Hooligans und Nazi-Bands: Der Jahresrückblick aus Bremen

„Endstation Rechts“ berichtet:

Bremer Neonazis versuchten auch 2012, ihren Handlungen einen unpolitischen Anstrich zu verleihen und waren damit erfolgreich. In der Verhandlung einer schweren Körperverletzung konnte dem rechtsextremen Täter aufgrund von Zeugeneinschüchterungen kein rassistisches Tatmotiv nachgewiesen werden. Auch der Hooligan-Band „Katecorie C“ gelang es immer wieder, sich als unpolitisch zu stilisieren. So ist es ihr möglich, einen breiten Hörerkreis an die rechtsextreme Szene heranzuführen.

In der „Klause 38″ in Bremen wurde am 25. März dieses Jahres ein Mensch mit Migrationshintergrund lebensgefährlich verletzt. Das Gericht kam nach sie­ben Pro­zess­ta­gen zu der Über­zeu­gung, dass der Täter Sascha S. nicht poli­tisch moti­viert gehan­delt habe bzw. dafür keine hin­rei­chen­den Beweise vorlägen. Im Zuge dessen wurden insgesamt 25 Zeu­gen und Sach­ver­stän­di­ge befragt. Der vor­sit­zende Rich­ter, Hel­mut Kel­ler­mann, betonte jedoch nach­drück­lich, dass nach sei­ner eige­nen Über­zeu­gung Sascha S. ein Neo­nazi sei. Bei einer Durchsuchung fanden Beamte zahlreiche Nazi-Devotionalien in dessen Wohnung. Außerdem ist er mit allerhand neo­na­zis­ti­schen Sym­bo­len täto­wiert: Unter ande­rem die Zahl „28″ („Blood & Honour“) am Hals sowie „88″ („Heil Hit­ler“), „SS“-Runen, eine schwarze Sonne und ein „SS“-Schädel, „KKK“ („Ku Klux Klan“) auf dem Oberkörper.

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