Verankerte braune Szene

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Das rechtsextreme Spektrum in Mecklenburg-Vorpommern verfügt über eine Reihe von Treffpunkten, die für Musik-Events sowie Schulungen und Vortragsveranstaltungen genutzt werden.

Deutlicher als andernorts orientiert sich die rund 1400 Angehörige zählende rechtsextreme Szene im Nordosten – und dabei vornehmlich die NPD – am historischen Nationalsozialismus. Das stellt der aktuelle Verfassungsschutzbericht von Mecklenburg-Vorpommern fest.

Der NPD werden 400 Mitglieder zugerechnet, dem neonazistischen Spektrum ebenso 400 Angehörige. Das unorganisierte, subkulturelle Potenzial wird auf 550 geschätzt. Mit 650 gewaltbereiten Personen trifft diese Bewertung fast jeden zweiten Rechtsextremisten. Insgesamt gab es im Berichtszeitraum 721 der rechten Szene zuzuordnende Delikte. Darunter wurden 38 Gewalttaten verzeichnet. Auch wenn bis dato keine Täter überführt wurden, wird die Schändung von mehreren verlegten Stolpersteinen für NS-Opfer in Wismar, Sassnitz, Greifswald und Anklam Rechtsextremisten zugeschrieben. Das gilt auch für die stattgefundenen Sachbeschädigungen von Parteibüros. In Kröpelin, Waren und Anklam ist es zu Schändungen von jüdischen Friedhöfen gekommen.

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