Archiv für Mai 2013

Heyoka – Heuchler

Schloss geht doch nicht an Neonazi

Der „MDR“ berichtet:

Das Schloss Groß Germersleben geht doch nicht an den rechtsextremen Konzertveranstalter Oliver Malina. Oscherslebens Bürgermeister Dieter Klenke sagte MDR SACHSEN-ANHALT, der Käufer habe den Preis nicht bezahlt. Die Versteigerung werde deshalb nun wiederholt. Die Frist, die 12.000 Euro zu bezahlen, ist am Dienstag ausgelaufen. Malina hatte Anfang April den Zuschlag für das Schloss in der Börde bekommen. Oschersleben hatte daraufhin befürchtet, dass das leerstehende Schloss zu einem Neonazi-Zentrum werden könnte.

Malina ist in der rechtsextremen Szene seit vielen Jahren aktiv. Besonders bekannt geworden ist er als Organisator von Konzerten mit Bands aus der rechtsextremen Szene. Zudem beteiligt er sich aktiv an Demonstrationen und knüpfte in der rechten Szene Kontakte vor allem zu dem verbotenen Netzwerk „Blood & Honour“.

Quelle

Neues Nazizentrum in Berlin

Via „Störungsmelder“:

Auch in Berlins Süden setzen sich Neonazis in der Stadt fest. Schwerpunktregionen der Rechtsextremen Szene liegen schon seit längerem in den Bezirken Köpenick, Lichtenberg und Neukölln. Treffpunkte waren bisher nur in den ersten beiden bekannt, jetzt ist öffentlich geworden, dass die Nazis auch Räume in Neukölln angemietet haben.

Aus der Antwort des Senats auf meine Anfrage zu rechtsextremen Infrastrukturen in Berlin geht hervor, dass es schon länger in Neukölln einen festen Treffpunkt der Neonaziszene gibt. Aufgelistet werden die – von den Rechtsextremisten “Nationales Jugendzentrum” genannten – Räume neben bekannten Nazitreffs. In Schöneweide gibt es die Kneipe „Zum Henker“ und das vom NPD Landesvorsitzenden Sebastian Schmidtke betriebene Geschäft „Hexogen“, in Köpenick die NPD Landeszentrale und die in Lichtenberg von den gewaltbereiten Autonomen Nationalisten genutzten Räumlichkeiten in der Lückstraße. Letztere wurden durch einen Tarnverein angemietet.

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Braune Armee Fraktion?

Die „Junge Welt“ schreibt:

Ein Vergleich, der keiner ist: NSU und RAF hatten unterschiedliche Gegner – und unterschiedliche Helfer

Beate Zschäpe – die neue Gudrun Ensslin? Vergleiche zwischen dem »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) und der einstigen »Roten Armee Fraktion« (RAF) sind in den deutschen Medien an der Tagesordnung, seit der »Jahrhundertprozeß« gegen die mutmaßlich einzige Überlebende der braunen Terrorgruppe vor dem Münchner Oberlandesgericht begonnen hat. Eine Verhandlung dieser Größenordnung reizt offensichtlich zum Vergleich mit den »Stammheimer Prozessen« gegen die Gründergeneration der RAF, mit der monströsen Selbstinszenierung eines »wehrhaften Rechtsstaates«, die in den 70er Jahren für Aufmerksamkeit sorgte. Doch die scheinbar so naheliegende Nebeneinanderstellung von »roten« und »braunen« Terroristen birgt die Gefahr einer Mystifikation und lenkt von den drängenden Fragen im NSU-Komplex ab. Es paßt zur etablierten Extremismustheorie, Ausreißer aus der als solcher definierten politischen »Mitte« lediglich mit einem oberflächlichen Blick wahrzunehmen. Vor diesem Hintergrund ist es keine neue Erscheinung, daß die »extremen Ränder« links wie rechts dieser imaginierten »Mitte« gleichgestellt werden. Eine Differenzierung ist aber unbedingt nötig.

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Eye for an Eye – Strach

Braunes Happening im Sommer

Via „blick nach rechts“:

Unter dem Motto „Europa erwacht“ ist für August in Süddeutschland ein Neonazi-„Festival“ geplant. Wesentliche Drahtzieher der konspirativ organisierten Veranstaltung sind Kader des „Freien Netzes Süd“ (FNS).

Aufgeboten werden für das braune Event am 10. August in Szene-Kreisen bekannte Redner und Bands aus dem In-und Ausland. Mit dem „Festival“, das an bislang unbekanntem Ort vermutlich in Bayern stattfindet, soll „für das Erwachen eines Europas der Vaterländer“ geworben und die „Solidarität der nationalen Bewegung auf europäischer Ebene“ gefördert werden, so der Einladungstext.

Unterstützer der „Europa erwacht“-Veranstaltung sind der „Bund Frankenland“ um den Berliner NPD-Funktionär Uwe Meenen, der 2010 von bayerischen und tschechischen Neonazis gegründete „Deutsch-Böhmische Freundeskreis“ um Robin Siener, der „Deutsch-Ungarische Freundeskreis“ um Matthias Fischer und der Final Resistance Versand von Daniel Weigl (Wackersdorf). Weigl war bis Mai 2012 Bezirksvorsitzender der NPD-Oberpfalz.

Als Redner sind bislang neben Fischer Zsolt Illes (Ungarn) und Philippe Eglin (Schweiz) angekündigt. Fischer (Jg. 1977) war ehemals Anführer der 2004 wegen Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus verbotenen „Fränkischen Aktionsfront“ (F.A.F.). Im November 2008 trat Fischer als bayerischer Landesvorsitzender der Jungen Nationaldemokraten (JN) und Vorsitzender des NPD-Bezirksverbandes Mittelfranken zurück. Heute ist der einschlägig verurteilte und knasterfahrene Fischer einer der Hauptakteure des „Freien Netzes Süd“ (FNS), des mitgliederstärksten Neonazi-Zusammenschlusses im Freistaat. Illes, Kader des ungarischen „Blood&Honour“-Ablegers „Vér és Becsület Kulturális Egyesület“, war einer der Redner des Pressefestes des NPD-nahen Deutsche Stimme-Verlags im Juli 2011. Beim „Europatag“ des JN-Landesverbandes Bayern im Mai 2007 führte Illes aus: „Wir sind sowohl Nachfolger und Erben der kämpfenden europäischen Helden, die Europa gegen die Alliierten verteidigt haben, als auch Vorkämpfer für die Zukunft unserer weißen Kinder.“

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Zahl der Neonazi-Konzerte geht deutlich zurück

Das rechtsextreme Gegröle verlagert sich zunehmend ins Internet oder ins europäische Ausland. Der Druck der Sicherheitsbehörden und Gegendemonstrationen ist für die Veranstalter offenbar zu groß. (Welt Online) Derweil veröffentlicht die „Thüringer Allgemeine“ eine Analyse der rechten Konzertszene im Freistaat: Derzufolge fließt das Geld aus Neonazi-Konzerten in die Kassen der Thüringer NPD. (Thüringer Allgemeine)
Quelle
Siehe auch: Mikis Rieb: Mit Musik lässt sich Neonazi-Ideologie verbreiten
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Blockupy – Krisenprofiteure markieren

31.5./1.6.2013 FreiLand/Potsdam: Ultrash-Festival No.7

Unsere Ausgehempfehlung für das kommende Wochenende:

Das mittlerweile siebte Ultrash-Festival findet am 31.5./1.6.2013 auf dem FreiLand-Gelände in Babelsberg statt. Im vergangenen Jahr besuchten vor dem Ultrash über 6000 Zuschauer_Innen das Freundschaftsspiel zwischen dem SV Babelsberg 03 und dem FC St.Pauli. Auch dieses Jahr lohnt es sich wieder bereits vor dem Ultrash-Festival nach Babelsberg zu kommen und das Straßenfest vor dem Karli und das anschließende Freundschaftsspiel gegen den FC United of Manchester zu besuchen!

Nachmittags organisiert der SV Babelsberg 03 bzw. Blauweissbunt Nulldrei zunächst ein Straßenfest vor dem Karl Liebknecht Stadion. Neben diversen Ständen werden dort die Bands Rolando Random & The Young Soul Rebels (Reggae/Rocksteady/Ska aus Berlin) und Bier Iki Ütsch (Punk aus Potsdam) auf einer Open Air Bühne for free aufspielen! Beginn ist 16.00 Uhr!

Im Anschluss daran (19.03 Uhr) findet das Freundschaftsspiel zwischen dem SV Babelsberg 03 und dem FC United of Manchester im Karli statt. Begleitend dazu gibt es einen Jugendaustausch und ein großes inhaltliches Rahmenprogramm.

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Neonazis feierten in Tartu

Via „Baltische Rundschau“:

Das Nachrichtenportal Delfi Estland meldet, dass am 25. Mai estnische und finnische Neonazis in Tartuer Pub „Krooks“ gefeiert haben. Für Stimmung sorgten die Gruppen PWA und Revalers aus Tallinn, Aus Rassismus motivierte Gewalt (Rassiliselt Motiveeritud Vägivald / PWA) aus Tartu und Civic Duty und Marder aus Finnland.

Die Räumlichkeiten des Pub waren unter Vorwand einer „Geburtstagsparty“ bestellt worden. Zuerst wollten die Rechtsradikalen sich im Rockclub auf der Tiigi Straße einmieten, doch als Polizeibehörde die Besitzer über den Hintergrund des Mieters aufgeklärte, wurde ihnen eine Absage erteilt. Danach versuchte man andere Räume zu buchen, alle Versuche endeten jedoch erfolglos. Erst einige Stunden vor der Versammlung wurden die Gleichgesinnten über die Zusammenkunft im „Krooks“ benachrichtigt. Der Ablauf der Veranstaltung soll angeblich auf der Facebook-Seite von Egert Roos dargestellt sein.

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“Pressekönige” sagen als Vorband von KC ab

„NRW Rechtsaußen“ schreibt:

RATINGEN (KREIS METTMANN) – Am vorgestrigen Samstag sagte die als Vorband eines “Kategorie C”-Konzertes angekündigte Ratinger Nachwuchsband “Pressekönige” ihren Auftritt am 8. Juni in der Region “Ruhrpott West” ab. NRW Rechtsaußen hatte zuvor über dieses Konzert berichtet, Presse und Lokalpolitik in Ratingen griffen das Thema daraufhin auf. “Aufgrund der Presseberichte und zahlreichen Telefonaten mit Politikern und Jugendzentren sind wir zu einem Entschluss gekommen: Wir werden NICHT bei Kategorie C Hungrige Wölfe auftreten”, so die “Pressekönige”.

“Man hat nicht erwartet, dass man als rechts dargestellt wird, wenn man mit einer Band auftritt die es laut Presseberichten ist. Wir sind keineswegs rechte Jungs, wir wollten Privates und Musik trennen, doch das wäre falsch!”, heißt es etwas wirr in der Begründung der “Pressekönige”. Noch am Vortag schrieb die Band auf Facebook: “Wir wollen Spaß auf der Bühne, ob wir nun in der Kneipe, bei Freunden im Jugendzentrum oder halt bei KC spielen. […] Wir sind auf der Bühne um mit euch zu rocken, was zu trinken und einfach fett abzufeiern und dabei hat Politik in unseren Augen NICHTS verloren!!!”

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Polizei sammelt Rocker-Infos

Via „taz“:

Rocker werden kontrolliert, aber Konzert mit Musikern aus NSU-Umfeld interessiert wenig

Mit einem Großeinsatz bedachte die Polizei am Freitag und Samstag ein Rockertreffen: Zwei Hundertschaften kontrollierten die Jahresfeier der Gruppierung „Gremium MC Darkside Berlin“ im Club Darks7side in Oberschöneweide. „Wir haben die Personalien aller Gäste festgestellt, um Erkenntnisse über mögliche Strukturveränderungen innerhalb der Rockergruppierung zu gewinnen“, sagte am Sonntag ein Polizeisprecher der taz.

Die Rockergruppierung steht unter Verdacht von personellen Überschneidungen mit der rechten Szene. Die Antifa Südost sowie die der SPD nahestehende Website Blick nach rechts hatten über ein für Samstag geplantes Konzert der Thüringer Band „Limited Booze Boys“ berichtet. Auch das sollte im Club Darks7side stattfinden.

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Siehe auch: Rechtslastige Rocker

Nienhagen: Kritik nach Neonazi-Konzert

Via „Netz gegen Nazis“:

Nach dem Rechtsrock-Konzert in Nienhagen bei Halberstadt steht das Land Sachsen-Anhalt in der Kritik. Der Geschäftsführer des Vereins Miteinander, Pascal Begrich sagte dem MDR, die ehrenamtlichen Bürgermeister der kleinen Kommunen seien allein gelassen worden. Es sei ein Unterschied, ob Roland Kaiser ein Konzert gebe oder ob man mit einer Veranstaltung mit 1.500 Neonazis umgehen müsse. Ähnlich äußerte sich auch der Initiator der Bürgerinitiative „Nienhagen Rechtsrockfrei“, Hans-Christian Anders. Sachsen-Anhalt habe sich mittlerweile als Spielfeld für solche Konzerte regelrecht etabliert. (MDR Online) In Nienhagen hatten am Sonnabend 200 Menschen friedlich gegen das Rechtsrockkonzert protestiert. Das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt in Magdeburg hatte die Beschwerde des Landkreises zuvor zurückgewiesen. (Mitteldeutsche Zeitung)

Siehe auch: Braunes Musik-Event in Folge

Dokumentarfilm 161>88 auf DVD veröffentlicht

Via „antifa.cz“:

161>88: Dokument Antifašistické akce vychází na DVD/Documentary of Antifascist action comming out on DVD from 161 88 on Vimeo.

Ein Jahr nach der Premiere des Dokumentarfilms der Antifaschistischen Aktion 161>88 im Prager Kino BIO OKO wurde der Film auf DVD veröffentlicht, inklusive englischer und deutscher Untertitel.

Im laufe des Jahres nach der Prämiere wurden rund 25 Vorführungen organisiert, sowohl in Tschechien als auch im Ausland (Slowakei, Serbien, Deutschland, Schweden, …). Der Film wurde ebenfalls auf dem internationalen Dokumentarfilm-Festival Jihlava vorgestellt, einer der wichtigsten Veranstaltungen seiner Art in Europa. Der Film wurde ebenfalls ausgewählt für eine Vorführung auf dem East Silver Market, eine Veranstaltung, die auf ein professionelles Publikum abzielt und dessen Fokus auf mittel- und osteuropäische Dokumentarfilmproduktionen liegt. Wir waren besonders froh zu sehen, dass wir Anfragen von Schulen erhalten haben und dass Interviews mit den Autor_innen in einigen Magazinen veröffentlicht wurden.

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25.5.2013 Cardiff: The Oppressed u.a.

Eine Ausgehempfehlung der Oire Szene Redaktion:

Erneut Angriffe auf linke Einrichtungen in München

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

In der Nacht auf Freitag, den 24. Mai 2013, um 3 Uhr morgens wurden alle vier Scheiben der Büroräume des Kurt-Eisner-Vereins und der Rosa-Luxenburg-Stiftung eingeschlagen. Mutmaßlich handelt es sich bei den Täter_innen um Personen aus dem Spektrum des neonazistischen Kameradschaftsdachverbands „Freies Netz Süd“. Der Anschlag reiht sich in eine Serie von Anschlägen und Angriffen auf linke Projekte in München ein.

Hier eine Auflistung der Anschläge der letzten Wochen:

06.04.13: Neonazis überkleben Schaufenster des Bayerischen Flüchtlingsrats (www.fluechtlingsrat-bayern.de) mit neonazistischen Propagandaaufklebern des „Freien Netz Süd“

13./14.04.13: In der Nacht nach der großen Demo gegen Naziterror wird das Schaufenster des Bayerischen Flüchtlingsrats eingeschlagen, in dem das Demoplakat hängt

25.04.13 Neonazis bespucken und zertreten eine kurz davor von der Fassade des Kafe Marat geklaute Antifafahne bei einer Nazikundgebung vor der Münchner Oper

08.05.13: Das Wohnprojekt Ligsalz8 (www.ligsalz8.de) und seine Bewohner_innen werden abends mit Eiern beworfen

09./10.05.13: In die Schaufensterscheiben des Bayerischen Flüchtlingsrats werden neonazistische Parolen geritzt, wie „NS JETZT!“, und „ANTI-ANTIFA“, einer Selbstbezeichnung militanter Neo-Nazis, die sich dem Kampf gegen linke und antifaschistische Gruppen verschrieben haben

11./12.05.13: Auch in ein Schaufenster der Ligsalz8 wird „Anti-Antifa“ geritzt

13.05.13: Die Kanzlei der Anwältin der Witwe eines Opfers des NSU wird mit massiv mit Fäkalien verdreckt

15.05.13: Um 5 Uhr morgens werden beide Schaufenster der Ligsalz8 eingeschlagen

16.05.13: Um 2 Uhr wurden mehrere Farbbeutel auf die Ligsalz8 geworfen, auch mehrere parkende Autos und ein Nachbarhaus wurden getroffen.

23./24.05.13: Vier Schaufensterscheiben des Büros des Kurt-Eisner-Vereins un der Rosa-Luxenburg-Stiftung werden eingeschlagen

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Action Sédition – Classe contre Classe

Toronto sagt nein zu Condemned 84

Via „Big Shot Zine“:

Betrachtet das folgende als öffentliche Bekanntmachung.

Wie so oft bei Veranstaltungen dieses rückwärtsgewandten Teils der Skinheadszene trägt auch dieses Konzertplakat die Standard-Aufschrift “No Politics!”. Die auf dem Plakat angekündigten Bands sind jedoch alles andere als unpolitisch. Die im Folgenden dokumentierten Verhaltensmuster machen deutlich: Die beteiligten Bands und Veranstalter profitieren davon, ihre rechten Ansichten und connections zu Rechtsextremisten geheim zu halten oder abzustreiten. Diese Taktik ist feige, funktioniert aber bestens als Schutzschild gegen kritische Stimmen aus der Szene. (…)
Hier geht es nicht um “PC” sein oder nicht sein, und auch nicht um eine einzige fischige Band. Es geht um die Pläne und Taktiken von Fencewalkern und Nazis im Schafspelz aus unserer Szene ein gemütliches Versteck für ihren Nazischeiss zu machen – und darum, diese Pläne zu durchkreuzen.
Dies ist auch kein Einzelfall – es ist eine bewußte Strategie von in der Vergangenheit zur Heimlichtuerei verurteilten Nazis: Unterwandert die “Unpolitischen” und rekrutiert die Meinungsschwachen und Wankelmütigen – denn wenn Sie schon Nazi-Bands hören und “Anti-Antifa” sind, sind sie leichte Beute.

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25.5.2013 Berlin: Neonaziband „Limited Booze Boys“ in den Vereinsräumen des Rockerclubs Gremium MC „Dark7side“

Hier die PM des ABSO: Am 25. Mai wird die Neonaziband „Limited Booze Boys“ in den Vereinsräumen des Rockerclubs Gremium MC „Dark7side“ in Berlin spielen. Das in der Edisonstraße 63 in den Spreehöfen (Ortsteil Oberschöneweide) residierende Chapter des international agierenden Rockerclubs Gremium MC wurde von Neonazis gegründet und ist seit vielen Jahren ein rechtes Sammelbecken.

Der Band „Limited Booze Boys“, die 1999 im thüringischen Stadtroda gegründet wurde, gehört der Neonazi Henning Haydt an, gegen den die Polizei seit 1995 immer wieder wegen Sprengstoffdelikten ermittelte. Bei einer Hausdurchsuchung im Juni 1997 fand die Polizei neben einer mit Schrauben und Nägeln gefüllten Rohrbombe einen Atlas, in dem Orte mit Hakenkreuzen oder Davidsternen markiert waren. Die Markierungen bezogen sich geografisch überwiegend auf KZ-Gedenkstätten in Deutschland. Der Schluss liegt nahe, dass Haydt Anschläge auf diese Orte plante. Kurz zuvor wurde vor dem Jenaer Theater eine Kofferbombe gefunden. Der Koffer war rot lackiert und mit schwarzen Hakenkreuzen auf weißem runden Grund versehen. Hier ermittelte die Staatsanwaltschaft nicht nur gegen den Leadgitarristen der „Limited Booze Boys“ Haydt, sondern auch gegen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe. 1998 tauchte das sog. Terrortrio unter. Haydt spielte ab 1999 bei den „Limited Booze Boys“. Die anderen Bandmitglieder haben mit Haydts neonazistischer Gesinnung kein Problem. So wurde er auf der ehemaligen Bandwebseite im Jahr 2004 sogar als „kurzhaariger Bombenbastler“ betitelt. Kritiker_innen droht man schon mal mit Anzeige. Sämtliche Vorwürfe seien „absolut haltlos“ (Stellungnahme auf der Homepage). Die Band tritt seit etlichen Jahren bei Metal-Festivals und Feiern von Rockerclubs in ganz Deutschland auf, so auch am 25. Mai bei der 11-Jahresfeier im „Dark7side“.
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Keyser Soze – Catch Your Breath