemal!

Weiter
Siehe auch: Presseschau: NPD jetzt zwei Stadtratsmandate in Dortmund

DO: Neonaziaufmärsche am 31. August und 1. September verboten