Archiv für Februar 2013

Wann stoppt Ama­zon den Ver­kauf von Na­zi-​Mu­sik?

Via „Indymedia Linksunten“:

In unserem Artikel „Amazon – Nazi-Musik und rechtsextreme Bücher?“ zeigten wir Beispiele von Nazi Musik und rechten Bücher auf Amazon Deutschland auf. Der Konzern reagierte unterschiedlich. Die aufgeführten Neonazi CDs sind inzwischen nicht mehr im Angebot. Den rechten Rand wie „Frei.Wild“ bietet der Versandhändler dagegen weiterhin aktiv als Verkäufer an. Bei Büchern ist eine ähnliche Tendenz zu sehen. Im Folgenden möchten wir die Problematik extrem rechter Musik genauer beleuchten – auf Bücher werden wir in einem gesonderten Artikel eingehen – und uns auch mit dem Angebot von „Amazon Com“ beschäftigen.

Bekannt gewordene Neonazimusik verbannt Amazon Deutschland ziemlich schnell aus seinem Sortiment. Dies begrüßen wir. Es scheint uns allerdings so, dass Amazon nur das entfernt, was ihm zugetragen wird. Eigene Ermittlungen werden scheinbar nicht unternommen.

Selber als Verkäufer hat Amazon Deutschland die Neonazigruppe „Punkfront“.

Weiter

Authority Zero – Big Bad World

Verhaftung nach Handel mit rechtsextremer Musik – Razzia in Sachsen und im Saarland

Via „LVZ Online“:

Penig/Saarbrücken. Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Rechtsextremisten haben Staatsschutz und Polizei in Sachsen und im Saarland elf Wohnungen durchsucht. Ein 30-Jähriger wurde im Landkreis Merzig (Saarland) verhaftet. Er soll zusammen mit einem 26-jährigen Komplizen gewerbsmäßig CDs mit rechtsextremer Musik im Wert von mehreren Tausend Euro verkauft haben, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Den Ermittlern zufolge wurden die Tonträger von einem 30 Jahre alten Mann aus Sachsen bezogen. Dem Verhafteten werden Volksverhetzung, Gewaltdarstellung, Verstöße gegen das Urheberrechtsgesetz sowie Rauschgifthandel vorgeworfen.

Weiter
Siehe auch: Drogendealender Rechtsrock-Händler im Saarland verhaftet
Neonazi-Drogenring in Leipzig vor Gericht
Polizei gelingt Schlag gegen Neonazis in Saarland und Sachsen
Braune Saubermänner

Sag mir, wo du stehst

Der „Freitag“ schreibt:

Ton & Text Diskutieren hilft nicht. Aber wehren kann sich das so geschmähte „Land der Vollidioten“ dann doch gegen die massenkompatible Blut-und-Boden-Ideologie von Frei.Wild

Es ging dann doch überraschend schnell. Ein wenig zu schnell, möchte man fast sagen, denn es sind noch einige Fragen offen. Gerade mal vier Tage hat es gedauert von der Ankündigung, die Rechtsrock-Band Frei.Wild würde auf dem With Full Force Festival spielen, bis zur Absage der Band. Das With Full Force ist Deutschlands zweitgrößtes – mehr oder weniger – Metal-Event, eine nicht zu ignorierende Größe im Festival-Kalender des Landes zwar, aber immer noch zu „special interest“, als dass es eine richtig große Aufmerksamkeit verbuchen konnte. Bis jetzt. Die „umstrittenen“ Frei.Wild hätte man trotz „Hexenjagd“ gebucht, ließ der Veranstalter verlauten. Zwei Tage später kündigte das bekannte Musikmagazin Visions seine langjährige Medienpartnerschaft auf, Sponsor Jägermeister zog prompt nach.

Weiter

A Time To Stand – Dead Hypocrites Society

50 Rechtsextreme bei „Inferno 99“

Die „Berliner Zeitung“ berichtet:

Potsdam –

Einige Fans des Fußballvereins Energie Cottbus fallen durch rechtsextremistische und antisemitische Parolen auf – es sind vor allem Mitglieder der Fangruppierung „Inferno 99″.

Der Fußballzweitligist Energie Cottbus gilt als Aushängeschild der Lausitz und des Landes Brandenburg. Doch einige Fans haben in der Vergangenheit besonders bei Auswärtsspielen immer wieder durch rechtsextremistische oder antisemitische Parolen im Stadion auf sich aufmerksam gemacht. Vor allem Mitglieder der Fangruppierung „Inferno 99“. Seit Wochen schon ist der Verein in der Kritik, er würde nichts gegen Rechtsextreme im Fußballstadion tun.

Selbst die Politik schaltete sich ein. Der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Ness stellte eine kleine Anfrage an die Landesregierung, um eine Auseinandersetzung mit „Inferno 99“ zu befördern. Am Mittwoch lag die Antwort von Innenminister Dietmar Woidke (SPD) vor.

Woidke schätzt die Gruppierung auf 100 bis 150 Anhängern. „Inferno 99“ sei zwar insgesamt nicht als rechtsextremistisch einzustufen. Doch seien dort bis zu 50 Rechtsextremisten organisiert, die das „Auftreten der Ultragruppierung maßgeblich bestimmen“.

Weiter
Siehe auch: Rechtslastige Fußballfreunde

Ein Fall für den Staatsschutz: Neue Runde vor Gericht für den „Döner-Killer“-Song

„Endstation Rechts“ schreibt:

Wie am Rande eines Berufungsverfahrens gegen den Chemnitzer Rechsrock-Verleger Yves Rahmel bekannt wurde, fahren die Sicherheitsbehörden bei den Ermittlungen wegen des berüchtigten „Döner-Killer“-Songs schwere Geschütze auf: Die Verhandlung gegen den mutmaßlichen Produzenten Rahmel soll vor der Staatsschutzkammer des Dresdner Landgerichts stattfinden.

Mit einem Lächeln verließ Yves Rahmel am Dienstag des Gerichtssaal des Chemnitzer Landgerichts. Zwar war seine Verurteilung wegen Volksverhetzung in der Berufungsverhandlung bestätigt worden, doch die Richter reduzierten das Strafmaß erheblich. Statt einer Geldstrafe von 14.400 Euro, zu der das Amtsgericht den 32-Jährigen in niederer Instanz verurteilt hatte, muss er nur noch 6.000 Euro – 100 Tagessätze zu je 60 Euro – zahlen.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass sich der Angelklage in drei Fällen schuldig gemacht hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, CDs mit volksverhetzendem Inhalt produziert und vertrieben zu haben. Zu den beanstandeten Veröffentlichungen gehörte neben zwei „Stahlgewitter“-Alben auch die berüchtigte „Schulhof-CD“, die in einer Auflage von 5.000 Exemplaren gepresst worden sei. Der Tonträger, auf dem nach Ansicht des Landgerichts der Holocaust geleugnet wird, sollte an Jugendliche verteilt werden, um neuen Szenenachwuchs zu rekrutieren.

Weiter

Alltagsdasein – Berlin-Ich 3:0

Der 23. Februar in Pforzheim

Via „Indymedia Linksunten“:

Wie bereits seit 1994 regelmäßig, findet auch dieses Jahr am 23. Februar die Fackelmahnwache des Neonazi-Vereins „Freundeskreis ein Herz für Deutschland“ statt. Es soll der „deutschen Opfer“ des Zweiten Weltkriegs gedacht werden, die bei dem Luftangriff der Alliierten am 23. Februar 1945 ums Leben kamen. Seit 2002 finden Proteste gegen die Mahnwache statt. Im ersten Jahr konnte die Mahnwache verhindert werden. Zwei Jahre später verzichteten die Nazis aufgrund städtischer Auflagen auf die Mahnwache. In den darauffolgenden Jahren ist es nicht gelungen die Mahnwache zu verhindern, jedoch gab es immer wieder kreative Störversuche und andere Aktionen gegen die Veranstaltung.

Zu den diesjährigen Protesten gegen die Nazi-Fackelmahnwache in Pforzheim mobilisieren zahlreiche Bündnisse und Organisationen aus unterschiedlichsten Spektren. Gemeinsam mit dem eher bürgerlichen Bündnis Initiative gegen Rechts, dem auch SPD, Grüne, DGB und unterschiedliche Jugendverbände angehören, mobilisieren Antifa- und andere linke und anarchistische Gruppen zu einer Demonstration um 15:30 Uhr zum Pforzheimer Hauptbahnhof. Anschließend soll versucht werden mit Aktionen des zivilen Ungehorsams die Nazimahnwache zu verhindern.

Mehr Infos

Rechtes Treffen im Hotel Hufhaus im Südharz

Via „Indymedia“:

Eine geheime Tagung mit konspirativer Anmeldung hätte es werden sollen. Diskutieren will Meinolf Schönborns Organisation „Neue Ordnung“ und die LeserInnen des dazugehörigen Publikationsorganes „Recht & Wahrheit“ ihre weitere „Taktik, Strategie, Planung“. Report Mainz hat Anfang Februar über die Gefahr „Neue Ordnung“ und das konspirative Treffen berichtet. Bis heute blieb der Ort geheim! Mit dem NSU und Rechtsterrorismus vertraute Politiker wie Sebastian Edathy (SPD), Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses, halten „diese Organisation, diesen Zusammenschluss für ausgesprochen gefährlich“, „für verbotswürdig“(1). Eine genauere Untersuchung des Netzwerkes findet sich in unserem Artikel „Schönborns des Rechtsterrorismus verdächtiges neues Terrornetzwerk „Neue Ordnung“ breiter als vermutet?“ ( http://bubgegenextremerechte.blogsport.de/2013/02/20/rechtsterroristisches-konspiratives-treffen-im-hotel-hufhaus-im-suedharz/)(2). Meinolf Schönborn, der Führer der Gruppe, steht mit vier weiteren Mitgliedern der Organisation „Neue Ordnung“ im Zentrum eines laufenden Ermittlungsverfahrens wegen „Bildung einer kriminellen Vereinigung“. Geheim ist der Ort nun nicht mehr, an dem die Zusammenkunft stattfindet. Das konspirative Treffen, zu dem selbst die Mitnahme von Handys verboten ist, findet in einem abgelegenen Hotel in Ilfeld (Landkreis Nordhausen), dem „Hotel Hufhaus“, statt.

Weiter

egotronic – Die Band der Vollidioten

Via „Publikative.org“:

Proteste erfolgreich: Umstrittener Leipziger Szeneladen schließt zum 31. März

Via „Endstation Rechts“:

Christian P. eröffnete im Dezember 2011 im Leipziger Täubchenweg den Laden „Fighting Catwalk“ und bot dort auch Kleidung der Marke Thor Steinar an, die als beliebtes Label innerhalb der rechtsextremen Szene gilt. Nach öffentlichem Protest des Aktionsbündnisses Ladenschluss reichte die Eigentümerin im März 2012 Räumungsklage ein. Beide Parteien einigten sich nun in einem Vergleich, dass der Laden bis zum 31. März 2013 schließen muss.

Nachdem Christian P. Seine Karriere als Boxer beendet hatte, widmete er sich ab 2009 dem Vertrieb von Kleidung, berichtet die Leipziger Internetzeitung. Zunächst eröffnete er im sächsischen Eilenburg das Geschäft „Crash Style Store“ und dann Ende 2011 den Laden „Fighting Catwalk“ im Täubchenweg in Leipzig. Außerdem habe er einen gleichnamigen Onlineversandhandel mit einem ähnlichen Sortiment. Dazu gehörten auch Kleidungsstücke der bei Neonazis beliebten Marke Tor Steinar.

Weiter

Rege Aktivitäten westfälischer RechtsRocker

„NRW rechtsaußen“ schreibt:

HOCHSAUERLANDKREIS/DORTMUND/KREIS UNNA/MÄRKISCHER KREIS – Gleich drei jüngst erschienene CDs belegen aktuelle Aktivitäten von Mitgliedern und Ex-Mitgliedern der neonazistischen Bands „Weisse Wölfe“ (Hochsauerlandkreis) und „Oidoxie“ (Dortmund). Nach der Enttarnung des mit der „Oidoxie“-Crew befreundeten „Blood & Honour“-Aktivisten Sebastian Seemann als V-Mann hatte es innerhalb der Szene zunehmend Kritik an den als „hohles Gepose“ gedeuteten Bekenntnissen der beiden Bands zur Terrororganisation „Combat 18“ gegeben. Es wurde ruhiger um „Oidoxie“ und die „Weissen Wölfe“, denen in d

en letzten Jahren auch zunehmend nachgesagt worden war, ihnen ginge es mehr um Kommerz und ums Feiern als um die „nationale Revolution“. Dies hat aber nicht dazu geführt, dass die Akteure der Bands seitdem untätig geblieben sind.

„Brüder im Kampf und Brüder im Glauben“

Mitte Januar vermeldete das Label „Front Records“ die Veröffentlichung der CD „Brüder im Kampf und Brüder im Glauben“, die fünf Lieder von „Oidoxie“ und weitere fünf der „Wutbürger“ enthält. „Oidoxie“ textet in bekannter Manier und mit Blick auf das im August 2012 erfolgte Verbot des „Nationalen Widerstands Dortmund“, mit dessen Aktivisten man zwischenzeitlich wieder Frieden geschlossen hat: „In einer Zeit, in der Verbote regieren und alte Werte zur Hölle fahren, stehn wir wie ein Fels in der Brandung – Tag für Tag. Hoch in Ehren, Vaterland, wir sind bereit zum Gegenschlag.“

Weiter

A.T.W. Allstars – A.T.W.

Dortmunder Neonazis auf Südosteuropa-Reisen

Via „NRW rechtsaußen“:

DORTMUND – Neonazis um den heutigen NRW-Landesvorsitzenden der Partei “Die Rechte”, Dennis Giemsch, intensivieren ihre Beziehungen zu Organisationen der extremen Rechten in Südosteuropa. Wie es in Berichten der Szene heißt, habe eine “Delegation aus Dortmund” im laufenden Monat zuerst Griechenland und dann Bulgarien bereist; konkreter Anlass seien jeweils Demonstrationen gewesen.

Der “Imia-Marsch” und die Ehrung deutscher Militärs

Die erste Reise hat die Neonazi-Clique demnach nach Griechenland geführt, wo die deutschen Neonazis so wie bereits im Vorjahr am “Imia-Marsch” der Partei “Chrysi Avgi” (“Goldene Morgenröte”) teilnahmen. Der Marsch wird seit 1997 zur Erinnerung an einen militärischen Zwischenfall vor der türkischen Küste durchgeführt, an dem sich 1996 unweit der Insel Imia fast ein Krieg zwischen Griechenland und der Türkei entzündet hätte. Der Nationalisten-Marsch hat sich mittlerweile zu einem Groß-Event entwickelt, auch wenn er unabhängigen Berichten zufolge nicht, wie die Dortmunder Neonazis behaupten, von 50.000, sondern allenfalls von 5.000 Personen besucht worden sein soll. Das Ereignis besitzt für Neonazis vor allem deswegen Anziehungskraft, weil sich “Chrysi Avgi” seit der offenen Eskalation der Krise in Griechenland von einer Splitterpartei mit Wahlergebnissen à la NPD zur fünftstärksten Partei im Parlament entwickelt hat – sie erhielt bei den letzten Wahlen sieben Prozent – und könnte laut aktuellen Umfragen mit rund zwölf Prozent sogar drittstärkste Partei werden. Sie habe sich “längst in der Gesellschaft verankert”, heißt es anerkennend im Bericht der Dortmunder Neonazi-Delegation.

Weiter

Ku-Klux-Klan: Ex-Anführer bestätigt Vorwürfe gegen Geheimdienstler

Die „Südwest-Presse“ schreibt:

Zu den Umtrieben des Ku-Klux-Klan-Ablegers in Schwäbisch Hall werden immer mehr Details bekannt. Der Ex-Anführer Achim Schmid meldet sich nun selbst zu Wort – und kritisiert die Ermittlungen der Behörden.

Schwäbisch Hall Ein Porträt des Rudolf Hess hängt an der Wand neben einem NPD-Poster. Ein kahlgeschorener Jugendlicher hält eine Zigarette zwischen den Fingern. In der anderen Hand: ein Zettel, auf dem ein Hakenkreuz prangt, darunter steht „Ausländer raus!“ Der SÜDWEST PRESSE liegen Fotos vor, die Achim Schmid in jungen Jahren zeigen. Der gebürtige Mosbacher (Neckar-Odenwald-Kreis) hat 2000 in Schwäbisch Hall den deutschen Ableger der „European White Knights of the Ku-Klux-Klan“ gegründet. Fünf Haller trafen sich monatlich beim rassistischen Geheimbund. Laut Verfassungsschutz-Dokumenten, die dieser Zeitung vorliegen, gehörten dem Klan bundesweit 20 Mitglieder an – mindestens zwei sind heute in der NPD aktiv.

Weiter
Siehe auch: Ex-Ku-Klux-Klan-Chef bereut Rassenwahn

Contra Real – Viele (Wasser marsch!)

Neonazis international bestens vernetzt

Die „Frankfurter Rundschau“ berichtet:

Das Umfeld des NSU hatte Verbindungen bis nach Südeuropa und in die Schweiz. Der Neonazi Thomas G. soll illegal Waffen für die rechtsextremen Hammerskins in Portugal beschafft haben. Außerdem soll er Kontakte zu militanten Rechtsextremisten in Südtirol unterhalten haben.

Erneut rückt ein Geheimdienstbericht die enge Verflechtung des NSU-Umfeldes mit ausländischen militanten Nazi-Organisationen ins Blickfeld. Demnach soll der den Behörden als Neonazi bekannte Thomas G. um das Jahr 2006 herum in illegale Waffenbeschaffungen für die rechtsextremen Hammerskins in Portugal verwickelt gewesen sein. Der 34-jährige Thomas G. aus Meuselwitz in Ostthüringen wird von den NSU-Ermittlern als Verdächtiger eingestuft, weil er über „nachgewiesene Kontakte zu Tätern oder Beschuldigten des Ermittlungsverfahrens“ verfügt.

Bereits der italienische Geheimdienst hatte 2011 auf die Verbindungen des mutmaßlichen NSU-Helfers Ralf Wohlleben – einem engen Vertrauten von Thomas G. – zu militanten Rechtsextremisten in Südtirol hingewiesen.

Weiter

Mildere Strafe für Betreiber von rechtem Musiklabel

Via „Netz gegen Nazis“ und „Welt Online“:

Auch im Berufungsverfahren hat das Landgericht Chemnitz den Betreiber des rechten Musiklabels PC Recalls wegen Volksverhetzung verurteilt. Das Gericht sprach den Mann am Dienstag in drei Fällen für schuldig, CDs mit rechtsradikalen Liedern produziert und vertrieben zu haben. Dazu habe auch die Schulhof-CD gehört. Allerdings milderte das Gericht die Strafe aus der ersten Instanz ab. Der 32-Jährige muss nun nur noch 6.000 Euro Geldstrafe bezahlen. In der Vorinstanz war er zu 14.400 Euro Geldstrafe verurteilt worden. (Welt Online)

Heimatliebe statt Nationalismus – Etikettenschwindel Frei.Wild

„motor.fm“ schreibt:

Aktuell kursiert mal wieder ein Lebensmittelskandal durch die Medienlandschaft, der Aufschrei fällt -wie gewohnt- mit gehöriger Entrüstung aus. Tausende Packungen Lasagne-Bolognese verschwinden derzeit aus den Tiefkühlregalen, weil sie mit nicht-deklariertem Pferdefleisch gestreckt wurden. Klassischer Etikettenschwindel, doch ebendiesen gibt es auch in der Popkultur.

Die Pferdefleisch-Lasagne der Stunde hört hier auf den Namen Frei.Wild, die Rezeptur ist im Grunde simpel. Man nehme rechtskonservative bis nationalistische Inhalte, schwenke ein wenig die Gegen-Nazis-Flagge und verkaufe diese dennoch überaus bedenklichen Aussagen dann unter dem Banner der „Normalität“ oder gar „Wahrheit“. Frei.Wild machen Alltagsrassismus salonfähig und sprechen sich gleichzeitig geschickt gegen Extreme aus. Aber mal ehrlich, zwischen links- und rechtsextremistisch gibt es eine Menge Spielraum und eben jenen Bereich kurz vor ziemlich rechts besetzen die Südtiroler gänzlich ungeniert. Hinzu kommt eine ausgebuffte Strategie, oder vielmehr Totschlags-Argumentation gegen etwaige Kritik jeglicher Art.

Allen voran unsereins, der böse Journalist, gehört in den Topf der profitgeilen Medien, die allesamt Schlagzeilen über Wahrheiten stellen, ohne Recherche abschreiben und dabei natürlich ordentlich Zaster verdienen. Gut, dass die Herren zur sauberen journalistischen Quellenarbeit unter www.die-macht-der-medien.de die Möglichkeit einer kritischen Recherche einräumen, „die echte Wahrheit ans Licht lassen“ und vor Artikeln wie diesem hier eindringlich warnen. Der Tenor der Stellungnahmen und Interview-Aussagen, die ich mir nun über Stunden zu Gemüte geführt habe, ist jedoch eindeutig. Es gehe nicht um rechte Thematiken, sondern vielmehr um Heimat, Glaube, Brauchtum. Glaubt nicht alles in der Glotze – so gibt sich Philipp Burger medienkritisch, mimt den freiheitsliebenden Künstler aus dem Untergrund, den Kämpfer der sich traut, gegen sogenannte „Moralapostel“ den Mund aufzumachen.

Weiter