Nazi als Pop

Via „Publikative.org“:

Die extreme Rechte in Deutschland hat es seit der Herausbildung des RechtsRock kaum geschafft jugendkulturell anschlussfähig zu werden. Nach einer stilistischen Modernisierung der „Autonomen Nationalisten“ ist kaum mehr etwas passiert. Seit einiger Zeit versuchen nun verschiedene Gruppen als Pop aufzutreten: von den „Unsterblichen“ zur „Identitären Bewegung“.

Als Anfang der 2000er die „Autonomen Nationalisten“ in Erscheinung traten, waren die Reaktionen auf das neue Phänomen sehr unterschiedlich. Viele schienen überfordert von der äußerlichen Modernisierung im Stile linker autonomer Gruppen. Auch innerhalb der Szene stieß das neue Auftreten nicht überall auf Akzeptanz. Doch schnell stellte sich heraus, dass hinter den neuen schwarzen Blöcken knallharte Neonazi-Ideologie steckt, die sich lediglich moderner präsentierte. Dennoch gewannen die „Autonomen Nationalisten“ schnell an Zulauf, vor allem beim jungen aktionsorientierten Neonazis, die nun ihre Menschenverachtung hip verkleideten. Seither ist wenig passiert, dennoch fällt vermehrt auf, dass auch die extrem rechte Jugendkultur sich Schritt für Schritt weiter professionalisiert, nach außen modernisiert und neue Ausdrucksformen wählt. Ziel ist es, die eigenen Inhalte zu verbreiten und junge Menschen für die extreme Rechte zu gewinnen.

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Siehe auch: Eine Bibel für die Sekte der “Identitären”

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