Archiv für Februar 2013

Peacebastard – Why are we not able?

Rechtsextremismus: Metal-Festival in Traun abgesagt

Via „Die Presse“:

Bands wie „Minas Morgul“, „Riger“ und „Heimdalls Wacht“ sollen eine Nähe zum Rechtsextremismus haben. Der Konzerthaus-Betreiber distanziert sich.

Ein geplantes Metal-Festival und drei weitere Konzerte im Konzerthaus Spinnerei im oberösterreichischen Traun im Bezirk Linz-Land sind abgesagt worden. Das oberösterreichische Antifa-Netzwerk und der linke Kulturverein Infoladen Wels orteten bei mehreren Bands, die auftreten hätten sollen, ein „Naheverhältnis zum Rechtsextremismus“, erklärten sie am Dienstag. „Mit Rechts haben wir nichts am Hut“, betonte Andreas Nutz, im Konzerthaus Spinnerei für Musik zuständig. Der Veranstalter war telefonisch vorerst nicht erreichbar.

Geschmacklose Werbung

Ursprünglich war das „Heidenwahn“-Festival für 9. März geplant gewesen. Geschmacklos war der Aufruf des Veranstalters, Werbung für das Festival zu machen: Er schrieb auf Faceboo, man solle die Info über das Festival „wie Aids“ verbreiten. Auf der Website seines früheren Internetversands habe er zur Begrüßung eine „Schwarzen Sonne“ – ein NS-Symbol – verwendet sowie zahlreiche Tonträger und Merchandise von neonazistischen Bands zum Kauf angeboten, berichtete der Infoladen Wels.

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Siehe auch: Nazi-Konzert mit Minas Morgul verhindert
Vier Black-Metal-Festivals unter braunem Verdacht

Nachdenken über eine „neue Methodik des nationalen Widerstandes“

Via „Publikative.org“:

Der rechtskräftig verurteilte und mehrfach vorbestrafte Neonazi Meinolf Schörnborn aus der Nähe von Gütersloh lädt am kommenden Wochenende zum zweiten Teil seiner „Seminarreihe Weltanschauung“ ein. Bei der konspirativ geplanten Veranstaltung handelt es sich um die Fortsetzung der „Lesertreffen“ aus dem Umfeld der extrem rechten Zeitschrift „Recht und Wahrheit“, die seit rund 15 Jahren überwiegend bei Ilfeld in Nordthüringen stattfinden.

Bei der zweitägigen Veranstaltung setzt Veranstalter Schönborn offenbar auf die Verschwiegenheit der Teilnehmer: „Handys und jegliche Art von Aufnahmegeräte sind strengstens verboten“ (Fehler im Original), heißt es in der Anmeldung, das Thema der Veranstaltung: „Was können wir (noch), was müssen wir tun!“. Nach dem Willen des ehemaligen Vorsitzenden der verbotenen Organisation „Nationalistische Front“ (NF) soll „dringlich über eine neue Methodik des nationalen Widerstandes nachgedacht werden“, denn das rechte Lager habe seit 1945 nichts erreicht außer eine „totale Erfolgslosigkeit“. Die Diskussion solle zum Nachdenken über „neue Wege und realistische Ziele“ anregen, denn in „den letzten 66 Jahren haben wir nichts Großartiges erreichen können“, schreibt Schönborn in der Einladung.

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Bonsai Kitten – Life Is A Bitch And So Am I

Ungereimtheiten bei Ermittlungen in der Neonazi-Szene

Via „Merkur Online“:

Eine Einsicht in die Arbeit von Verfassungsschutz und Polizei gewährte Grünen-Landtagsabgeordnete Susanna Tausendfreund im Wolf-Ferrari-Haus in Ottobrunn. In nur wenigen Worten äußerte sich Tausendfreund außerdem über den Ottobrunner Neonazi Norman Bordin, der nach Informationen des italienischen Geheimdienstes im Jahr 2007 an dem Versuch beteiligt gewesen sein soll, die NSU-Strategie nach Südtirol zu exportieren. (…) Für Tausendfreund steht fest: „Der Verfassungsschutz ist ein Kind des kalten Krieges.“ Grundsätzlich hätten detaillierte Ermittlungen und eine langfristige Beobachtung der rechtsextremistischen Szene schon seit dem Anschlag auf das Münchner Oktoberfest 1980 erfolgen müssen. „Es gibt auch im Bezug auf diese Tat so viele Ungereimtheiten, dass der Vorgang nicht abschließend geklärt ist“, sagte Tausendfreund. Mittlerweile seien aber etliche Asservaten aus dieser Zeit vernichtet. Hinweise auf das Mörder-Trio gab es in Bayern zuhauf. Klar ist, dass sie im Freistaat mehrfach aktenkundig wurden. Mundlos etwa habe im Jahr 1994 an den Kiesgrubentreffen in Straubing teilgenommen. Dort feierten rund 30 Nazis mit 50-Liter-Fässern Bier und skandierten das verbotene SS/SA-Bavaria. Sie sangen Texte wie „Das Blut muss fließen“ und „Das Messer flutscht in den Judenleib“. Es war die erste Spur der Mörder, die nach Bayern führte. Die Neonazis wurden daraufhin kontrolliert und festgenommen, das Ermittlungsverfahren aber eingestellt.

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„Hammerskins“ im Landkreis Wolfenbüttel

Der „NDR“ und „Welt online“ berichten:

Das Dorfgemeinschaftshaus in der 739 Einwohner zählenden Gemeinde Werlaburgdorf (Landkreis Wolfenbüttel) hat schon manches gesehen – aber das noch nicht: Tätowierte Gestalten in Bomberjacken und mit Skinhead-Look hatten sich eingemietet, um das zu feiern, was sie eine „Familienfeier“ nennen. So zumindest lautete die Begründung, mit der sie den Saal des Hauses gemietet hatten. Die Wirklichkeit dieser „Familienfeier“ war eine andere: Angereist waren rund 30 Skinheads der extrem rechten Gruppierung der „Hammerskins“. Auf dem Plan stand erkennbar ein „national officers meeting“, ein Treffen der Führungsköpfe dieser Gruppierung, die der Verfassungsschutz Hessen als rechtsextrem bezeichnet.

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Siehe auch: Skinhead-Treffen nach Polizeieinsatz beendet
Siehe auch: Nazi-Bruderschaft aufgeflogen

Bloodstains – Live fast stay young

Spion im NSU-Umfeld: V-Mann „Corelli“ bekam 180.000 Euro vom Staat

Das „Netz gegen Nazis“, die „Welt“ und „Focus“ berichten:

Ein V-Mann aus dem Umfeld des Zwickauer Neonazi-Trios hat laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ vom Bundesamt für Verfassungsschutz rund 180.000 Euro Honorar bekommen. Es handle sich um die bisher größte bekannt gewordene Summe für einen V-Mann, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Verfassungsschutz-Akten, die dieser Tage dem NSU-Untersuchungsausschuss zugegangen seien. Der SPD-Geheimdienstexperte Thomas Oppermann sagte dem Blatt, er halte die Höhe des Honorars und die Dauer des Einsatzes für „hochproblematisch“. (Focus Online) Es geht um einen Neonazi aus Sachsen-Anhalt, der unter dem Decknamen „Corelli“ jahrelang für den Verfassungsschutz in der rechtsextremen Szene gespitzelt haben soll. Sein Name fand sich in einem Adressbuch des Rechtsterroristen und NSU-Mitglieds Uwe Mundlos. Laut „Bild am Sonntag“ wurde „Corelli“ erst im November 2012 vom Geheimdienst abgeschaltet und in einem Zeugenschutzprogramm untergebracht. Seither lebe er mit neuer Identität in England. (Welt Online)

Quelle
Siehe auch: Die Lügenlawine

Nazi als Pop

Via „Publikative.org“:

Die extreme Rechte in Deutschland hat es seit der Herausbildung des RechtsRock kaum geschafft jugendkulturell anschlussfähig zu werden. Nach einer stilistischen Modernisierung der „Autonomen Nationalisten“ ist kaum mehr etwas passiert. Seit einiger Zeit versuchen nun verschiedene Gruppen als Pop aufzutreten: von den „Unsterblichen“ zur „Identitären Bewegung“.

Als Anfang der 2000er die „Autonomen Nationalisten“ in Erscheinung traten, waren die Reaktionen auf das neue Phänomen sehr unterschiedlich. Viele schienen überfordert von der äußerlichen Modernisierung im Stile linker autonomer Gruppen. Auch innerhalb der Szene stieß das neue Auftreten nicht überall auf Akzeptanz. Doch schnell stellte sich heraus, dass hinter den neuen schwarzen Blöcken knallharte Neonazi-Ideologie steckt, die sich lediglich moderner präsentierte. Dennoch gewannen die „Autonomen Nationalisten“ schnell an Zulauf, vor allem beim jungen aktionsorientierten Neonazis, die nun ihre Menschenverachtung hip verkleideten. Seither ist wenig passiert, dennoch fällt vermehrt auf, dass auch die extrem rechte Jugendkultur sich Schritt für Schritt weiter professionalisiert, nach außen modernisiert und neue Ausdrucksformen wählt. Ziel ist es, die eigenen Inhalte zu verbreiten und junge Menschen für die extreme Rechte zu gewinnen.

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Siehe auch: Eine Bibel für die Sekte der “Identitären”

Irie Révoltés – Allez

DVU-Gründer Gerhard Frey ist tot

Via „Endstation Rechts“:

Der Publizist und Gründer der rechtsextremen DVU, Gerhard Frey, ist nach einer kurzen Krankheit gestorben. Der Millionär wird vor allem für seinen autokratischen Führungsstil und das unrühmliche Ende der DVU in Erinnerung bleiben.

Bereits vergangenen Dienstag, einen Tag nach seinem 80. Geburtstag, ist Gerhard Frey nach kurzer Krankheit verstorben. Wie die tagesschau berichtet, hätte dies sein Sohn der dpa bestätigt.

Frey, der 1933 in der Oberpfalz als Sohn einer konservativ eingestellten Kaufmannsfamilie geboren wurde, war bereits früh publizistisch tätig. Im Alter von 18 Jahren hat er einem Bericht der „Bundeszentrale für politische Bildung“ zufolge seine journalistische Laufbahn bei der „Deutschen Soldaten-Zeitung“ begonnen, die wenige Jahr nach Kriegsende von Altnazis gegründet worden war. 1963 wurde sie schließlich in „Deutsche National-Zeitung“ umbenannt. Im Laufe der Jahre übernahm Frey etliche Zeitungen und Verlage, es kam zu zahlreichen Verschmelzungen. Bis zu seinem Tod war er Herausgeber der „National Zeitung“, die bis zuletzt eine Auflage von mehreren Zehntausend Exemplaren gehabt haben soll.

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NSU: Das Ende des “Terror-Trios”?

„Publikative.org“ berichtet:

Möglicherweise waren die Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos bei ihrem letzten Banküberfall nicht nur zu zweit unterwegs. Laut Funkzellenauswertung war der bekannte Neonazi Andrè K. in der Nähe. Damit wäre die Darstellung des NSU als abgeschottetes Terror-Trio endgültig hinfällig.

Bislang ist es lediglich eine Spur, doch diese könnte noch einmal viel Licht in den NSU-Komplex bringen. Einem Bericht des “Focus” zufolge verfolgt die Bundesanwaltschaft neue Spuren beim letzten Banküberfall der Neonazi-Terrorgruppe in Eisenach. Fahnder vermuten dem Bericht zufolge, dass der Jenaer Neonazi André K. die NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos am 4. November 2011 begleitet haben könnte.

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Siehe auch: Infos zu André Kapke – mutmaßlicher Unterstützer des NSU

Donots – Wake The Dogs

Berlin: Aktionstag gegen Naziläden am 9. März

No Nazi-shopping!
9. März 2013: Aktionstag gegen Neonaziläden und rechten Lifestyle.

Hohenschönhausen:Kundgebung, 12 Uhr, Lindencenter
Weißensee:Demo, 14 Uhr, Antonplatz (durch Prenzlauer Berg und Weißensee)
Friedrichshain:Demo, 16 Uhr, S-Bhf. Frankfurter Allee
Die Neonazi-Klamottenmarke “Thor Steinar” musste nach erfolgreichen Protesten vor einigen Jahren die Einkaufszeilen der Republik räumen. Seitdem ist das Label auf eigene Läden umgestiegen und hält sich zäh – in Friedrichshain seit 2009 und in Weißensee mit dem “Tønsberg”-Shop seit 2011.

Gesellschaft bekommt “Thor Steinar” mittlerweile durch “Label 23”, eine Marke die klare NS-Bezüge vermeidet und die ideologische Schnittmengen zu rechter Ideologie vor allem über Kampf- und Männlichkeitsästhetik in der Motivwahl herstellt.

Verkauft wird die Marke derzeit in den “Door Breaker”-Filialen in Friedrichshain und Hohenschönhausen. So wie “Door Breaker” früher “Thor Steinar” bewusst im Sortiment behielt, wiederholt sich das Szenario derzeit mit “Label 23” wieder.

Wir dulden keine Nazischeisse in unseren Kiezen!
Heraus zum Aktionstag gegen Naziläden und rechten Lifestyle!

Veranstaltungen zu “Label 23”:
Sa. 23.02., 19 Uhr, Zielona Gora, Grünberger Straße 73, Friedrichshain
Do. 28.02., 20 Uhr, Bunte Kuh, Bernkasteler str. 78, Weißensee

Mehr Infos

15.-23.2.2013: Grau- und Braunzonenkonzerte weltweit

An dieser Stelle gibt es mal wieder eine Zusammenfassung der uns bekannt gewordenen Konzerte aus der musikalischen Grau- und Braunzone vom vergangenen bzw. bevorstehenden Wochenende. Wie immer gilt natürlich: selber recherchieren & nachdenken, wenn Ihr Gegenaktivitäten plant!:

Grauzone:

- 15.2.2013: „F-Haus“/Jena: „Gumbles“, „Soifass“ und „Halbstarke Jungs“.

- 16.2.2013: „G.i.G. Kneipe“/Halle: „Loud´n´Proud“ präsentierten die Grauzonencombos „Eastside Boys“, „Oiforce“ und „Halbstark“.

- 16.2.2013: „Villa Keller“/Leipzig: Konzert mit der Grauzonenband „Halbstarke Jungs“ u.a.

- 16.2.2013: Kulturhaus „K“/Merzdorf: Grauzonengig mit den „Gumbles“, „Hottntottn“ und „Zugriff“.

- 22.2.2013: „Zwischenbau“/Rostock: Grauzonenkonzert mit „Prollsport“ und den „Rostdogs“.

- 22.2.2013: „AJZ Erfurt“: „Ostpunk Tour“ mit gräulichen Bands wie „High Society“ und „The Starts“.

- 23.2.2013: „Chemiefabrik Dresden“: „Ostpunk Tour“ mit gräulichen Bands wie „High Society“ und „The Starts“.

- 23.2.2013: „Factory“/Magdeburg: „Oi! For You“-Grauzonenkonzert mit den Bands „Stomper 98″, „4Promille“ und „Roughnecks“.

Braunzone:

- 15.2.2013: Klub „Przepraszam“/Polen: Nazikonzert unter dem Motto „Moshpit Annihilation“ mit den Bands „Ragine Death“, „Tormentia“ und „Orion“.

- 16.2.2013: London/England: „Oi´For England“ präsentierte unter dem Motto „Monster of Oi!“ Bands aus dem RAC- bis „Blood & Honour“-Bereich: „I.C.1.“, „Last Orders“, „Citizen Keyne“, „Code 1″, „Kombatants“, „Hooligan UK“, „Bakers Dozen“ und „Superyob“. Siehe auch diesen Artikel des „Vice“-Magazins.

- 16.2.2013: „Thinghaus“/Grevesmühlen: Die Polizei verhinderte erneut ein geplantes „Hammerskin“-Konzert: Neonazi-Fasching fällt ins Wasser: Polizei verhindert erneut Hasskonzert im „Thinghaus“

- 16.2.2013: Ungarn: Konzert der „Arrabona Crew“ und „Blood & Honour Ungarn“.

- 16.2.2013: „MAS250″/Bozen (Italien): Nazikonzert bzw. -party mit Bands und DJs aus dem Punk-, Hip Hop- und Hardbass-Bereich: „Istigazione“, „Madblock“, „Dinamo Darkside“, „D-Ice“, „Drittacore“ und „Gang Calavera“.

- 16.2.2013: Budapest/Ungarn: Nazikonzert mit den Bands „Hungarica“, „Stratégia“ und „Zle Psy“.

- 23.2.2013: Italien: Die neofaschistischen „Apulia Skinheads“ organisieren unter dem Motto „RAC´n´Roll Night“ ein Rechtsrockkonzert mit den Bands „Gesta Bellica“, „Still Burnin´Youth“ und „Testudo“.

- 23.2.2013: Lissabon/Portugal: „Lisbon Oi!“-Fest mit Bands aus dem RAC-Bereich: „Brassic“, „The Firm“ und „Oifensiva“.

- 23.2.2013: England: Die „Blood & Honour Yorkshire Division“ organisiert unter dem Motto „Viking Fest Gig“ ein NS-Konzert mit den Bands „March or Die“, „Section 88″ und „Cirhoza 88″.

- 23.2.2013: „Skinhouse Hellas“/Griechenland: Nazikonuert mit den „Battle Dogs“ und einer Band aus den USA.

- 23.2.2013: Ungarn: Unter dem Motto „Vissza a Felleguárba“ sollen die Nazibands „Oi-Kor“, „Vérszerzödés“ und „Fehér Törvény“ aufspielen.

- 23.2.2013: „Rokiklubis“/Estland: Nazikonzert „EW 95″ mit den Bands „P.W.A.“, „Marder“, „Revalers“, „Faustrecht“ und R.M.V.“.

Destruct – Living In Disaster

30.04.2013 Berlin – Schöneweide: Antifaschistische Demo + Open Air Konzert

30.04.2013 Berlin – Schöneweide

In Berlin-Schöneweide hat sich die Neonaziszene seit einigen Jahren festgesetzt. Der Kiez ist „Hochburg“ und Treffort der Berliner Neonaziszene, aber auch bundesweit agierender Kader geworden. GegenNazis2013_A6_webkleinSeitdem antifaschistische Gruppen die Ausmaße neonazistischer Umtriebe in Schöneweide in der Broschüre „Die Braune Straße von Berlin“ offenlegten, kommt der Kiez aus den Schlagzeilen nicht mehr heraus. Mit der Kneipe „Zum Henker“ und dem Naziladen „Hexogen“ verfügen die Rechten zudem über zwei zentrale Eckpfeiler der regionalen Szene.

Übergriffe auf Migrant_innen, Nicht-Weiße, alternative Jugendliche und Linke müssen durch offensives Eingreifen verhindert werden. So hätte auch eine rassistische Attacke vor der Kneipe „Zum Eisenbahner“ im September 2012 verhindert werden können. Dabei wurde ein schwarzer Mann aus der Kneipe heraus mit Gläsern beworfen. Alltagsrassismus und die Verharmlosung des Neonaziproblems sind in der Bevölkerung weit verbreitet und müssen thematisiert und bekämpft werden. Als positive Beispiele der solidarischen Hilfe sind einige Imbiss-Mitarbeiter zu nennen, die einen Mann vor der Gewalt von Neonazis schützten, sowie die Menschen, die mit kreativen Aktionen gegen rechte Tendenzen vorgehen.

Doch das reicht noch nicht! Mit einer großen, kraftvollen Demonstration und einem Konzert am 30. April, kurz bevor die Neonazis am 1. Mai versuchen wollen, in Schöneweide aufzumarschieren, gehen wir in die Offensive! Gemeinsam mit allen solidarischen Menschen wollen wir den neonazistischen Hegemoniebestrebungen sowie dem alltäglichen Rassismus eine antifaschistische Kultur entgegen setzen!
Das Ziel ist klar: Gemeinsam gegen Nazis!

Große Demonstration mit anschließendem Open Air Konzert.
30.04.2013 – 17:00 Uhr S-Bhf. Schöneweide

Live on Stage: Irie Révoltés + ZSK + Atari Teenage Riot DJ Set + Berlin Boom Orchestra

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23.2.2013: AK47/Düsseldorf: Hard Skin

Ein Konzerttipp der Oire Szene Redaktion:

Mehr Infos auf www.kannibalkrach.de

Autobot – Hochhaus (Hammerhead Cover)


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Unterstützt die Partizan Minsk-Tour 2013!

Die Oire Szene Redaktion unterstützt die Partizan Minsk Tour und ruft zum spenden auf:

Es gibt in Weißrussland einen ganz besonderen Fußballclub. Bis 2010 hieß er MTZ-Ripo.Der Verein erlangte internationale Aufmerksamkeit nicht so sehr durch seine sportlichen Erfolge, sondern vor allem durch das antirassistische Engagement seiner Fans und eine aktive antifaschistische Fankultur, die in Osteuropa einzigartig war und ist. Heute nennt sich der Club Partizan Minsk und ist ein selbstverwalteter Fußballverein. Die Fans haben ihn nach der Insolvenz im Frühjahr 2012 neu gegründet. Dabei wurden sie durch eine internationale Solidaritätskampagne unterstützt, die zu Beginn des vergangenen Jahres in zahlreichen Aktionen auf die Situation von Partizan Minsk aufmerksam machte und Geld für die Rettung sammelte.

Der Verein startete mit 24 Spielern, zwei Trainern, einem Arzt und neuem Personal in der Geschäftsstelle in der vierten Liga, der Minsker Stadtliga. Alle Aktiven, bis auf die Trainer,engagieren sich ehrenamtlich. Die erste Saison wurde erfolgreich abgeschlossen. Die neue Saison steht schon in den Startlöchern. Zuvor stellt sich das Team von Partizan Minsk vom 17. bis 22. März seinen Unterstützer_innen im Rahmen einer Solidaritätstour in Deutschland vor. Es finden Freundschaftsspiele gegen Tennis Borussia Berlin, Victoria Hamburg, St. Pauli, Roter Stern Leipzig und Babelsberg 03 statt. Der junge Club Partizan Minsk wird mit seinem kompletten Kader inklusive Vereinsführung und Fans nach Deutschland kommen. Die Tour wird von Informationsveranstaltungen in Berlin, Hamburg und Leipzig begleitet.

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