Frei.Wild-Dossier

Die „Antifa Meran“ hat ein Dossier zu „Frei.Wild“ zusammengestellt:

Die aus Südtirol stammende Band Frei.Wild sorgt aufgrund ihrer politischen Texte immer wieder für kontroversen. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, Hintergrundinformationen bereit zu stellen und zugänglich zu machen. Dieses Dossier wird laufend aktualisiert und erweitert.

Was unsere Einschätzung der Band betrifft, so lassen sich vier Punkte festhalten:

1. Der Sänger Philipp Burger stammt ursprünglich aus einem rechtsextremen Milieu, er hat für die rechtsextreme Band „Kaiserjäger“ gespielt. Danach engagierte er sich bis 2008 für eine rechtspopulistische Partei in Südtirol.

2. Die Band vertritt vor allem in ihren ersten Songs und Interviews eine nationalistische Haltung, die aus entsprechenden Diskursen in Südtirol stammt: Die relative Minderheitenposition der deutsch sprechenden EinwohnerInnen in Italien ist für Nationalismen leicht anschlussfähig.

3. Die Band hat infolge ihres Erfolges und der Kommerzialisierung ihre politischen Ambitionen etwas in den Hintergrund gerückt und auch ihren Stil popkulturell angepasst.

4. Nichtsdestotrotz verbreiten sie in ihren Texten nationalistische Positionen, die verglichen mit anderen Bands nicht als radikal zu bezeichnen sind, sondern vielmehr subtil präsent sind. Durch die große Breitenwirkung der Band birgt dies nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential.

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