In der Nazi-Burg

Die „Frankfurter Rundschau“ berichtet:

Die Nachbarn des Schlitzers in Echzell haben die verlassene Hofreite des Neonazis gekauft. Der Rechtsextremist Patrick W. war Ende 2012 zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Jetzt räumen sie dort auf und stoßen dabei auf ein Panoptikum rechtsextremen Unflats.

Der Putz bröckelt von Wänden und Decke, der alte Holzofen ist verbeult, der Spielautomat defekt, die Tabledance-Stange mit Bauschaum beschmiert. Die Polizei hat ihr Übriges getan auf der Suche nach Waffen und Drogen. Die Holzbänke sind demoliert, die schwarzen Bezüge zerschlissen. Auf der Box neben der Sitzgruppe liegen ein paar CDs. Rockabilly, Rechtsrock, die NPD-Schulhof-CD, Untertitel: „Hier kommt der Schrecken aller linken Spießer und Pauker“.

Es ist muffig, ungemütlich, verdreckt. Der ganze Boden ist mit Vogelexkrementen besprenkelt. „Die Tür war kaputt und stand offen“, erklärt Werner Schubert den Schmutz. Eine Schwalbenfamilie habe bis zum Herbst in dem ehemaligen Stall gehaust. Erschöpft und seufzend schaut er sich um, Martina Schubert tritt ein. „Wir haben sofort eine neue Tür eingebaut.“

Weiter

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • Google Bookmarks
  • Identi.ca
  • RSS
  • MySpace
  • PDF