Archiv für Dezember 2013

Das »Kühnen-Papier« – Ein Neonaziführer argumentiert Homosexualität

Das „Antifaschistische Infoblatt“ schreibt:

Das Jahr 1986 war eine Zäsur für den bundesdeutschen Neonazismus. Nicht das Aufkommen extrem-rechter Parteien mit der Option auf Parlamentssitze, wie DVU oder Republikaner, son­dern ein hausgemachter Streit sorgten dafür, dass es ans Eingemachte ging. Jahrelang war die an heutigen Maßstäben gemessen kleine NS-Szene der 1980er Jahre in Deutschland gespalten. Ursache war eine Debatte über die Frage, ob ein Nationalsozialist schwul sein dürfe und wie mit Homosexuellen in den eigenen Reihen zu verfahren sei. Der westdeutsche Neonaziführer Michael Aloisius Alfons Kühnen beantwortete die Frage mit dem Papier »Nationalsozialismus und Homosexualität«. Die Schlussfolgerung seines »Grundsatzpapier« lautete: »Nationalsozialismus und Homosexualität sind vereinbar!«1 Dies kann als Versuch gewertet werden, auch homosexuellen Männern ihren Platz in der »Bewegung« zu geben und ein nationalsozialistisches Modell des »neuen« Mannes zu entwerfen.

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COR – Lampedusa Blues

Deutsche Neonazis in Österreich

Via „Soppt die Rechten“:

Die deutsche Bundesregierung hat eine Anfrage der Fraktion Die Linke zu ‚Ermittlungs- und Strafverfahren gegen bundesdeutsche Neonazis durch österreichische Sicherheitsbehörden‘ beantwortet. Obwohl sich die deutsche Bundesregierung bei den meisten Fragen einer Antwort unter Verweis auf laufende Ermittlungen entschlägt, sind einzelne Antworten durchaus informativ.

In der Anfragebeantwortung (pdf) bestätigt die deutsche Bundesregierung, dass es sich bei den drei im Zusammenhang mit Objekt 21 inhaftierten Neonazis Andreas P., Philip T. und Steffen M. um „langjährige Angehörige der neonazistischen Szene in Sachsen-Anhalt und Thüringen“ handelt, die schon wegen diverser Delikte (Verhetzung, Landfriedensbruch, Körperverletzung) erfasst waren.

Keine Antwort gibt es auf die Frage, ob in der BRD gegen weitere Personen im Zusammenhang mit ‚Objekt 21‘ ermittelt wird:

„Soweit sich aus dem in Österreich geführten Ermittlungsverfahren Erkenntnisse ergeben, die für die Bundesrepublik Deutschland strafrechtliche Relevanz haben, werden diese durch die zuständigen Behörden verfolgt“.

Diese Erkenntnisse sollten eigentlich vorliegen, denn in der Antwort wird mehrmals auf den Informationsaustausch zwischen deutschen und österreichischen Behörden verwiesen.

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Advent, Advent – ein Neonazi wird benennt (Teil 3)

Via „Advent Antifa“:

Hammerskins in der Romandie

Um die Jahrtausendwende wurden die Strukturen der Hammerskins in der Romandie durch den Film „Skin or die“ von Daniel Schweizer genauer beleuchtet. Anführer der welschschweizer Sektion war Ende 90er der aus Neuchâtel stammende Olivier Kunz, welcher in seiner Freizeit CD’s mit rechtsextremer Musik verkaufte und Konzerte für die Hammerskins in der Romandie und der Deutschschweiz organisierte. Nach der Gründung der mit den Hammerskins direkt in Konkurrenz um die Vorherrschaft in der rechtsextremen Szene stehenden „Blood & Honour“ Sektion Romandie wurde es jedoch stiller um die Hammerskins – und Olivier Kunz fand sich plötzlich in deren Reihen wieder.

Lange Zeit blieb es relativ ruhig in der Romandie, erst in den letzen vier bis fünf Jahren konnten wieder vermehrt Aktivitäten der Schweizer Hammerskins (SHS) in der Romandie ausgemacht werden. So existiert in der Romandie eine Sektion des Unterstützungsnetzwerkes «Crew 38» (3 = C, 8 = H, Crossed Hammers, das Logo der Hammerskins), die diesen Juli für einen Balladenabend mit Frakass, einer bekannten Rechtsrockband aus Frankreich, warb. Zudem waren sie auch mit einem Barstand am Bikerfestival 2012 in Verbier (VS) vertreten. Eine der wichtigsten Figuren der Hammerskins in der französischsprachigen Schweiz ist der aus Toul (F) stammende, mittlerweile 39-jährige Metzger Christophe Gruy – mit dem bezeichnenden Spitznamen „Butcher“ – der bis Ende März diesen Jahres die Metzgerei Tiptopele in Monthey (VS) führte. Er pflegt beste Kontakte zu den französischen Hammerskins (FHS), stammt er doch aus einer Hochburg derselben. Während er seinen Polterabend 2011 in der Absolut Bar in Luzern feierte (vgl. Teil 2), fand seine Hochzeitsfeier in der „Taverne de Thor“, dem damaligen Clubhaus der FHS in Toul, statt.
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Janine St. und ihre Verbindungen in die rechte Szene

Die „Antifaschistische Initiative Kreis Pinneberg“ berichtet:

Am 9.​12. ging der NSU-​Pro­zess mit dem 66. Ver­hand­lungs­tag wei­ter u.a. muss­te Ja­ni­ne St. geb. Sp. Aus­sa­gen.
Bei ihrer Aus­sa­ge ging es um den Er­werb einer Pre­paid-​Te­le­fon­kar­te. Laut Ja­ni­ne St., wurde sie am 2. Juli 2003 in Zwi­ckau vor einem Te­le­kom-​Shop von einer Frau an­ge­spro­chen, die sie frag­te, wie alt sie sei. Die Frau habe an­ge­ge­ben, ihren Aus­weis ver­ges­sen zu haben und St darum ge­be­ten für sie einen Ver­trag ab­zu­schlie­ßen. Sie habe dann den Ver­trag un­ter­schrie­ben und 50 Euro dafür be­kom­men. Beate Zschä­pe, Uwe Mund­los und Uwe Böhn­hard nutz­ten diese Te­le­fon­num­mer u.a. zur An­mie­tung von Wohn­mo­bi­len und an­de­ren Fahr­zeu­gen.

Von der Ne­ben­kla­ge­ver­tre­tung RA Hoff­mann be­fragt auf Ver­bin­dun­gen zu Mit­glie­dern der rech­ten Szene in der Ver­gan­gen­heit oder heute, ver­nein­te Ja­ni­ne St. sol­che Ver­bin­dun­gen. Auch ihr Mann, Sa­scha St., habe keine Kon­tak­te in die rech­te Szene. Ge­fragt ob sie einen Jan S. kenne, einen Alex Sch., Kle­mens O., Mar­kus N., Marko H. oder Stef­fen St kenne, alles Per­so­nen die bei dem Ver­fah­ren gegen die be­waff­ne­te Neo­na­zi-​Grup­pe „Com­bat 18-​Pin­ne­berg“ be­tei­ligt waren und mit denen Sa­scha St. auf Face­book zum Teil be­freun­det ist, muss­te Ja­ni­ne St. ein­räu­men das sie Jan S. kennt. Von Ver­bin­dun­gen in die rech­te Szene wisse sie aber nichts. Wei­te­re Ver­bin­dun­gen zwi­schen „Com­bat 18 -​Pin­ne­berg“ und dem NSU-​Um­feld las­sen sich durch die Ver­bin­dun­gen zwi­schen Peter Bor­chard (Ex -NPD Lan­des­vor­sit­zen­der Schles­wig-​Hol­stein) und Ralf Wohl­le­ben be­le­gen.

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TickTickBoom – SBKLTR

Rechte Klänge in der „Ostmark“

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Ein großes Rechtsrock-Konzert Ende Januar mit insgesamt acht Bands wird seit mehreren Wochen im Internet beworben.

und Ungarn zusammenkommen. Als Ort für das Ereignis am 25. Januar wird „Zentraleuropa“ angegeben. Etwas konkreter bezogen auf die Region heißt es auf der Homepage der teilnehmenden Band „Exzess“ dazu „Ostmark“. Es darf dennoch spekuliert werden, ob damit das im Dritten Reich von den Nationalsozialisten so titulierte annektierte Gebiet von Österreich oder Tschechien gemeint ist oder eine Örtlichkeit zum Beispiel in der Lausitz oder Sachsen. Die eng mit der „Lunikoff-Verschwörung“ um Sänger Michael Regener befreundeten drei „Exzess“-Musiker kommen aus dem brandenburgischen Strausberg. Sie kündigen im Übrigen noch einen Auftritt am 29. Dezember an einem nicht benannten Ort in Norddeutschland an.

Weiterhin dabei aus Sachsen soll die vierköpfige Kombo „Heiliges Reich“ sein, „Motor Of Hate“ kommen aus Mecklenburg-Vorpommern, „Hermunduren“ ist eine eher selten auftretende Formation aus Thüringen. Bei „Hausmannskost“ aus Cottbus gibt es Verbindungen zum dort ansässigen Label Rebel Records von Martin S. „Kommando 192“ gibt es erst seit wenigen Monaten. Zuletzt trat die Band zum 20-jährigen Bestehen der „Kameradschaft Karlsruhe“ im Oktober in Söllingen auf.

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Kommando Skin“ in Italien

Via „Blick nach Rechts“:

Italien (Colleverde di Guidonia) – Gleich das erste Wochenende im neuen Jahr soll im italienischen Colleverde di Guidonia (Provinz Rom) für ein Rechtsrock-Event genutzt werden.

Für den 4. Januar werden mehrere Bands aus Italien, aber auch „Kommando Skin“ aus Stuttgart beworben. Das mit deutschen und englischen Texten operierende Trio der seit 1996 existierenden Rechtsrock-Combo kann bereits auf diverse Auftritte in verschiedenen europäischen Ländern und speziell in Italien zurückblicken. Ihre 2002 erschienene CD „Ruhe vor dem Sturm“ wurde zwei Jahre später von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert.

Angekündigt für das Konzert am ersten Samstag im Januar werden ebenfalls noch „Gesta Bellica“, „Discriminazione Oi“ und „Nessuna Resa“. (hf)

Quelle

19.11.-14.12.2013: Grau- und Braunzonenkonzerte International

An dieser Stelle gibt es mal wieder eine möglichst komplette Übersicht von Konzerten aus der musikalischen Grau- bis Braunzone der vergangenen Wochen. Die Konzertflyer werden wir Anfang nächster Woche nachreichen. Einen guten Erklärungsansatz für den zunehmenden Rechtsruck unserer Gesellschaft (und auch europaweit) liefert folgender, sehr lesenswerter Artikel von „Publikative.org“: Die konformistische Rebellion

Grauzone:

19.11.2013: „Atrium“/Wittlich: 10 Jahre „Wilde Jungs“ zusammen mit „BRDigung“ und „Foixpunk“.

20.11.2013: „Hellraiser“/Leipzig: 10 Jahre „Wilde Jungs“ zusammen mit „BRDigung“ und „Foixpunk“.

21.11.2013: „Riders Cafe“/Lübeck: 10 Jahre „Wilde Jungs“ zusammen mit „BRDigung“ und „Foixpunk“.

22.11.2013: „F-Haus“/Jena: Grauzonenkonzert mit „Kärbholz“.

22.11.2013: „Lehmitz“/Hamburg: „Oi! The Hamburg“ mit den Grauzonencombos „Rotz & Wasser“ und „Durstige Nachbarn“.

22.11.2013: „K17“/Berlin: 10 Jahre „Wilde Jungs“ zusammen mit „BRDigung“ und „Foixpunk“.

22.11.2013: „Eventhalle“/Regendburg: Grauzonenkonzert mit „Berserker Berlin“.

23.11.2013: „X“/Herford: Grauzonenkonzert mit „Kärbholz“.

23.11.2013: „Juze“/Bad Hersfeld: Grauzonenkonzert mit den „Egoi!sten“, „Schlagseite“, „Cracklounge“ und „Loi!chtfeuer“.

23.11.2013: „Konzerthalle Südbahnhof“/Chemnitz: Grauzonenkonzert mit den „Kneipenterroristen“.
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Joy Division – She Lost Control

Vier rechtsterroristische Gruppen im Visier

„OVB-Online“ berichtet:

Bundesanwaltschaft ermittelt – Keine Anzeichen für bevorstehende Anschläge – NSA-Verfahren in der Schwebe Karlsruhe – Neben den Verfahren zum Umfeld des NSU ermittelt die Bundesanwaltschaft derzeit gegen vier weitere rechtsterroristische Vereinigungen.

Es hätten sich jedoch keine Anzeichen für bevorstehende Anschläge ergeben, sagte Generalbundesanwalt Harald Range in Karlsruhe.

Es handele sich um Gruppierungen von jeweils etwa fünf bis sieben Personen, sagte der Leiter der Terrorismusabteilung, Rainer Griesbaum. Sie hätten möglicherweise das Ziel, „auf einen Staatsumsturz hinzuwirken und nationalsozialistisches Gedankengut zu verwirklichen“. Ermittelt werde wegen des Verdachts der Gründung terroristischer Vereinigungen. Bereits im Herbst hatte Griesbaum diese Ermittlungen erwähnt.

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Antisemitisches Weihnachtslied in Rumänien: Skandal mit Verspätung

Via „Tagesschau“:

Musiker in bunt bestickten Blusen singen live im staatlichen rumänischen Fernsehen ein Weihnachtslied. Der Text ist eindeutig antisemitisch. Skandal? Die Empörung kam erst mit Verspätung, die Verantwortlichen ducken sich weg, und die Entschuldigung ist eher halbherzig.

Ein transsylvanischer Chor steht im Halbkreis inmitten von alten Holzhäusern und singt. Musiker flöten und fiedeln dazu im volkstümlichen Stil. Die Musikanten tragen bunt bestickte Blusen – augenscheinlich eine Volkstracht. Auf den ersten Blick singen sie nur ein Weihnachtslied. Das enthält allerdings eine radikale politische Botschaft. Wörtlich heißt es da: „Verfluchter Jude….Nur im Schornstein als Rauch, dort sei der Jude gut….“

Ausgestrahlt wurde die antisemitische Darbietung am Nikolaustag im staatlichen rumänischen Fernsehen TVR. Und sie sorgte bei den Beteiligten nicht für Befremden. Die Moderatorin bedankt sich bei den Sternsingern der Gruppe „Transsylvanische Sehnsucht“ artig für das „Weihnachtslied“ und fragt den Chef des örtlichen Zentrums für die Bewahrung und Pflege der Kulturtradition Cluj/Klausenburg nach eben diesen Traditionen.

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Nazi-Shazam: Angriff auf die „Bonzenjäger“

Das sächsische LKA hat eine Software entwickelt, mit der sich rechtsextremistische Musik auf CDs und in Online-Radios leichter überprüfen lassen soll. Das Programm könnte den Beamten vor allem Zeit ersparen – unter einer Bedingung. (Sueddeutsche.de, Leipziger Volkszeitung, Freie Presse)

Nouvelle Vague – Ever Fallen In Love

Inhaberwechsel bei braunem Versand

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Die beiden „Freies-Netz-Süd“-Führungskader Matthias Fischer und Tony Gentsch haben den Neonazi-Online-Shop „Final Resistance“ übernommen und betreiben ihn als Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) von ihrer Immobilie in Oberprex in Oberfranken aus.

Stabwechsel beim „Final-Resistance-Versand“: Ende November haben die beiden Neonazi-Kader Matthias Fischer und Tony Gentsch den rechtsextremen Online-Shop von seinem Gründer und bisherigen Inhaber Daniel Weigl übernommen. Seit dem 27. November betreiben die führenden Aktivisten des „Freien Netzes Süd“ (FNS) die Geschäfte des Online-Shops offiziell in einer eigens gegründeten „Matthias Fischer & Tony Gentsch GbR“. Eingetragen ist der Shop unter den Motto „Ture NS Streetware“ seither beim Finanzamt Hof an der Saale. Von seinem ehemaligen Sitz in Wackersdorf wurde der Online-Handel zwischenzeitlich nach Oberprex verlegt, wo das FNS seit drei Jahren über die Immobilie „Oberprex 47“ verfügt.

Der „Final-Resistance-Versand“ war im August 2010 von Daniel Weigl aus Wackersdorf gegründet worden. Weigl gilt als Kopf der Kameradschaft „Widerstand Schwandorf“ und als einer der führenden Kader des „Freien Netzes Süd“. Weiterhin ist er Vorsitzender der im Mai 2012 gegründeten FNS-Tarnorganisation „Bürgerinitiative Soziale Alternative Oberpfalz“. Weigl ist zudem mehrfach verurteilt, unter anderem wegen Bedrohung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Im Sortiment des Online-Shops „Final-Resistance-Versand“ finden sich neben Flyern und Flugblättern des FNS auch T-Shirts mit gewalttätigen und NS-verherrlichenden Motiven („I love NS“) sowie einschlägige CDs von Rechtsrock-Bands wie „Stahlgewitter“ oder „Lunikoff & der Baron“.

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Siehe auch: Neonazis rüsten in Oberfranken massiv auf

[Adventskalender SH] Türchen 12: Lars Hildebrandt

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

Türchen 12: Lars Hildebrandt

Mit Lars Hildebrandt stellen wir heute einen neonazistischen Liedermacher, der unter Namen wie „Zog sux“ oder „RaunijaR“ auftritt und darüber hinaus rege Kontakte in verschiedene Teile der rechten Szene pflegt.

Ursprünglich aus dem Raum Bremervörde kommend, ist er schon seit 1996 durch fremdenfeindliche und neonazistische Straftaten aufgefallen. So war er unter anderem an dem Angriff auf ein Jugendzentrum und ein Flüchtlingsheim beteiligt. Dass er im Februar 2000 einen türkischen Menschen mittels einer Kontaktanzeige im Internet auf eine Neonazi-Party lockte, wo dieser zusammengeschlagen wurde, zeigt, wie perfide Hildebrandt seinen gewalttätigen Fremdenhass auszudrücken pflegt. 2005 gab es Hinweise auf enge Kontakte zur „Kameradschaft Aachener Land“. Heute wohnt Lars Hildebrandt mit seiner Lebensgefährtin Simone Hildebrandt in Itzehoe.

Musikalisch tritt Hildebrandt als Liedermacher unter den Namen „Zog sux“ und „RaunijaR“ in Erscheinung. Die Abkürzung „Zog“ steht hierbei für „zionist occupied government“; dieser Ausdruck bezieht sich positiv auf vornehmlich neonazistische Verschwörungstheorien, wonach die Regierungen zahlreicher Staaten angeblich jüdisch beherrscht sein sollen.

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BUZZCOCKS – Ever Fallen in Love (with Someone You Shouldn‘t've)

Aus für Neonazi-Treffpunkt

Via der „Blick nach Rechts“:

Im Gasthof „Zum Rössle“ im mittelbadischen Söllingen haben seit Juni bereits sechs Rechtsrock-Konzerte mit bis zu 350 Besuchern stattgefunden – ab Januar ist damit endlich Schluss.

1300 Einwohner hat das mittelbadische Örtchen Söllingen. Überregional bekannt ist es allenfalls, weil auf seiner Gemarkung der Baden Airport liegt, von dem aus Flüge nach Rom oder Berlin starten. Doch in den vergangenen Wochen haben immer wieder Neonazis aus ganz Deutschland „Kirchstraße“ und „Rheinmünster-Söllingen“ in ihre Navigationsgeräte eingegeben. Der ehemalige Dorfgasthof „Zum Rössle“, der seine Pforten längst nur noch für Rechtsrock-Konzerte öffnete, war zum überregional bekannten Anlaufpunkt für Rechtsrock-Konzerte geworden. Doch den braunen Gigs wurde jetzt ein Riegel vorgeschoben. Der Landkreis hat den Veranstaltungssaal ab 1. Januar jetzt kurzerhand selbst als gewerblichen Lagerraum angemietet, wie am gestrigen Mittwoch bekannt wurde.

Am 16. November feierten Neonazis aus ganz Deutschland dort den 60. Geburtstag von Siegfried Borchardt, besser bekannt als „SS Siggi“. Borchardt ist Deutschlands wohl bekanntester Nazi-Hooligan, der als Gründer der Dortmunder „Borussenfront“ schon in den 80ern traurige Berühmtheit erlangte. Er selbst war im Badischen nicht zugegen. Der Jubilar hatte eigentlich mit einem Konzert in seiner Heimatstadt Dortmund gerechnet. Doch das war am Vortag von den Behörden verboten worden. Anders war die Rechts-Lage in Söllingen. Wirt Günter S. hatte die Konzession für zwölf Gigs im Jahr – und die sind noch nicht ausgeschöpft.

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Siehe auch: Wertstoff statt Neonazis

Razzia bei Rockergang „Schwarze Schar“

Der „ndr“ berichtet:

In Gägelow bei Wismar hat die Polizei am Samstagabend rund 300 Rocker aus ganz Deutschland kontrolliert. Bei einer geplanten Feier des als gewaltbereit geltenden Motorradclubs „Schwarze Schar“ nahmen die Beamten eine Person fest, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Es lag bereits ein Haftbefehl vor. Insgesamt kontrollierten die Beamten 77 Fahrzeuge und 274 Teilnehmer, darunter viele Mitglieder und Anhänger der „Hells Angels“, zu denen die „Schwarze Schar“ Freundschaften unterhält. 74 der Partygäste im Clubhaus waren bereits polizeibekannt, vor allem wegen Gewaltstraftaten und Verstößen gegen das Waffengesetz. Mit 100 Einsatzkräften kontrollierte die Polizei bis Mitternacht die Zufahrt in den Ort.

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Straightline – Freefall