Archiv für September 2012

Feine Sahne Fischfilet – Komplett im Arsch


Seit heute könnt Ihr Euch hier das erste Video zum neuen Feine Sahne Fischfilet Album reinziehen. Rockt!

Tauziehen bei Blood & Honour

„AIDA München“ bzw. der „Rechte Rand“ berichten:

Die Neonazis des „Freien Netz Süd“ veranstalteten gemeinsam mit „Blood & Honour Hungária“ einen „Internationalen Sporttag“ in Budapest. Nicht nur dieses Event beweist, dass die bayerischen Neonazis in das (in Deutschland verbotene) internationale „Blood & Honour“-Netzwerk eingebunden sind.

Wettkämpfe im Fußball, Boxen, Rugby und Mixed Martial Arts sowie ein Kinderprogramm: „Blood & Honour Hungária“ (BHH) und die ungarische „Nemzeti Forradalmi Párt“ (Nationalrevolutionäre Partei, NFP) bewarben seit Frühjahr den „Sporttag für die Söhne Europas“ am 22. September 2012 in Budapest. Auf den ungarisch- und englischsprachigen Flyern für die dem „B&H“-Gründer Ian Stuart Donaldson gewidmeten Veranstaltung posiert der Schirmherr der Veranstaltung, der ungarische Mixed Martial Arts-Kämpfer und NS-“Straight-Edger“ Attila Petrovszki, in Kämpferpose. Eindeutig ist das tätowierte Gesicht Adolf Hitlers und eine Hakenkreuzfahne auf Petrovszkis entblößtem Oberkörper zu erkennen.

Seit August mobilisierte auch das bayerische Kameradschaftsnetzwerk „Freies Netz Süd“ (FNS) zu dem Event. Petrovszkis NS-Tattoos sind auf dem deutschen Flyer verpixelt und das BHH-Logo ist durch das Symbol der „Nationalen Sozialisten Deutschland“ ersetzt, das auch vom FNS verwendet wird. Trotz des Verbots von „Blood & Honour“ in Deutschland im Jahr 2000 bzw. von „Vér és Becsület Kulturális Egyesület“ („Kulturverband Blut und Ehre“) 2005 in Ungarn bewarb das FNS die „Blood & Honour-Hungária“-Veranstaltung auf seiner Homepage, suchte Mitreisende und gab sich durch das Logo auch als Mitveranstalter aus. BHH jubelte: „Ein Meilenstein im Leben unserer Bewegung“.

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Rechtsextreme in Fußballstadien: Acht NRW-Bundesligisten betroffen

Der „WDR“ berichtet:

Von den sechzehn Standorten der Fußball-Bundesliga, an denen die Polizei personelle Überschneidungen zwischen gewaltbereiten Fußballfans und der rechten Szene ausgemacht hat, liegt die Hälfte in Nordrhein-Westfalen. Dies geht aus einer bisher unveröffentlichten Anlage des „Jahresberichts Fußball Saison 2010/2011“ der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) hervor, die dem WDR-Magazin Westpol (Sonntag, 30.09.2012, 19.30 bis 20.00 Uhr)vorliegt.

Betroffen sind demnach in der Ersten Liga der Deutsche Meister Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach und der damalige Zweitligist und Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. In der Zweiten Liga: MSV Duisburg, der SC Paderborn und die inzwischen abgestiegenen Vereine Alemannia Aachen, Arminia Bielefeld und Rot-Weiß Oberhausen.

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Men of North Country – Pandora

600 Neonazis in Riesa erwartet!

„Indymedia“ berichtet:

600 Neonazis marschieren in Riesa ein

Eine Hundertschaft der Polizei soll am Sonnabend ein Rechtsrock-Konzert auf der Geschwister-Scholl-Straße absichern.
Die Behörden wollten die Veranstaltung möglichst lange geheim halten, um linken Gruppierungen erst gar keine Reaktion zu ermöglichen.
Denn was auf Riesa am Samstag zurollt, ist laut Insidern an rechter Gewaltbereitschaft kaum zu überbieten.

Der Kreisvorstand der linken informierte gestern doe sz darüber,das am wochenende mehrere hundert nazis aus ganz deutschland und dem ausland auf dem verlagsgelände der Deutschen stimme in riesa zu einem rechtsrock konzert erwartet werden!
nach informationen der sz findet die veranstaltung im rahmen der verabschiedung des erfolglosen und vom verlag abgesetzten Geschäftsführers statt.Wie kerstin lauterbach von der linken mitteilte,trete unter anderem der wegen volksverhetzung verurteilte sänger der band Landser!!! michael regener mit seiner neuen band lunikov verschwörung auf!!

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Weitere NSU-Unterstützer?

Der „blick nach rechts“ schreibt:

Zwickauer Zelle hatte Pass von „Heimatschutz Chemnitz“-Mitglied. Neonazi-Terroristen fuhren immer wieder nach Thüringen.

Sein Personalausweis lag in den Trümmern der Frühlingsstraße 26 in Zwickau. Aber wie das Dokument zur NSU-Terrorzelle gelangte, darüber will sich der Hohnstein-Ernsttaler Ralph H., geboren 1974, nicht äußern. Lieber schickt er seinen Anwalt, ein „Pro Chemnitz“-Ratsmitglied, vor. H.s Pass wurde 1996 in Chemnitz ausgestellt und war bis 2001 gültig. Im Zwickauer Brandschutt wurden mehrere Dokumente gefunden, manche davon wurden den Neonazi-Terroristen Uwe Mundlos, Beate Zschäpe und Uwe Böhnhardt freiwillig – und auch gegen Geld – von Kameraden und Kameradinnen zur Verfügung gestellt.

Welche Rolle Ralph H. spielt, scheint unklar. Er gehörte als Schriftführer dem 2001 gegründeten Verein „Heimatschutz Chemnitz e.V.“ an, aus dem wenige Jahre später die „Freien Kräfte Chemnitz“ hervorgingen. Auch das Zwickauer Terrortrio gehörte bis zu seinem Abtauchen einer Organisation in Thüringen an, die sich „Heimatschutz“ nannte. Ableger gab es in Brandenburg. Die Chemnitzer Heimatschützer sollen früh über Kontakte zum 2000 verbotenen Netzwerk „Blood&Honour“ verfügt haben. Aus deren Reihen hatten die untergetauchten Jenaer Bombenbastler Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe schnell und professionell Fluchthilfe erhalten.

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[FORST] Mobi-Clip für Antifa-Demo am 06.10.


Mehr Infos und Aufruf

Sind „Autonomen Nationalist*innen“ die nächsten Rechtsterrorist*innen?

Das „Netz gegen Nazis“ schreibt:

Kein Teil der extremen Rechten ist so jung und so aggressiv wie die „Autonomen Nationalist*innen“. Gut möglich, dass hier die nächste Generation von Rechtsterrorist*innen heranwächst.

Die Staatsschutzbeamten staunten nicht schlecht, als sie im April dieses Jahres das Ergebnis einer Razzia im kleinen Örtchen Radevormwald in Nordrhein-Westfalen begutachteten. Auf ein ganzes Waffenarsenal waren sie gestoßen: eine scharfe Schusswaffe, diverse Messer, Schwerter, Schlagringe und -stöcke, dazu kistenweise Nazipropaganda. Ein Fund, der selbst erfahrene Beamte von einer zuvor „unbekannten Dimension“ sprechen ließ, wie es der Kölner Polizeipräsident formulierte.

Mehr als hundert Beamte inklusive eines schwer bewaffneten SEK-Teams, hatten an jenem Morgen 17 Wohnungen in dem 22.000-Einwohner-Städtchen östlich von Wuppertal durchsucht. Der Vorwurf: Bildung einer kriminellen Vereinigung. Dabei waren die 15 Beschuldigten der Gruppierung namens „Freundeskreis Rade“ gerade einmal 15 bis 25 Jahre alt, der Großteil minderjährig. Trotzdem waren sie offenbar bereits gefährliche Rechtsextremisten.

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Mit Freibier in die Pleite: Abschiedsparty mit der „Lunikoff Verschwörung“ für den Chef des NPD-Propagandaversandes

„Endstation Rechts“ berichtet:

Die Sanierung des angeschlagenen NPD-Parteiverlages Deutsche Stimme scheint schiefgelaufen. Jedenfalls nimmt der Geschäftsführer Eckart Bräuniger am Samstag seinen Hut. Den Abschied versüßt man ihm mit einer Party: Neben 200 Litern Freibier werden Rechtsrockbands wie „Die Lunikoff Verschwörung“ oder „Sachsonia“ den Gästen in Riesa einheizen. Vielleicht zum letzten Mal.

In den letzten Wochen gab es vermehrt Gerüchte um das Fortbestehen des Deutsche Stimme-Verlages und der gleichnamigen Parteizeitung. Die Indizien, dass es um den angeschlagenen NPD-Propagandavertrieb nicht besonders gut bestellt ist, verdichten sich indessen deutlich. Tatsache ist: Der Verlag schrieb 2010 rote Zahlen, die Bilanz wies ein Minus von satten 35.000 Euro aus. Die NPD-Strategen reden sich die Köpfe heiß, wie es mit dem Vertrieb weitergehen soll.

Als „knallharten Sanierer“ stellte die Parteiführung den ehemaligen NPD-Bundesgeschäftsführer Eckart Bräuniger vor, der seine Sporen beispielsweise als Söldner während des Balkan-Krieges verdient hatte. Sein Vorgänger Uwe Meenen war erst Ende November beurlaubt worden. Wahrscheinlich war er der Aufgabe nicht gewachsen. Offensichtlich konnte auch Bräuniger das sinkende Schiff nicht mehr auf Kurs bringen. Für den kommenden Sonnabend jedenfalls hat er seinen Abschied angekündigt. Oder vielleicht will die klamme Partei einfach Kosten sparen.

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NPD-Preußentag ohne Livemusik?

„Inforiot“ berichtet:

Finowfurt – Event der Brandenburger NPD soll am 6. Oktober in Finowfurt stattfinden / Nazipartei will gegen Musikverbot klagen

INFORIOT Der mittlerweile dritte sogenannte Preußentag der Brandenburger NPD kann nach dem derzeitigen Stand nicht wie geplant durchgeführt werden. Auf einer eigens für diesen Event eingerichteten Internetseite ist zu lesen, dass die angekündigten Bands zur Zeit per Auflage verboten seien. Die Nazipartei kündigt dagegen Klage an. Am 6. Oktober will der Brandenburger NPD-Verband zusammen mit Rechtsrockbands und Rednern aus den eigenen Reihen den Preußentag auf dem Gelände der Familie Mann in Finowfurt (Gemeinde Schorfheide, Landkreis Barnim) begehen.

Die NPD zeigt mit ihrem Event, welchen historischen Kontinuitäten sie folgt: Den Preußentag sieht die Partei als Gegenveranstaltung zu den Einheitsfeierlichkeiten der Bundesrepublik um den 3. Oktober. Zu der von ihr gewünschten „echten“ Wiedervereinigung gehören die ehemals deutschen Ostgebiete – das geht unter anderem aus einer auf der Internetseite abgebildeten Landkarte hervor. „Verzicht ist Verrat – Dieses Land bleibt Deutsch“, heißt es auf der Website. Auch sind verschiedene geschichtsrevisionistische Texte auf der Seite zu finden, in denen der deutsche Angriff auf Polen am 1. September 1939 als „Lüge“ betitel wird.

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Leroy Sibbles – Express Yourself

Kategorie Rechtsrock

Der „Bremer Schattenbericht“ hat folgendes zu „Kategorie C“ recherchiert:

„Bam, bam, bam, Antifa halt’s Maul! Bam, bam, bam, ihr seid der letzte Dreck! Bam, bam, bam, wir hauen euch alle weg!”, brüllt Han­nes Osten­dorf, Sän­ger der Band „Kate­go­rie C“ (KC), auf der Bühne in sein Mikro­fon. Das Publi­kum grölt mit. Nur wenige Meter von der Bühne ent­fernt wer­den Arme zum Hit­ler­gruss gestreckt. Sze­nen eines „KC“-Auftritts beim extrem rech­ten „Fes­ti­val Boreal“ in Ungarn im Juli die­ses Jah­res. Nur wenige Wochen zuvor spielte die Bre­mer Band bei einem wei­te­ren extrem rech­ten Fes­ti­val: dem „Kugg­näs­fes­ti­va­len“ in Schweden.

Die Rechtsrock-Gruppe „Kate­go­rie C — Hung­rige Wölfe“ ver­sucht seit Jah­ren ihre musi­ka­li­schen Auf­tritte und Fans als „unpo­li­tisch“ dar­zu­stel­len. Doch die Band um den Sän­ger Han­nes Osten­dorf hatte nie ein Pro­blem für oder mit Neo­na­zis auf der Bühne zu ste­hen. So sang Osten­dorf im Jahre 2006 auf einem Soli­da­ri­täts­kon­zert für den inhaf­tier­ten Michael Rege­ner alias „Luni­koff“, Sän­ger der ver­bo­te­nen Band „Land­ser“, in Ber­lin auf einer NPD-Demonstration. Da mitt­ler­weile auch über­re­gio­nale Medien kri­tisch über KC berich­ten und deut­sche Behör­den zuneh­mend Kon­zerte ver­hin­dern, sieht man sich selbst als „Staats­feind Nr. 1“ im Land.

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Mehr zur Geschichte des Band­pro­jek­tes „Kate­go­rie C“ um Han­nes Osten­dorf und Rai­ner Fried­rich sowie der Ver­mark­tung durch Timo Schu­bert fin­den sich hier

Subkulturen – Cool, lässig, intolerant

Die „Welt“ schreibt:

Die Ausstellung „Der zweite Blick“ im Archiv der Jugendkulturen thematisiert die Diskriminierung in Subkulturen – Rassismus, Sexismus oder Antisemitismus sind häufig Bestandteil alternativer Szenen.

Hip Hop, Skateboarding, Techno oder Punk: Jugendliche haben viele Möglichkeiten, um ihre Persönlichkeit auszudrücken. Doch das Lebensgefühl ist nicht immer befreiend. In vermeintlich coolen und alternativen Szenen zeigen sich bei genauerem Hinsehen oft Diskriminierungen.

Ein Beispiel ist Frauenfeindlichkeit im männerdominierten HipHop oder in der Skater-Szene. Jungs aus der eher sanfteren Emo-Szene wiederum werden häufig abwertend als „schwul“ oder als „Mädchen“ bezeichnet.

Das Berliner Archiv der Jugendkulturen widmet sich diesem wenig beachteten Thema vom 26. September an in einer Ausstellung. „Ob Rassismus, Antisemitismus, Sexismus oder Homophobie – wir wollen Jugendlichen, aber auch Eltern und Lehrern einen Einblick in die Problembereiche von Jugendkulturen geben“, sagt Projektleiter Daniel Schneider.

Die Schau „Der zweite Blick – eine Ausstellung über Diskriminierung in Jugendkulturen“ ist knapp zwei Wochen in dem Archiv in Kreuzberg zu sehen. „Danach wird die Ausstellung zwei Jahre lang durch Deutschland ziehen“, sagt Schneider.

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Krawallbrüder in Potsdam – Grauer Star vernebelt Lindenpark die Sicht

Die „Antifa United Potsdam“ schreibt:

Am 30. Oktober spielt die Grauzonen-Combo „Krawallbrüder“ im Lindenpark

Nachdem im April 2012 bereits ein zuvor kritisiertes Konzert mit „Kärbholz“ und „9mm“ im Waschhaus stattfand, bewirbt sich nun offenbar der Lindenpark um rechtsoffene Besucher_innen und ein negatives Image.

Im Vorfeld des Konzerts vor fünf Monaten machten Antifaschist_innen auf die Situation rund um die Bands aufmerksam und warnten vor rechtslastigem Publikum. Die beiden Bands wiesen alle Vorwürfe vehement zurück und auch das Waschhaus ließ jegliche Kritik an sich abprallen. Alle Veranstaltungen fänden unter dem Motto „kein Bass für Nazis“ statt, ließ das Waschhaus verlauten. Nazis ließen sich jedoch vom „fehlenden Bass“ nicht davon abhalten, das Konzert zu besuchen. So wurde schon während den Vorbands der Hitlergruß gezeigt, wiederholt „Scheiß Antifa“ skandiert und auch einschlägige Nazi-Codes ließen sich an der Kleidung und den Fahrzeugen der Besucher_innen erkennen.

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Siehe auch:
Lindenpark sagt Konzert ab
Lindenpark: Krawallbrüder bleiben draußen

Braunschweig: Neonazis planen erneut Konzert

„Recherche 38″ berichtet:

Für den kommenden Samstag, den 29. September 2012, planen Neonazis aus dem Spektrum der “Aktionsgruppe 38″ an einem bisher geheimgehaltenen Ort – vermutlich im Großraum Braunschweig – ein als private Geburtstagsfeier getarntes Konzert unter dem Motto “Free my Land Vol. 1″. Auf Flyern und im Internet werden die einschlägigen Neonazibands “Non Plus Ultra” (Nordrhein-Westfalen), “Last Riot” ( Sachsen-Anhalt), “Legion Condor” (Baden-Württemberg) und “Verboten” (Sachsen) angekündigt. Außerdem soll der “Nationale Liedermacher” Kai Müller aus dem niedersächsischen Bad Lauterberg auftreten.

Für das Konzert, zu dem mehrere hundert BesucherInnen erwartet werden, wird äußerst konspirativ geworben: “Weitere Infos über die bekannte Kanäle” heißt es lapidar auf den Flyern. Nur wer sich bei den Veranstaltern meldet und ihnen persönlich bekannt ist, erhält per SMS weitere Informationen. Am Tag selbst sollen die BesucherInnen über verschiedene Schleusungspunkte zum eigentlichen Veranstaltungsort geleitet werden.

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NSU: Droht die nächste V-Mann-Affäre?

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

Die NSU-Affäre ist offenbar noch lange nicht ausgestanden: Ein Beschuldigter aus dem NSU-Verfahren hat möglicherweise in der NPD als V-Mann gespitzelt.

Im Fall der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) bahnt sich offenbar noch eine V-Mann-Affäre an. Die Bundesanwaltschaft berichtete vergangenen Freitag dem Bundesinnenministerium, ein Beschuldigter aus dem NSU-Verfahren habe möglicherweise vor etwa zehn Jahren in der NPD als V-Mann für eine Behörde gespitzelt. Das teilte das Ministerium am Dienstag mit. Nach Tagesspiegel-Informationen soll es sich um Ralf Wohlleben handeln, ehemals hochrangiger NPD-Funktionär in Thüringen und derzeit wegen des Verdachts, den NSU massiv unterstützt zu haben, unter anderem bei Beschaffung einer Waffe, in Untersuchungshaft.

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Auch nicht uninteressant: Taucher finden Pistole aus Neonazi-Raub
Weiterer NSU-Helfer war möglicherweise V-Mann
War NSU-Helfer Wohlleben V-Mann?

Der „Abschiebär“ tritt ab

Der „blick nach rechts“ berichtet:

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann hat mit sofortiger Wirkung die Neonazi-Gruppierung „Besseres Hannover“ verboten. Bei groß angelegten Durchsuchungen wurde die Verbotsverfügung am Dienstagmorgen den vier Köpfen der Gruppierung zugestellt.

Noch vor wenigen Tagen hatte „Besseres Hannover“ die fünfte Ausgabe der rechtsextremen Schülerzeitung „Bock“ im Netz veröffentlicht, doch die darin angekündigte Unruhe dürften eher die Mitglieder der Gruppierung am eigenen Leib gespürt haben. An 27 Orten in Niedersachsen durchsuchte die Polizei am frühen Dienstagmorgen Gebäude, allein 21 Durchsuchungen fanden im Raum Hannover statt. Neben Computern, Zubehör und Handys stellten die Beamten unter anderem eine Handgranate, eine Machete sowie Hieb- und Stichwaffen, eine Hakenkreuzfahne und jede Menge Propagandamaterial sicher, darunter auch Schilder und Plakate der NPD.

Die Behörden rechnen der Gruppierung „Besseres Hannover“ 40 Neonazis zu, gegen 22 davon hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung eingeleitet. Nur 30 Minuten vor der Pressekonferenz in Hannover durchsuchte die Polizei als letztes Objekt den Treffpunkt der Gruppe. Nach mehrmonatigen Ermittlungen könne man nun Vereinsstrukturen rechtssicher belegen, sagt Innenminister Schünemann und spricht von einem klaren Signal für den weiteren Kampf gegen Rechtsextremismus. „Man redet nicht über Verbote, man macht sie beweissicher und schlägt zu“, so der Minister vor der Presse in Hannover.

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Siehe auch: „Abschiebär“ hat ausgespielt

21./22.9.2012: Grau- und Braunzonenkonzerte International

Am vergangenen Wochenende fanden u.a. folgende Grau- und Braunzonenkonzerte auf internationaler Ebene statt:

Grauzone:

- 21./22.9.2012 Klingenberg: Das „Hangover in Klingenberg Festival“ mit Grauzonenbands wie „Riot Company“, „Soifass“ u.a. fiel erfreulicherweise aus.

- 22.9.2012 JZ Siegburg: Konzert mit der Grauzonenband „Cotzraiz“ u.a.

- 22.9.2012 „Area 47″/Ötztal (Österreich): Konzert mit der Grauzonen-Deutschrockcoverband „Stainless Steel“.

- 22.9.2012 „Musikbunker“/Aachen: Grauzonenkonzert mit „Evil Conduct“ u.a.

- 22.9.2012 Neukirch: Grauzonenkonzert mit „Riot Company“ und „Dolly D“.

Braunzone:

- 21./22.9.2012 England: Die „Blood & Honour UK“-Sektion organisierte ein großes ISD-Memorial-Konzert zum 25 Todestag des „Blood & Honour“-Begründers. Es spielten bzw. wurden folgende NS-Bands angekündigt: „Stevie“, „Whitelaw“, „Brutal Attack“, „March or Die“, „Woden“, „Gentleman Thugs“, „Blackout“, „Section 88″, „Legion of St George“, „Nemesis“, 2 „international act“ und „3 european acts“.

- 22.9.2012 Budapest (Ungarn): „Blood & Honour Ungarn“ und die „Nationalrevolutionäre Partei“ (NFP) organisierten einen „Sporttag für die Söhne Europas“ im Gedenken an den „Blood & Honour“-Begründer Ian Stuart Donaldson. U.a. trat der ungarische MMA-Kämpfer & NS-Straight Edger Attila Petrovzki auf. Auf Flyern des Kameradschaftsnetzwerkes „Freies Netz Süd“ (FNS) in Deutschland wurde das „Blood & Honour“-Logo durch das „Nationale Sozialisten Deutschland“-Symbol ersetzt.

- 22.9.2012 Odessa (Ukraine): ISD-Memorial Konzert u.a. mit der NSHC-Band „White Lions“.

- 22.9.2012 „Devil´s Kiss“/Olbia (Italien): RAC-Konzert mit den „Tattooed Motherfuckers“ (England) , „Circus Dementiae“ und „Forgive me Father“.

- 22.9.2012 „Rock´n´Roll Circus“/Toul (Frankreich): „Fest Evil – Part III“ – Rechtsrockkonzert mit den Bands „Condemned 84″, „Westside Boys“, „Pitbull Farm“, „Battled Scarred“, „The Firm“ u.a.

Die Ruhrpott Kanacken – Am Tag als Ian Stuart starb

Heute vor 25 Jahren:

Thüringer offenbar Mitglied im „Ku Klux Klan“

Der „mdr“ berichtet:

Sie nennen sich selbst „White Knights“ – „Weiße Ritter“. Die Kapuzenmänner des „Ku Klux Klan“ begreifen sich als Elite im Kampf um eine „weiße, arische Gesellschaft“. Äußerst konspirativ und von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen, hat der Geheimbund ein bundesweites Netz geknüpft. Der aktuell inaktive deutsche Ableger des KKK nannte sich „European White Knights of the Ku Klux Klan – Realm of Germany (EWK KKK)“. Er nutzte dabei Skinhead-Strukturen und rekrutierte im militanten Neonazi-Milieu.

Ein Eisenacher soll – so der Verfassungsschutz von Baden-Württemberg – zu den 20 Mitgliedern des deutschen Ablegers gehört haben. Zugleich taucht Rene H. immer wieder bei Treffen des Neonazi-Netzwerkes „Blood & Honour“ auf. Das geht aus vertraulichen Unterlagen hervor, die MDR THÜRINGEN auszugsweise vorliegen. Ein weiteres Mitglied findet sich in Sachsen-Anhalt. In der vergangenen Woche wurde Thomas R. als mutmaßlicher V-Mann „Corelli“ des Bundesamts für Verfassungsschutz enttarnt. Er soll nicht nur über über „Blood & Honour“ berichtet haben, sondern auch aus dem streng abgeschotteten „Ku Klux Klan“. Jener Thomas R. taucht auch auf einer anderen Liste auf – einer Telefonliste, die dem Rechtsterroristen Uwe Mundlos zugeordnet wird. Das Papier wurde 1998 bei der Razzia in der Garage des späteren Terror-Trios sichergestellt. Und so scheint es wenig verwunderlich, dass zumindest Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe auch Ideen des rassistischen KKK anhingen.

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