Angebliches Nazi-Konzert sorgt für Wirbel

Via „Freie Presse“:

Bis zu 70 Rechtsextreme sollen im Oktober in Lunzenau gefeiert haben. Entsprechenden Hinweisen geht zumindest der Verfassungsschutz nach. Beweise gibt es bislang aber keine.

Lunzenau. Ein Konzert schlägt in Lunzenau hohe Wellen: Michael Regener, der bundesweit bekannte Sänger einer Neonazi-Band namens „Die Lunikoff Verschwörung“, soll in der Stadt aufgetreten sein. Zwischen 60 und 70 Rechtsextreme sind dem Vernehmen nach zu der Party gekommen. Das Landesamt für Verfassungsschutz räumt gegenüber der „Freien Presse“ Anhaltspunkte ein, spricht aber von „noch unbestätigten“ Informationen.

Nachforschungen in Cossen

Das birgt Sprengstoff: Michael Regener ist kein unbeschriebenes Blatt. Wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung wurde der 47-jährige Berliner 2005 verurteilt – er hatte vor Jahren die 2003 verbotene Rechtsrock-Band „Landser“ gegründet. Drei Jahre saß er dafür im Gefängnis ein. Wohl ein Grund, warum das Landesamt für Verfassungsschutz die Sache ernst nimmt. Entsprechende Ermittlungen seien aufgenommen, erklärt eine Sprecherin.

Und genau diese haben in Lunzenau für Gesprächsstoff gesorgt. Wurden doch erst dadurch die Leute auf das mögliche illegale Rechtsrock-Konzert aufmerksam. Einer, der ins Visier der Ermittler geraten war, ist Jens Korte, der Eigentümer des einstigen Gasthofs im Ortsteil Cossen. Es wurde vermutet, dass sich die Neonazis dort verabredet hatten. Nachforschungen wurden angestellt, Nachbarn befragt. „Das ist rufschädigend“, empört sich Jens Korte. „Ich hatte im Oktober nicht an einem einzigen Tag den Saal vermietet“, fügt er hinzu. Eine Frau, die im Gebäude lebt, äußert sich gegenüber der „Freien Presse“ ähnlich. „Ich kann mich an kein Konzert erinnern. Da war nichts“, sagt sie.

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