Rechtsextreme wollen mit „Hardbass“ Jugendliche rekrutieren

Der österreichische „Standart“ berichtet:

Aus Russland stammende Musikrichtung ist auch bei tschechischen Neonazis populär

Von den Medien weitgehend unbeachtet versuchen europäische Rechtextremisten, die Aktionsform des Flashmobs (über soziale Netzwerke organisierte „spontane“ Massenaufläufe) für ihre Zwecke zu verwenden. Als Soundtrack dient ein russischer Techno-Song mit einschlägigem Refrain.

Beim Betrachten eines Youtube-Videos der Aktion fällt der monotone Rhythmus auf, zu dem Angehörige der rechten Floridsdorfer Jugendgruppe „Wir für Wien“ tanzten, als sie eine „Tanz für Toleranz“-Veranstaltung der Caritas am Schlingermarkt störten (derStandard.at berichtete).
Russischer Text

Die vermummten Jugendlichen, die beim Tanzen vor der Al-Azhar Vienna International Islamic School ein „Reconquista“-Schild in die Höhe hielten, orientieren sich an russischen Vorbildern: Der bei sogenannten „Hardbass-Flashmobs“ populärste Song ist „Мы хард басс в ваш дом приносим 1488″ – „Wir bringen Hardbass zu dir nach Hause – 1488″.

Der Zahlencode 14 bezieht sich auf zwei Slogans des US-Neonazis David Eden Lane, die aus jeweils 14 Wörtern bestehen, die Doppel-Acht bezieht sich auf Lanes „88 Gebote“, steht aber auch für zweimal „H“, den achten Buchstaben des Alphabets, und soll den Hitlergruß darstellen.

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