Archiv für Juli 2013

Angriff auf Naziladen aus dem NSU-Umfeld in Chemnitz

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

In der Nacht vom 28.07.2013 zum 29.07.2013 haben AntifaschistInnen den Naziladen Backstreetnoise angegriffen, dessen Inhaber Yves Rahmel dem NSU-Umfeld zuzuordnen ist und der unter anderem den „Döner-Mörder“-Song mit seinem Label PC Records produzierte.

Die AntifaschistInnen besprühten eine Seite des Würfels in der Dr.-Salvador-Alende-Straße mit den Antifa-Stencils „Smash Fascism“ und „Thor Steinar Sucks!“ sowie der Botschaft: „Bürger, esst Nazis!“

Seit Bekanntwerden der Morde durch den NSU gilt die Chemnitzer Kameradschaftsszene als einer der Hauptunterstützer der Terrorzelle, was – sächsischer Justiz sei dank – kaum aufgearbeitet wurde. Der in der Nacht geschehene Angriff jedoch ist nicht nur für die Stadtoberen und das zahme Bündnis „Bunter Brühl“ ein Wink mit dem Zaunpfahl, denn hier werden immerhin Mörder und an Morden Beteiligte geschützt.

Kein Fußbreit den Faschisten!!!

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Soul Vendors – Swing Easy

Das „Freie Netz Süd“ will Europa in Roden »erwachen« lassen

Via „Endstation Rechts“:

Wie der Online-Dienst „Main-Netz“ meldet, hat das rechtsextreme „Freie Netz Süd“ seine für den 10. August angekündigte Veranstaltung „Europa erwacht“ in Roden (Main-Spessart-Kreis) angemeldet. Es handelt sich dabei um die Nachfolgeveranstaltung des seit Jahren durchgeführten „Frankentags“ in der Tradition der Frankentage des NSDAP-Funktionärs Julius Streicher.

Für die Veranstaltung, die von Norman Kempken (Nürnberg) angemeldet wurde, sind mehrere Bands angekündigt, u. a. die „Lunikoff-Verschwörung“, eine Nachfolgegruppe der verbotenen Gruppe „Landser“. Als Redner sind u. a. Matthias Fischer (Fürth) und Tony Gentsch (Hof), der bis vor kurzem noch eine längere Gefängnisstrafe absaß, angekündigt.

Gegen das „Freie Netz Süd“ fand erst vor kurzem eine großangelegte Durchsuchungsaktion der Polizei statt, bei der u. a. Hakenkreuzfahnen und Waffen beschlagnahmt wurden. Bei einer „Grillfeier“ des „Freien Netz Süd“ im Münchner Stadtteil Obermenzing in München vor einer Woche wurden von den Nazis Journalisten angegriffen.

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Siehe auch: Wieder ein Neonazi-Treffen in Roden
Siehe auch: Party der Rechtsextremen könnte an Zufahrtswegen scheitern

„Shice auf die Szene?“ – Neonazis im HipHop

Die Öffnung der rechten Szene für Einflüsse aus fremden Subkulturen hat zu einer Erweiterung ihres Betätigungsfeldes geführt.
Neonazis haben erkannt, dass der Anschluss an Jugendliche nicht mehr allein durch klassischen Rechtsrock und der Aussicht auf
politische Aktionen funktionieren kann. Durch den strategischen Zugriff auf fast alle Sparten subkultureller Szenen erhofft
man sich einen Zugewinn neuer Sympathisant_innen. So wie sich im Hardcore der NSHC und im Metal der NSBM etablierte, kommt es
nun zu einer eigenen NS-HipHop-Szene.Während der Veranstaltung werden ausgewählte rechte und neonazistische HipHop-Projekte
vorgestellt. Weiterhin wird der Frage nachgegangen, worin die Anknüpfungspunkte für die Neonazis bestehen könnten.

Präsentiert von:
„Auf die Pelle rücken“ – Antifaschistische Plattform für Wedding und Moabit

12.08.2013 | 19:30 Uhr | Kulturfabrik Moabit (Lehrter Straße 35)

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The Melodians – Swing and Dine

Personelle Rechtsrock-Hochburg Gera

Via „Blick nach Rechts“:

Durch Parteitreffen mit Szenemusik buhlt die NPD um Zulauf und Sympathie. Beim Event „Rock für Deutschland“ und dem „Eichsfeldtag“ kamen jeweils knapp 1000 Besucher zusammen. Andere Konzertveranstaltungen mit Rechtsrock brachten es jeweils nur auf maximal 100 Besucher. Mehrere davon fanden in einem Wohnprojekt in Crawinkel mit angeschlossener Gaststube samt Freigelände statt. Eine dortige WG mit dem Namen „Hausgemeinschaft Jonastal“ ist auch das Zuhause eines Bandmitglieds von SKD („Sonderkommando Dirlewanger“). Personelle Rechtsrock-Hochburg scheint Gera zu sein. Aus der Stadt oder näherer Umgebung kommen mit „Totenburg“, „Ostfront“ und „Eugenik“ gleich drei Formationen. Mit „Eternal Bleeding“ aus Altenburg widmet sich eine Band auch zusätzlich dem Hip Hop, tritt dann aber unter dem Projektnamen „Sprachgesang zum Untergang“ (SzU) in Erscheinung. Neben 13 Bands ist auch Liedermacher Torsten Hering („Torstein“) im Verfassungsschutzbericht des Freistaats gelistet.

Die umtriebigsten von zwölf Vertrieben und Versandstellen sind Germania Records (Sondershausen) und W & B (Fretterode). Letztere Firma ist wie ein Buchverlag („Volk in Bewegung – der Reichsbote“ sowie ein Wein- und Spirituosenhandel dem stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden Thorsten Heise beziehungsweise dessen Umfeld zuzurechnen. Heise verfügt auch bei den Freien Nationalisten über gute überregionale Verbindungen und Kontakte. Er gilt als Führungsperson der „Kameradschaft Northeim“ beziehungsweise „Kameradschaft Eichsfeld“, auf Heises Anwesen finden regelmäßig „Kameradschaftsabende“ statt. Andere strukturierte Neonazi-Gruppen finden sich in Jena, Kahla, Saalfeld, Altenburg, Erfurt, Nordhausen, Gera, im Weimarer Land sowie in Hildburghausen und Umgebung. Zum Teil wird aus diesen Kreisen offen mit dem im NSU-Verfahren unter Anklage stehenden Ralf Wohlleben sympathisiert.

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Polizei löst Neonazi-Konzert in Finowfurt nach zwei Stunden auf

„Endstation Rechts“ berichtet:

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen löste die Polizei in Finowfurt (Landkreis Barnim) ein Rechtsrock-Konzert auf. Als Grund nannte die zuständige Polizeidirektion das Spielen volksverhetzender und indizierter Lieder. Bands und Besucher erhielten einen Platzverweis.

Die Organisatoren hatten sich sichtlich Mühe gegeben, mögliche Gegenproteste zu erschweren. Bis zu Beginn der Woche war nicht klar, wo das für den gestrigen Samstag beworbene Rechtsrock-Konzert tatsächlich stattfinden sollte – in Finowfurt (Brandenburg) oder in Viereck in Mecklenburg-Vorpommern. Viel Freude hatten die rund 700 angereisten Neonazis allerdings nicht. Bereits nach rund zwei Stunden war der braune Spuk vorbei, denn die Polizei löste die Veranstaltung auf. Erst vor wenigen Wochen war an gleicher Stelle ein Neonazi-Festival von einem massiven Polizeiaufgebot beendete worden, nachdem einige Festivalbesucher den verbotenen Hitlergruß gezeigt hatten.

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Wailers – Bus Dem Shut

Brandanschläge und ungeklärte Brände im Rheinland

Via“NRW rechtsaußen“:

RHEIN-SIEG-KREIS/KREIS HEINSBERG/MÖNCHENGLADBACH – Man brauche “konkrete Ergebnisse in wichtigen sicherheitspolitischen Fragen, keine monatelangen Wahlkampfschlachten”: Mit diesen Worten ließ sich am 17. Juli der Vorsitzende des “Bundes deutscher Kriminalbeamter”im BKA, Andy Neumann, in einer Pressemitteilung des in Meckenheim (Rhein-Sieg-Kreis) beheimateten BKA zitieren. Er warnte vor “Trittbrettfahrern des NSU” und verlieh seiner Sorge Ausdruck, dass sich terroristische Neonazi-Zellen zum Ziel gesetzt hätten, “das politische System in der Bundesrepublik mit terroristischen Mitteln zu bekämpfen”. Es sei vor diesem Hintergrund umso “bedauerlicher, dass inzwischen in Politik und Medien deutlich intensiver um nachrichtendienstliche Aktivitäten debattiert werde als um Überlegungen, mit welchen Mitteln Extremismus effektiv zu bekämpfen ist”.

Ob sich Neumann auch um vermeintlich “kleinere Dinge” als das “politische System in der Bundesrepublik” sorgt, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor. Grund hierfür könnte bestehen, ist doch in letzter Zeit auch im Rheinland eine Häufung von Brandstiftungen und ungeklärter Brände zu verzeichnen, die Menschen mit Migrationshintergrund bzw. ihre Existenz betrafen. Jedenfalls wäre es nach Auffassung von NRW rechtsaußen eine von vielen nötigen Erkenntnissen aus der NSU-Mordserie, bei jedem einzelnen derartiger Fälle sehr genau hinzusehen.

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München: Gartenfeier mit dem Rechtsterroristen

„Endstation Rechts“ berichtet:

„Heil-Hitler“-Begrüßungen, militante Gäste und Angriffe auf Journalisten: Bei einer „Gartenfeier“ im „Braunen Haus“ in München Obermenzing versammelten sich die Führungskader der bayerischen Neonazi-Szene. Trotz harmlos aufgemachter Einladung, warfen die Neonazis ihr Pseudo-Image schnell über Bord und traten offen aggressiv auf. Auch Martin Wiese hat sich wieder eine Strafanzeige eingefangen: Er griff ein vorbeifahrendes Auto an.

Auf diese Einladung hätten die „echten Nachbarn“ der Nazi-WG in München-Obermenzing gerne verzichtet: Für den 20. Juli haben die Neonazi-Aktivisten Vanessa Becker, Daniel Thönnessen und Franz Sedlbauer zu einer „Gartenfeier“ in die von ihnen bewohnte Immobilie in der Carl-Hanser-Straße 42 geladen. Die Einladung war zuvor auch in den Briefkästen der Nachbarn gelandet. Der Flyer wirkte dabei harmlos und unscheinbar, auf dem Programm stand „Kinderschminken“ ebenso wie „Gartenspiele“, Bilder von einem Spanferkel und badenden Kindern sollten den harmlosen Anschein weiter untermauern.

Mit der Realität hatte das auf den Einladungen transportierte Bild allerdings wenig zu tun: Das Haus war mit von außen gut sichtbaren Alarm- und Überwachungssystemen ausgestattet, eine provisorisch angebrachte Überwachungskamera scannt die gesamte Einfahrt – und auch die Spuren der bayernweiten Großrazzia gegen Angehörige des Neonazi-Netzwerks „Freies Netz Süd“ (FNS) vor rund einer Woche waren noch gut ersichtlich.

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Siehe auch: „Nazi-Zentrum sofort schließen!“
André E. soll mit bayerischen Neonazis gefeiert haben

The West Indians – I Mean It

Polizei und Hallen-Vermieter nach Herner Neonazi-Konzert in der Kritik Polizei und Hallen-Vermieter nach Herner Neonazi-Konzert in der Kritik

Die „WAZ“ schreibt:

Das von der Polizei in der Nacht auf den 7. Juli aufgelöste Neonazi-Konzert in Herne wirft neue Fragen auf. So traf sich „Partyscheunen“-Betreiber Otto Schön am Konzertabend auf dem Gelände mit den Mietern der Halle. Und die Herner Polizei soll nach einem Hinweis eines Anwohners den Staatsschutz nicht rechtzeitig informiert haben.

In der Nacht auf den 7. Juli rückte die „Partyscheune“ an der Juliastraße in den Fokus, als die Polizei mit einem Großaufgebot ein Neonazi-Konzert mit rund 350 Besuchern auflöste . Knapp drei Wochen nach der Beendigung der als illegal bezeichneten Rechten-Veranstaltung werfen der Einsatz der Polizei und das Verhalten des Hallen-Betreibers Otto Schön Fragen auf.

Wie berichtete, erreichte die WAZ-Redaktion Schön am Morgen nach dem Konzert telefonisch auf dessen Fahrt in den Kroatien-Urlaub. Der Herner reagierte völlig überrascht auf den Anruf und erweckte den Eindruck, dass er über den Hintergrund der Veranstaltung nichts gewusst hat. Daran gibt es inzwischen erhebliche Zweifel.

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Nazischießerei in Eneppetal!

Via „Indymedia Linksunten“:

In Eneppetal hat ein Neo-Faschist seine Freundin niedergeschossen!

Wer hat eine Vermutung wer der Täter ist?

siehe: nrw.rechtaußen

ENNEPETAL (KREIS ENNEPE-RUHR)/VOERDE (KREIS WESEL)/HAGEN – Der “gewaltbereiten rechtsextremen Szene” soll – so die WAZ – ein 22-Jähriger aus Voerde angehören, der vorgestern in Ennepetal auf offener Straße seine ehemalige Freundin (19) aus Hagen durch einen Schuss aus einer großkalibrigen Pistole schwer verletzt haben soll. Die Frau schwebt in Lebensgefahr, der bewaffnete Täter – laut WAZ “einschlägig wegen Körperverletzungen vorbestraft” – befindet sich auf der Flucht.
Die WAZ von heute berichtet. Zur Pressemitteilung der Polizei gehts hier.

Anmerkung: In der Berichterstattung der WAZ ist auch die Rede davon, dass der Täter ein “groß gewachsener Ennepetaler” sein soll. Auch die Pressemitteilung der Polizei spricht von einem Ennepetaler.
http://nrwrex.wordpress.com/2013/07/25/presseschau-3/

Mehr Presselinks auf Linksunten: https://linksunten.indymedia.org/de/node/91374

»Reichsbürger« auf der Flucht

Via „Junge Welt“:

Neues aus der Anstalt: Rechtslastiger Sprengstoffliebhaber entkam in Berlin aus dem Maßregelvollzug

Eigentlich sollte am Dienstag in Berlin der 39jährige »Reichsbürger« Daniel S. vor Gericht stehen, dem vorgeworfen wurde, illegal Sprengstoff gehortet zu haben. Doch der Platz des Angeklagten blieb leer. Nach dem skurrilen Auftritt seines Mitstreiters Helmut Makowski, der sich bitter beschwerte, nicht als dessen Rechtsbeistand akzeptiert zu werden, gab der Richter bekannt, daß S. offenbar durch ein Kellerfenster des Krankenhauses aus dem Maßregelvollzug entwichen sei.

Laut Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales gelang es dem Patienten am Dienstag morgen, sich aus dem gesicherten Bereich der III. Teilvollzugsabteilung herauszuschließen und in das Kellergeschoß vorzudringen. Dort entkam er durch ein Fenster eines mit Spezialschloß gesicherten Technikraums, teilte die Senatsverwaltung am Nachmittag mit. Wie er an die Technik zur Öffnung der Schlösser gekommen sei, werde zur Zeit geklärt. Die Kriminalpolizei habe Ermittlungen aufgenommen. In der Nervenklinik untergebracht war Daniel S. nach §126a der Strafprozeßordnung, der zur Anwendung kommt, wenn »dringende Gründe« dafür sprechen, daß jemand eine rechtswidrige Tat »im Zustand der Schuldunfähigkeit oder verminderten Schuldfähigkeit« begangen hat.

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Siehe auch: „Reichsbürger“ auf der Flucht

Patsy Millicent Todd – Love So Divine

Neonazis ermorden Mann in Kaufbeuren

„AIDA Archiv“ berichtet:

Ein Neonazi aus Thüringen und seine Gruppe haben auf dem Tänzelfest in Kaufbeuren mehrere Menschen aus rassistischen Gründen brutal angegriffen. Einer der Attackierten ist nun verstorben (Artikel aktualisiert, Stand 21. Juli 2013, 14.00 Uhr).

Der erste Angriff von rechts

Am Mittwoch gegen Mitternacht auf dem Tänzelfest in Kaufbeuren: Im Festzelt hat hier gerade noch die „Harmonie Oberbeuren“ gespielt. Mindestens sieben zum Teil alkoholisierte Männer im Alter von 22 bis 53 Jahren versuchen nun zum Ende des Fests, auf der kleinen Straße hinter dem Zelt drei Spätaussiedler zu provozieren. Ein 36-jähriger Thüringer und andere aus der Gruppe beleidigen die drei jungen Männer zuerst mit rassistischen Beschimpfungen, schließlich greifen sie sie auch körperlich an. Die Angegriffenen setzen sich gegen die rassistischen Schläger erfolgreich zur Wehr, mehrere Personen erleiden allerdings leichte Verletzungen.

Die mindestens sieben aggressiven Männer arbeiten derzeit im Auftrag der ostthüringischen Baufirma R. GmbH (Name bekannt) auf Baustellen in der Region.

Beziehungen von neonazis zu Baufirmen sind kein Einzelfall. Bayerische Neonazis aus den Kreisen des „Freien Netz Süd“ betreiben beispielsweise einen Bauhelferverleih. Auch Neonazis aus Thüringen betreiben ein solches Gewerbe mit Einsätzen in Bayern, z. B. ist der mutmaßliche NSU-Unterstützer André K. nach Erkenntnissen der LINKEN-Landtagsabgeordneten Katharina König zusammen mit Neonazis aus Altenburg und Jena derzeit unter dem Namen „Chaosbau 24″ und in Zusammenhang mit der Webseite „Bausanierung24″ für überregionale Bau- oder Montageaufträge aktiv.

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Siehe auch: Das bisschen Totschlag

Verwirrspiel beendet: Neonazi-Konzert steigt in Finowfurt, nicht in Viereck

„Endstation Rechts“ berichtet:

Den politischen Gegner verwirren. Diese Masche steckt hinter der Strategie, die von den Organisatoren eines Rechtsrock-Festivals am kommenden Wochenende gefahren wird. Gleich zwei mögliche Veranstaltungsorte veröffentlichten die Veranstalter. Doch nun ist die Katze aus dem Sack, das „Freiluftkonzert“ geht mit hoher Wahrscheinlichkeit im brandenburgischen Finowfurt über die Bühne. Längst sind zivilgesellschaftliche Gegenmaßnahmen angelaufen.

„In Mitteldeutschland.“ Mehr verriet ein Flyer, der für ein Rechtsrock-Festival am kommenden Wochenende werben sollte, zunächst nicht. Später wurden die Organisatoren des braunen Treffens, das unter dem Motto „Gemeinschaft ist unsere Waffe“ steht, konkreter: Entweder sollten die vier angekündigten Hassbands im brandenburgischen Finowfurt oder in Viereck (Mecklenburg-Vorpommern) aufspielen. Beobachter hielten beide Veranstaltungsorte für möglich, denn sie gelten in ihren jeweiligen Bundesländern als Konzerthochburgen der Szene.

Siehe auch: Protest gegen Rechtsrock
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[Pfalz] Mehrere RechtsRock-Konzerte im August angekündigt

Via „Indymedia Linksunten“:

Im August dieses Jahres finden in der Pfalz gleich zwei Rechtsrock-Konzerte mit namhaften Bands statt.

Bereits im Oktober des letzten Jahres spielte die Lunikoffverschwörung im Rahmen des „Pfalztreffens” in Pirmasens. Dort konnten rund 100 Neonazis nahezu ungestört feiern.

Für den 3. August kündigt Kategorie C einen Auftritt im Raum Kaiserslautern an. Dies dürfte der erste Auftritt der Bremer RechtsRock- und Hooliganband seit Erscheinen ihres neuen Albums „Einer für Alle“ sein. In den vergangen Jahren spielte Kategorie C regelmäßig Konzerte in der Region. Beworben wird der Auftritt bislang nur über die Homepage der Band. In der Vergangenheit organisierte die Hooligangruppe Rot-Front Kaiserslautern mehrere Konzerte mit Kategorie C in der Region.

Für den 17. August lädt der Nationale Widerstand Zweibrücken (NW Zweibrücken) zum 10-jährigen Bestehen zu einem Jubiläums-Konzert in den „Südwesten Deutschlands”. Neben der Lunikoffverschwörung um den ehemaligen Sänger der als kriminellen Vereinigung eingestuften Band Landser, Michael Regener, werden Auftritte der Ü-Band und I.C.1 angekündigt. Bei I.C.1 handelt es sich um ein Projekt der beiden RechtsRock-Bands Carpe Diem (BaWü) und der britischen Blood & Honour-Band Razors Edge. Auch die Ü-Band ist ein um Nebenprojekt aus dem Umfeld der Band Carpe Diem, die hauptsächlich bekannte RechtsRock-Lieder nachspielt und von ihrem Label RACords auch als „hauseigene Coverband“ angepriesen wird.

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Terroristische Vereinigung “Neue Ordnung”?

„NRW rechtsaußen“ berichtet:

HERZEBROCK-CLARHOLZ (KREIS GÜTERSLOH) – Die kürzlich in die Schlagzeilen geratene mutmaßliche „Werwolf“-Zelle schweizerischer und deutscher Neonazis sei “nicht die einzige rechte Gruppe, die derzeit unter Terrorverdacht steht”, so die “Stuttgarter Zeitung” gestern . Die Bundesanwaltschaft führe “mindestens drei weitere Ermittlungsverfahren gegen rechtsextreme Organisationen wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung”.

Eine davon sei die Guppierung “Neue Ordnung“ um den ehemaligen Vorsitzenden der 1992 verbotenen “Nationalistischen Front”, Meinolf Schönborn aus dem ostwestfälischen Herzebrock-Clarholz.

Zum Artikel der “Stuttgarter Zeitung” gehts hier.

Hintergrundinformationen zu Schönborn liefert der LOTTA-Artikel “Stehaufmännchen des Neonazismus. Neonazi-Kader unter der Lupe: Meinolf Schönborn“.

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Siehe auch: Weitere rechte Gruppen unter Terrorverdacht
Terrornetzwerk Werwolf – Wie Neonazis neue Terrorgruppen gründen

ISD-Memorial mit deutschem Rechtsrock

Via „Blick nach Rechts“:

Für den 28. September sind zum Gedenken an den legendären „Skrewdriver“-Bandleader Ian Stuart Donaldson Gedächtniskonzerte in Schweden und Frankreich angekündigt.

Seit Monaten werden diverse Ian Stuart Donaldson (ISD)-Gedächtniskonzerte auf verschiedenen Kontinenten beworben, die an den Unfalltod des „Skrewdriver“-Bandleaders, der die Skinhead-Bewegung „Blood&Honour“ aus der Taufe gehoben hat, im Jahr 1993 erinnern. Auch seitens der „Hammerskins“ wird das von Großbritannien aus entworfene Musiknetzwerk der rechtsextremen Szene inzwischen nicht mehr angefeindet.

In Schweden soll es am 28. September ein ISD-Memorial mit deutscher Beteiligung geben, das federführend von den schwedischen „Hammerskin“-Kameraden organisiert wird. Angekündigt wird dafür die Teilnahme von „Kommando Skin“ aus Stuttgart. Das Trio existiert bereits seit 17 Jahren und trat unter anderem 2006 bei ISD-Konzerten in Belgien und Großbritannien auf. Auch das Bandprojekt „Division Germania“, hinter dem der Mönchengladbacher Andreas Koroschetz steckt, soll die Bühne betreten. Der Neonazi tritt seit Jahren mal als „Sleipnir“, mal mit der Ruhrpottkombo „Rotte Charlotte“ oder den Berlinern von „Macht & Ehre“ auf.

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