„Bonjour Tristesse“ vs. „Rotes Hetzpamphlet“

Wir dokumentieren einen Diskussionsbeitrag des Hardcore-“Antideutschen“-Blogs „Bonjour Tristesse“ aus Halle zur Grauzonendebatte. Wenige Punkte sind hier aus unserer Sicht bedenkenswert. Der Großteil des Inhalts dieses Textes zeigt leider, dass die vermeintliche Lektüre von kritischer Theorie bei manchen Menschen zu allgemeinen Hass auf alles Bewegungslinke führt. Traurig, dass wir uns zu Beginn des Jahres 2014 gleich mit so einem miesen Beitrag zur Grauzonendiskussion auseinandersetzen müssen. Wir haben nach der Lektüre dieses Textes den Eindruck, dass es sich um einen frustrierten Ex-“Linken“ handelt, der auf seinem Weg aus der linken Szene heraus nochmal auf alles vermeintlich Linksradikale verbalradikal eindreschen möchte. Wer unseren Blog in den letzten Jahren aufmerksam verfolgt hat, müsste festgestellt haben, dass wir – soweit es unsere Kapazitäten zugelassen haben – nachhaltig belegt haben, dass sich Teile der Grauzone zunehmend auf dem Weg in die rechte Szene befinden bzw. rechte Inhalt mainstreamkompatibel gemacht haben (letzteres ist aus unserer Sicht sogar wesentlich gefährlicher!). Die Verharmlosung dieser Entwicklungen im Bonjour Tristesse sind mehr als erschreckend! Stattdessen wird auch noch auf die wenigen verbliebenen linksradikalen Aktivist_Innen im Subkulturbereich eingeschlagen (mit Ausnahme der berechtigten Kritik an „RASH Stuttgart“) und sogar Feine Sahne Fischfilet gebasht. Wir fragen uns wirklich, was dieser Beitrag – ausser weiterer innerlinker Zersetzung – bewirken soll. Die Oire Szene Redaktion fühlt sich ideologisch weder dem „Antideutschen“– noch dem „Antiimp“-Lager zugehörig. Und so soll es auch bleiben. Wir haben verschiedene Meinungen und Ansichten und damit sind wir bis hierher zumeist sehr gut gefahren. Für eine inhaltlich konstruktive Debatte zur Grauzonendiskussion sind wir jederzeit gerne zu haben. Das hier fällt aber bis auf wenige Punkte traurigerweise unter das Label „Satire“ bzw. „Spaltertum“. Wer Lust & Zeit hat eigene Diskussionsbeiträge zu diesem Papier zu verfassen, kann uns diese gegebenenfalls gerne zusenden und wir werden diese dann ebenfalls veröffentlichen. Wir würden eine grössere Debatte zu den akuten Problemen in den verschiedenen Jugend(sub)kulturen bzw. zur Grauzone sehr befürworten – und natürlich auch in einer kontroversen Art & Weise! Wir wünschen uns an dieser Stelle ansonsten ein kämpferisch starkes 2014 & hoffen, dass es gelingt stadtpolitische, sozialrevolutionäre, antifaschistische & antirassistische endlich wieder zu einer tatkräftigen linken Bewegung zusammen zu führen. Die große Demonstration Ende Dezember in Hamburg für die „Rote Flora“, gegen die zunehmende soziale Spaltung der Gesellschaft, für eine soziale Stadt, Bleiberecht und gleiche Rechte für alle, hat gezeigt, dass es funktionieren kann gesellschaftspolitisch wieder stärker wahrnehmbar zu werden als radikale Linke! Und natürlich werden wir an dieser Stelle auch unseren Beitrag im Kampf um die kulturelle Hegemonie im so wichtigen vorpolitischen Raum fortführen!

Zum „Bonjour Tristesse“-Beitrag geht es hier: German Abstiegsangst. Die Grauzonendiskussion: Agonie der Subkultur

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