MMA – Neonazis im Kampfsport

Das „Antifaschistische Infoblatt“ schreibt:

In den letzten Jahren tauchte die Sportart Mixed Martial Arts (MMA) immer wieder in den Medien auf, nicht selten im Kontext mit Neonazis. Auch im AIB berichten wir regelmäßig über Kampfsportler aus dem neonazistischen Milieu. Grundlage einer präzisen Bewertung ist auch hier eine differenzierte Betrachtung der Gegebenheiten: Was genau ist eigentlich MMA? Welche Rolle spielen Neonazis tatsächlich im MMA-Sport? Und natürlich: Gibt es Widerstand gegen Neonazis in diesem Sport?

MMA vereint, vereinfacht ausgedrückt, hauptsächlich Techniken aus dem Ringen, dem Thai- und Kickboxen und dem brasilianischen Jiu-Jitsu. Meist finden die Kämpfe in einem Käfig aus Maschendraht statt, der weniger dem mar­ti­alischen Image als vielmehr dem Schutz der Sportler dient und einen anderen Kampfstil erlaubt, als dies zum Beispiel ein Boxring täte. Entgegen häufiger Annahmen gibt es ein umfassendes, knapp 35 Verbote umfassendes Regelwerk. Entschieden werden die in 3×5 Minuten gegliederten Kämpfe durch eine dem Boxen ähnelnde Punktrichterbewertung, KO oder technischem KO oder die durch Abklopfen (»tappen«) signalisierte Aufgabe eines Kämpfers. Der MMA-Sport gewinnt seit nunmehr über zehn Jahren weltweit rasant an Anhän­ge­r_innen, was mit nie geahnten kommerziellen Erfolgen einhergeht. Die US-Amerikanischen Ultimate Fighting Championship (UFC) als größte MMA-Liga der Welt knackte bereits Mitte der 2000er Jahre deutlich die Hundert-Millionen-Dollar-Gewinngrenze, zählt zu den erfolgreichsten globalen Pay-Per-View-Anbietern und hat dem Boxsport in den USA an Popularität und kommerziellem Erfolg schon lange den Rang abgelaufen. Von solchen Bedingungen ist der Sport in Deutschland unzweifelhaft meilenweit entfernt und wird es mittelfristig wohl auch bleiben. Doch auch die deutsche MMA-Szene orientiert sich an der UFC, welche ihre ausverkauften Live-Events inzwischen regelmäßig auch in Europa ausrichtet.

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