Archiv für Juli 2013

Catharsis – Deserts Without Mirages

2.7. – 14.7.2013: Grau- und Braunzonenkonzerte International

Unsere Übersicht über Konzerte aus der Grau- und Braunzone zwischen dem 2.-und 14.7.2013:

Grauzone:

- 2.-9.7.2013: Barcelona/Spanien: Das „Psychobilly Meeting 2013″ wurde von diversen Naziwebseiten beworben.

- 7.7.2013: „Indra“/Hamburg: „Hard & Smart“ präsentierte u.a. die Grauzonen- bis RAC-Band „Booze & Glory“.

- 11.-14.7.2013: Rieden-Kreuth: „G.O.N.D.“ u.a. mit den Grauzonenbands „Krawallbrüder“, „Rotz & Wasser“, „Kärbholz“, „Unantastbar“, „Berserker“ u.v.m.

- 12.7.2013: „Haus der Offiziere“/Brandenburg: Konzert u.a. mit der Berliner Grauzonencombo „Vorsicht Stufe“.

- 13.7.2013: „Jugendhaus Ost“/Wolfsburg: „Punks und Skins vereint in WOB Part II“ mit den Grauzonenbands „DVA“, „Inform“, „Egoisten“, „Rotzflash“ und „Oi!sturm Asozial“.

- 13.7.2013: „Dränke“/Ochtrup: Konzert mit der Grauzonenpunkband „OHL“.

- 13.7.2013: Merzdorf: „Erstes Oi“ The Musikerplattformmeeting“ mit den Grauzonenbands „Bullenschubser“, „Hottntottn“, „Oi!dium“, „Prollsport“, „Restrisiko“, „The Busty Idiots“ u.a. (Präsentiert u.a. vom Berliner „Get a life shop“.)

Braunzone:

- 3.-7.7.2013: Veröce/Ungarn: „Magyar Sziget XIII.“ – Rechtsrockfestival mit den Bands „Romantikus Eröszak“, „Kárpátia“, „Oi-Kor“, „Ismerös Arcok“, „Radical Hungary“, „Stratéga“, „Egészséges Fejbör“, „Magozott Cseresznye“, „Palmetta“ und „Historica“.

- 6.7.2013: Ruhrpott (NRW): Solikonzert für den „Nationalen Widerstand“ Dortmund mit den NS-Bands „Sleipnir“, „Word of Anger“ und „Codex Frei“.

- 6.7.2013: Gera: „Rock für Deutschland“ mit den neonazistischen Bands „Die Lunikoff Verschwörung“, „Stimme der Vergeltung“, „Frontfeuer“ und „Strafmass“.

- 12.7.2013: „Redner- und Liederabend“ in Murnau a. Staffelsee. (aktualisiert)

Nach a.i.d.a. Informationen plant der NPD Kreisverband Oberland am Freitag, den 12. Juli 2013, einen sog. „Redner- und Liederabend“ in den Räumen von Matthias Polts „Versand der Bewegung“ (Burggraben 62). Als Highlight wird im Laden des NPD-Bezirksvorsitzenden Polt eine Rede des NPD-Bundesvorsitzenden Holger Apfel angekündigt.

Zur musikalischen Untermalung soll zudem die neonazistische Band „Brauni & Klampfe“ (Oberfranken/Thüringen) spielen, die auch beim diesjährigen NPD-“Bayerntag“ in Mainleus-Schwarzach auftreten soll. Zur „Sommer, Sonne NPD“-Veranstaltung wird bisher nur intern mobilisiert. Weitere Infos folgen.

UPDATE: Auf einer neuen Version des Flyers wird statt „Brauni & Klampfe“ der neonazistische Liedermacher Thorsten Hering alias Torstein angekündigt. Mittlerweile bewirbt die NPD die Veranstaltung auch öffentlich.

- 13.7.2013: England: Die „Blood & Honour London Brigade“ präsentierte unter dem Motto „Never Surrender“ die NS-Bands „Brutal Attack“, „Blackout“, „Legion of St.George“ u.a.

- 13.7.2013: Bristol/England: „British Bootboys and Girls“ präsentierten die RAC-Bands „Close Shave“, „Franky Flame“, „Citizen Keyne“ und „Bitter Resistance“.

- 13.7.2013: „L´Aquila“/Italien: „Casapound Italien“ präsentierte „4. Torneo Nazionale“ mit den Rechtsrockbands „SPQR“, „Bronson“, „Fantasmi Del Passato“ und „Fine Dispaccio“.

- 13.7.2013: Verona/Italien: „Zona Verona“ präsentiert von „Tuono Records“: Rechtsrockfestival mit den Bands „Acciano Vincente“, „Linea Ostile“, „Gesta Bellica“, „Sumbu Brothers“, „Legittima Offesa“, „Verde Bianco Rosso“, „Providence“ und „Faustrecht“.

Braune Morddrohungen

Die „Frankfurter Rundschau“ berichtet:

Die Partei „Die Rechte“ wird in Nordrhein-Westfalen zum Sammelbecken gewaltbereiter Nazis. Zu einer Demonstration im September mobilisiert sie den Nazi-Rapper Julian Fritsch, der Gegnern mit dem Tod droht.

Als der notorische Neonazi-Funktionär Christian Worch vor einem Jahr die Partei „Die Rechte“ gründete, träumte er von einer braunen Sammlungsbewegung. „Die Rechte ist weniger radikal als die NPD“, hieß es in einer Selbstdarstellung. „Und sie ist radikaler als die REPs und die PRO-Bewegung.“ Das Programm übernahm Worch kurzerhand von der dahingeschiedenen DVU.
Schutz durch’s Parteienprivileg

Es liest sich bieder. Und so blieb der Versuch, das zersplitterte rechtsextreme Lager zu einen, bislang nur mäßig erfolgreich – was vielleicht nicht verwundern braucht in Zeiten, in denen der NSU den Tenor angibt. Bundesweit hat „Die Rechte“ nur wenige Hundert Mitglieder gewinnen können. Vielleicht auch deshalb hat die Partei das Mäntelchen der Mäßigung wieder abgeworfen.

Der von einem ehemaligen NPD-Funktionär und Bundeswehrreservisten angeführte hessische Landesverband etwa beschloss, mit militanten Neonazi-Kameradschaften zusammenzuarbeiten. Und in Nordrhein-Westfalen geben autonome Nationalisten vor allem aus Dortmund, Hamm und Aachen den Ton an, deren Gruppierungen im vergangenen Jahr von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) verboten worden waren. Jetzt nutzen sie den Schutz, den das Parteienprivileg bietet.

Weiter

Berlin: Neonazi in Lichtenrade geoutet!

Via „Indymedia“:

[B]-NK: „Dieser Neonazi legte Schweineköpfe vor Moschee!“ (Bild-Titelzeile, Juni 2012)
Neonazi-Outing in Berlin: Lichtenrader Neonazi Harald Bankel (ca. 26 J.) im Wohnumfeld bekannt gemacht – ein Vorwurf: rassistische Beschimpfung und Beleidigung von Muslimen – Täter seit Jahren als Anti-Antifa in Neukölln auffällig – Beteiligung an gewalttätigen Strukturen des NW Berlin wahrscheinlich
Die Antifa Berlin informiert über den umtriebigen Neonazi Harald Bankel aus Lichtenrade, der bislang nahezu unbehelligt und im Schutz der Anonymität in Berlin und insbesondere in Neukölln aktiv war. Im folgenden wird auf Aktivitäten und Werdegang des „Autonomen Nationalisten“ eingegangen, der nun schon über viele Jahre hinweg an rassistischen und gegen Linke gerichteten Attacken beteiligt ist.

Attacken auf Neuköllner Sehitlik-Moschee am Columbiadamm

Am 28. April 2012 wurden vor der Neuköllner Sehitlik-Moschee am Columbiadamm zwei abgetrennte Schweineköpfe abgelegt. Bereits in der Nacht 07./ 08.04.12 wurde die Moschee mit Farbbeuteln beworfen und das Bild eines Schweinekopfes hinterlassen. Darauf die höhnische Aufschrift: „Frohe Ostern“. Die muslimische Gemeinde erhielt auch Drohschreiben, überwiegend aus dem Spektrum der neonazistischen „Reichsbürger“.

Weiter

Keith and Tex – Tonight

Nazi-Terrorzelle “Legion Werwolf”? – Ableger auch in Bayern

„art-nb“ berichtet:

In der Schweiz sorgt die Neonazigruppierung “Legion Werwolf” derzeit für großes Aufsehen. Am 17.07.13 wurden mehrere Wohnungen, Haftzellen und Geschäftsräume in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden durchsucht. Schweizer Medien reden von einer “terroristischen Vereinigung“. Einer der Köpfe der Vereinigung, der Schweizer Sebastien Nussbaumer, befindet seit Mai 2012 wegen einer Schiesserei im Kanton Zürich in Untersuchungshaft. Doch auch in Bayern existiert die “Legion Werwolf”.

Mertingen (Lkr. Donau-Ries), eine Gemeinde im bayerischen Schwaben, ist der Geschäftssitz des Nazimodelabels “Bloodline Streetwear“. Inhaber Harald Frank ist gleichzeitig der Gründer und Präsident der “Legion Werwolf Schwaben“. Die Neonazigruppierung gebärdet sich nach außen wie ein Motorradclub. Brustaufnäher, die eine geografische Zugehörigkeit ausdrücken und überdimensionale Rückenaufnäher die einen Wolfskopf zeigen, sind der Rockerszene entlehnt. Auch der Wahlspruch der Legion (L.F.F.W./ Legion forever forever Werewolf), entspringt diesem Millieu. Über “Bloodline Streetwear” ist auch die offizielle Bekleidung der “Legion Werwolf” zu beziehen.

Weiter

RechtsRock-Konzert in Lachendorf (Celle)

Via „Indymedia Linksunten“:

Am Samstagabend (20. Juli 2013) fand im niedersächsischen Lachendorf bei Celle ein RechtsRock-Konzert statt. Zu dem Open Air Konzert, welches zunächst in Sachsen-Anhalt stattfinden sollte, kamen rund 60 Personen zusammen, die aus mehreren Bundesländern anreisten.
Angekündigt waren die rechten Skinheadkapellen Rampage, Abtrimo und Likedeelers.

Das Konzert wurde seit längerer Zeit offen beworben und sollte zunächst in Mellin (Sachsen-Anhalt) stattfinden. Doch behördliche Auflagen ließen die Organisatoren dort von ihren Plänen Abstand nehmen. Drei Tage vor dem Konzert wurde dann bekanntgegeben, dass die Veranstaltung in Niedersachsen stattfinden wird.

Das Konzert fand auf einer Brachfläche am Ortsrand statt. Die Wiese lag hinter einem kleinen Gewerbegebiet zwischen Feldern und neben eine Biogasanlage. Am Nachmittag begannen dort rund ein Dutzend Personen die Vorbereitungen für das Konzert zu treffen. Ein kleine Bühne und Stände für Essen und Trinken wurden aufgestellt. Der Eingangsbereich wurde mit Planen abgedeckt. Zu diesem Zeitpunkt standen Fahrzeuge aus Hamburg, Celle und Uelzen am Gelände.

Ab 14 Uhr wurde per Infotelefon der „Großraum Celle“ als Veranstaltungsort benannt. Die Konzertbesucher_innen sollten sich zunächst dort einfinden und wurden ab 17 Uhr direkt in den Gockenholzer Weg in Lachendorf gelotst.
Die Anreise der wenigen Konzertbesucher_innen zog sich dann allerdings über mehrere Stunden hin, weswegen die Bands erst um 21.45 Uhr zu spielen beginnen konnten. Zu diesem Zeitpunkt war dann auch ein Einsatzzug der Bereitschaftspolizei aus Braunschweig vor Ort.

Weiter
Siehe auch: Magerer Zulauf bei Konzert
Rechtes “Oi-Konzert” wird nach Niedersachsen verlegt
Lesetip: In der aktuellen Ausgabe des Rechten Rand (142/2013) gibt es einen Artikel über Jan Greve, seinen »Skinhead Service« und seine Aktivitäten in der Grau- und Braunzone

„Werwolf Kommando“ und „Weisse Wölfe Terrorcrew“

Via „Indymedia Linksunten“:

Seit der Veröffentlichung der Broschüre im Februar 2013 ist einiges passiert. Im Folgenden wollen wir eine kleine Zusammenfassung der Ereignisse und neue Rechercheergebnisse präsentieren.

„Werwolf Kommando“

Am Morgen des 17.07.13 wurden auf Veranlassung der Bundesanwaltschaft mehrere Wohnungen, Haftzellen und Geschäftsräume in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden durchsucht. Die Neonazis aus dem Umfeld der „WWT“ wird die „Bildung einer terroristischen Vereinigung“ (§129 a), namens „Werwolf Kommando“ vorgeworfen.

In Buchholz wurden zwei Wohnungen von Denny Reitzenstein sowie das Haus von Heiko Wöhler in Blowatz und seine Wohnung in Burgwedel bei Hannover durchsucht. In der Schweiz sind die Haftzellen von Sebastien Nussbaumer und Roberto K. durchsucht worden, sowie die Wohnung von Robert Scheidecker. Auch in Rotterdam gab es Besuch von der „Anti-Terror Einheit“ für Jeroen B. Der Gruppe wird vorgeworfen, mit militanten Gewalttaten das politische System Deutschlands abschaffen zu wollen, was in der Naziideologie gleichbedeutend mit der Wiedereinführung des Nationalsozialismus ist. Das „Werwolf Kommando“ bezieht sich auf die „Organisation Werwolf“, eine Untergrundkampfeinheit, welche 1944 von Heinrich Himmler gegründet wurde. Die Organisation führte im Zweiten Weltkrieg terroristische Anschläge, Sabotageakte und Attentate gegen den politischen Feind, vor allem gegen die Alliierten und Kollaborateure, durch.

Weiter

Siehe auch: Guerillakult der Neonazis

The Autonomads Fuk Reddin part 1

„Freiluftkonzert in Mitteldeutschland“

Via „PNN“:

Eine Neonazi-Gruppe namens „Märkische Skinheads 88“ gerät ins Visier der Sicherheitsbehörden. Ihr Kopf ist NPD-Funktionär. Seit Jahren veranstaltete sie unerkannt rechte Konzerte, jetzt plant sie das auch in Finowfurt. Doch dort formiert sich Widerstand

Potsdam – Sie veranstalteten Fußballturniere und über lange Zeit von den Sicherheitsbehörden unentdeckte Konzerte. Jetzt gerät die bislang kaum beachtete Gruppe von Neonazis ins Visier der Sicherheitsbehörden in Brandenburg. Sie nennen sich „Märkische Skinheads 88“ und planen in Finowfurt (Barnim) ein „Freiluftkonzert in Mitteldeutschland“.

Konkret geht es um das Gelände des Ex-DVU-Landesvorsitzenden und aktuellen Landesvorsitzenden der Splitterpartei „Die Rechte“, Klaus Mann, der sein Grundstück in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Veranstaltungsort und Treffpunkt für Neonazis entwickelt hat. Seit Jahren finden hier Rechtsrockkonzerte statt. Dieses Jahr veranstalteten die Manns bereits das Sommerfest der „Rechten“ sowie angebliche Benefizkonzerte. Auch für die zweite Jahreshälfte sind Konzerte geplant, wie mit der Bremer Band „Kategorie C“ am 17. August, dem Todestag des Nazi-Verbrechers Rudolf Heß., oder der „Preußentag“ der NPD im Oktober. Regional wie überregional ist das private Grundstück inzwischen ein Mekka für Rechtsrockanhänger.

Weiter

Aktionsorientierte braune Szene

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Das Spektrum der „Freien Kräfte“ in Sachsen-Anhalt ist zahlenmäßig angestiegen – die NPD stagniert.

Immer wieder sind es thematische Kampagnen, die Neonazis in Sachsen-Anhalt landesweit in Erscheinung treten lassen. Das geht aus dem Verfassungsschutzbericht des Bundeslandes hervor. Zahlenmäßig ist das dem rechtsgerichteten Spektrum zuzuordnende Personenpotenzial von 1340 auf 1400 im Vorjahr gestiegen. Gewachsen ist dabei die Zahl der organisierten Freien Kräfte ebenso wie die der subkulturell aktiven und mobilisierbaren Vertreter mit rechtsextremem Gedankengut. Die NPD verfügt über unverändert 250 Mitglieder.

1576 der rechten Szene zugeschriebene Straftaten wurden 2012 insgesamt registriert, davon 84 Gewalttaten. Gleich mehrfach ist es bei Büros demokratischer Parteien zu Sachbeschädigungen gekommen. Viele Aktivitäten geschehen länderübergreifend in Richtung Sachsen, Thüringen und Brandenburg. Parteiungebundene Aktivisten sammeln sich in so genannten Aktionsgruppen wie zum Beispiel in Halle unter der Leitung von Kevin Stephan, nennen sich mal „Freie Nationalisten“ oder „Freie Kräfte“. Über das Internet hat sich zudem der „Verbund Freies Netz Harz“ artikuliert. Ferner gibt es einen Zusammenschluss im Landkreis Mansfeld-Südharz unter der Leitung von Enrico Marx.

Weiter

»Amok« bis nach Thüringen

Das „Neue Deutschland“ berichtet:

BKA folgt bei Rechtsterrorismus-Ermittlungen auch Schweizer Spuren

Am Mittwoch haben das Bundeskriminalamt (BKA) und mehrere Landesämter Razzien gegen eine international agierende Nazi-Gruppierung gestartet. Endlich werden Beziehungen in Richtung Niederlande und vor allem in die Schweiz untersucht.

Sebastien N. ist 25 Jahre alt und ein einschlägig bekannter Neonazi aus der Schweiz. Im Mai 2012 soll er in Zürich einen Mann niedergeschossen haben. Seine Flucht endete auf dem Bahnhof in Hamburg.

Offenbar war N. von einem einstigen Gesinnungsgenossen (die hat N. dort zuhauf) verpfiffen worden. Man lieferte den Typen in die Schweiz aus. Gestern wurde auch Ns. Zelle durchsucht. Ziel dieser und aller anderen Razziamaßnahmen gegen das internationale »Werwolf«-Terrornetzwerk waren Erkenntnisgewinn und Beweissicherung. Beides ist – wie der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) deutlich belegt – wichtig für dringend notwendige und allzu lange versäumten Strukturermittlungen im Rechtsaußenbereich.

Einen Hinweis, dem die BKA-Leute sicher nachgehen werden – so das nicht schon geschehen ist – hat N. in Hamburg 2008 öffentlich durch Straßen getragen – ein T-Shirt mit dem Aufdruck »Amok«. Das ist eine vierköpfige Schweizer Band aus dem rechtsextremistischen Blood&Honour-Bereich, mit offenbar guten Beziehungen nach Thüringen. Deren Liedtexte sind eindeutig gegen das »Judensystem« gerichtet. »Auf der Straße soll fließen euer dreckiges Blut …« Die Amoksongs »rufen auf zur Gewalt, Hail C18 – wir machen euch kalt!«

Weiter
Siehe auch: „Werwolf Kommando“ und „Weisse Wölfe Terrorcrew“

The skatalites – When I fall in love

Drei Rechtsrock-Bands im Saarland

Via „Blick nach Rechts“:

Saarbrücken – In der Jahresbilanz des saarländischen Verfassungsschutzes ergibt sich für die rechtsextreme Szene ein nahezu unverändertes Bild.

Der Personenkreis aus dem rechtsextremen Lager ist mit 300 minimal rückläufig. 90 Angehörigen wird behördlicherseits Gewaltbereitschaft attestiert. Die Zahl der Straftaten mit rechtsgerichtetem Hintergrund ist mit 138 Vorfällen gleich geblieben. Gewaltdelikte haben sich von sechs auf zwölf verdoppelt.

Die NPD bringt es auf 100 Mitglieder und zählt vier Kreisverbände. Sie verfügt über vier Kommunalmandate. Bei der vorgezogenen Landtagswahl im Vorjahr kamen die Nationaldemokraten bei 5606 Stimmen gerade mal auf 1,2 Prozent der Stimmen. Den Landesvorsitz hat inzwischen wieder Peter Marx übernommen, nachdem sich Frank Franz auf seine Arbeit als Bundespressesprecher der Partei konzentrieren will. Der Partei gelang es im vergangenen Jahr, die ältere Veranstaltungsreihe „Europäische Sommeruniversität“ mit 30 Teilnehmern, die auch aus Kroatien und Österreich kamen, zu beleben. Größte Veranstaltung war ein so genannter „Tag der deutschen Entschlossenheit“ mit 100 Teilnehmern.

Bei den parteiungebundenen Kräften entwickelte lediglich die „Sturmdivision Saar“ eine Auffälligkeit. In dem Bundesland gibt es zudem Aktivisten des „Hammerskin“-Chapters Westmark. In der Musikszene sind die drei Rechtsrock-Bands „Jungsturm“, „Hunting Season“ und „Wolfsfront“ gelistet.

Quelle

NSU-Prozess: Balladenabende für das Terror-Trio – Zschäpe belastet

Das „Netz gegen Nazis“ berichtet:

Mit Benefizkonzerten und Balladenabenden soll in der rechten Szene für die untergetauchten Neonazis Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gesammelt worden sein. Das habe der Angeklagte Holger G. erzählt, berichtete ein Beamter des Bundeskriminalamts am Dienstag im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München. G. hatte im Ermittlungsverfahren sowohl Beate Zschäpe als auch den Mitangeklagten Ralf Wohlleben mit seinen Aussagen belastet; vor Gericht hatte er aber zu den Tatvorwürfen nur eine vorbereitete Erklärung vorgelesen. (Stern.de, Tagesspiegel, Rheinische Post) Der Ermittlungsbeamte erklärte auch, G. habe in Zschäpe ein gleichberechtigtes Mitglied des NSU gesehen. (Spiegel Online, Der Westen) Sie sei „auf gleicher Höhe gewesen“. (Sueddeutsche.de)

Europaweite Razzia gegen braunes Terror-Netzwerk

„Endstation Rechts“ schreibt:

In diesen Minuten führen Spezialkräfte der Polizei eine großangelegte Razzia gegen die rechtsextremistische Szene in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden durch. Die Neonazis stehen im Verdacht, eine terroristische Vereinigung gegründet zu haben.

Der Verdacht wiegt schwer: Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung. Seit den frühen Morgenstunden gehen die Behörden unter Führung des BKA gegen ein mutmaßlich internationales Neonazi-Terrornetzwerk vor. Nach Auskunft des Generalbundesanwalts sei es das Ziel der Gruppierung gewesen, „das politische System der Bundesrepublik Deutschland zu beseitigen“. Es bestehe der Verdacht, dass sie zu diesem Zweck terroristische Gewalttaten verüben wollten. Vorbild hierfür seien vermutlich die sogenannten Werwolf-Einheiten des NS-Regimes gewesen, die mit Sabotageakten auf deutschem Boden die Alliierten weiter bekämpfen sollten.

An der Aktion sind rund 50 Anti-Terror-Spezialisten des BKA und der Landeskriminalämter Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern beteiligt. Nach Informationen von Spiegel Online seien elf Wohnungen, Geschäftsräume und Gefängniszellen in Deutschland, Holland und der Schweiz durchsucht worden. Der Ermittlungen gegen die mutmaßlichen Terroristen dauern bereits einige Monate an.

Weiter

Swingin‘ Utters – Stupid Lullabies

Bestandsaufnahme zu den Krawallen rechter Hooligans am Pfingstsonntag

Via „Recherche 38″:

Die »Initiative gegen rechte (Hooligan)Strukturen« hat eine Bestandsaufnahme zu den “Krawallen rechter Hooligans am Pfingstsonntag” veröffentlicht. Darin heißt es, dass “Mitglieder der Fetten Schweine/Hungerhaken Braunschweig, nach der Auflösung derzeit gruppenlose, ehemalige Mitglieder von Kategorie Braunschweig, und ebenfalls vereinzelte Mitglieder der führenden Althooligangruppe Alte Kameraden” maßgeblich für die Krawalle verantwortlich gewesen seien. Die Initiative kritisiert, dass es bisher eine “offensive Distanzierung durch namentliche Nennung der rechten Hooligangruppen, wie in diesem Fall Alte Kameraden Braunschweig und Fette Schweine/Hungerhaken Braunschweig” seitens des Vereins nicht gibt: “Die Verantwortlichen des BTSV verurteilen Gewalt zwar per se, jedoch werden sie nur durch klare Bezeichnung der Schuldigen, die Gewalt durch rechte Hooligans und deren Umfeld im und um das Eintracht-Stadion in Griff bekommen.” Das Stadionverbot für den NPD-Chef Holger Apfel, der an diesem Tag im Stadion anwesend war und ein Stück Rasen klaute, sieht die Initiative allerdings als Anzeichen dafür, dass der Verein handlungswillig sei.

Weiter

Oi-Konzert am 20. Juli

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Mellin – In dem kleinen Ortsteil Mellin der Gemeinde Beetzendorf (Altmarkkreis Salzwedel) in Sachsen-Anhalt soll kommenden Samstag ein Rechtsrock-Konzert mit drei Bands stattfinden.

Angekündigt werden für den 20. Juli aus Hamburg „Abtrimo“ und „Likedeelers“, zudem wird die fünfköpfige Band „Rampage“, die sich aus Musikern aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zusammensetzt, beworben. Letztere haben in einem Interview einmal die Neonazi-Bands „Skrewdriver“ und „Endstufe“ (Bremen) als ihre Vorbilder bezeichnet. Mit den Bremern bestritt die Band zudem 2008 bereits einen gemeinsamen Auftritt.

Bei Rampage spielen Mitglieder der früheren Rechtsrock-Band „Brachial“. Der Vertrieb der jüngsten Rampage-CD läuft über den Online-Versand von Bertino Adler aus Diekholzen (Landkreis Hildesheim), der im aktuellen Verfassungsschutzbericht Niedersachsens aufgeführt ist.

Weiter

Auch wer zweigleisig fährt, kann unter die Räder kommen

„Gegenrede.Info“ berichtet:

Pinnow (ipr) Die doppelte Konzertanmeldung der „Märkischen Skinheads 88″ am 27. Juli für ihr „Freiluftkonzert“ sowohl im brandenburgischen Finowfurt als auch in Viereck in Mecklenburg-Vorpommern führt zu einer Kooperation der Bündnisse aus beiden Bundesländern gegen die Nazis.

Bei einem Treffen des Bündnisses „Vorpommern: Weltoffen, Demokratisch, Bunt“ vergangenen Freitag in Pasewalk wurde beschlossen zweigleisig zu fahren und gemeinsam mit den Brandenburgern gegen das Konzert der Nazis zu demonstrieren. Demonstrationen wurden sowohl für Viereck als auch für Finowfurt angemeldet. Ein Bus-Shuttle zwischen den beiden möglichen Veranstaltungsorten wird eingerichtet.

Die Veranstalter

Als Veranstalter präsentieren sich im Netz die „Märkischen Skinheads 88″ (MS 88) Als Anmelder der beiden Nazi-Konzerte tritt der Veltener Robert Wolinski auf. Der 25-Jährige ist seit diesem Jahr Mitglied des Kreisvorstandes der NPD Oberhavel und seit längerem in der Rechtsrockszene aktiv. Gegenrede.info liegt ein Foto vor, das ihn hinter dem Banner der „Märkischen Skinheads 88″ zeigt. Er soll federführend bei der Organisation von Rechtsrockkonzerten im „Speicher“ in Oranienburg gewesen sein. Dazu organisiert „MS 88″ auch Sportveranstaltungen, zum Teil mit musikalischem Rahmenprogramm wie im August 2012 in Finowfurt.

Weiter