Archiv für Dezember 2012

„Bruderschaften“ mit braunen Flecken

Der „blick nach rechts“ schreibt:

Kriminelle Rocker-Gangs wie die „Hells Angels“ feilen an ihrem Image und spenden auch in Rostock für wohltätige Zwecke. Doch hinter den Kulissen offenbaren sich Neonazi-Verbindungen. Polizeibehörden liegt zudem ein erschreckendes Regelwerk von MCs vor, welches deren ganze Militanz aufzeigt.

Mitte November 2012 luden Rostocker Anhänger des „Hells Angels MC“ zur Party in ein angesehenes Lokal an der Warnow. Unweit davon lag bis vor kurzem deren Clubhaus. Ende 2011 gab es die letzte Razzia, ermittelt wurde wegen illegalen Mädchenhandels. Jetzt geht es den Rostocker Höllenengeln anscheinend um „Charity“. In einer Einladung heißt es: „Ein biss’l Klimpergeld für ’nen guten Zweck“ sollten die Partygäste mitbringen.

Kriminelle Rocker als Wohltäter? Die Rezeptur scheint bundesweit ähnlich: Man nehme eine Sektion eines berüchtigten Rotlicht-Rockerclubs, zu Beispiel der „Hells Angels“ (HA), dazu einen Anwalt mit Kontakten in Politik und Halbwelt, sowie stadtbekannte Prominente, Unternehmer oder Sportler und mache daraus einen Boden, der sich langsam setzt. Harmlose Wohltätigkeitsveranstaltungen geben das Sahnehäubchen. So funktionierte das Vorgehen einer kriminellen „Outlaw-Motor-Cycle-Gang“ in Hannover und der Lüneburger Heide, so soll es wohl auch in Rostock laufen.

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Action Sédition – Prisonniers politiques

„Aus bloßem Fremdenhass“

Der „blick nach rechts“ berichtet:

In Berlin steht seit heute der 25-jährige Stephan H. vor Gericht. Er soll versucht haben, aus rassistischen Motiven zwei Menschen zu erstechen.

Es waren zwei brutale Gewalttaten, für die sich der 25-jährigen Stephan H. seit dem heutigen Donnerstag vor dem Berliner Landgericht verantworten muss.

Am 9. Oktober 2011 befand sich sein späteres Opfer Khalil E. gegen 21.50 Uhr im hinteren Teil der Pizzeria „Principessa Italia“ in Berlin-Oberschöneweide, unweit der stadtbekannten Neonazi-Kneipe „Zum Henker“. Als der Imbiss-Angestellte E. wieder in den Verkaufsraum kam, stand plötzlich ein junger schwarz gekleideter Mann vor ihm, der unvermittelt auf ihn einstach. Laut Anklage soll es sich dabei um Stephan H. handeln, der „aus tiefer Abneigung gegen Mitbürger nichtdeutscher Herkunft wortlos mehrfach und gezielt mit dem Filetiermesser auf den arabischstämmigen Geschädigten, der von dem Angriff des Angeschuldigte völlig überrascht wurde“ einstach, „um ihn zu töten.“ Der Betroffene erlitt Stiche in den Brustkorb und Bauch sowie an den Armen und in den rechten Oberschenkel, in dem das Messer schließlich abbrach. Nur durch eine Not-Operation konnte der lebensgefährlich Verletzte gerettet werden.

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Nazi-Rock über Portale der Bundeswehr, IG-Metall etc.

Eine aktualisierte Version des Artikels vom 10.10.2012:

Nazi-Rock über Portale der Bundeswehr, IG-Metall etc.

Die Musikplattform zeezee.de schneidet Musik aus dem Internetradio lastfm.de mit und verkauft diese über eine Flatrate. Die Medien berichteten schon häufig über die Verseuchung von lastfm.de mit Nazi-Rock.
Lastfm.de wird eindeutig als Agitationsfeld von Nazis genutzt.Da zeezee.de von lastfm.de Musik mitschneidet und Inhalte verlinkt, bietet zeezee.de einen großen Teil des lastfm.de-Nazi-Rock-Angebots ebenfalls an. Lastfm.de ist nach deutschen Recht nicht belangbar, da es seinen Sitz im Ausland hat. Zeezee.de dagegen hat seinen Sitz in der BRD. Der §130 StGB Volksverhetzung, der die Verbreitung von
nationalsozialistischen Gedankengut untersagt, wäre eine geeignete Rechtsgrundlage für eine strafrechtliche Verfolgung.Leider hat die BRD bis jetzt an diesem Vorgehen kein Interesse gezeigt…

Eine Organisation der BRD, die Bundeswehr, arbeitet sogar mit zeezee.de zusammen, in dem sie diese mit dem vorgehängten Logo der Wehrverwaltung adaptiert und damit neue Rekruten wirbt.

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Randy – Little toulouse

Offener Brief an die BigBox Allgäu zum Frei.Wild Konzert am 22.12.2012

Der Blog „Kraut und Rüben“ schreibt:
Am 12.11.2012 verschickten Antifaschist_innen einen offenen Brief an die BigBox Allgäu, Oberbürgermeister Ulrich Netzer und an große Medien wie z.B. die Allgäuer Zeitung und Antenne Bayern. Um eine Absage des Konzerts, der neofaschistischen, völkisch Nationalen Band Frei.Wild, und eine Stellungnahme seitens der BigBox zu erwirken.

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Das „Front Records“-Imperium in Sachsen – Bestandsaufnahme eines Neonazi-Netzwerks

Quelle: Gamma

Im Landkreis Leipzig agiert mit „Front Records“ seit mehr als einem Jahrzehnt einer der umtriebigsten und bundesweit bedeutendsten Neonazi- und Rechtsrock-Versände. Er steht stellvertretend für den alles in allem durchaus „erfolgreichen“ Versuch der Neonazi-Szene, aus rechter Hetze Gewinn zu schlagen. Aber auch dafür, dieser Szene umgekehrt eine Finanzquelle zu verschaffen, die nicht versiegen will: Mit Tonträgern, Klamotten und weiteren Devotionalien erwirtschaftet die Clique um Thomas Persdorf einen immensen, sicherlich sechsstelligen Jahresumsatz.

Und das ist noch pessimistisch geschätzt. Tatsächlich wurde rings um „Front Records“ ein kaum überschaubares Firmengeflecht aufgebaut, das weiter expandiert. Entscheidend ist, was und wer hier expandiert. Persdorf scheut zwar die Öffentlichkeit, ist aber mitnichten ein kleines Licht. Nach dem Verbot des „Blood & Honour“-Netzwerks im Jahr 2000 war er einer der Hauptbeschuldigten in Ermittlungen, die sich gegen illegale Nachfolgestrukturen richteten. Er übernahm den Vertrieb von CDs der Band „Landser“, die heute als kriminelle Vereinigung gilt. Er nutzte das Vakuum nach dem Verbot, um Konzerte in seinen Räumen auszurichten. Und er bunkerte unter anderem T-Shirts und Fahnen mit Aufdrucken wie „Combat 18“ – einer britischen Terrororganisation und zugleich dem „bewaffneten Arm“ von „Blood & Honour“. Die Aktivitäten rund um „Front Records“ sind aktenkundig. Hinderlich war das aber bisher kaum.

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Zu groß oder zu offen? – Hardcore bleibt Nazifrei!

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

Letzten Donnerstag den 13.12.2012 haben Too Gross das Video zu ihrer neuen Single veröffentlicht. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Über die Offenheit der Band gegenüber dem rechten Milieu aber nicht. Bereits im Mai diesen Jahres haben Too Gross einen Clip für den Song „Down With The Devil“ hochgeladen.

[1] In dem Video gibt es allerhand Beatdown-Prominenz wie Peachey, der gleichzeitig Sänger bei Six Ft. Ditch ist oder mehrere Gesichter der BDA-Crew wie Daniel Gun und Partisan zu sehen. Abgesehen davon ist auch die eine oder andere zwiespältige Person zu sehen. Bei näherer Betrachtung fällt vorallem ein Typ auf, der wie deutlich zu sehen ist Thor Steinar Kleidung trägt. Im Video zum Beispiel zu sehen bei 2:12 und auf den angefügten Bildern.[2,3] Außerdem sind noch ein Behind the Scenes Video und Making-of Bilder veröffentlicht worden, auf denen die besagte Person ebenfalls zu erkennen ist.[4,5,6] Die Frage ist, was sich Too Gross dabei gedacht haben Nazi-Klamotten offen und ohne jeglicher Kritik in ihrem Clip zur Schau zu stellen. Wahrscheinlich Nichts! Wieder einmal beweist sich, dass die Beatdown-Szene offensichtlich Platz für alles und jeden bietet. Sind es nun prollige Macker, Sexismus, Homophobie oder eben wie in diesem Fall Thor-Steinar-Atzen. Weitaus erschreckender jedoch ist die Tatsache das bisher keinerlei Diskussion darüber erfolgt ist oder Öffentlich davon berichtet wurde. Interessant wird sein, wie sich Too Gross und Konsorten dazu äußern werden. Falls sie es überhaupt tun werden. Leute, haltet die Augen offen! Fuck Nazi Sympathy!

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Action Sédition – L‘exploiteur

Immer mehr militante Rechtsextremisten

Der Tagesspiegel schreibt:

Berlin – Die vom militanten Rechtsextremismus ausgehende Gefahr nimmt nach Informationen des Tagesspiegels weiter zu. In diesem Jahr sei die Zahl der gewaltorientierten Rechtsextremisten auf über 10 000 gestiegen, teilten Sicherheitskreise mit. Bei einer vorläufigen Erhebung seien bundesweit 10 100 einschlägig aufgefallene Personen festgestellt worden. Im Jahr 2011 waren es noch 9800. Damit setzt sich der schon länger zu beobachtende Anstieg fort. 2010 hatte der Verfassungsschutz 9500 gewaltorientierte Rechtsextremisten gemeldet.

Die aktuell 10 100 gewaltorientierten Rechtsextremen sind parteiunabhängige Neonazis, aktionsorientierte NPD-Mitglieder sowie von den Sicherheitsbehörden als „subkulturell geprägt“ bezeichnete Personen.

Das sind vor allem Skinheads und Anhänger von Musikszenen wie „NS-Hatecore“ und „NS-Black-Metal“. Bei den Neonazis fallen weiterhin am stärksten die „Autonomen Nationalisten“ auf, die als besonders aggressiv gelten und sich an den linksextremen Autonomen orientieren.

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Broschüre zur Trierer Neonaziszene

Via „Autonome Antifa Trier“:

“Neonazis in Trier – Eine Bestandsaufnahme” ist der Titel unserer Broschüre, die neben der NPD Trier auch parteilose Strukturen der extremen Rechten beleuchtet. Mit dieser Herausgabe möchten wir über die Trierer Naziszene informieren sowie eine Auseinadersetzung mit der Problematik anregen. Die Broschüre steht hier zum Download bereit und kann auf Anfrage in gedruckter Version über unsere E-Mail Adresse bestellt werden.

Nazi Head Stomp – Wisdom In Chains

Rückzugsorte für die Szene

Der „blick nach rechts“ schreibt:

Zahlreiche Immobilien befinden sich in den Händen der NPD – das Geld zum Kauf stammt zum Teil aus Erbschaften.

Die rechtsextreme Szene verfügt zur Zeit bundesweit über 212 Immobilien. Von denen befinden sich laut internen Behördeninformationen 96 in den westdeutschen und 116 in den ostdeutschen Bundesländern. Die NPD soll von den zur Verfügung stehenden Objekten demnach 71 selbst nutzen, weitere 19 teilt sich die Partei mit dem freien Neonazi-Spektrum.

Immobilien dienen als Rückzugsort und Anlaufpunkt insbesondere für regional agierende Neonazi-Gruppen. Das Ziel: Dominanz im Umfeld der Häuser auszuüben. In der „Deutschen Stimme“, dem Parteiblatt der NPD, hieß es dazu 2008 auch: „National befreite Zonen“ müssten in ihrer bestehenden Infrastruktur „fortwährend ausgebaut, gestärkt und gefestigt werden“.

Ähnlich den Clubhäusern krimineller Rockerclubs glichen manche wie beispielsweise das angemietete „Braune Haus“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler zeitweilig Festungen. Eimer mit Steinen, Baseballschläger und verstärkte Kabelenden wurden dort vom den Anhängern des „Aktionsbüros Mittelrhein“ an den Eingängen gehortet.

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Polizei löst rechtsextremes Konzert in Leipzig auf – Durchsuchungen in der Odermannstraße

Die „LVZ“ berichtet:

Leipzig. Die Polizei hat am Samstagabend ein rechtsextremes Konzert in Leipzig aufgelöst. Wie die Behörde mitteilte, hatte die Gruppe „Ostfront“ aus Thüringen einen Auftritt in der Odermannstraße geplant und mit 50 Besuchern gerechnet. Die siebenköpfige Band traf mit anderen Personen gegen 18 Uhr in dem NPD-Zentrum ein und wurde von Polizisten durchsucht. Dabei fanden die Beamten Liedtexte mit volksverhetzendem Inhalt.

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Siehe auch: Weitere rechtsextreme Veranstaltung in Leipzig aufgelöst – Polizei stoppt Feier in Fabrikhalle
Konzert der rechtsextremen Gruppe „Ostfront“ und weitere Veranstaltung in Leipzig verboten

Die Verwesenden Altlasten – Hilfe, Martin Rütter!

Nürnberger Neonazi auf der Flucht?

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

Der Nürnberger Neonazi Rainer Biller huldigt auf Facebook dem rechtsterroristischen NSU. Nach Veröffentlichung seiner Aktivitäten bricht er in hektische Aktivitäten aus. Ist er „zwingend“ ein Unterstützer der NSU? Bereitet er gerade seine Flucht für immer vor? Wurde er letztes Jahr aus der NPD geworfen um Kontakte der Nürnberger NPD zum NSU zu verschleiern?

Wir berichteten über die offene Sympathie, die der Nürnberger Neonazi Biller auf Facebook für die NSU demonstriert (1). Nachdem er von der Veröffentlichung mitbekam, brach er in hektische Aktivitäten aus: Posten von alten Autos und NSU-Logos, um dann in einem Kommentar zu erklären. „Und das ich Beate Zschäpe als hübsche Frau bezeichnet habe und ein Freund alter Fahrzeuge wie NSU – DB – Ford usw. bin , bedeutet nicht zwingend das ich ein Unterstützer der sogenanten Dönermörder bin.“ (2) Biller verwendet immer noch den rassistischen Begriff „Dönermörder“. „Zwingend“ bedeute dies nicht, dass er ein NSU-Unterstützer sei, meint Biller.

„Zwingend“ ein Unterstützer des rechtsterroristischen NSU?

Sehen wir uns seine Argumentation an: „Ein Fan alter Autos“. Keine einzige seiner „gefällt mir“ Angaben auf FB betraf am 14.12.12 alte Autos. Screenshots als Beweis unserer Aussage wurden gefertigt. In seinen gesamten älteren Facebook Bildern befindet sich als einziges Auto ein neuer Bentley Sportwagen neben dem Biller in angeberischer Stellung posiert.. Das zeigt auf: Biller mag alles sein, aber ein Fan alter Autos, bestimmt nicht. Selbst fährt er übrigens einen stinknormalen Kleinwagen. Das von ihm veröffentlichte „NSU“ Symbol, hat mit einer vermeintlichen Vorliebe für Autos nichts zu tun.

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Kempten: Konzert mit „Frei.Wild“

„AIDA“ München berichtet:

Am Samstag soll um 20.00 Uhr (Einlass 18.30 uhr) die ultranationalistische Südtiroler Kapelle „Frei.Wild“ in der Kemptener „Big Box“ auftreten.

Mit großem kommerziellen Erfolg singt die Band radikal rechte Texte, z. B. im Song „Gutmenschen und Moralapostel“ auf dem aktuellen Album „Feinde Deiner Feinde“.

Gegen zivilgesellschaftliche und antifaschistische Aktivitäten hetzt „Frei.Wild“ darin u. a.:

„Ich scheiß auf Gutmenschen, Moralapostel / Selbsternannt, political correct“.

Weiter heißt es im gleichen Liedtext in antisemitischem Duktus:

„Sie richten über Menschen, ganze Völker sollen sich hassen / Nur um Geschichte, die noch Kohle bringt, ja nicht ruhen zu lassen“ und „Selbsternannt, sie haben immer Recht / Die Übermenschen des Jahrtausends / Ich hasse sie wie die Pest.“

Quelle

NXD – Fickt euch alle!

Rechte WG oder „Nationales Jugendzentrum“?

„AIDA“ München berichtet:

Führende Münchner Neonazis haben seit 1. Dezember 2012 im Stadtteil Obermenzing ein Haus mit großem Gartengrundstück angemietet. Die Besitzerin der Immobilie, die die Vermietung einer Maklerin überlassen hatte, ist entsetzt. a.i.d.a. berichtet über den Stand der Dinge:

Niemand schöpfte Verdacht

Mitte November 2012 meldete sich ein junger Mann bei einer Immobilienmaklerin in der Münchner Lindwurmstraße. Im Internet hatte er ein Mietangebot der Firma gesehen. Als er sich das zur Vermietung anstehende Haus im Münchner Westen schließlich anschaute, zeigte er sich völlig begeistert. Er und seine zwei Mitmieter wollten das freistehende Haus unbedingt anmieten und sie versprachen im Gegenzug sogar, Gartenarbeiten und Schneeräumdienste zu übernehmen. Die Maklerin verlangte Schufa-Auskunft und Einkommensnachweis des jungen Mannes. Was sie aber nicht überprüfte, war der Name des Mannes, obwohl sie sich von ihm sogar eine Ausweiskopie geben ließ. Eine einfache Suchmaschinenanfrage im world wide web hätte zuverlässige Informationen über den Interessenten geliefert.

Die Mieter_innen

Bei ihm handelt es sich nämlich um einen der führenden Münchner Neonazis. Bis vor kurzem verantwortete er die Webseite der „Kameradschaft München Nord“. Beim Neonaziaufmarsch am 17. November 2012 in Wunsiedel trug er zusammen mit den Aktivisten der militanten Kameradschaft „Jagdstaffel Deutsch Stolz Treu“ (München/Geretsried) das Fronttransparent des neonazistischen Dachverbands „Freies Netz Süd“ (FNS). Der junge Mann, der schließlich erfolgreich über die Anmietung des Hauses verhandelte, war nicht allein. Ende November unterschrieben er, ein weiterer junger Mann und eine junge Frau bei der Besitzerin des Hauses einen auf zwei Jahre befristeten Mietvertrag.

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Thüringens tiefbraune Fußballfans

Der „Störungsmelder“ berichtet:

Brutale Gewalttaten, Nazipropaganda und beste Verbindungen in die rechtsextreme Szene. In Nordhausen tummeln sich unter den Fans des örtlichen Fußballklubs dutzende Neonazis. Der Verein tut wenig, um dagegen vorzugehen. Presseanfragen zum Thema werden einfach ignoriert. Dabei ist es höchste Zeit zu handeln.

Oktober 2012, die Podiumsdiskussion in Nordhausen ist gut besucht. Weit mehr als 100 Menschen sind gekommen, um sich mit Rechtsextremismus und Fußball zu beschäftigen. Seit Jahren gibt es auch in Nordhausen eine militante und teils extrem rechte Hooliganszene. Dies war für viele Anwesende die Motivation herzukommen. Neben dem Sportjournalisten Ronny Blaschke, Vertretern von Fanprojekten und der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus nimmt an diesem Abend auch der Präsident von „Wacker Nordhausen“, Nico Kleofas, an der Diskussion teil. Es ist die erste öffentliche Veranstaltung in der Stadt, die seit dem Auftreten der Hooligangruppe „NDH-City“ 2008 zu diesem Thema stattfindet. Große öffentliche Statements des Vereins waren bisher kaum zu vernehmen. Wie schnell deutlich wird, sind an diesem Abend nur wenige Wackerfans anwesend. Kleofas scheint sich auf die Veranstaltung nur wenig vorbereitet zu haben. Die Hooligangruppe „NDH-City“ sei nicht mehr existent, die Probleme zurückgegangen und außerdem könne man Extremisten auch mit Stadionverboten nicht ändern, so sein Tenor. Der Verein habe getan, was in seiner Macht stehe und einem Teil der Mitglieder Hausverbote erteilt. Was Kleofas nicht erwähnt, die sieben im Jahr 2008 erteilten Stadionverbote in Nordhausen liefen bereits drei Jahre später wieder aus. Zudem galten diese nur für das vereinseigene Stadion in der Rolandsstadt. Dies geht aus Informationen des Thüringer Innenministeriums hervor.

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