Archiv für November 2012

30.11.2012: Art Canrobert/Raststatt: The Offenders & Enraged Minority

Eine weitere Ausgehempfehlung:

Mehr Infos hier.

Anklage gegen Südtirol-Aktivisten aus Meerbusch

„NRW rechtsaußen“ berichtet:

MEERBUSCH (KREIS NEUSS) – Die Staatsanwaltschaft im norditalienischen Bolzano hat strafrechtliche Ermittlungen gegen einen Südtirol-Aktivisten aus Meerbusch abgeschlossen und will nun Anklage gegen ihn und drei Kameraden erheben.

Wie Medien in Norditalien berichten, wirft die Staatsanwaltschaft Erhard Hartung aus Meerbusch, Peter Kienesberger aus Nürnberg und zwei Norditalienern vor, Mittel einer gemeinnützigen Stiftung ohne die erforderliche Genehmigung an Empfänger in Südtirol weitergeleitet zu haben. Es geht um Mittel der in Liechtenstein ansässigen “Laurin-Stiftung”, einer 1966 gegründeten Organisation, deren Vermögen mit 41 Millionen Euro angegeben wird. Hartung und Kienesberger sind in der Führungsstruktur der Stiftung tätig und tragen damit der Staatsanwaltschaft in Bolzano zufolge Verantwortung dafür, dass allein in den Jahren von 2001 bis 2008 rund sechs Millionen Euro unter Umgehung der regulären Bedingungen nach Südtirol geschleust wurden.

Unterstützung der “rechtspatriotischen Szene in Südtirol”

Politisch brisant wird der Fall dadurch, dass Medienberichten zufolge auch “die rechtspatriotische Szene in Südtirol” Mittel der “Laurin-Stiftung” erhalten hat. Mit “rechtspatriotische Szene” ist ein Milieu von Separatisten gemeint, von denen nicht wenige in den 1960er Jahren schwerste Gewalt verübten, um die Abspaltung Südtirols von Italien und einen etwaigen Anschluss an Österreich zu erzwingen. Hartung und Kienesberger etwa sind in Italien wegen Beteiligung an einem damaligen Anschlag, bei dem vier italienische Grenzer zu Tode kamen, verurteilt worden. Sie müssten, würden sie zu dem aktuellen Prozess gegen die “Laurin-Stiftung” nach Bolzano überstellt, mit sofortiger Verhaftung rechnen. Hartung streitet freilich bis heute jegliche Beteiligung an Gewalttaten ab; er hat einmal angegeben, nur als “Sanitäter” in der damaligen Südtiroler Attentäter-Szene unterwegs gewesen zu sein.

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Pilseners – Acer Roent

30.11./1.12.2012 Barcelona: Antifa-Festival

Ein weiterer Tipp der Oire Szene Redaktion für das bevorstehende Wochenende:

Aachen: Ehrenkodex mit Nazis?

„Fussball-gegen-Nazis.de“ berichtet:

Alemannia Aachen ist nicht nur pleite, sondern bekommt auch die Probleme mit gewalttätigen Anhängern nicht in den Griff. Klubführung und viele Fans weigern sich, das tatsächliche Ausmaß der Gefahr anzuerkennen, die von Mitgliedern der Karlsbande Ultras, der Hooliganszene und den Neonazis, die sich im Vereinsumfeld bewegen, ausgeht.

Falls der Plan der Aachener Alemannia für diese Saison der Wiederaufstieg in die 2. Liga war, so ist er bereits jetzt nicht aufgegangen. Schon auf dem Rasen läuft im Moment überhaupt nichts zusammen. Seit sieben Spieltagen gab es keinen Sieg mehr und von den letzten 16 Ligaspielen wurde überhaupt nur ein einziges gewonnen.

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[Grauzone] Rechts oder nicht rechts? Blue Moon | Fritz vom 27.11.2012

Zum Videobeitrag:

Mit „Grauzone“ werden im Szenejargon Bands, Clubs und Fans aus der Punk- , Skinhead- und Rockszene bezeichnet, die zwar nicht unbedingt selbst rechtsextrem sind, sich aber nicht klar gegen Rechte positionieren. Nach dem Motto „Wir sind unpolitisch und was jemand wählt, geht uns nichts an“. Politaktivisten kritisieren, dass man mit diesem Verhalten rechtsradikalen und rechtsoffenen Bands und Szenegängern Tür und Tor öffnet, indem man sie stillschweigend duldet oder sogar mit ihnen sympathisiert. Am Ende bleibt für den Hörer, Fan und Konsumenten die Frage: Was erwarte ich von „meiner“ Band? Wie politisch darf und soll sie sein? Wie sehr interessiert es mich, was die Bands neben der Musik noch machen? Wie wichtig ist es mir, dass sie zu bestimmten Themen klar Stellung beziehen? Über die „Grauzone“ und Eure Haltung habt Ihr mit Hendrik Schröder im Blue Moon diskutiert.

Quelle

Eintracht Braunschweig gegen St. Pauli: “Zecken”, “asoziale Nazis”, “Reichskriegsflagge” und der NPD-Parteichef im Stadion

„Recherche 38″ schreibt:

Kaum war das Spiel gegen St. Pauli am Mittwoch vorbei, da verkündete NPD-Parteichef Holger Apfel den Sieg seiner Lieblingsmannschaft Eintracht Braunschweig per Facebook: “Scheint der Eintracht gut zu tun, wenn ich im Stadion dabei bin. 1:0 gegen die Zecken von Pauli – Tabellenführung verteidigt, was will man mehr” In kurzer Zeit klickten über 170 seiner Anhänger bei Facebook unter dem Beitrag auf gefällt mir. Darunter auch einige die unschwer als Fans von Eintracht zu identifizieren sind.

Die Fans von St. Pauli als “Zecken” zu bezeichnen, das ist durchaus keine Seltenheit in Teilen der Fanszene von Eintracht Braunschweig – und das nicht nur unter ausgewiesenen Neonazis. Das Netz gegen Nazis beschreibt den Begriff “Zecke” als eine “abwertende Bezeichnung für politisch links Stehende und Angehörige der Punk-Szene, die bevorzugt von Angehörigen der rechtsextremen Szene gebraucht wird (…) Der Vergleich mit Insekten im speziellen mit Parasiten hat eine schlimme Tradition: Die Nationalsozialisten hetzten unter dem immer wiederkehrenden Topos des ‘Parasiten’ als (Volks-)Schädling gegen Juden und überhaupt alle diejenigen, die sie als ‘nicht-arisch’ stigmatisierten.”

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Kampflos ergeben: Sind wir gegen Rechts gerüstet?

Die Rechten kommen an: mitten in unserer Gesellschaft. Meint zumindest eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Fünf zurückgetretene VerfassungsschutzpräsidentInnen und ein neugegründetes Abwehrzentrum gegen Rechtsextremismus können daran anscheinend nichts ändern. Groß war der Schock, noch größer die Bekenntnisse zur Besserung. Aber was ist wirklich nach der Aufdeckung der NSU-Morde geschehen? Wenig: Glaubt man zumindest dem neuen Präsidenten des Bundesverfassungsschutzes. Denn auch die Gewaltbereitschaft in der rechtsextremen Szene steigt.

Terrorakt mit möglichst vielen Opfern

Der „blick nach rechts“ schreibt:

Die rechtsterroristischen Nagelbombenattentate in London 1999: Vorbild für den Anschlag des NSU in Köln 2004?

Angesichts der besonderen Gewaltintensität, die in der geplanten und gezielten Ermordung von Menschen mit Migrationshintergrund zum Ausdruck kam, finden andere Gewaltakte des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ (NSU) gegenwärtig keine so große Aufmerksamkeit. Zu derartigen Taten gehörte auch der zweite Sprengstoffanschlag: Am 9. Juni 2004 explodierte in der Keupstraße in Köln-Mühlheim eine Bombe, die auf dem Gepäckträger eines Fahrrads angebracht war und um die 10 Zentimeter lange Nägel streute. Dadurch wurden 22 Menschen verletzt, vier davon schwer. Außerdem kam es zu schweren Beschädigungen an Fahrzeugen und Gebäuden.

In der genannten Straße arbeiteten und wohnten insbesondere Menschen mit türkischem Migrationshintergrund. Die Ermittler der Polizei schlossen relativ schnell einen terroristischen Anschlag mit fremdenfeindlichen oder islamistischen Motiven aus. Man vermutete demgegenüber fälschlicherweise einen kriminellen Hintergrund, der sich aus Drogenhandel oder Schutzgelderpressung ergeben habe.

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„Heldenehrung“ in Wunsiedel

Mal wieder ein sehr ausführlicher und hervorragend recherchierter Artikel von „AIDA München“:

230 Neonazis folgten am Samstag, 17. November 2012, einem Aufruf des Kameradschaftsdachverbands „Freies Netz Süd“ (FNS) zu einer angeblichen „Demonstration zum Volkstrauertag“ im oberfränkischen Wunsiedel. Auch in diesem Jahr setzte das FNS damit die Reihe der früheren Wunsiedler „Rudolf Heß-Gedenkmärsche“ bzw. der „Jürgen Rieger Gedächtnismärsche“ fort.

Streit um das „Heldengedenken“

Unter dem im Nationalsozialismus gebräuchlichen Begriff „Heldengedenken“ hatte der bayerische Kameradschaftsdachverband „Freies Netz Süd“ (FNS) ursprünglich nach Wunsiedel mobilisiert. Auf dem von Norman Kempken (Nürnberg) verantworteteten Flyer des FNS war ein Gedicht Heinrich Lerschs („Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen!“) abgedruckt, desjenigen Dichters, der 1933 schon unter dem Treuegelöbnis „88 deutsche Schriftsteller“ für Adolf Hitler stand.

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Brigada Flores Magon – Heros & Martyrs

Nazi-Rapper vermutlich Mörder

Der „blick nach rechts“ berichtet:

Hannover – Ein Neonazi steht unter dringendem Tatverdacht, einen Mord in Hannover begangen zu haben.

Alexander K. (Jg. 1988), der in der Südstadt Hannovers gewohnt hat, soll eine 44-Jährige getötet, zerstückelt und die Leichenteile anschließend in den Maschsee in Hannover geworfen haben. Am Donnerstag wurde Haftbefehl gegen K. erlassen. Laut Medienberichten soll der Tatverdächtige bereits wegen Körperverletzung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz strafrechtlich in Erscheinung getreten sein.

Mit zahlreichen Musik-Clips ist K., der laut Eigenbekunden in Kiew geboren und im westfälischen Minden aufgewachsen ist, im Internet vertreten und dem „Rechtsrap“ zuzurechnen. Antisemitische und rassistische Inhalte finden sich in den Songs des Rappers, der sich „Sash JM“ nennt. Auf einer Internetseite von K. heißt es: „Bleibt DEUTSCH und lasst euch nicht BRDigen“.

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Siehe auch: Wahlkampfhelfer der „Freien Wäh­ler Bre­men” unter Mordverdacht

1.12.2012 Cortina Bob/Berlin: The Mighty Fishers

Ein Veranstaltungstipp der Oire Szene Redaktion:

Rock me Steady Baby! Am 01.12 ist es endlich soweit. Die ungarische Band Mighty Fishers nehmen den langen Weg auf sich um Berlin mit ihren Rocksteady Beats zum Tanzen zu bringen.

Auch schwerer Skinheadreggae ist im Repertoire der sieben köpfigen Combo.

Nach dem Konzert ist es aber noch lange nicht vorbei! BossK und Boss Bread werden noch Reggae und Rocksteady vom Feinsten auflegen.

Cortina Bob goes Rocksteady!

Quelle

Kein Weihnachtsfest für Kim „Vegan Wonderland“ Kalkowski!

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

Am kommenden Sonntag ist es wieder soweit: Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Spätestens jetzt landen die leckeren Weihnachtsschlemmereien wieder auf den Tellern – am liebsten natürlich vegan zubereitet. Eine gute Adresse dafür, zumindest für im Ruhrpott ansässige Menschen, war in der Vergangenheit stets das vegane Dortmunder Café „Cakes’n’Treats“1. Wer das heimische Sofa nicht verlassen wollte, konnte entsprechendes bequem via Online-Shop auf der Homepage des „Vegan Wonderland“ bestellen2. Sowohl für das Café, als auch für die Homepage, zeigt sich Kim Kalkowski verantwortlich.

Sie wurde 1985 geboren und lebt seit 2003 vegan. Von ihrem Ehemann Ralf K. hat sie sich mittlerweile scheiden lassen – Geschäftspartner blieben sie dennoch. Kim K. war in den vergangenen Jahren stets Aushängeschild und Werbeikone für das Café und den Online-Shop und zeigte sich unter anderem in der VOX-Sendung „Das perfekte Dinner“3. Ihre zuckersüßen Backideen fasste Sie, unter ihrem Künstlernamen „Kim Wonderland“, in dem Buch „Vegan Wondercakes“4 zusammen – ein vermeintlich tolles Geschenk unter jedem Weihnachtsbaum.

Sowohl in ihrer Außendarstellung, als auch in ihrer Freizeit zeigt sich Kim K. gern als Antifaschistin, die nicht nur in der Vergangenheit an Demonstrationen teilgenommen, sondern mit ihrem veganen Catering-Service „Vegan Wondercake“5 auch für das leibliche Wohl bei antifaschistischen Veranstaltungen gesorgt hat.

Als im Februar 2012 Gerüchte laut wurden, dass im Berliner Supermarkt „Veganz“6 auch Nazis als potentielle Einkäufer_innen geduldet werden, kam in der darauf folgenden Diskussionsstruktur erstmals auch Kritik an der anscheinenden Toleranz gegenüber Nazis im Dortmunder „Cakes’n’Treats“ auf.

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Siehe auch: Kim „Vegan Wonderland“ Kalkowski das Weihnachtsfest vermiesen? Kritik an einer Kampagne….

Die Identitären – Strohfeuer oder neue Jugendbewegung?

„Endstation Rechts“ schreibt:

Mit wenigen öffentlichkeitswirksamen Aktionen und einem guten viralen Marketing hat es die identitäre Bewegung geschafft, europaweit auf sich aufmerksam zu machen und für die Überlegungen des Ethnopluralismus zu werben. Die Frage, die Gegner wie Unterstützer gleichermaßen umtreibt: Handelt es sich um ein Strohfeuer oder sind die Identitären in der Lage, entscheidend Einfluss auf das öffentliche Meinungsbild zu nehmen?

Mit der Besetzung einer Moschee im französischen Poitiers nahm das europaweite öffentliche Interesse an den Identitären seinen Anfang, Mitstreiter oder Nachahmer setzten auf eigene mehr oder weniger gelungene öffentlichkeitswirksame Aktionen und nicht weniger wichtig: Zahlreiche Unterstützer sammelten sich in den Onlinegemeinden. Binnen kürzester Zeit hatte allein der deutsche Facebook-Ableger der Gruppe deutlich mehr als 3.000 Fans gewonnen. Grund genug für die autochthone neurechte Bewegung auf eine Zeitenwende zu hoffen. Mit großem Interesse verfolgt auch Götz Kubitschek den französischen Exportschlager.

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Obstrusive – „Auf die Fresse“

Morddrohungen unter Polizeischutz

Der „Störungsmelder“ bzw. „Berlin rechtsaußen“ berichten:

Bei einer Kundgebung Berliner Neonazis im Lichtenberger Weitlingkiez haben die Behörden es offensichtlich versäumt, Auflagen zu erteilen. So hatten die Nazis bei ihren Parolen freie Hand und konnten all das skandieren, was ihnen bei anderen Veranstaltungen verboten ist. Anmelder Sebastian Schmidtke gab die Richtung vor: „Linkes Gezeter – neun Millimeter“, „Wir kriegen Euch alle“ wurde gerufen und der 1992 von Rechten ermordete Hausbesetzer Silvio Meier verunglimpft: „Einer muss der erste sein – fuck Silvio Meier“.

Aufmarsch floppt in Rudow

Die jährlich stattfindende antifaschistische Silvio-Meier-Demonstration hatte die Berliner NPD zum Anlass genommen, am 24. November zwei Versammlungen in der Stadt abzuhalten. Passend zu ihrer „Asylkampagne“ mobilisierte die Partei zunächst zu einer Demonstration in Berlin-Rudow, wo die Einrichtung eines Flüchtlingswohnheims geplant ist. Nur 70 Neonazis konnten die Veranstalter um den Berliner NPD-Landeschef Sebastian Schmidtke auf die Straße bringen. Die Teilnehmer_innen kamen aus dem Berliner Kameradschaftsspektrum um den NW Berlin, auch aus Brandenburg waren einige Neonazis angereist.

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„Das ist die neue Volksmusik…“ – von Nazi-Rap bis zur Schulhof-CD

„Publikative.org“ schreibt:

Die rechtsextreme Szene hat sich besonders seit dem Auftreten der „Autonomen Nationalisten“ unzähliger Jugendkulturen bedient. Auch HipHop blieb davon nicht verschont. Neben Graffiti nutzen Neonazis auch Rap für sich. Die NPD weiß ebenfalls um die Möglichkeiten mit Musik junge Menschen zu erreichen und stellt ihre “Schulhof-CD 2013″ vor.

Die rechtsextreme Szene hat sich in den letzten 10 Jahren stark gewandelt – zumindest in ihrem Auftreten. Besonders die „Autonomen Nationalisten“ haben mir ihrem von den linken

Autonomen entnommenen Stil der Szene ein neues, ein modernes Äußeres verpasst. Der springerstiefeltragende Skinhead dürfte mittlerweile selbst unter Kameraden eher belächelt werden. Mit dieser stilistischen Modernisierung bedient sich die Szene bei nahezu allen Subkulturen, die sich zeitgemäß präsentieren. Egal, ob linke Stilelemente oder Hardcore, übernommen wurde alles, was gefiel. Seit einigen Jahren finden sich zunehmend auch immer mehr rechtsextreme Musiker, welche den Rap für die Verbreitung ihrer Ideologie nutzen. Sie nennen sich n’Socialist Soundsystem, Villain051 oder Mic Revolte. Hört man sich den rechtsextremen Rap an, plärrt es einem aus den Boxen entgegen: „Das ist die neue Volksmusik…“.

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Siehe auch: Mit Rechtsrock auf Stimmenfang

Scheisse Minnelli – We‘re Socially Retarded

Rechts oder nicht rechts? – Mit Hendrik Schröder

Ein Radiobeitrag von „Radio Fritz“ („rbb“):

Mit „Grauzone“ werden im Szenejargon Bands, Clubs und Fans aus der Punk – , Skinhead, – und Rockszene bezeichnet, die zwar nicht unbedingt selbst rechtsextrem sind, sich aber nicht klar gegen Rechte positionieren. Nach dem Motto „Wir sind unpolitisch und was jemand wählt, geht uns nichts an“. Politaktivisten kritisieren, dass man mit diesem Verhalten rechtsradikalen und rechtsoffenen Bands und Szenegängern Tür und Tor öffnet, indem man sie stillschweigend duldet oder sogar mit ihnen sympathisiert. Am Ende bleibt für den Hörer, Fan und Konsumenten die Frage: Was erwarte ich von „meiner“ Band? Wie politisch darf und soll sie sein? Wie sehr interessiert es mich, was die Bands neben der Musik noch machen? Wie wichtig ist es mir, dass sie zu bestimmten Themen klar Stellung beziehen? Über die „Grauzone“ und Eure Haltung habt ihr mit Hendrik Schröder im Blue Moon diskutiert.

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