André K. im NSU-Prozess: Der braune Vollstrecker

„Spiegel Online“ berichtet:

André K. war Mitglied der Kameradschaft Jena, sammelte Geld für das untergetauchte NSU-Trio: Nur wenige kannten die mutmaßlichen Rechtsterroristen so gut wie der grobschlächtige Neonazi. Mit Spannung wird nun sein Auftritt als Zeuge vor dem Oberlandesgericht München erwartet.

Nach der Enttarnung des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) verfiel André K. in Panik. Bei seinem alten Kumpel Ralf Wohlleben, wie er ein überzeugter Rechtsextremist, hatten wenige Tage später Beamte des Landeskriminalamtes Thüringen geklingelt und den einstigen NPD-Funktionär festgenommen. Wegen Beihilfe zum Mord sitzt Wohlleben derzeit mit Beate Zschäpe auf der Anklagebank im NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht (OLG).

Glaubt man ehemaligen Gesinnungsgenossen, rechnete André K. damals damit, ebenfalls angeklagt zu werden. Sein Name taucht seit 2001 in jedem Thüringer Verfassungsschutzbericht auf. Er war nicht nur einer der führenden Neonazis Thüringens, mit dem mutmaßlichen Terror-Trio Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe sowie den ebenfalls Angeklagten Holger G. und Carsten S. gehörte er zur „Kameradschaft Jena“. Als Einziger dieser Gruppe ist er auf freiem Fuß. Innerhalb der Kameradschaft ließ sich André K. „Führer“ nennen, seine „Stellvertreter“ waren Böhnhardt und Mundlos.

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