Früherer Weggefährte Kapke

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Der langjährige führende Neonazi Andre Kapke aus Jena gibt sich als Zeuge im NSU-Prozess redselig. Sein Ziel: die eigene Entlastung und nebenher noch die einiger Angeklagten.

„Ralf ist halt die Friedenstaube bei uns gewesen“, plappert der Zeuge Andre Kapke scheinbar achtlos über den politischen Weggefährten Ralf Wohlleben drauflos. Dahinter könnte sich jedoch Kalkül verbergen. Noch läuft ein Ermittlungsverfahren gegen den schwergewichtigen 38-Jährigen wegen Unterstützung des Terrornetzwerkes NSU, doch die Generalbundesanwaltschaft hatte letzte Woche eine mögliche Einstellung angedeutet. Jahrelang prägte das Neonazi-Duo Wohlleben-Kapke die radikale Szene der Region um Jena. Jetzt sitzt der eine in Untersuchungshaft und der andere etabliert sich währenddessen als selbständiger Bauunternehmer. Wohlleben, genannt „Wolle“, genießt als Angeklagter Kultstatus unter Nationalisten, sein ehemals engster Mitstreiter weiß das.

Bereits vor Verhandlungsbeginn hatte sich der nervöse Zeuge Kapke mit dem Wohlleben-Verteidiger Olaf Klemke vor dem Gericht unterhalten, beide verbindet zudem die virtuelle Facebook-Freundschaft. Kaum verwunderlich, dass ein weiterer Bekannter, der ehemalige NPD-Kandidat und Jurist Dirk Waldschmidt aus Hessen, als Beistand für den nach einem Unfall anscheinend beeinträchtigten Zeugen Andre Kapke mit nach München reiste. Beobachtern erschien es jedoch, als gäbe Pilotenbrillenträger Waldschmidt eher acht auf den Redefluss des als cholerisch geltenden Jenaers.

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