Aussteiger bei den Rechtsextremen: „Hass ohne Ende, Angst ohne

„Spiegel-Online“ berichtet:

Martin ist neun, als er den ersten Neonazi kennenlernt. Seine Eltern merken nicht, wie er sich im Laufe der Jahre radikalisiert, zum Gewalttäter wird. Erst 16 Jahre später kommt er zur Besinnung und steigt aus – ohne Hilfe hätte er es nicht geschafft.

Martin* ist rasend vor Wut, als er die Wohnungstür eintritt. Drinnen wartet ein Mann. Mit mehreren Komplizen packt Martin ihn, drischt auf ihn ein und tritt zu. Immer wieder. Gnadenlos. Viele Jahre lang waren sie befreundet, doch das zählt nicht mehr. Martins Kumpel will kein Neonazi mehr sein. Er will aussteigen. „Ich wollte ihn an der Wäscheleine aufhängen“, sagt Martin. Nur mit Mühe und Not hätten ihn seine Schlägerkumpanen davon abhalten können.

Die Attacke ist mehr als sechs Jahre her. Doch sie lässt den jungen Mann nicht mehr los. Martin sitzt leicht vorgebeugt. Sein Blick richtet sich starr auf seine Hände, die Stimme ist fest.

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