Razzia gegen militante Neonazis

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Die italienischen Sicherheitsbehörden haben mit einer abermaligen Razzia gegen die Fortführung konspirativer neonazistischer Aktivitäten reagiert.

Den Ermittlern lagen bereits im Vorjahr konkrete Hinweise auf bevorstehende Gewalttaten gegen Unterkünfte von Asylbewerbern und Roma-Angehörigen vor. Daher fand bereits im November 2012 eine landesweite Durchsuchungsaktion statt. Auch diesmal gab es diverse Hausdurchsuchungen. Das Behördeninteresse fokussierte sich dabei auf insgesamt 35 Aktivisten im Alter von 17 bis 51 Jahren in 22 Provinzen. Dabei erfolgte die Beschlagnahme von Waffen, Munition, einer Hakenkreuzfahne, anderer Devotionalien sowie von diversem Beweismaterial, speziell Computer-Festplatten.

Vier Wortführer sind als Folge der im Vorjahr gestarteten Ermittlungen bereits juristisch belangt worden. Dabei handelt es sich um Daniele Scarpino (24) aus Mailand, Diego Masi (30) aus der Region Frosinone, Luca Ciampaglia (23) aus der Provinz Pescara sowie Mirko Viola (42) aus der Region Como. Letzterer sitzt eine Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten im Gefängnis ab. Er soll dem Vernehmen nach der rechtsextremen Partei Forza Nuova nahestehen. Ciampaglia und Masi wurden zu zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt, Scarpino zu drei Jahren. Das Trio kann die Strafe aber in Form eines Hausarrests absitzen. Die Staatsanwaltschaft in Rom ermittelt nun nach der Razzia gegen alle neuen Verdächtigen sogar wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung.

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