Archiv für Juni 2013

RPG-7 – Stalingrado

Bewaffnete Neonazis im Ausland

Via „Antifaschistisches Infoblatt“:

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit dem Thema »Bewaffnete Neonazis im Ausland«. Die Spannweite hierbei ist erschreckend weit. Der Artikel »Die Achse Deutschland-Süd­afri­ka« zeichnet Verbindungen des NSU-Umfeldes nach Südafrika nach. Hierbei konnten wir u.a. Pläne für ein (Waffen-) Ausbildungscamp für deut­sche Neonazis aufdecken. Im Artikel »Dressed to kill« berichten wir über die wenig bekannten deutschen Neo­nazis als Söldner in Kriegsgebieten. Im Artikel »Waffen für Portugal?« geht es um den internationalen Waffen­handel deutscher Neonazis. Berichte über eine Beteiligung extrem rechter europäischer »Freiwilliger« oder Söldner gab es auch im jordanischen Bürgerkrieg 1970. In Südafrika kämpf­ten ver­einzelt deutsche Neonazis für das Apartheidsregime, besonders im Todesschwadron der »Afrikaaner Weerstands Beweging« (AWB).

Motive

Der Drang von Neonazis zu tödlichen Waffen, Kriegen und Söldner-Truppen hat vielfältige Motive. Zum einem werden klassisch rassistische Ideologien bedient. Über französische Neonazis wie Michel Faci im ersten Irakkrieg wusste die ZEIT zu berichten: »Einen ganz eigenen Traum wollten sich die französischen Neonazis erfüllen und den irakischen Soldaten im Kampf gegen Amerikaner und Juden beistehen.« Die jugoslawischen Zerfalls­kriege der 1990er-Jahre waren für viele Neonazis eine willkommene Gelegenheit selbst aktiv zu werden. Offen wurde in Publikationen für den Kampf auf Seiten Kroatiens geworben, das sich damals auch von offizieller Seite posi­tiv auf das faschistische Kroatien im Zweiten Weltkrieg bezog. Zudem stellte der nationalistische Konflikt samt brutaler Vertreibungen – verharmlosend »ethnische Säuberungen« ge­nannt – die reale kriegerische Umset­zung ethnopluralistischer Vor­stellungen dar. In den Reihen der rechten HOS-Miliz1 kämpften Neonazis »für ein ethnisch reines Kroatien«. Der österreichische Neonazi Wolfgang Niederreiter berichtete in seinem Buch2, dass Neonazi-Söldner-Einsätze in Kroatien u.a. zu »Übungszwecken für später« dienten. Dieses Vorbe­reiten auf den nahenden »Rassen­krieg«, oder auch die »nationale Revo­lution« stellt wohl insgesamt eine zentrale Motivation für das neo­nazistische Interesse an Waffen und Kampfhandlungen wie »Söldner­tätig­keit« dar.

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Münchner Rechter baut Nagelbombe

Via „AIDA“:

Bei einer Hausdurchsuchung in München-Schwabing haben Polizeibeamt_innen am Freitag Abend eine fertig gebaute Nagelbombe und Gewehrmunition gefunden. Im Pressebericht verschweigt die Münchner Polizei den rechten Hintergrund des mutmaßlichen Bombenbauers vollständig.

Mit Schusswaffe aufgegriffen

Freitag, 28. Juni 2013, im gutbürgerlichen Schwabing: Eine Zeugin teilt gegen 21.20 Uhr einer Polizeistreife mit, dass sie vom eigenen Fenster aus in einer Wohnung einen Mann mit einer Pistole gesehen habe. Polizeibeamt_innen beginnen eine Observation. Gegen 22.00 Uhr verlässt der völlig betrunkene 33-jährige Wohnungsinhaber, Fabian F. (Name bekannt), zusammen mit einem 18-jährigen Mann die Wohnung. Die Waffe, eine geladene Schreckschusspistole, hat der Ältere in seinem Hosenbund versteckt.

Auf eine Polizeikontrolle folgt eine Hausdurchsuchung. In der Wohnung im Erdgeschoss finden Polizeibeamt unter anderem eine Gotcha-Waffe, erlaubnispflichtige Gewehrmunition, drei in Deutschland nicht erlaubte Böller (sogenannte „La Bomba“) und 1,5 Gramm Betäubungsmittel. Der brisanteste Fund liegt auf dem Küchentisch: eine explosionsfähige Nagelbombe! Fabian F. soll sie selbst gebaut haben, in dem er einen Knallkörper mit Metall verdämmt und mit Nägeln und Schrauben bestückt hat.

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Siehe auch: Nagelbomben-Bauer: Ist er ein Neonazi?
Explosives Risiko

Braunes Soli-Konzert im Ruhrpott

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Dortmund – Neonazis planen offenbar ein Rechtsrock-Konzert zugunsten des verbotenen „Nationalen Widerstands Dortmund“ (NWDO).

„Solidarität mit dem NWDO“ soll das Motto des Konzerts sein, das für den 6. Juli geplant ist. Ein genauer Veranstaltungsort wird noch nicht genannt. Auf einem Flyer, mit dem für das Konzert geworben wird, ist lediglich der Hinweis zu finden, es werde „im Ruhrpott“ stattfinden. Nähere Informationen soll es erst am Veranstaltungstag ab mittags unter einer Handynummer geben.

Angekündigt wird aber bereits die Teilnahme von drei Neonazi-Bands. Auftreten sollen „Sleipnir“, „Words of Anger“ und „Codex frei“. „Sleipnir“ aus Nordrhein-Westfalen, bereits in den 90er Jahren gegründet, gehört zu den bundesweit bekanntesten Rechtsrock-Gruppen.

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The Aggrolites – „Don‘t Let Me Down“

Geheimer Konzertkeller auf dem Biesenthaler Nazigelände entdeckt

Via „Inforiot“:

Vor wenigen Wochen entdeckten BehördenvertreterInnen auf dem Biesenthaler Nazigelände einen zum Konzertort ausgebauten Keller.

Die Wände waren schallisoliert, so dass auch laute Musik draussen nicht mehr zu hören war. Auch eine feste Bühne war in den Keller gebaut worden. Seit wann es diese Einbauten gab und wie oft der Keller genutzt wurde ist unbekannt. Die Betreiber haben die Auflage bekommen, alles wieder aus- und abzubauen. Auch ein empfindliches Bußgeld soll verhängt worden sein. Denn die Einbauten und die Nutzung des Geländes für Konzerte widersprechen den amtlichen Auflagen.

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Vielfältige Proteste gegen rechtes Hasskonzert in Gera geplant

Die „TLZ“ schreibt:

NPD und andere rechtsextreme Gruppierungen veranstalten am 6. Juli in Gera zu wiederholtem Mal ein überregionales Treffen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Gera. Unter dem Titel Rock für Deutschland werde mit Hassmusik für Intoleranz und demokratiefeindliche Haltungen geworben. Gegen das Hasskonzert soll es vielfältigen, lebendigen und bunten Protest geben.

Gera. Der Zusammenhang zwischen Rechtsrock und rechtsextremer Gewalt ist nicht erst seit dem Auffliegen des NSU hinreichend belegt, heißt es weiter.

Gegen das Hasskonzert soll es vielfältigen, lebendigen und bunten Protest geben. Bereits am Vortag, am Freitag, dem 5. Juli, werde die Demokratie in Gera Gesicht zeigen. Mit einer „Mahnwache für die Opfer rechtsextremer, rassistischer, antisemitischer und homophober Gewalt“ auf dem Geraer Bahnhofsvorplatz von 13 bis 19 Uhr erinnert die evangelische Kirchgemeinde an die Folgen von Rechtsrock und Internethetze.

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Rechtsrock in Veröce

Via „Deutschlandradio“:

Stephan Ozsvath berichtet über das jährliche Musikfestival Magyar-Sziget-Festival, das rechtem Gedankengut ein Forum bietet.

Musikfestival der rechten Szene in Ungarn.

Von driiten bis zum siebten Juli rocken – wie fast jedes Jahr – in der ungarischen Kleinstadt Veröce an der Donau ungarische Rechtsrock-Bands. Sie liefern den völkischen Soundtrack für Auftritte rechtsextremer Politiker. Das Magyar-Sziget-Festival ist als Gegenveranstaltung zum beliebten Budapester Sziget-Festival gedacht, dass den Rechtsextremen zu ‚multikulti‘ ist.

„Patriotisches Event“

Das Festival Magyar Sziget – gleichbedeutend mit ‚ungarische Insel‘ – gibt es bereits seit 2001. Es bezeichnet sich selbst als „patriotisches Event“, bei dem man einige Tage mit Leuten verbringen kann, „die ebenso denken wie du“.

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Sommerfest mit den „Kinderzimmerterroristen“

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Finowfurt – Am morigen Samstag ist ein Sommerfest des brandenburgischen Landesverbandes der Worch-Partei „Die Rechte“ geplant. Gefeiert werden soll auf dem Anwesen des Landesvorsitzenden in der Schorfheide.

Unter dem Motto „Wir Backen Waffeln gegen links“ (Fehler im Original) findet am 29. Juni im brandenburgischen Finowfurt ein Sommerfest der Partei „Die Rechte statt“. Gefeiert wird auf dem 9300 Quadratmeter großen Grundstück des „Rechte“-Landesvorsitzenden Klaus Mann. Mann war ehemals langjähriger DVU-Landesvorsitzender in Brandenburg.

In den letzten Jahren hatte Mann sein Grundstück wiederholt der NPD („Preußentag“), Neonazis und Besuchern rechtsextremer Konzerte zur Verfügung gestellt. Zeitweilig war das Anwesen der wichtigste Ort für braune Konzertereignisse in Brandenburg. Mehrfach kam es dabei zu Straftaten. So wurde bei Veranstaltungen im Jahr 2007 das Hakenkreuz-Lied („Hisst die rote Fahne, hisst die rote Fahne mit dem Hakenkreuz“) und das Lied „Blut“ („Wetzt die Messer auf dem Bürgersteig, lasst die Messer flutschen in den Judenleib“) gespielt.

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Siehe auch: Braunes Feierwochenende: Neonazikonzert mit „Burn Down“ und „Kinderzimmer-Terroristen“ in Finowfurt

Bobby Bland – Shoes (Duke)


† Bobby Bland

Gefährliche Heidentruppe

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Die rassistische „Artgemeinschaft – Germanische Glaubensgemeinschaft“ trifft sich zur Sonnenwende erneut ungestört mit Hunderten von Anhängern in Thüringen. Hinter dem Tarnmantel Brauchtum könnte sich weitaus mehr verbergen, denn es gab Kontakte zu Militanten und dem NSU-Netzwerk.

Den Rennicke habe er in diesem Jahr vom Grundstück verwiesen, berichtet der Wirt des abgelegenen Gasthofes „Hufhaus“ bei Ilfeld in Nordthüringen. Er selbst habe nichts zu verbergen, sei „so wenig rechts wie links“, seine Restauration sei ein „öffentliches Haus“. Er erlaube nicht, „dass Propaganda für etwas gemacht wird“, welches er, als „extremst verwerflich“ erachte, sei es für „Hitler oder Nazis“ . Deshalb, so der Wirt, habe er dem Neonazi-Barden Frank Rennicke den Zutritt zum diesjährigen Sonnenwende-Treffen der „Artgemeinschaft – Germanische Glaubensgemeinschaft“ verweigert. Um was es genau ging, wollte der gebürtige Tiroler nicht sagen, „da bleib’ ich pauschal, bitt’schön“.

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Konspirative NPD-Sommerfeierlichkeit

Via „Der Blick nach Rechts“:

Dresden – Die NPD-Landtagsfraktion Sachsen veranstaltet am kommenden Samstag an geheim gehaltenen Ort ein Sommerfest.

Konspirativer Treffpunkt der NPD-Sommerfest-Freunde ist die Abfahrt Mutzschen an der Autobahn A 14. Von dort geht es dann weiter zum Veranstaltungsort, der geheim gehalten wird. Das Programm des Sommerfestes selbst verspricht keine Überraschungen. Als Redner sind der NPD-Bundesvorsitzende Holger Apfel, der sächsische NPD-Landesvorsitzende Holger Szymanski, der sächische Landesvorsitzende der Jungen Nationaldemokraten Paul Rzehaczek und der Schwede Marc Abramsson angekündigt. Abramsson ist seit November 2006 der Parteivorsitzende der 2001 gegründeten schwedischen Nationaldemokraten, einer antisemitischen und fremdenfeindlichen Partei. Die Mailadresse von Abramsson war im elektronischen Verteiler des norwegischen Rechtsterroristen Breivik.

Das musikalische Programm gestalten der braune Barde Frank Rennicke, vormals „Wiking-Jugend“ und das Liedermacher-Duo „Resistentia“ aus dem Raum Stuttgart.

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Wolf Down – Stray from the path

„Bei Rassismus hört die künstlerische Freiheit auf“

„Mut gegen rechte Gewalt“ berichtet:

Hip-Hop ist eine Musik- und Jugendkultur. Und eine Plattform für Nazis?

Über Rechtsrock wurde und wird viel geredet. Bands wie Frei.Wild oder der Liedermacher Frank Rennicke sind allgemein bekannt. Doch dass es auch im Hip-Hop Nazis gibt ist vielen nicht bekannt. Wenn man sich allerdings vor Augen führt, wo der Hip-Hop seine Ursprünge hat, wird einem auch klar warum viele nicht mit Nazis im Hip-Hop rechnen.

Hip-Hop entstand in den 70er Jahren in den schwarzen Ghettos der USA, unter anderem als Antwort auf den Niedergang der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und den sozialen und ökonomischen Verfall der Innenstädte. Die Arbeitslosigkeit untern den schwarzen Jugendlichen stieg auf bis zu 40% und viele der Jugendlichen wendeten sich der Kriminalität und dem Drogenhandel zu.

„Wolf im Schafspelz“

Doch was haben die Neonazis mit diesem Thema zu tun? Der Grund, warum immer mehr rechter Hip-Hop zu hören und zu kaufen ist, ist die gezielte Unterwanderung der Hip-Hop Szene durch Neonazis. „Rap ist heute populärer denn je und so könnte diese Form einfach ein niederschwelliges Angebot an Jugendliche sein, die nicht mehr auf ihre Hörgewohnheiten verzichten müssen um sich mit nationalistischen Themen zu beschäftigen“, sagt der Rapper Chaoze One. „Was bei Altnazis als ‚Negermusik‘ verschrien war, wird den Jungnazis zum Ausdrucksmittel. Allerdings heißt das Genre nun eingedeutscht ‚Nationaler Sprechgesang‘. Ein bekannter Vertreter ist das Projekt N´Socialist Soundsystem“, erklärt Dr. Thorsten Hindrichs, Musikwissenschaftler an der Universität Mainz. N´Socialist Soundsystem bringen ihre rechte Gesinnung mit Texten wie

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Neonazi-Event im Stadtzentrum

Via „Blick nach Rechts“:

Gera – Der NPD-Kreisverband Gera und parteiunabhängige regionale Kräfte wollen am 6. Juli den „11. Rock für Deutschland“ auf dem Vorplatz des dortigen Hauptbahnhofs veranstalten.

Das traditionelle Neonazi-Event verbindet rechtsextreme Musik mit politischer Agitation. Als Redner sind Patrick Wieschke, Gordon Richter, Kevin Schulhauser und Matthias Fischer, Safet Babic und Maria Fank angekündigt.

Der thüringische NPD-Landesvorsitzende Wieschke ist Spitzenkandidat seines Landesverbandes bei der Bundestagswahl im September. Wieschke war einst Anführer der Sektion Eisenach des „Thüringer Heimatschutzes“ (THS), Richter, NPD-Stadtrat in Gera, fungiert als NPD-Landesvize. Schulhauser, vormals „Division Ronneburg“, ist Kopf des „Nationalen Bildungswerks Ronneburg“. Fischer, ehemaliger Anführer der verbotenen Neonazi-Truppe „Fränkische Aktionsfront“ (F.A.F.), war in der Vergangenheit zeitweilig bayerischer Landesvorsitzender der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN). Der gebürtige Bosnier Babic, NPD-Landesvize in Rheinland-Pfalz und Redaktionsmitglied der NPD-Parteizeitung „Deutsche Stimme“, wurde im Dezember 2010 wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer siebenmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Als Folge wurde Babic aus dem Stadtrat der Stadt Trier ausgeschlossen. Fank gehört dem Bundesvorstand der NPD-Frauenorganisation „Ring Nationaler Frauen“ (RNF) an.

Den musikalischen Teil sollen die Combos „Die Lunikoff Verschwörung“, „Stimme der Vergeltung“, „Strafmass“, „Frontfeuer“ und „Sachsenblut“ bestreiten.

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Feine Sahne Fischfilet – Wasted in Jarmen

Bremen: Rechtsextreme Rocker verlagern Party – Polizei verhindert Fest

Die Party fiel aus: Nachdem in Bremen eine Feier der „Brigade 8 Crew“ verboten wurde, versuchten die rechtsextremen Rocker ihr Glück im Kreis Oldenburg. Sie mieteten eine Schießhalle an – doch auch dort entdeckte die Polizei sie und verbot die Party. (Focus Online, Nordwest Zeitung) Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hatte die Party der Neonazi-Rocker „Brigade 8″ am Tag der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2012 verboten. Die Gruppe sei „antisemitisch und in einer krassen Weise menschenverachtend“, sagte Mäurer bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2012. Über das Material, dass ihm vom Geheimdienst über die Brigade-8- Gruppe vorgelegt worden sei, zeigte er sich entsetzt: „Da wird einem schlecht.“ (taz) Der Verfassungsschutzbericht selbst spricht von weniger extremistischen Straftaten 2012. Sorge bereitet dem Landesamt allerdings, dass die Rechten sich in immer neuen Strukturen und häufig verdeckt organisieren. (Radio Bremen)

Siehe auch: Neonazi-Partys fallen ins Wasser
„Nazi-Propagandafete der ‚Brigade 8′ vereitelt“

Spekulationen um Neonazi-Festival in Ravensburg – Polizei: „Wir nehmen das ernst“

Via „scwäbische.de“:

Planen Rechtsextremisten eine Großveranstaltung am 10. August im Schussental? – Polizei liegen keine Erkenntnisse vor

RAVENSBURG Im Internet kursieren derzeit Gerüchte über ein Neonazi-Musikfestival, das eine rechtsradikale Gruppe für den Sommer plant – und das, so heißt es, in Ravensburg stattfinden soll. Hiesige antifaschistische Organisationen haben dafür keine Hinweise, und auch die Polizeidirektion Ravensburg kann sich das nicht vorstellen. Polizei-Sprecher Peter Korn meint aber: „Wir nehmen das ernst und behalten das im Auge.“

Seit einigen Jahren veranstaltet eine Organisation namens „Freies Netz Süd“ regelmäßig ein sogenanntes Rechtsrockfestival, früher unter dem Namen Frankentage, inzwischen umbenannt in „Europa Erwache Festival“. Dabei treten Bands aus dem rechtsradikalen Milieu auf sowie politische Agitatoren als Redner aus derselben politischen Ecke. Bisher fanden diese Veranstaltungen ausnahmslos im Nachbarland Bayern statt. Wo das Festival in diesem Sommer sein wird, wird von den Organisatoren bis zum Schluss geheim gehalten. Peter Korn: „Das ist immer ein richtiges Versteckspiel.“

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Johnny Mauser – Die Mauer

NSU-Prozess: Verfassungsschutz fürchtet sich

„Indymedia“ berichtet:

Der Verfassungsschutz fürchtet angeblich um einen V-Mann-Führer. Tatsächlich fürchtet sich der Verfassungsschutz um das Ende der Legende, dass der Nationalsozialistische Untergrund/NSU aus exakt drei Mitgliedern besteht.
»NSU-Prozess: Verfassungsschutz fürchtet um Leben eines V-Mann-Führers«

Mit dieser Schlagzeile geht der ›Fall Krokus‹ in die nächste Runde. Dazu führt die Zeitung ›Stuttgarter Nachrichten‹ vom 21.6.2013 aus:
»Das baden-württembergische Landesamt für Verfassungsschutz fürchtet um das Leben seines V-Mann-Führers mit dem Tarnnamen ›Rainer Öttinger‹, der im Zusammenhang mit der Aufklärung der NSU-Mordserie eine wichtige Rolle spielt. (…) Die Stuttgarter Nachrichten berufen sich auf ein dem Blatt vorliegendes Schreiben der grün-roten Landesregierung an den NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages. Demnach befürchtet der baden-württembergische Verfassungsschutz, dass vor allem Alexander Gronwald, der Lebensgefährte der früheren LfV-Informantin mit dem Decknamen ›Krokus‹, dem Verfassungsschutzmitarbeiter ›Öttinger‹ nach dem Leben trachtet. Gronwald versuchte 2004 ehemalige Soldaten der Bundeswehr für einen Einsatz als Söldner in Ghana zu gewinnen. In sozialen Netzwerken gibt er vor, britische Loyalisten und deutsche Faschisten eliminieren zu wollen. Sicherheitsbehörden schreiben dem Mann zudem Kontakte in die Rockerszene zu. Das seit etwa 2010 liierte Pärchen Gronwald/Krokus hatte in den vergangenen Monaten in zahlreichen E-Mails an Politiker, Behörden und Journalisten seine Sicht der sogenannten NSU-Mordserie dargestellt. Viele Abgeordnete und Behördenmitarbeiter zweifeln an der Glaubwürdigkeit des Duos.«

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