„Bei Rassismus hört die künstlerische Freiheit auf“

„Mut gegen rechte Gewalt“ berichtet:

Hip-Hop ist eine Musik- und Jugendkultur. Und eine Plattform für Nazis?

Über Rechtsrock wurde und wird viel geredet. Bands wie Frei.Wild oder der Liedermacher Frank Rennicke sind allgemein bekannt. Doch dass es auch im Hip-Hop Nazis gibt ist vielen nicht bekannt. Wenn man sich allerdings vor Augen führt, wo der Hip-Hop seine Ursprünge hat, wird einem auch klar warum viele nicht mit Nazis im Hip-Hop rechnen.

Hip-Hop entstand in den 70er Jahren in den schwarzen Ghettos der USA, unter anderem als Antwort auf den Niedergang der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und den sozialen und ökonomischen Verfall der Innenstädte. Die Arbeitslosigkeit untern den schwarzen Jugendlichen stieg auf bis zu 40% und viele der Jugendlichen wendeten sich der Kriminalität und dem Drogenhandel zu.

„Wolf im Schafspelz“

Doch was haben die Neonazis mit diesem Thema zu tun? Der Grund, warum immer mehr rechter Hip-Hop zu hören und zu kaufen ist, ist die gezielte Unterwanderung der Hip-Hop Szene durch Neonazis. „Rap ist heute populärer denn je und so könnte diese Form einfach ein niederschwelliges Angebot an Jugendliche sein, die nicht mehr auf ihre Hörgewohnheiten verzichten müssen um sich mit nationalistischen Themen zu beschäftigen“, sagt der Rapper Chaoze One. „Was bei Altnazis als ‚Negermusik‘ verschrien war, wird den Jungnazis zum Ausdrucksmittel. Allerdings heißt das Genre nun eingedeutscht ‚Nationaler Sprechgesang‘. Ein bekannter Vertreter ist das Projekt N´Socialist Soundsystem“, erklärt Dr. Thorsten Hindrichs, Musikwissenschaftler an der Universität Mainz. N´Socialist Soundsystem bringen ihre rechte Gesinnung mit Texten wie

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