Archiv für November 2013

Früherer Weggefährte Kapke

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Der langjährige führende Neonazi Andre Kapke aus Jena gibt sich als Zeuge im NSU-Prozess redselig. Sein Ziel: die eigene Entlastung und nebenher noch die einiger Angeklagten.

„Ralf ist halt die Friedenstaube bei uns gewesen“, plappert der Zeuge Andre Kapke scheinbar achtlos über den politischen Weggefährten Ralf Wohlleben drauflos. Dahinter könnte sich jedoch Kalkül verbergen. Noch läuft ein Ermittlungsverfahren gegen den schwergewichtigen 38-Jährigen wegen Unterstützung des Terrornetzwerkes NSU, doch die Generalbundesanwaltschaft hatte letzte Woche eine mögliche Einstellung angedeutet. Jahrelang prägte das Neonazi-Duo Wohlleben-Kapke die radikale Szene der Region um Jena. Jetzt sitzt der eine in Untersuchungshaft und der andere etabliert sich währenddessen als selbständiger Bauunternehmer. Wohlleben, genannt „Wolle“, genießt als Angeklagter Kultstatus unter Nationalisten, sein ehemals engster Mitstreiter weiß das.

Bereits vor Verhandlungsbeginn hatte sich der nervöse Zeuge Kapke mit dem Wohlleben-Verteidiger Olaf Klemke vor dem Gericht unterhalten, beide verbindet zudem die virtuelle Facebook-Freundschaft. Kaum verwunderlich, dass ein weiterer Bekannter, der ehemalige NPD-Kandidat und Jurist Dirk Waldschmidt aus Hessen, als Beistand für den nach einem Unfall anscheinend beeinträchtigten Zeugen Andre Kapke mit nach München reiste. Beobachtern erschien es jedoch, als gäbe Pilotenbrillenträger Waldschmidt eher acht auf den Redefluss des als cholerisch geltenden Jenaers.

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Neonschwarz – Love Will Never Die

Frei.Wild-Absage in Jena: [Anmerkung der Redaktion: Beleidigung entfernt]

„Publikative.org“ berichtet:

Das Frei.Wild-Spiel beginnt von vorn. Gegen einen Auftritt der Band in Jena regte sich Protest, man „drohte“ sogar mit einer Demo und die toleranten Frei.Wild-Fans laufen nach der Absage der Veranstaltung digital Amok. Zum Sündenbock wird diesmal ein Landtagsabgeordneter.

Eigentlich wurden im Media Markt in Jena für heute hunderte Fans der Band Frei.Wild erwartet. Ein Auftritt und eine Autogrammstunde als Promo zur neuen Platte waren angesetzt. Dass sich gegen den Auftritt der Band Protest regen könnte, hat wohl niemand von den Verantwortlichen der Thüringer Filiale erwartet. Nach Aussagen der Organisatoren in der Ostthüringer Zeitung (OTZ) gab es zahlreiche Mails und Beleidigungen gegen Mitarbeiter des Marktes. Der zuständige Bereichsleiter im Jenaer Markt fasste dies in der OTZ folgendermaßen zusammen: “Wir haben uns da leider ­­linken Krawallmachern beugen müssen, die im Internet Stimmung gegen uns gemacht haben und mit einer Demo drohten”. Die „angedrohte“ Demonstration scheint dann das Fass zum Überlaufen gebracht zu haben, denn der Auftritt der Band wurde kurzerhand abgesagt. Doch wie schon in zahlreichen vorherigen Fällen, in denen öffentlicher Protest gegen die Band Ausladungen oder Ähnliches zur Folge hatten, haben die Frei.Wild-Fans auch dieses Mal ihren Sündenbock gefunden. Der heißt Dirk Adams und ist sowohl Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/ Die Grünen im Thüringer Landtag als auch Mitglied des NSU-Untersuchungsausschusses.

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Siehe auch: [OB] Kein Bock auf Frei.Wild
Frei.Wild Plakate
„Mit einer Demo gedroht“
Frei.Wild wird auf Jugendgefährdung geprüft

Neonazifeier von Silar in Koberg

Via „Indymedia“:

Gestern Abend, den 23.11.2013, lud Stefan Silar zu seinem 40. Geburtstag ein. Die Feier fand mit über 150 Neonazis in der Kneipe „Zum Koppelkaten“ in Koberg (Kreis Herzogtum Lauenburg) statt.

Stefan Silar ist seit fast 20 Jahren einer der Führungspersonen der Norddeutschen Neonaziszene und tritt als Veranstalter von Rechtsrockkonzerten auf. Weil er 1992 den Kapitän Gustav Schneeclaus totschlug, saß er eine mehrjährige Haftstrafe ab. Nach seiner Haftentlassung übernahm er eine Führungsposition in der „Blood and Honour Sektion Nordmark“. Nach dem Verbot von „Blood and Honour“ baute er den „Saalschutz Nordmark“ auf, die hauptsächlich Rechtsrockkonzerte absichern sollten. Häufig griff diese Struktur anwesende Antifaschist_innen und Presse bei Veranstaltungen an.

2005 wurde Silar im Prozess gegen eine „Combat 18″ Terrorzelle in Pinneberg mitangeklagt. In dem Verfahren wurde er beschuldigt rechte Versände um Schutzgeld erpresst zu haben. Mit diesem Geld sollten Terrorakte finanziert werden. Kurz bevor die Terrorzelle von der Polizei ausgehoben wurde, gab er dem Neonazis Klemens Otto einen Tipp, dass demnächst eine Razzia bei „C18″ Pinneberg anstehen würde. Im gleichen Jahr eröffnete er im Tostedter Ortsteil Todtglüsingen den Neonazishop „Streetwear-Tostedt“ und baute einen Anlaufpunkt der regionalen und überregionalen Neonaziszene auf. Um den Laden organisieren sich die Tostedter Kameradschaften „Gladiator Germania“ und der „Nationale Widerstand Tostedt“, diese Gruppen sind für diverse Übergriffe auf Menschen verantwortlich. Das Ladengeschäft in der Niedersachsenstraße wurde Anfang 2013 geschlossen, die Artikel werden aber weiterhin über die gleichnamige Internetseite vertrieben.
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Rassistischer Serienmörder in den USA hingerichtet

Die „WAZ“ schreibt:

Jahrelang terrorisierte Joseph Franklin Amerika, für seine Morde saß er mehr als 30 Jahre hinter Gittern. Er sah sich als Krieger, der die „weiße Rasse“ schützen muss. Nun wurde sein Todesurteil vollstreckt. Franklin hatte 1978 unter anderen den „Hustler“-Gründer Larry Flynt angeschossen.

Nach juristischem Tauziehen bis zur letzten Minute ist der rassistische Serienmörder Joseph Paul Franklin im US-Staat Missouri hingerichtet worden. Das berichtete der Sender CNN am Mittwoch. 22 Morde wurden dem 63-Jährigen zur Last gelegt, der zwischen 1977 und 1980 in der ganzen USA Jagd auf Schwarze und Juden machte. Mit seiner Mordserie wollte der weiße Rassist einen „Rassenkrieg“ anzetteln, hatte er in einem CNN-Interview gesagt.
Franklin hatte 1978 unter anderen den Gründer des Erotikmagazins „Hustler“ Larry Flynt angeschossen, nachdem dieser Bilder eines Paares mit unterschiedlicher Hautfarbe veröffentlicht hatte. Flynt sitzt seitdem im Rollstuhl. 1980 versuchte Franklin, den schwarzen Bürgerrechtler Vernon Jordan zu ermorden. Auch zwei Jungen im Alter von 13 und 14 Jahren hatte Franklin auf dem Gewissen.

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Pixies :: Where Is My Mind

Neonazi schockt Polizisten mit Handgranate

Via „20 Minuten“:

Polizeieinsatz in Arbon wegen eines ausgetickten Neonazis. Der 18-Jährige drohte den Thurgauer Beamten mit einer Handgranate.

Schock für zwei Thurgauer Kantonspolizisten: Sie rückten am Dienstagabend in eine Wohnung an der Bahnhofstrasse aus. Neonazi Oliver R.* hatte dort gegenüber seinen Kollegen gedroht, Amok zu laufen. Sein anwesender Bekannter S. W.* alarmierte aus Sorge die Polizei. Zwei Beamte kamen vorbei und suchten mit Oliver R. das Gespräch.

Doch dieser brüllte nur herum. S. W.: «Er liess sich schliesslich beruhigen und redete eine Weile mit den Cops. Als sie ihn nach seinem Beruf fragten, antwortete er: ’Ich bin Nazi’.» Kurz darauf sei er erneut in Rage geraten. «Plötzlich hatte er eine Granate in der Hand und zog den Splint.» Die beiden Beamten reagierten sofort: Sie nahmen Oliver R. die Granate ab, sicherten sie und fixierten den Neonazi am Boden.

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Keine Handhabe gegen Neonazis in Rheinmünster

Der „SWR“ berichtet:

Am Wochenende hatten sich erneut Mitglieder der rechtsextremen Szene zu einer Feier in einem Gasthaus in Rheinmünster-Söllingen (Kreis Rastatt) getroffen. Auch wenn die Treffen für viele ein Stein des Anstoßes ist, lassen sie sich mit rechtlichen Mitteln kaum verhindern.

Man habe keine Handhabe, solange die Neonazis nicht gegen geltendes Recht verstoßen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Treffen wie dieses seien weitgehend durch das Recht auf Versammlungsfreiheit gedeckt, bestätigte auch das Landratsamt in Rastatt.

Bürgermeister Helmut Pautler (Freie Wähler) hatte das Innenministerium Baden-Württemberg um Hilfe gebeten, nachdem sie Rechtradikale am Samstag in Rheinmünster getroffen hatten. Nach der Absage eines in Dortmund geplanten Neonazis-Konzerts waren rund 120 Anhänger der Szene in eine einschlägig bekannte Gaststätte im Stadtteil Söllingen ausgewichen.

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Bauhaus – Bela Lugosi’s Dead

Bombenanschlag auf Punk-Konzert geplant: Russische Neonazis landen im Gefängnis

Via „Rianovosti“:

Vier russische „White Power“-Verfechter sind zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Neonazis hatten geplant, eine Bombe bei einem Punkrock-Konzert zu legen.

Achteinhalb bis zwölf Jahre Haft lautete das Urteil eines Moskauer Gerichts gegen vier Mitglieder der nicht registrierten Volksnationalen Partei (NNP). Die Männer – alle in ihren Zwanzigern – wollten im Jahr 2010 ein Konzert bei einem Antifaschismus-Kongress in die Luft sprengen. Das Konzert war abgesagt worden, die Verdächtigen ein Jahr später mit einer Bombe erwischt.

Das Attentat hätte „den wahren Vertretern des russischen Volkes zugutekommen“ sollen, wurden die Tatverdächtigen nach ihrer Festnahme zitiert.

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23.​11.​2013 Leipzig:​ RASH-Kon­zert mit Tesla Cess­na, Äm­bon­ker, John Locke Can Walk

Ein Veranstaltungstipp der Oire Szene Redaktion:

Mehr: 23. November: Antirepression-Solikonzert/ Stö

Markus auf großer Abentoierfahrt im Skinhead-Wunderland – Teil 5

Via „Indymedia Linksunten“:

Das KB-Imperium schlägt zurück – Vom Saulus zum Paulus

Dieser peinliche Fatzke spielt nämlich eine wichtige Rolle in Markus‘ aufrechtem Skinheadleben21. Menschen, die auf das Saarland stolz sind, müssen gewisse genetische Defekte aufweisen (vielleicht sollte Euer geliebter Thilo hier mal forschen). Oscar Lafontaine und Krawallbrüder – ach du Kacke, so stelle ich mir die Hölle vor. Im KB-Song „Troublemaker Germany“ heißt es: „…denn heute gehört uns Deutschland…“ Und morgen? Kommt Ihr mich mit dem Gaswagen holen oder wat?! Bitte schnell alles an Frankreich zurückgeben, zuschütten oder wahlweise bombardieren. Eure Interviews und Songs sind voll von konservativem Mainstreamgetruller (die D-Mark muss wieder her), Onkelz für Arme22, Sozialdarwinismus… wirklich unerträglich und total rebellisch (eine plumpe Reproduktion des Dünnschisses der Mehrheitsgesellschaft). Dieses schleimige Gewimmer, man unterstütze doch Opfer rechter Gewalt, aber im Wochenmodus kann sich jeder denkende Mensch neuen Mist reinziehen, den Ihr verzapft habt. Da ist echt Fremdschämen angesagt. Ich kann auch beinharter Globalisierungsgegner sein, aber in schicken Nike Turnschuhen umherlaufen oder mich als testosterongesteuerter gewalttätiger Skinhead ausgeben, aber allen Kritikern direkt mit dem Anwalt drohen. Geht alles. Genauso kann ich mich per Ablasshandel freikaufen indem ich irgendwelches Geld spende, um endlich wieder ungestört meinen Geschäften nachgehen zu können. Man muss nur vom Feind lernen und zivilgesellschaftlich die richtigen Knöpfe drücken. Schwups wird aus der grauen Maus eine Bunte.
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The Computers – Disco Sucks

21.11.2013: Bandito Rosso/Berlin: RASH-NEA Tresen

Ein Veranstaltungstipp der Oire Szene Redaktion:

Netzwerke militanter Neonazis versorgen die Szene bundesweit und international mit Strategien, Knowhow und Waffen für den Untergrund-Kampf. Sie finanzieren sich nach wie vor über Konzerte und über die Produktion und den Vertrieb neonazistischer Rockmusik. Im Fokus dieses Abends stehen Hammerskins und Blood & Honour. Insbesondere die Strukturen des (ehemaligen) Blood & Honour sind in Deutschland längst verzahnt mit Rockergruppen und dem Milieu der sogenannten “Organisierten Kriminalität”. Die Hammerskins bieten Aktivisten der NPD, denen die Partei nicht radikal genug ist, eine politische Heimat und haben vielerorts Unternehmen und Personal zerschlagener Blood & Honour-Nachfolgeorganisationen übernommen. Ein baldiges Verbot der Hammerskins wird vermutet, die Umstrukturierung des Netzwerkes läuft bereits an. Referent_innen: Apabiz.

21.11.2013 | 20.00 Uhr |Bandito Rosso |Lottumstr. 10a, 10119 Berlin

Quelle

Netzwerk „NW-Berlin“ unter Druck

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Nach monatelangen Ermittlungen wird erstmals Anklage wegen der „NW-Berlin“-Webseite erhoben. Zudem schließt in sechs Monaten ein Lichtenberger Szenetreffpunkt. Funktionäre wurden verprügelt.

Jahrelang hetzten Berliner Neonazis ungestört auf der Internetseite „NW-Berlin“ gegen Politiker, Journalisten und politische Gegner, riefen zu Straftaten auf und erstellen Steckbriefe von missliebigen Personen und Einrichtungen. In der Folge kam es zu Übergriffen und sogar Brandanschlägen gegen die dort Aufgeführten. Im Mai 2011 war die Homepage wegen ihrer Inhalte indiziert worden, erst Ende letzten Jahres gelang die Abschaltung des Hassportals mit seinem Serverstandort in den USA. Es benötigte langen Druck aus der Zivilgesellschaft, damit Polizei und Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen das Neonazi-Netzwerk und seiner Internetseite forcierten.

Bisher blieb die Suche nach den Betreibern scheinbar ohne Erfolg. Zwar gab es Razzien beim Berliner NPD-Landesvorsitzenden Sebastian Schmidtke, der auf Publikationen des „NW-Berlin“ als Presserechtlich Verantwortlicher genannt wurde, oder beim Neuköllner NPD-Vorsitzenden Sebastian Thom, der verdächtigt wird mit dem Rudower Neonazi Patrick Weiß „an mindestens neun Hauswänden großflächige Schriftzüge mit rechtsextremistischen Inhalten aufgesprüht und Fotos“ bei NW-Berlin hochgeladen zu haben. Besonders kurios war ein Fall, als im Juni 2012 neben „NW-Berlin“-Sprühereien die Brieftasche des NPD-Politikers Alf Börm, Abgeordneter im Kreis Nordwestmecklenburg und Vorsitzender der Jungen Nationaldemokraten in Mecklenburg-Vorpommern gefunden wurde.

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The Boom Boom Booms – Don‘t Put Me Down

Razzia gegen militante Neonazis

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Die italienischen Sicherheitsbehörden haben mit einer abermaligen Razzia gegen die Fortführung konspirativer neonazistischer Aktivitäten reagiert.

Den Ermittlern lagen bereits im Vorjahr konkrete Hinweise auf bevorstehende Gewalttaten gegen Unterkünfte von Asylbewerbern und Roma-Angehörigen vor. Daher fand bereits im November 2012 eine landesweite Durchsuchungsaktion statt. Auch diesmal gab es diverse Hausdurchsuchungen. Das Behördeninteresse fokussierte sich dabei auf insgesamt 35 Aktivisten im Alter von 17 bis 51 Jahren in 22 Provinzen. Dabei erfolgte die Beschlagnahme von Waffen, Munition, einer Hakenkreuzfahne, anderer Devotionalien sowie von diversem Beweismaterial, speziell Computer-Festplatten.

Vier Wortführer sind als Folge der im Vorjahr gestarteten Ermittlungen bereits juristisch belangt worden. Dabei handelt es sich um Daniele Scarpino (24) aus Mailand, Diego Masi (30) aus der Region Frosinone, Luca Ciampaglia (23) aus der Provinz Pescara sowie Mirko Viola (42) aus der Region Como. Letzterer sitzt eine Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten im Gefängnis ab. Er soll dem Vernehmen nach der rechtsextremen Partei Forza Nuova nahestehen. Ciampaglia und Masi wurden zu zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt, Scarpino zu drei Jahren. Das Trio kann die Strafe aber in Form eines Hausarrests absitzen. Die Staatsanwaltschaft in Rom ermittelt nun nach der Razzia gegen alle neuen Verdächtigen sogar wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung.

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Kritiker warnen vor „Frei.Wild“

Via „Mittelbayerische Zeitung“:

Der Regensburger Abgeordnete Mistol fordert in einem Brief den Betreiber des „Airport“ in Obertraubling auf, das Konzert der Band zu überdenken.

Airport: Kein Grund für Absage

Die Band spreche mit ihren „nationalistisch-völkischen Texten ganz gezielt Personen an, die für rechtsextremes Gedankengut empfänglich sind“, schrieb der Regensburger Grünen-Landtagsabgeordnete Jürgen Mistol am Montag in einem Brief an den Konzessionsnehmer des Airport, Marcel Backhaus aus dem mittelfränkischen Ellingen. Er forderte, ein Zeichen gegen „Intoleranz, Nationalismus und Ausgrenzung“ zu setzen und „Frei.Wild mit ihren braunen Tönen die rote Karte“ zu zeigen. Auch der Mittelbayerische Kartenvorverkauf distanziert sich von dem „Frei.Wild“-Konzert in Obertraubling und wird dafür keine Karten verkaufen.

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Siehe auch: Frei.Wild-Lieder auf Gefährdung geprüft

André K. im NSU-Prozess: Der braune Vollstrecker

„Spiegel Online“ berichtet:

André K. war Mitglied der Kameradschaft Jena, sammelte Geld für das untergetauchte NSU-Trio: Nur wenige kannten die mutmaßlichen Rechtsterroristen so gut wie der grobschlächtige Neonazi. Mit Spannung wird nun sein Auftritt als Zeuge vor dem Oberlandesgericht München erwartet.

Nach der Enttarnung des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) verfiel André K. in Panik. Bei seinem alten Kumpel Ralf Wohlleben, wie er ein überzeugter Rechtsextremist, hatten wenige Tage später Beamte des Landeskriminalamtes Thüringen geklingelt und den einstigen NPD-Funktionär festgenommen. Wegen Beihilfe zum Mord sitzt Wohlleben derzeit mit Beate Zschäpe auf der Anklagebank im NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht (OLG).

Glaubt man ehemaligen Gesinnungsgenossen, rechnete André K. damals damit, ebenfalls angeklagt zu werden. Sein Name taucht seit 2001 in jedem Thüringer Verfassungsschutzbericht auf. Er war nicht nur einer der führenden Neonazis Thüringens, mit dem mutmaßlichen Terror-Trio Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe sowie den ebenfalls Angeklagten Holger G. und Carsten S. gehörte er zur „Kameradschaft Jena“. Als Einziger dieser Gruppe ist er auf freiem Fuß. Innerhalb der Kameradschaft ließ sich André K. „Führer“ nennen, seine „Stellvertreter“ waren Böhnhardt und Mundlos.

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Hotel Energieball – Motorschaden