»Reichsbürger« auf der Flucht

Via „Junge Welt“:

Neues aus der Anstalt: Rechtslastiger Sprengstoffliebhaber entkam in Berlin aus dem Maßregelvollzug

Eigentlich sollte am Dienstag in Berlin der 39jährige »Reichsbürger« Daniel S. vor Gericht stehen, dem vorgeworfen wurde, illegal Sprengstoff gehortet zu haben. Doch der Platz des Angeklagten blieb leer. Nach dem skurrilen Auftritt seines Mitstreiters Helmut Makowski, der sich bitter beschwerte, nicht als dessen Rechtsbeistand akzeptiert zu werden, gab der Richter bekannt, daß S. offenbar durch ein Kellerfenster des Krankenhauses aus dem Maßregelvollzug entwichen sei.

Laut Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales gelang es dem Patienten am Dienstag morgen, sich aus dem gesicherten Bereich der III. Teilvollzugsabteilung herauszuschließen und in das Kellergeschoß vorzudringen. Dort entkam er durch ein Fenster eines mit Spezialschloß gesicherten Technikraums, teilte die Senatsverwaltung am Nachmittag mit. Wie er an die Technik zur Öffnung der Schlösser gekommen sei, werde zur Zeit geklärt. Die Kriminalpolizei habe Ermittlungen aufgenommen. In der Nervenklinik untergebracht war Daniel S. nach §126a der Strafprozeßordnung, der zur Anwendung kommt, wenn »dringende Gründe« dafür sprechen, daß jemand eine rechtswidrige Tat »im Zustand der Schuldunfähigkeit oder verminderten Schuldfähigkeit« begangen hat.

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Siehe auch: „Reichsbürger“ auf der Flucht

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