„Auch Rechte lieben Rock“

Via „Morgenweb“:

An der Mannheimer Popakademie wird heute über „Extremismus-Pop“ diskutiert – beim 5. Kongress Zukunft Pop heißt eines der Themen „Demokratiefeindliche Subkulturen in der Popmusik“, mit Berücksichtigung der wegen nationalistischer Texte umstrittenen Südtiroler Band Frei.Wild. Deren ausverkauftes Konzert am 5. Dezember in der Alten Seilerei sorgt seit Wochen für eine erregte Debatte. Zu den Diskutanten zählt Jugendkulturexperte Klaus Farin. Er sieht das Thema Rechtsrock zurzeit zwar nicht so präsent wie zu Beginn der 80er, als nach Skrewdriver die Böhsen Onkelz, Störkraft, Landser und Co. Schlagzeilen machten: „Die Aufgeregtheit um das Thema hat sich gelegt“, konstatiert er.

Kontraproduktive Instrumente

Als Subkultur am Rande der Gesellschaft existiere diese Szene aber nach wie vor. Dass heute eine Band wie Frei.Wild beim Echo ausgeladen wird und ihre Auftritte Protest auslösen, findet er aber nicht gerechtfertigt: „Frei.Wild sind keine Nazis. Sie führen uns nur schmerzhaft vor Augen, dass Rockmusik nicht automatisch links sein muss, sondern auch Rechte/Konservative Rockmusik machen und lieben. Aber eigentlich wissen wir das schon seit Rod Stewart, Kiss und vielen anderen.“

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