Flucht nach vorne

Die „Junge Welt“ berichtet:

Das faschistische »Freie Netz Süd« ist in der Krise. Eine neue Kleinstpartei und die Ausdehnung nach Sachsen und Tschechien soll dem Bedeutungsverlust entgegenwirken

Der »anhaltende Asylmißbrauch« sei umgehend zu stoppen: Tony Gentsch wählt deutliche Worte und kann sich des Beifalls der knapp 200 Demonstranten sicher sein. Gentsch ist nicht weit gereist, etwa 70 Kilometer Fahrt trennen die ostthüringische Kreisstadt Greiz, in der am 23. November 2013 Rassisten gegen ein neues Asylbewerberheim demonstrierten, und das »nationale Zentrum« im oberfränkischen Oberprex voneinander. Gentsch gilt als eine der Führungspersonen im süddeutschen Kameradschaftsverbund »Freies Netz Süd« (FNS), dessen Wirkungsgebiet weite Teile Bayerns umfaßt. Nach Greiz hat Gentsch ein Transparent mitgebracht, das für die neue Partei »Der dritte Weg« wirbt.

Ein weiterer Neonaziaufmarsch in der Region steht bereits in dieser Woche auf dem Programm. Er soll, wie die Partei »Der dritte Weg« Ende Januar bekannt gab, am 15. Februar im tschechischen Karlovy Vary unter dem Titel »Ein Licht für Dresden« stattfinden.

Seit längerer Zeit ist zu beobachten, daß das FNS sein Wirkungsgebiet über die Grenzen Bayerns erweitert. Am 13. Januar gab das Kameradschaftsnetzwerk seinen Aufmarschort für den 1. Mai bekannt: In diesem Jahr soll er im westsächsischen Plauen stattfinden.

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