Anatomie brauner Militanz

Der „blick nach rechts“ schreibt:

Der Journalist Olaf Sundermeyer legt mit „Rechter Terror in Deutschland. Eine Geschichte der Gewalt“ einen Reportageband zum Thema vor, welcher insbesondere der Darstellung bekannter und weniger bekannter Fälle der letzten Jahre über die NSU-Serienmorde hinaus große Aufmerksamkeit schenkt.

Die besondere Brutalität und Kaltblütigkeit der Serienmorde des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ (NSU) stehen weiterhin im Fokus des öffentlichen Interesses. Immer noch sind einige Aspekte ihrer Taten ungeklärt und das von den Ermittlungsbehörden gezeichnete Bild weist einige Widersprüche auf. Die damit einhergehende Konzentration auf die neonazistische Klein-Zelle lenkt aber den Blick davon ab, dass es darüber hinaus mit geringerer Intensität durchaus noch andere Fälle rechtsextrem motivierter Gewalt gibt.

Die von den Polizeibehörden präsentierten statistischen Daten gehen von um die zwei Fälle pro Tag aus. Insofern ist der „Terrorismus nur die höchste Eskalationsstufe rechtsextremer Gewalt“ (S. 8) wie der freie Journalist Olaf Sundermeyer in seinem Buch „Rechter Terror in Deutschland. Eine Geschichte der Gewalt“ schreibt. Er will darin eine „Anatomie rechtsextremer Gewalt anhand beispielhafter Fälle … aus nächster Nähe“ (S. 18) vornehmen. Dazu führte er sowohl mit Opfern wie mit Tätern ausführliche Gespräche.

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