Archiv für März 2013

Tom Stormy Trio feat. Rhythm Sophie: Finders Keepers

Noten des Hasses aus Guben – Der Fall des V-Manns Toni Stadler

Der „NSU-Watchblog“ berichtet in einem sehr lesenswerten Artikel:

Am Abend des 20. Juli 2002 lösten Beamte des Berliner Landeskriminalamtes (LKA) ein Konzert von NS-Metal-Bands auf, das in Berlin-Marzahn stattfinden sollte. Sie nahmen drei der etwa hundert anwesenden Neonazis fest. Unter ihnen war der damals 27-jährige Toni Stadler, über Jahre eine zentrale Figur der Szene in Cottbus und Guben. Der Zugriff war kein Zufall. Das LKA hatte gegen Stadler ermittelt und ihn überwacht, weil er in die Produktion der CD „Noten des Hasses“ des Musikprojekts White Aryan Rebels involviert war. Die Beamten gingen offenbar davon aus, dass an jenem Abend Pläne für eine zweite Auflage der konspirativ hergestellten CD besprochen werden sollten. In ihren Songs drohten die White Aryan Rebels Mord und Terror an.

Durch eine Abhörmaßnahme hatte das LKA auch erfahren, was Toni Stadler wenig später selbst eingestand: Er war V-Mann des brandenburgischen Verfassungsschutzes und fühlte sich dadurch in seinem Handeln gedeckt und bestärkt. Die Affäre wurde in den folgenden Monaten zu einem Skandal um die Unterstützung rechtsextremer Strukturen und Straftaten durch den Verfassungsschutz. An ihrem Ende erhielt Stadler eine Bewährungsstrafe und im Zeugenschutz eine neue Identität. Ein Verfahren gegen den VS-Mann, der ihn „betreute“ und dem unter anderem Strafvereitelung vorgeworfen worden war, wurde 2005 wegen Geringfügigkeit eingestellt. Etliche Fragen blieben offen. Inzwischen kommen neue hinzu. Toni Stadler hatte auch Kontakte in das Umfeld der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU).

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Siehe auch: Spuren nach Dortmund – V-Mann Toni Stadler in Kontakt mit NSU-Terroristen?
Ebenfalls lesenswert: „Combat, wie heißt das?“ – Schily übernimmt politische Verantwortung für „schildkrötenartiges“ Vorgehen des BMI

[Niederbayern] Jägersleut vereinigt euch – Freiwild erlegen!

Via „Indymedia Linksunten“:

Nach aktuellem Stand wird die Südtiroler Band „Frei.Wild” am 18. April in der Sparkassenarena Landshut ihre Musik zum Besten geben. Organisiert wird der Auftritt von der Messe GmbH, deren Vorsitzender Landshuts Oberbürgermeister Hans Rampf ist. Dass diesem Event ein Sturm der Entrüstung vorangehen würde, wie es in regionalen wie überregionalen Medien, sowie in sozialen Netzwerken und Blogs zu beobachten ist, hat dort scheinbar keiner befürchtet.

Auf Protest ist die Formation dieses Jahr aber auch bundesweit gestoßen. So hat die Mast-Jägermeister SE, verantwortlich für den Kräuterlikör „Jägermeister”, angedroht das Sponsoring für das Metal-Festival „With Full Force” aufzukündigen, falls die Band dort spielen sollte. „Festivalguide” und das „Visions”-Musikmagazin haben zudem ihre Berichterstattung über das Festival eingestellt. Einen weiteren Rückschlag erlitt die Band schließlich durch die Rücknahme der Nominierung für den „Echo”-Preis seitens der Phono-Akademie, nachdem die Pop-Bands MIA und Kraftklub sich ihrerseits von der Nominierung distanzierten und die Veranstalter_Innen einen politischen Diskurs auf dem Event fürchteten.

In Landshut erntete Frei.Wild bereits bei ihrem ersten Auftritt 2012 Kritik, weshalb erwirkt werden sollte, dass es keinesfalls zum Comeback kommen werde. Dies ist nun offensichtlich nicht der Fall. Doch was macht Frei.Wild kritikwürdig? Frontmann Philipp Burger war Sänger der Rechtsrock-Band „Kaiserjäger”, die unter anderem durch Textpassagen wie „Ich hasse diese ganze Gesellschaft, diese Neger und Yugos” (aus „Selber Schuld”) glänzte. Nachdem die Formation nach einer Massenschlägerei auseinanderbrach, gingen die bis heute aktiven Bands „Frei.Wild” und „Unantastbar” daraus hervor. Beide Gruppen distanzieren sich von der offen rechten Message ihrer Ursprünge und versuchen die Fangemeinschaft um die ehemalige Deutschrockband „Böhse Onkelz” für sich zu gewinnen. Dabei kokettiert Frei.Wild mit mindestens rechts-konservativen Botschaften wie Katholizismus, Sexismus, leidenschaftlichen Patriotismus sowie Zusammengehörigkeit von Blut und Boden. Gewürzt wir diese rückwärtsgewandte Ideologie mit dem Auftreten als Macho-Schläger, welche Positionen ihrer Urgroßväter als scheinbare Revolte gegen das Establishment verkaufen und dabei durch angebliche Tabubrüche provozieren wollen. So stellt die Band jegliche Kritik an ihrem Handeln als Hetze der Medien gegen ihre vermeintlich offen gelegten Wahrheiten und als Einschränkung der Meinungsfreiheit hin.

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Siehe auch: Frei.Wild stehen laut Forscher für „latent völkischen Nationalismus“
Und das passt ja wie die Faust aufs Auge: Heino rockt mit der Skandal-Band Frei.Wild

Black Gust – Psychedelic Maelstrom

15.-23.3.2013: Grau- und Braunzonenkonzerte International

An dieser Stelle gibt es unsere gewohnte Übersicht aus der Grau- und Braunzone der vergangenen zwei Wochen. Falls Ihr Ergänzungen, Verbesserungen, Lob oder Kritik habt, schreibt uns einfach per Mail an!

Grauzone

- 15./16.3.2013: „Backstage“/München: Das grauzonenlastige „Pogorauschfestival“ ging in die mittlerweile vierte Runde. U.a. mit Grauzonenbands wie „4 Promille“, „Stomper 98″, „Booze & Glory“ und „Lazy Bastards“.

- 15.3.2013: Västerás/Schweden: Grauzonen- bis RAC-Konzert mit den Bands „Agent Bulldog“, „Kombatants“ und „Projekt Oi!“.

- 16.3.2013: „Hellraiser“/Leipzig: „Back on the streets Vol IX Warm up“-Konzert mit Grauzonen- bis RAC-Bands: „Krawallbrüder“, „Martens Army“, „Prolligans“, „The Sandals“, „Durstige Nachbarn“ u.a.

- 16.3.2013: „KW 70″/Salzungen: Grauzonenkonzert unter dem Motto „Time for rebellion“ mit den Bands „Discharger“, „Jenny Woo“ und „Ian Flame“.

- 16.3.2013: „Jugendhaus Neukirch“: Grauzonenkonzert mit „The Ruckers“, „United Shit“ und „The Cunninghams“.

- 23.3.2013: „Beteigeuze“/Ulm: „Fuck You! and Disorderly“-Party mit Bands aus dem Grauzonen- bis RAC-Bereich: „The Warriors“, „Violence Approved“, „7er Jungs“, „The Leechman“ und „Toifelszoig“.

- 23.3.2013: „Dynamowerk“/Zürich: Grauzonenkonzert mit „Secret Army“ und „Prollsport“.

Braunzone

- 16.3.2013: „Bulldog Pub“/Brescia (Italien): Die „White Criminal Crew“ präsentierte eine Nazikonzert mit den Rechtsrockbands „Endstufe“, „Legittima Offesa“, „Nativi“ und „Garrota“.

- 16.3.2013: Norditalien: „Frau Koch“ wollte ein „Blitzkriegfest“ mit den NS-Bands „Der Stürmer“ (Griechenland), „Noctifer“, „EXM93“ (jeweils Italien), „Cristalys“, „Orthanc“ und „Order of the Death’s Head“ (jeweils Frankreich) veranstalten. Laut dem Fight Fascism Blog konnte dieses jedoch nicht stattfinden. Siehe hier.

- 16.3.2013: „Blue Hell“/Budapest (Ungarn): NS-Konzert mit den Bands „Onogul“, „Hunor“, „Utolsó Védvonal“, „Fehér Törvény“ und „Vádló Bitófák“.

- 16.3.2013: „KM Zero“/Tortona (Italien): RAC-Konzert mit „Brutti e Ignoranti“.

- 16.3.2013: Ungarn: Die neonazistische „Arrabona Crew“ und „Blood & Honour“ kündigten ein Konzert an.

- 16.3.2013: Ostdeutschland: Unter dem Motto „Wilde Vögel fliegen Tour“ fand ein Neonazikonzert mit den Bands „Act of Violence“, „Words of Anger“, „Untergrundwehr“ und „Hausmannskost“ statt. Das Konzert wurde u.a. von „Blood & Honour UK“ offiziell beworben.

- 23.3.3013: Udine/Italien: Rechtsrockkonzert mit „Ultima Frontiera“ (letzter Auftritt), „Legittima Offesa“, „No Prisoner“ und „Drizzatorti“.

- 23.3.2013: Slowakei oder Ungarn: „Rock & Roll Friends Night“ mit den neonazistischen Bands „Justicia“ (Slowakei), „Vádló Bitófák“ (Ungarn), „Stormfront“ (Slowakei) und „Fehér Törveny“ (Ungarn).

- 23.3.2013: „Skinhouse Mailand“/Italien: Rechtsrockkonzert mit der Band „Motosega“.

- 23.3.2013: „Skinhouse Hellas“/Griechenland: Rechtsrockkonzert mit „Battle Dogs“ und einer Band aus den USA.

- 23.3.2013: Bathgate/Schottland: RAC-Konzert unter dem Motto „100 % British Oi“ mit den Bands „Condemned 84″, „Skinfull“, „Pressure 28″ und „Bakers Dozen“.

- 23.3.2013:
23. März 2013: Murnau. Matthias Polt vom „Versand der Bewegung“ und dem NPD-Kreisverband Oberland hat seit Dezember 2012 innerhalb der Neonaziszene für ein Rechtsrockkonzert in seinen Versandräumen (im Burggraben 62) mobilisiert:

Ab 18.00 Uhr treten dort der stellvertretende NPD-Landesvorsitzende Sascha Roßmüller als Redner, sowie der Liedermacher „Resistentia“ (Stuttgart) und schließlich das Liedermacherduo „Brauni und Klampfe“ (statt des angekündigten Trios „Klampferitis“ aus Thüringen) als Musiker auf und spielen eigene Lieder und Coversongs. Redner und Musiker stehen bei ihren Beiträgen vor dem NPD-Banner „Raus aus dem Euro“ und unter einer schwarzen Fahne, auf der das Koppelschloss der NS-Wehrmachtssoldaten („Gott mit uns“) abgebildet ist. Links hängt eine „Reichskriegsflagge“ an der Wand.

Zuerst hatte Polt noch den NPD-Kandidaten und Szene-Liedermacher Frank Rennicke (Feilitzsch-Unterhartmannsreuth) für das Event als „angefragt“ beworben, diesen Hinweis im März 2013 jedoch eingestellt. (Quelle)

28.3.2013: Die Verhältnisse zum Tanzen bringen – Soliparty für die Anarchistische Gruppe Freiburg

Ein weiterer Veranstaltungstipp:

Die Verhältnisse zum Tanzen bringen – Soliparty für die Anarchistische Gruppe Freiburg

Politische Arbeit kostet nicht nur Zeit und oft auch Nerven, sondern im Kapitalismus leider auch Geld. Deshalb laden wir euch am 28. März 2013 zur unserer Soli-Party in die Katakomben des Autonomen Zentrums KTS ein, um mit uns einen schönen, unvergesslichen Partyabend zu erleben.

Der darauffolgende Tag ist ein christlicher Feiertag inkl. landesweitem Tanzverbot.

[…] man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigene Melodie vorsingt! – Karl Marx, Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie

Nach einem kleinen Konzert von zwei Livebands wird es diverse DJ_anes an den Plattenspielern geben. Dazu wird es neben einer Chillout-Lounge, Cocktails, etwas feinem zu Essen, auch unseren Infotisch geben, an dem ihr euch zu (aktuellen) politischen Themen informieren und mit allerlei “Revolutionsbedarf” eindecken könnt.

Line up:

The Rancors (Hardcore-Punk)
Björn Peng (Kirmestechno)
Rasga Rasga (Balkan, Folklore)
Loveli Anarchi Sounds (Balkanbeatz, Folkstep, Elektropunk, Ska)
Potze (Minimal)

Doratreem (Funk, Jazz, Soul)

Los gehts um 22 Uhr!

Quelle

Hellabama Honky Tonks – Hellabama

Welche Chancen hat die Alternative für Deutschland?

Via „Publikative.org“:

Welche Chancen hat die AfD? Zwar kann die eurokritische Partei durchaus auf prominente Köpfe setzen, doch die deutsche Tea-Party-Bewegung ist auch sehr heterogen.

Hans-Olaf Henkel, natürlich ist er mit von der Partie. In der neu gegründeten Alternative für Deutschland (Alternative) erkennt der ehemalige BDI-Präsident einmal mehr eine politische Kraft, die sich dem „Club von Kartellbrüdern“[1] der Bundestagsparteien eurokritisch entgegenstellt. So geht das seit einiger Zeit. Henkel sucht nach einer neuen politischen Heimat, versucht hier und da Graswurzelbewegungen in Gang zu setzen. Schon vor Jahresfrist diktierte er dem rechtsoffenen Publizisten Jürgen Elsässer, dass eine Anti-Euro-Partei „wie eine reife Pflaume am Baum“ hänge, „man müsste nur gegen den Stamm treten.“[2] Wo genau sich dieser Stamm befindet, scheint allerdings weit weniger eindeutig, als dass Henkel selbst die Rolle des Treters übernehmen will. Ein Glück: Denn so lässt sich anhand seiner mäandernden Suche das eurokritische Protestspektrum kartieren, in das die Alternative nun hineingestoßen ist und in dem sie sich etablieren will.

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28.-31.1.2013: Easter Ska Jam

Eine Veranstaltungsempfehlung der Oire Szene Redaktion:

28.03. Hamburg, Knust
29.03. Berlin, Tommyhaus
30.03. Leipzig, Noel’s Ballroom
31.03. Rostock, Zwischenbau

KING HAMMOND (UK)
Die Early Reggae Ikone der Insel überhaupt ist wieder da. Der Grammy-Gewinner und Ex Bassist der legendären BAD MANNERS, Nick Welsh a.k.a. KING HAMMOND blickt seit 1989 auf vielerlei Bandprojekte und diverse Veröffentlichungen zurück. Aus seiner Feder stammende Tracks, wie “Skaville UK“ bringen es im SKA-Kosmos schnell zu Weltruhm. Andere Veröffentlichungen der jüngeren Vergangenheit, wie die EP “Riot In London Town“ erlangen innerhalb der Szene ebenfalls schnell einen hohen Bekanntheitsgrad. Außerdem arbeitet er mit Lee „Scratch“ Perry, an dessen mit einem Grammy ausgezeichneten Album „Jamaican ET“, er als musikalischer Direktor beteiligt ist. Mit Laurel Aitken bereits 1998 auf der “Easter Ska JamTour“ in ganz Europa unterwegs quasi ein alter Freund – der Hans Dampf in allen, nicht nur englischen, Gassen! KING HAMMOND
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“Deathkult Open Air” mit rechtslastigen Bands

Via „fight fascism“-blog:

Mitte Mai soll in der thüringischen 331-EinwohnerInnen-Gemeinde Göllnitz zum dritten Mal das “Deathkult Open Air” stattfinden. Veranstalter des seit 2011 alljährlich durchgeführten (Black-)Metal-Festivals, das auf dem Gelände eines Getränkehändlers in Göllnitz/ Thüringen abgehalten werden soll, ist der aus Nürnberg stammende Student Stefan Kuhr alias „Steve Attakker“, der unter dem Namen „Metalkommand Concerts“ schon in der Vergangenheit Konzerte rechter Black Metal Bands organisierte. 2012 ließ er sich etwa bei der Organisation einer Tour von „Horna“ und „Tortorum“ (1) von einem altgedienten Mitglied der deutschen NS-Black Metal Szene unter die Arme greifen: Sven Zimper alias „W.T.C. Productions“, Schlagzeuger der bekannten Neonazi-Band „Absurd“. Auch beim „Deathkult Open Air“ 2013 tritt „W.T.C. Productions“ als „Partner“ auf – schließlich haben zahlreiche Bands, die in Göllnitz spielen sollen, bei ihm Tonträger produziert und sind dem rechten Rand der Szene zuzurechnen oder dürften zumindest keine Probleme mit rechtsextremer Ideologie haben. Schon im Jahr 2012 standen mit „Horna“, „Inquisition“ und „Eternity“ bereits rechte Bands auf dem Programm des „Deathkult“-Festivals. Kuhr selbst dürfte ebenso Sympathien für braunen Black Metal haben.

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Johnny Mauser – „Der Katze Entkommen“ Snippet

Neues Album von Johnny Mauser u.a. mit fettem Antigrauzonensong:

Durchsuchung bei Punkband “Normahl” rechtswidrig

Via „Tagblatt“:

Das Landgericht Stuttgart hat eine Hausdurchsuchung wegen angeblich gewaltverherrlichender Texte der Punkband “Normahl” als rechtswidrig eingestuft. Ende Januar hatten Polizisten die Wohnung des “Normahl”-Sängers Lars Besa in Heidenheim durchsucht. Auch bei den anderen drei Bandmitglieder in Winnenden, Sulzbach und Plüderhausen klingelte die Polizei. Es ging um 31 Jahre alte Liedtexte der Gruppe. Das Landeskriminalamt Sachsen hatte 2011 ein Ermittlungsverfahren angeregt – wegen Verdachts der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten und Gewaltdarstellung. Begründet sah man den Verdacht in den Liedern, die Gewalt gegen Polizeibeamte (“Bullenschweine”) beschrieben. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart reagierte 2012 mit einem Beschlagnahmebeschluss sämtlicher Tonträger, die die Lieder “Bullenschweine” und “Pflasterstein flieg” enthalten, sowie sämtlicher zur Herstellung der Tonträger erforderlichen Gegenstände. Obwohl die Tonträger beispielsweise auch vom Internet-Versender Amazon vertrieben werden, gab es nur bei den vier Bandmitgliedern Durchsuchungen. Jetzt hat das Landgericht Stuttgart festgestellt, dass nicht der Punkband-Sänger, sondern das Amtsgericht Stuttgart mit seinem Durchsuchungsbeschluss gegen das Gesetz verstoßen hat. In der ausführlichen Begründung der Großen Strafkammer heißt es, die beanstandeten Liedtexte erfüllten nicht die Tatbestandsvoraussetzungen des Paragraphen 131.

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Rechte Musikszene splittet sich auf

Die „Sächsische Zeitung“ schreibt:

Rap, Hip-Hop und Black Metal – die rechte Musikszene ist in Bewegung. Aber wann ist eine Band rechtsextrem? Das erforscht ein Mainzer Experte. Die Frage bereitet auch der Musikbranche Kopfzerbrechen.

Berlin/ Mainz. «Egal was wir getan hätten, es wäre falsch gewesen.» Auch eine Woche nach der Echo-Gala in Berlin wirkt Dieter Gorny nachdenklich über den Ausschluss der Band Frei.Wild von der Preisverleihung. Nach den Vorwürfen gegen die Südtiroler, ihre Texte seien völkisch und nationalistisch, habe der Bundesverband Musikindustrie handeln müssen, sagt sein Vorsitzender.

Die Band ausschließen oder die Proteste ignorieren? Gorny spricht von einer medialen Erregung, die gedroht habe, den Preis zu beschädigen. Doch Gorny sorgt sich um die Kunstfreiheit. Zusammen mit dem Deutschen Kulturrat will der Musikverband über die Folgen solcher «Empörungswellen» für das Kulturleben öffentlich debattieren.

Der Wirbel um Frei.Wild zeigt: Die Frage, ab wann ein Liedtext als rechtsradikal gilt, ist umstritten – und sie erregt die Gemüter. Für den Musikwissenschaftler Thorsten Hindrichs von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die Band aus Brixen zwar keine offen faschistische Gruppe. Aber sie stehe für massentauglichen, latent völkischen Nationalismus.

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Siehe auch: Wels: Klagsdrohung nach Absage von „Frei.Wild“

Thanx for Terminal 5 show, Ken!


Via „RASH Stuttgart“:

I‘ve never been the big­gest Drop­kick Mur­phys guy, but maybe I should ree­va­lua­te that after their per­for­mance at Ter­mi­nal 5 last week.

It was St Patty’s Day week, the shows were pa­cked, and peop­le were get­ting drunk. And Rowdy. Re­al­ly Rowdy. As has be­co­me tra­di­ti­on the band in­vi­ted the la­dies to come onto the stage for their en­core of „Kiss Me Im Shit­faced“ 50+ la­dies made it past the bar­ri­ca­de and onto the stage and danced the song away. The band then ki­cked into „Skin­head on the MBTA“ and a ton of dudes werre get­ting past se­cu­ri­ty and the stage ended up being pa­cked tigh­ter than the un­der­si­de of a real man’s kilt. As the band ki­cked into T.N.T. by AC/DC some moron star­ted seig hei­ling (the nazi sa­lu­te) in time to the beat.

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13.4.2013 München: Internationale Demonstration zum NSU-Prozess


Mehr Infos:
http://nsuprozess.blogsport.de/
http://almuc.blogsport.eu/
http://antifa-nt.de/
Nicht einfach so weiter!
Aufruf der antifa nt zur antifaschistischen Demo anlässlich des NSU-Prozesses am 13.04. in München
Kundgebung in Fürth zu NSU-Prozess & fränkischen Nazis

28.-31.3.2013: Ostertour von Feine Sahne Fischfilet u.a.

Ein Ausgehtipp der Oire Szene Redaktion:

Siehe auch: Große Antifa-Soli-Konzertgala: FEINE SAHNE FISCHFILET (Punk) + MAL ELEVE (Irie Revoltes Soundsystem) + FELLAWS KINGDOM (Superska)
KTS Hausfestival

Vermieter will nicht mehr – Thor Steinar verliert weitere Filiale

Via „Endststion Rechts“:

Allem Anschein nach wird Thor Steinar in Kürze mit der Verlust einer weiteren Filiale zu rechnen haben. Der Eigentümer des Geschäfts in Halle will den bereits seit mehreren Jahren laufenden Mietvertrag nicht verlängern. Grund sei anhaltender Ärger mit der Immobilie.

Bereits seit Mitte 2009 befindet sich in Halle eine Filiale der umstrittenen Marke Thor Steinar. Rechtlich hat der Vermieter offenbar keine Handhabe gefunden, die Betreiber vor die Tür zu setzen. Im kommenden Jahr läuft jedoch einem Bericht der „Mitteldeutschen Zeitung“ zufolge der Mietvertrag aus – und er soll nicht verlängert werden.

Laut „Mitteldeutscher Zeitung“ soll Ärger mit dem Laden der ausschlaggebende Grund gewesen sein, die Betreiber in der Leipziger Straße 70 keine weiteren fünf Jahre Thor Steinar-Kleidung verkaufen zu lassen. Genauere Gründe werden nicht genannt. Auch die Betreiber wollten sich dazu nicht äußern.

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Siehe auch:
„Thor Steinar“ – Eine Bekleidungsmarke zwischen sportlicher Straßenmode und rechtsextremistischer Szene (Teil I)
„Thor Steinar“ – Eine Bekleidungsmarke zwischen sportlicher Straßenmode und rechtsextremistischer Szene (Teil II)
„Thor Steinar“ – Eine Bekleidungsmarke zwischen sportlicher Straßenmode und rechtsextremistischer Szene (Teil III)

All Power To The People Fest – Stuttgart 2013


Mehr Infos gibt es bei RASH Stuttgart.

Weiterer NPD-Funktionär war V-Mann: Behörden vermuten NSU-Kontakte

Der „Freundeskreis Gamma“ schreibt:

Nach dem sächsischen NPD-Chef Holger Szymanski ist nun auch der ehemalige Landtagsabgeordnete Peter Klose aus Zwickau als V-Mann des Verfassungsschutzes aufgeflogen. Brisant an dem neuen Namen: Ermittlungsbehörden rechnen Klose ins NSU-Umfeld, er soll in Kontakt mit den mutmaßlichen Rechtsterror-Helfern André und Susann Eminger gestanden haben.

Worüber GAMMA Anfang Februar zuerst berichtete, gilt nun als bewiesen: Der aktuelle Vorsitzende des sächsischen NPD-Landesverbandes, Holger Szymanski, hat bis 2002 für das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) des Freistaates gespitzelt. Die Leipziger Volkszeitung (LVZ) verwies am Wochenende auf eine so genannte Entpflichtungserklärung, mit der die Zusammenarbeit im März 2002 beendet worden ist.

Das Formblatt trägt die Unterschrift Szymanskis, vergattert die ehemalige Quelle zum Stillschweigen über die bisherige Zusammenarbeit und belehrt ihn über die Gefahr bei Auslandsaufenthalten, bei denen die Dienste “nicht mehr für seine Sicherheit garantieren” können. Szymanski hatte seinen geheimen Staatsdienst spätestens 1998 begonnen, leugnet dies aber beharrlich. Nach dem jüngsten LVZ-Bericht bekräftigte der NPD-Spitzenfunktionär nochmals, er habe “zu keinem Zeitpunkt mit Geheimdiensten zusammengearbeitet”.

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Die rechte Terrorspur der NSU führt nach Dortmund

Die „WAZ“ berichtet:

Dortmund. Die Kontakte der NSU-Gruppe ins Ruhrgebiet waren deutlich enger als bisher vermutet. Ein V-Mann berichtete der Dortmunder Polizei vom Treffen zwischen Ex-V-Mann Toni S. mit dem NSU-Terroristen Uwe Mundlos nahe des Tatorts, an dem wenig später Kioskbesitzer Mehmet Kubasik ermordert wurde.

Die rechtsradikale Terrorzelle NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) hatte nach Recherchen der WAZ-Mediengruppe mehr Kontakte nach Dortmund als bislang bekannt. So hielt sich der Sprengstofflieferant des NSU und zeitweilige Liebhaber der mutmaßlichen Terroristin Beate Zschäpe, Thomas S., Ende der 90er-Jahre regelmäßig in Dortmund auf, wie aus Verbindungsdaten seines damaligen Handys hervorgeht. Zudem wird er in internen Papieren der Dortmunder Nazi-Szene damals als Kontaktmann im Osten aufgeführt.

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Siehe auch: NRW-Statistik: Neonazis sind überdurchschnittlich kriminell
Multipel kriminelle Neonazis
Allgemeinkriminelle Herrenmenschen