Rechtsextremer V-Mann „Primus“: „Mann ohne Hals“

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet:

In Zwickau, der Stadt, in der sich der NSU versteckte, lebte ein umtriebiger rechtsextremer Skinhead. Zudem arbeitete er für den Verfassungsschutz. Was wusste V-Mann „Primus“ von den Taten der NSU?

Die Paulchen-Panther-Melodie mögen Kinder gern, und die Erwachsenen freuen sich darüber. Sie hört sich ein bisschen unheimlich an, und doch so harmlos, so unbeschwert. Die Melodie hatte mal etwas unschuldig Verschmitztes. Die Unschuld ging verloren, weil die Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) die Musik auf ihrem Bekennervideo verwendet haben. Warum mochten die Neonazis diese Musik?

Eigentlich passt sie auch nicht zu einem heute 42 Jahre alten Mann, der in einer Band sang, die „Westsachsen-Gesocks“ hieß. Ein Mann, der Glatze und einen Kampfhund hatte und sich mit dickem, weißem Bauch und Pumpgun fotografieren ließ. Als „Mann ohne Hals“ hat ihn ein anderer Neonazi bezeichnet. Lange Zeit lebte diese unangenehme Gestalt in Zwickau, wo zuletzt auch Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt wohnten. Er war sehr gut vernetzt in der rechten Szene. Und auf einem seiner alten Computer entdeckten Ermittler eine interessante Musikdatei: die Paulchen-Panther-Melodie.

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