Bürgerliche Fassade abgeblättert: Das Tonstudio des „Sleipnir“-Frontmanns

Via „NRW rechtsaußen“:

VERL (KREIS GÜTERSLOH) – Ein Tonstudio mit zertifiziertem Audioingenieur, Referenzen von Bands und Bilder eines Karaoke-Tags der Grundschule Süd-Bielefeld: All das zeigt die Website des „Bandhouse-Studios“ im ostwestfälischen Verl (Kreis Gütersloh). Hinter dem Tonstudio steht Marco Bartsch, Sänger und Leader der Band „Sleipnir“ und besser bekannt unter seinem früheren Namen: Marco Laszcz. Er ist einer der wichtigsten Akteure der neonazistischen Rockszene, verbreitete seine Parolen im In- und Ausland und warb für die NPD. Über Jahre gelang es ihm jedoch, seine bürgerliche Fassade als Toningenieur aufrechtzuerhalten, mit Schulkindern zu arbeiten und Tonträger für Bands zu produzieren, die nicht zur extremen Rechten zählen. Damit ist jetzt Schluss, der Hintergrund des Studiobesitzers wurde öffentlich bekannt.

Marco und “Sleipnir” – eine lange Geschichte

„Im Herzen Westfalens wurde die Band “Sleipnir” geboren. Nachdem man Bands wie “Skrewdriver”, “Endstufe”, “Vortex” usw. das erste Mal mit jungen Jahren 1988/89 live begleiten durfte, war es eigentlich klar: Das machen wir auch!“, heißt es auf der Website von “Sleipnir”. Die Vorbilder der Band gehörten damals zu den bekanntesten Bands der Naziskins. „White Power“ – „Weiße Macht“ – forderte “Skrewdriver” schon 1981 und hetzte gegen die „multi-rassische“ Gesellschaft. Marco Laszcz – später: Marco Bartsch – und seine Kameraden machten es ihnen nach. Ab 1991 traten sie unter dem Namen “Sleipnir” auf und machten sich bald einen Namen als Live-Band. 1996 erschien mit „Mein bester Kamerad“, die erste CD. Das Amtsgericht Ulm begründete am 14. April 1998 die Beschlagnahme der “Sleipnir”-CD damit, der Sänger hetze auf dieser „in menschenverachtender Weise gegen Ausländer, […] indem er sie zu Parasiten herabwürdigt, die kein Recht hätten in Deutschland zu leben“.

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