Ungeklärtes NSU-Unterstützernetzwerk

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Noch viele offene Fragen zum NSU-Terror: Wer zum Beispiel half in Nürnberg, welche Rolle spielte André E. – und warum verschwieg Holger G. einen möglichen Alleingang von Beate Zschäpe?

Der ehemalige Chef der verbotenen „Fränkischen Aktionsfront“ Matthias Fischer kannte nicht nur die mutmaßliche NSU-Wohnungsbeschafferin Mandy Struck aus Sachsen, sondern auch Uwe Mundlos persönlich. Das sollen die Ermittlungen des Bundeskriminalamtes (BKA) inzwischen ergeben haben. Bisher tauchte der Name des führenden Neonazis aus Fürth nur in der Telefonliste von 1998 auf, die in der Bombenwerkstatt des damals abgetauchten Trios in Jena beschlagnahmt wurde und als Who-is-who der Helfer gilt.

Die beiden Neonazi-Skinheads lernten sich neuen Erkenntnissen zufolge Mitte der 90er Jahre in „Mitteldeutschland“ bei einem Rechtsrock-Konzert kennen. Sie tauschten ihre Telefonnummern aus, beide wohnten damals noch bei den Eltern und hielten sporadischen Kontakt. Eine Szene-Kneipe bei Nürnberg galt damals als Sammelpunkt, auch Thüringer Neonazis ließen sich dort blicken. 1995 kam es bei einem der Treffen sogar zu Streitigkeiten wie sich der NSU-Mitangeklagte Holger G. erinnert haben soll.

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